CH160762A - Verfahren zur Herstellung von Ammonnitrat und Ammonphosphat enthaltenden Mischdüngern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammonnitrat und Ammonphosphat enthaltenden Mischdüngern.

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CH160762A
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Aktiengesellschaft Ruhrchemie
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Ruhrchemie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung von Ammannitrat     und-Ammoiiphosphat     enthaltenden     Nisehdiiugern.       Die Herstellung von Mischdüngern, die  gleichzeitig Ammannitrat und Ammanphos  phat aufweisen, hat eine besondere Bedeu  tung. Die Vorteile eines Gehaltes an Amman  nitrat beruhen darauf, dass Stickstoff sowohl  in rasch, wie in langsam     wirkender    Form  in den Boden eingebracht wird. Der zusätz  liche Gehalt an Ammanphosphat bringt  neben der     Phosphorsäure    eine weitere Menge  von Stickstoff ein. Die     Schwierigkeiten    für  die Herstellung beider Produkte sind be  kannt.

   Ammannitrat kann     infol@-e    seiner mit  der Temperatur stark ansteigenden Löslich  keit nicht in fester Form ausgeschieden wer  den.     Diammonphosphat,    dessen Verwendung  auf     (",rund    der Forderung eines möglichst  hohen Stickstoffgehaltes stattfindet, braucht  für     die        Abscheidung    aus seinen Lösungen  besonders komplizierte Verfahren. Bei Ver  wendung von     1VIonoammonphospha,t    wird  nicht genügend     Stickstoff    in den Boden ein-    gebracht, während     Triammonphosphat    den  Nachteil der Abgabe von Ammoniak beim  Lagern hat.  



  Das vorliegende Verfahren bietet den be  sonderen Vorteil,     l3Tischdünger    mit einem Ge  halt an Ammannitrat und Ammanphosphat  unmittelbar unter     Absättigung    von Ammo  niak mit Phosphorsäure oder Salpetersäure  oder beiden Säuren in einem Verfahrens  gange herstellen zu können.  



  Das Verfahren ist dadurch     gekennzeich-          iief,        da.ss    unter weitgehender Verdampfung  des in den     Prozess    eingeführten Wassers     mit-          telst    der Reaktionswärme eine so hohe Tem  peratur erzeugt wird,     dass    im     Reaktio-ns-          gemi.sch    enthaltenes Ammannitrat in flüs  siger Form vorliegt und so als     Suspensions-          mittel    für vorhandene feste     Düngesalzko7mpo--          n.enten    dient, und dabei eine so hohe Kon  zentration aufweist,

   dass beim Abkühlen  durch einfaches     Erstärrenlassen    direkt das      feste Düngesalz erhalten wird. Das Verfah  ren kann vornehmlich in der Weise durch  geführt werden, dass die Reaktionskomponen  ten Ammoniak, Salpetersäure und Phosphor  säure in eine     Ammonnitratschmelze    ein  geleitet werden, die festes Ammenphosphat  suspendiert enthält. Für die     Einleitung    des  Verfahrens kann sowohl Wasser, Ammen  nitratlösung, wie auch     Ammonnitratschmelze     mit oder ohne Ammenphosphat vorgelegt  werden.

   Beim Zusammenbringen der Aus  gangskomponenten findet die vollständige  oder teilweise Verdampfung des eingebrach  ten Wassers auf Grund der bei der     Absätti-          gung    des Ammoniaks mit den Säuren frei  werdenden Reaktionswärme     statt.    Werden  verdünnte Säuren verwandt, so kann durch  zusätzliche     Beheizung    der Rest des     Wassers     entfernt werden. Wesentlich ist für das Ver  fahren, dass eine     Ammonnitratschmelze    vor  liegt, in der gleichzeitig gebildetes Ammen  phosphat und gegebenenfalls Teile des  Ammennitrates suspendiert sind.

   Der Wasser  gehalt des Endproduktes     wird    vorzugsweise  in der Weise geregelt, dass beim     Erstarren     der Mischung unmittelbar ein lagen- und  streufähiges Produkt anfällt.  



  Infolge der     innigen    Verteilung des  Ammenphosphates in der     Ammonnitrat-          schmelze    können Produkte erhalten werden.  die im erstarrten Zustande eine homogene  Verteilung der Mischungskomponenten auf  weisen.  



  Es hat sich als zweckmässig erwiesen,  während der Herstellung einen kräftigen  Umlauf aufrecht zu erhalten. Die Entnahme  der schmelzflüssigen Suspension von Ammen  phosphat und Ammennitrat findet vornehm  lich durch freien oder gedrosselten Überlauf  statt. Sie kann auch durch Abstich erfolgen.  Die Schmelze wird vornehmlich unter Ver  wendung von Kühlwalzen zur Trockne ge  bracht.  



  Das Einleiten der Reaktionskomponenten,  Ammoniak, Salpetersäure und Phosphorsäure  in eine Schmelze von     Ammennitrat,    die  festes Ammenphosphat und gegebenenfalls  Ammennitrat suspendiert enthält,     gestattet       die Herstellung der Mischung bei schwach  alkalischer, neutraler oder     schwachsaurer     Reaktion. Beim Fahren in saurer Reaktion  wird der Gehalt an freier Säure vorzugs  weise unterhalb 5 % gehalten. Als besonders  zweckmässig hat sich eine schwach saure  Reaktion unterhalb<B>0,5%</B>     erwiesen.     



  Das Verfahren kann in der Weise aus  geführt werden,     da.ss    die Hauptmenge des  Wassers im     Einleitungsgefäss    verdampft  wird, während der restlich zu verdampfende  Wasseranteil in einem besonderen Gefäss,  gegebenenfalls unter gleichzeitigem Einleiten  von Ammoniak entfernt     wird.    Durch das  Einleiten von Ammoniak in das beispiels  weise als     Nachsättiger    ausgebildete beson  dere Gefäss     wird    infolge der freiwerdenden  Reaktionswärme bei der     Absättigung    des  Ammoniaks mit den noch vorhandenen Säu  ren die Wasserverdampfung weitgehend  unterstützt.

   Die Entfernung eines wesent  lichen Anteils des Wassers im     Einleitungs-          gefäss    findet durch die Reaktionswärme zwi  schen Ammoniak. Salpetersäure und Phos  phorsäure statt. Die Verdampfung der rest  lichen Anteile des Wassers in einem beson  deren Gefäss hat den Vorteil, dass bei Be  triebsstörungen ein Verstopfen der     Leitungen     des Hauptgefässes durch das rasch erstar  rende Ammennitrat vermieden wird. Zu die  sem Zwecke können mehrere besondere Ge  fässe für die Verdampfung der restlichen  Wasseranteile vorgesehen sein.  



  Die Darstellung der Mischung von Am  mennitrat und Ammenphosphat kann in  Gegenwart von weiteren, als Düngemittel  wirkenden Stoffen oder     inerten    Stoffen oder  beiden vorgenommen werden. Diese Stoffe  können in beliebigen Fabrikationsphasen  kontinuierlich oder diskontinuierlich ein  gebracht werden. Bei Einbringung in die       Ammonnitratschmelze    kann auf einfache  Weise eine innige Mischung mit den wei  teren Mischungskomponenten erzielt werden.  Die Vermischung kann gegebenenfalls auch       mit    dem halbfesten oder festen     Gemisch    aus  Ammennitrat und Ammenphosphat vor-      genommen werden. Als besonders zweck  mässig haben sich feste Kalisalze als Mi  schungskomponenten erwiesen.

   Ihre Zugabe  führt, zu Produkten, die die drei Kernnähr  stoffe nebeneinander enthalten. Bei Ver  wendung fester Kalisalze werden besonders  grobkörnige Produkte erhalten, da die Kali  salze als     Kristallisationszentren    wirken, an  denen eine Anlagerung des     Ammonnitrates,          (las    mit     suspendiertem        Ammonphosphat    be  haftet ist, erfolgt.  



  1     )ie    Herstellung von     Ammonnitrat-Am-          monphosphat-Mischdüngern    kann auch in der  Weise erfolgen, dass in eine Mischung von  vorher hergestelltem     Ammonnitrat    und Kali  salzen Ammoniak und Phosphorsäure zur  Einwirkung gebracht wird. Auch auf       ammoniakalische    Lösungen von     Ammon-          nitrat,    die feste Kalisalze suspendiert ent  halten, kann Phosphorsäure bis zur     Abbin-          dung    des gesamten freien Ammoniaks zur  Einwirkung gebracht werden.

   Des weiteren  Kann man Ammoniak auf ein Gemisch von       Ammonnitrat,    festen Kalisalzen und Phos  phorsäuren einwirken lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ammon- nitrat und Ammonphosphat enthaltenden Mischdüngern unter Absättigung von Ammo niak mit mindestens einer der in den genann ten Salzen enthaltenen Säuren, dadurch ge kennzeichnet, da,ss unter weitgehender Ver dampfung des in den Prozess eingeführten Wassers mittelst der Reaktionswärme eine so hohe Temperatur erzeugt wird,
    dass im Reaktionsgemisch enthaltenes Ammonnitrat in flüssiger Form vorliegt und so als Sus- pensionsmittel für vorhandene feste Dünge salzkomponenten dient und dabei eine so hohe Konzentration aufweist, dass beim Ab kühlen durch einfaches Erstarrenlassen direkt das feste Düngersalz erhalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des in den Prozess eingeführten Wassers durch zu sätzliche Beheizung verdampft wird. ?.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch von Ammonnitrat und Ammonphosphat fort laufend durch Zusammenbringen der Ausgangskomponenten Ammoniak, Phos phorsäure, Salpetersäure hergestellt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion des Gemisches schwach alkalisch bis neutral gehalten wird. 1. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion des Gemisches schwach sauer gehalten wird, derart, dass der Ge halt an freier Säure 5 % nicht über steigt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, . dass andere, als Düngemittel wirkende Stoffe zugegeben werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die suspendierten Anteile durch einen kräftigen Umlauf in der Schwebe gehalten werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstich des fer tigen Produktes durch freie Überläufe erfolgt. B. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstich des fer tigen Produktes durch gedrosselte Über läufe erfolgt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmenge des Wassers im Einleitungsgefäss eines Sättigers ver dampft wird, während der restliche, zu verdampfende Wasseranteil in einem be sonderen Gefäss verdampft wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der restliche Wasser- anteil durch Einleiten von Ammoniak entfernt wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch Absättigen von Salpetersäure mit Ammoniak erhal tenes Ammonnitrat fertig in das Reak tionsgemisch eingebracht wird.
    <B>192.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf ein Gemisch von Ammonnitrat, Kalisalzen und Phosphorsäure Ammo niak zur Einwirkung gebracht wird. <B>13,</B> Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe sol- ehe verwendet werden, die als Dünge mittel wirken. 1.4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe inerte Stoffe verwendet werden.
CH160762D 1930-02-17 1931-02-16 Verfahren zur Herstellung von Ammonnitrat und Ammonphosphat enthaltenden Mischdüngern. CH160762A (de)

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