CH160812A - Verfahren zur Herstellung einer Berylliumlegierung mit Schwermetall. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Berylliumlegierung mit Schwermetall.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Berylliumlegierung mit Schwermetall. In neuerer Zeit haben Beryllium legierungen der Schwermetalle, insbesondere die des Eisens, Kupfers und Nickels, eine gewisse Bedeutung gewonnen. Die Her stellung dieser Legierungen erfolgte bisher meist durch Zusatz von elektrolytisch ge wonnenem reinem Berylliummetall zu dem betreffenden geschmolzenen Schwermetall. Die Notwendigkeit, zuerst reines Beryl lium herstellen zu müssen, verteuert die auf diese Weise erzeugten Legierungen in einem für deren technische Verwendung untragbaren Masse. Das gleiche gilt für die ebenfalls auch bereits bekannte gemeinsame elektrolytische Abscheidung der Legierungs komponenten.
Die an sich bekannte Reduktion von Be- rylliumverbindungen in Mischungen mit re duzierbaren Schwermetallverbindungen durch Kohle liefert kohlenstoffhaltige Produkte. Den gleichen Nachteil hat die bereits vor geschlagene Verwendung von Erdalkali- Z, als Reduktionsmittel. Im letzteren Falle kommt noch als erschwerend hinzu, dass die Reaktion wegen der Schwerschmelz barkeit der Karbide Temperaturen von <B>1800'</B> C und darüber erfordert. Ausserdem arbeiten alle besprochenen Verfahren mit sehr schlechter Ausbeute an Beryllium.
Zur Erzielung von kohlefreiem Beryllium wurde die Reduktion von Berylliumverbin- dungen durch Aluminium, Calcium und Mag nesium versucht.
Dabei erzielte man jedoch in allen Fällen ein Gemisch von Metallen und Oxyden, des sen Scheidung bei der Ausführung in tech nischem Massstabe grosse Schwierigkeiten be reitet, so dass diese Verfahren eine industrielle Bedeutung nicht erlangen konnten. Um kohle freie Schwermetall-Berylliumlegierungen mit guter Ausbeute zu gewinnen, kann man re duzierbare Berylliumverbindungen mit Mag nesium oder Magnesiumlegierungen und einem Schwermetall gemischt zur Reaktion bringen. Die Temperaturen, die nötig sind, um das Metall in regulinischer Form zu erschmelzen, liegen jedoch in allen Fällen beträchtlich über 2000 C.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Be- rylliumlegierung mit Schwermetall durch thermische Reduktion, vorzugsweise alumino- thermische Reduktion, einer Berylliumver- bindung, das bereits bei Anwendung der sonst in der Metallurgie üblichen Arbeits temperaturen die Herstellung der Legierung mit einem vorbestimmten Berylliumgehalt ohne Verluste ermöglicht.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Re duktion der Berylliumverbindung in einer Schmelze des Schwermetalles selbst vor nimmt.
Gemäss einer Ausführungsform des Ver fahrens wird zum Beispiel so verfahren, dass man ein, zweckmässig brikettiertes, Gemenge einer reduzierbaren Berylliumverbindung mit Magnesium oder einer Magnesiumlegierung in das geschmolzene Schwermetall einträgt. Als besonders vorteilhaft hat sich dabei die Verwendung von Legierungen des Magne siums, die zwischen 40 bis 60 %, insbesondere etwa 50 % ; Aluminium enthalten, erwiesen, da diese Legierungen nicht nur ausserordent lich reaktionsfähig sind, sondern sich auch durch leichte Pulverisierbarkeit auszeichnen.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens kann man eine Legierung von Beryllium mit einem solchen Schwermetall, das mit Magnesium legierbar ist (zum Bei spiel Kupfer oder Nickel) dadurch her stellen, dass man die Magnesium-Schwermetall- legierung schmilzt und in die Schmelze Berylliumoxyd einrührt. Das Berylliumoxyd wird durch das Magnesium reduziert und das entstehende Berylliummetall mit dem Schwermetall legiert. Zweckmässig setzt man zur besseren Trennung von Schlacke und Me tall noch ein Flussmittel zu.
Soweit ein etwa angewendeter Überschuss des als Reduktionsmittel verwendeten Mag nesiums nicht schon bei den Arbeitstempe- raturen verdampft, kann seine Entfernung aus der entstandenen Schwermetall-Beryllium- legierung durch Erhitzen derselben auf etwa 1200 ohne Schwierigkeiten erreicht wer den. Als reduzierbare Berylliumverbindungen kommen neben dem Berylliumoxyd insbeson dere auch die Beryllium-halogenide und -oxy- halogenide in Frage.
Beispiele: 1. 150 Gewichtsteile Berylliumoxyd wer den mit 160 Gewichtsteilen Magnesiumspänen brikettiert und die Presslinge in 400 Ge wichtsteile geschmolzenes Kupfer unter Wasserstoffatmosphäre eingetragen, wobei eine Überhitzung des Metallbades nach Mög lichkeit zu vermeiden ist. Nach dem Ein tragen steigert man die Temperatur auf <B>1300</B> C. Das gebildete Magnesiumoxyd gellt leicht in die Schlacke, und man erhält eine Legierung mit zirka 7 % Be bei einer Aus beute an Beryllium von zirka<B>67%.</B>
2. 100 Gewichtsteile einer Legierung mit <B>25%</B> Magnesium und<B>75%</B> Kupfer werden eingeschmolzen und 30 Gewichtsteile Be- rylliumoxyd eingerührt. Nach beendeter Re aktion steigert man die Temperatur zwecks Verdampfung überschüssigen Magnesiums auf 1400' C. Man erhält eine Beryllium Kupferlegierung mit<B>5,7%</B> Be; die Ausbeute an Beryllium beträgt<B>52,8%.</B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Beryl- liumlegierung mit Schwermetall durch ther mische Reduktion einer Berylliumverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion in dem schmelzflüssigen Schwermetall vor genommen wird. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemenge einer reduzierbaren Berylliumverbindung mit Magnesium oder einer Magnesium legierung in das geschmolzene Schwer metall einträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemenge in brikettierter Form anwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu reduzie rende Berylliumverbindung in eine ge schmolzene Legierung des Schwermetalles mit dem Reduktionsmittel einträgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach beendeter Re aktion die Schmelztemperatur sd weit ge steigert wird, dass ein etwaiger Überschuss des Reduktionsmetalles verdampft. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als reduzierbare Be- rylliumverbindung eine Sauerstoffver bindung verwendet wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als reduzierbare Be- rylliumverbindung eineHalogenverbindung verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als reduzierbare Be- rylliumverbindung ein Ogyhalogenid ver wendet wird.
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