Röntgenapparat. Vorliegende Erfindung betrifft einen Röntgenapparat, welcher ein längliehes, die Röntg,-nröhre drehbar tragendes Gehäuse auf weist, das einen mittleren, nach aussen offenen Einschnitt besitzt, welchen der mittlere Teil der Röhre durchquert, sowie eine ebenfalls vom Gehäuse getragene, zur Drehung der Röntgenröhre dienende Einstellvorrichtung, die aus dem Einschnitt nach aussen vortritt, und in demselben einen Drehausschlag aus führen kann.
Zufolge des Umstandes, dass die Einstell vorrichtung des Apparates in dem nach aussen offenen Einschnitt des Gehäuses, welchen die Röntgenröhre durchquert, einen Drehaus schlag ausführen kann, kann dem üblichen, von den Röntgenstrahlen gebildeten Kegel, dessen Mittellinie mit der Age der Strahlung zusammenfällt, ein grosser Einstellungs bereich gegeben werden.
In der Zeichnung ist; ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt. Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des Apparat gehäuses für eine Röntgenröhre, einschliess lich der Haltevorrichtung für das Gehäuse, Fig. 2 eine Vorderansicht des Gehäuses: Fig. 3 einen Vertikalschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, in Richtung der angegebenen Pfeile gesehen, Fig. 4 einen Vertikalschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 1, in Richtung der angegebenen Pfeile gesehen, und Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines Teils der Fassung.
Der Teil des Apparatgehäuses, welcher den Hochspannungstransformator aufweist, ist mit 5 bezeichnet. Oben ist der Teil 5 mit einem Hals 6 versehen, der zum Befestigen des Gehäuses an einem Gelenkteil 7, der mit- telst eines Gelenkbolzens 8 mit einem Trag arm 9 verbunden ist, dient.
Der Hochspannungstransformator 10 ist mit den schematisch angedeuteten primären und sekundären Wicklungen 11 bezw. 12 ver- sehen, von denen die letztere bei 12' geerdet ist. Das Gehäuseteil 5 ist genügend gross, um den Transformator gerade aufnehmen zu können, mit Ausnahme, dass er nach unten erweitert ist, und zwar zu einem Zwecke, der untenstehend angegeben ist.
Der Trans formator ist am Gehäuse mittelst eines Trä gers 14 befestigt und der den Transfor mator aufnehmende Teil des Gehäuses ist durch eine Scheidewand 15 aus Isolier material abgeschlossen, die für sich mit dein ebenen Flansch am untern Ende dieses Teils durch Bolzen 16 verschraubt ist, und durch weitere Bolzen, von denen später die Rede ist, wobei eine Packung 17 zwischen @ die Scheidewand und den Flansch, wie die Fi guren zeigen, eingesetzt ist. Die Scheidewand 15 weist zwei Öffnungen 18 auf, die je von einem Isolator 19, vorzugsweise aus Bakelit, durchsetzt sind. Diese Isolatoren sind mit Kühlrippen 19' -versehen, sowie mit einem Flansch 20, der gegen die Unterseite der Trennwand 15 unter Zwischenschaltung einer Packung 21 anliegt.
Oberhalb des Flansches ist der Körper des Isolators mit Gewinde versehen, auf welchem eine Mutter 22 zum Anziehen gegen die Trennwand sitzt. Auf diese Weise sind die Isolatoren fest mit der Trennwand verbunden und die Öffnungen 18 hermetisch verschlossen. Der in der Fig. 4 links gezeichnete Isolator nimmt den zur Antikathode führenden Hochspannungsleiter auf. Dieser Leiter hat die Form eines Me tallrohres 23, das mit einem Pfropfen 24 aus Bakelit verschlossen ist. Dieses Rohr trägt einen Flansch 2'5, der in der Bohrung 25' des Isolators liegt und gegen die Schulter 26 am obern Ende dieser Bohrung anliegt. Dadurch wird auch an dieser Stelle ein hermetischer Abschluss erzielt.
Das obere Ende des Rohres 23 trägt ein Gewinde mit Mutter 28, zwischen welcher und dem obern Ende des Isolators die Anschlussscheibe 29 eingeklemmt ist. Diese Scheibe ist durch den Leiter 30 mit dem einen Ende der Sekundärwicklung 12 verbunden.
Der andere Isolator 19 nimmt die kathodenseitigen Anschlussleitungen an die Röntgenröhre auf. Die Konstruktion dieses Isolators ist gleich der soeben beschriebenen des Hochspannungsisolators, mit Ausnahme davon, dass der Isolierpfropfen 24 von einem stromleitenden Stab 31 durchsetzt ist. Beide von diesem Isolator getragenen Stromleiter sind an einem Teil der Sekundärwicklung des Transformators angeschlossen, um die Glüh- kathode der Röntgenröhre über die Leiter 32 und 33 in Aktion zu setzen.
Die die Röhre aufnehmende Fassung besteht aus einem ge gossenen Tragkörper 34a (Fix. 5), der gegen die Unterseite der Trennwand 15 anliegt, und aus gepressten, kappenförmigen Fassung:- stücken 34b. Der gegossene Körper 34a ist zentral an der Unterseite der Trennwand 15 durch Schraubenbolzen 35 befestigt und die diesen Körper beidseitig ergänzenden Kap pen sind ebenfalls gegen die Unterseite der Trennwand 15 angezogen, und zwar durch Schraubenbolzen 36.
Der von den Kappen 34u umschlossene Körper 34a besitzt ring förmige Tragrippen 38 zur Aufnahme der Röntgenröhre, die koaxial zu Hülsen 40 des Körpers liegen, welche mit Öffnungen 39 ver sehen sind, die von der Röhre ebenfalls durchsetzt sein können. Metallene Anschluss ringe 41 sind passend auf die Hülsen 40 auf gesetzt und greifen anderseits in die inneren Enden der Kappen 34b ein.
Die Röntgen röhre 42 ist beispielsweise als zu der Gat tung solcher Röhren gehörend angenommen, deren mittlerer Teil einen Chromeisenring 43 enthält, der in die innern Enden der beiden rohrförmigen Glasteile 44 der Röntgenröhre eingeschmolzen ist. Der Chromeisenring ist von einer Bleischicht 45 umgeben, welche in einer Messingtraghülse 46 liegt. Diese Mes- singtraghülse ruht direkt in den Tragrippen 38, so dass sie sich darin drehen kann.
Zwi schen den Tragrippen ist in dem Körper 34a eine mittlere schlitzförmige Öffnung 47 ge bildet, durch welche die Einstellvorrichtung der Röhre, die weiter unten beschrieben ist, durchtritt, und die Röhre ist an den Trag rippen 38 mittelst winklig abgebogenen Sei tenplatten 48 gehalten, die den gegossenen Körper 34a abschliessen und den Schlitz 47 begrenzen und mittelst Flanschen 48a die Röhre in ihrer Lage halten, wozu zwischen die Flansche 18a und die Röhre Federn 49 eingesetzt sind, um die Röhre nachgiebig zu lagern.
Die Messingtraghülse 46 der Röhre stiitzt den radial verlaufenden rohrförmigen Teil 50 der Röhre ab, und zwar so, dass die ser in den Schlitz 47 eintritt. Die Einstell vorrichtung 51 ist an die Verlängerung 50 angeschlossen und kann, wie die Fix. 3 zeigt, aus ihrer in dieser Figur gezeigten Stellung, die ungefähr unter 30 gegen die Horizon- tale geneigt ist, in eine vertikal abwärts ge richtete Stellung gebracht werden.
Das Hochspannungsende der Röhre 42 ist mit Ausstrahlungsrippen 52 versehen, die von einer becherförmigen Schale 53 umgeben und von einer halbkugelförmigen Kappe 54 über deckt sind. Diese Kappe weist eine Innen fläche von Halbkugelform auf, auf der ein Kontaktstück 55 schleift, das an dem Lei- tun"srohr 23 befestigt ist, sowie eine äussere kugelförmig gekrümmte, zu dem gegenüber liegenden halbkugelförmigen Ende der Röh renfassung annähernd konzentrisch liegende Fläche.
Durch Experimente ist festgestellt worden, dass zwischen sphärischen Flächen kleinere Abstände ohne Gefahr von Übar- schlä,gen möglich sind und da für die Fas sung eine gedrängte Form erzielt werden soll, so ist die Anwendung von solchen Flä chen hier angezeigt. Das andere Ende der Röntgenröhre trägt einen Gewindenippel 56 mit dem üblichen innern und äussern Kon takt, welche Kontakte mit dem Glühfaden der Röhre verbunden sind. Auf den Nippel 56 ist eine Hülse 57 aufgeschraubt, die ein Isolierstück 58 aufnimmt. Von .dem rechts seitigen Isolator 19 verläuft eine isolierende Stütze nach unten, die eine Widerstandswick lung zur Verwendung beim anfänglichen An zielen des Behandlungsobjektes trägt.
Auf dem steifen Streifen 61, der an der Röhre 23' befestigt ist, sitzt eine Nabe 60, die als Leiter dient. Ein Anschlussstreifen 62 ver bindet die Nabe mit der Widerstandswick- lung, die ihrerseits mit der Hülse 57 in Ver bindung steht. Der zentrale Kontakt des Gewindenippels 56 ist durch das Isolierstück hindurch mit dem stromleitenden Stab 31 mittelst des Leiters 63 verbunden. Die Nabe 60 trägt die halbkugelförmige Kappe 64.
Isolierhülsen 67 aus Porzellan oder Bake lit sind im Innern der Kappen 34b konzen trisch zu der Röntgenröhre angeordnet, um einen weiteren Schutz gegen die Gefahr von Übersohlägen zwischen der Fassung und den Kappen 54 und 64 zu bilden.
Der Gehäuseteil 5 ist mit 'Öl gefüllt.
Es ist ersichtlich, dass, da das Gehäuse des Apparates am Tragarm 9 freibeweglich aufgehängt ist und gleichzeitig .die Röhre tim ihre Axe in der Fassung verstellt werden kann, der Strahlenkegel in viele Lagen ein stellbar ist, weshalb mit Hilfe des beschrie benen Apparates eine grosse Anwendungs möglichkeit der Röntgenstrahlen vorhanden ist. Die metallische Fassung -der Röhre ist über den Tragarm geerdet und die unter Hochspannung stehenden Teile sind sämtliche eingekapselt und daher geschützt, so dass das Gehäuse ohne jegliche Gefahr für die die Be handlung durchführende Person sowohl, als auch für den Patienten in jede beliebige Lage gebracht werden kann.