Röntgenapparat. Vorliegende Erfindung betrifft einen Röntgenapparat.
Im Schweizer Patent<B>Nu. 160887</B> ist ein Röntgenapparat beschrieben mit einem in zwei Abteile unterteilten Gehäuse, von wel- clic@n das obere Abteil hermetisch abgeschlos sen ist und den für die Speisung der Röhre erforderlichen Hochspannungstransformator enthält. Dieses Abteil ist mit-, -´1 gefüllt. Das zweite und Unterabteil enthält die Röhre, welche mit ihrem Mittelteil derart befestigt ist, dass sie um ihre Längsachse gedreht wer den kann. Die Zuführungsleitungen zu den Klemmen der Röhre selbst gehen durch dieses zweite Abteil.
Das Crehä-use ist geerdet und bei der Benützung der Röhre besteht keine Gefahr für die Bedienungsperson. mit hochspannungsführenden Teilen in Berüh rung zu kommen.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung dieses Röntgenapparates und besteht darin, dass die Röntgenröhre um ihre Axe drehbar in ein Metallgehäuse eingebaut ist und die Anschlussstellen an den Enden der Röhre von zylindrischen Isolierhülsen um geben sind, deren äussere Enden mit Metall ringen versehen sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1. einen Röntgenapparat in Vorder ansicht; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht desselben; Fig. 3 zeigt einen senkrechten Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 2: in Pfeilrichtung gesehen; Fig. 4 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3 in Pfeilrichtung gesehen; Fig. 5 zeigt .das Stützlager der Röhre in perspektivischer Ansicht;
Fig. 6 zeigt einen Längsschnitt durch das Röhrenende mit der Kühlvorrichtung; Fig. 7 zeigt einen Querschnitt nach Linie 7=7 in Fig. 3 in Pfeilrichtung gesehen, und Fig. 8 zeigt das Schaltungsschema der Verbindungen zwischen Transformator und Röhre.
Der in der Zeichnung dargestellte Rönt genapparat weist einen obern Gehäuseteil 1 auf mit einem Befestigungshals 2, welcher auf dessen oberer Seite in der Mitte angeord net ist. Das Gehäuse ist an einem Träger mittelst eines in diesen Hals 2 hineinragen den Befestigungsorganes befestigt. Die Einzelheiten dieser Befestigung sind nicht dargestellt, da dieselbe mit der vorliegenden Erfindung nichts zu tun hat, und es sei dies bezüglich auf das oben erwähnte Patent ver- wiesen. Im Gehäuseteil 1 ist ein Transfor mator 3 untergebracht, welcher einen Kern 4 und Wicklungen 24 und 100 aufweist.
Der Gehäuseteil 1 ist so geformt, dass er sich dem Transformatorumriss ringsum genau anpasst.
Der Gehäuseteil 1 ist am untern offenen Ende durch eine Isolierplatte 5 abgeschlossen, auf welcher der Transformator zwischen Stützen 6 und 7 befestigt ist, welche am Kerneisen 4 des Transformators anliegen und i am obern Ende des Transformatorkernes durch eine stramm darüber gezogene U-för mige Metallklammer 8 zusammengehalten sind. Am untern Teil werden die Stützen 6 und 7 durch Schraubenbolzen 9 zusammen gehalten, welche gleichzeitig als Auflage für den Transformatorkern 4 dienen.
Durch diese Anordnung werden die Eisenbleche des Ker nes fest zusammengezogen, so dass dieselben nicht in Vibration geraten und Lärm verur sachen, wenn der Transformator unter Span nung ist.
In der Platte 5 sind zwischen den Füssen der Transformatorstützen 6 und 7 Isolier- tüllen 10 und 11 eingelassen, von welchen jede mit einer Schulter 12 an der Unterseite der Platte anliegt. Eine zwischengelegte Ab dichtungsscheibe 13 bewirkt einen dichten Abschluss zwischen der Platte und den Tüllen. Auf das obere Ende jeder Tülle ist eine Mutter 14 aufgeschraubt, welche zwecks Erzielung eines öldichten Abschlusses die Tülle gegen die Platte anzieht.
Die Platte 5 ist mittelst Schraubenbolzen 15 am Gehäuseteile 1 befestigt, wobei durch eingelegte Unterlagsscheiben 16 auch hier ein öldichter Abschluss erzielt wird.
Die Tüllen 10 und 11 schliessen die An schlüsse der Röhren ein, und zwar ist in der Tülle 10 ein einziger hohler Metallbolzen 17 gelagert, welcher sich mit einer Schulter 18 unter Vermittlung einer Unterlagsscheibe 19 gegen den Boden der untern Vertiefung der Tülle anlegt. Eine auf das obere Ende des Anschlussbolzens 17 aufgeschraubte, in de,- Vertiefung 21 der Tülle liegende Mutter 22 dient zum Festklemmen des Bolzens in der Tülle. Die Unterlagsscheibe 19 bewirkt die Ölabdichtung zwischen dem Bolzen und der Tülle. Die Mutter 22 hat einen Schlitz 20 für die Aufnahme eines Schlüssels zum An ziehen.
Der Anschlussbolzen 17 besitzt eine Höh lung, in welche das in der Transformator kammer enthaltene 01 eintreten kann, um den Bolzen zu kühlen. Am obern Ende des An schlussbolzens 17 ist die Verbindungsleitung 23 der Sekundärwicklung 24 des Transfor mators befestigt.
Auf diese Weise ist die Mutter zur Befe stigung des Anschlussbolzens vollständig ver senkt in der Tülle untergebracht und das obere Ende desselben liegt ungefähr auf der Höhe des Zentrums der Erzeugenden des kreisförmig gebogenen Teils 25 des Gehäuse teils 1.
Der Anschlussbolzen in der Tülle 11 ist ungefähr gleich ausgeführt mit dem Unter schied, dass der äussere zylindrische Teil 26 einen Isolator 27 trägt, in welchem ein zwei ter Anschlussbolzen 28 gelagert ist. Der Iso lator ist im Teil 2'6, mittelst auf die Enden desselben aufgeschraubter Muttern 29 befe stigt. Anschlussleitungen 30 und 31 gehen von der Transformatorwicklung 32 zu den Klemmenteilen 26 und 28, an welchen sie be festigt sind.
Diese Anschlussleitungen sind zwecks Kühlung von01 bespült.
Die Röhre ist in einer im wesentlichen U-förmigen Stütze 33 gelagert (Fig. 3, 4 und 5), welche mittelst Bolzen 15 an der Platte 5 befestigt ist. In der Stütze 3 3 ist ein Trag bügel 3,4 yelagert, der einen kreisförmig ge bogenen Teil aufweist und in welchem die Röhre ruht, welche durch eine mittelst Schrauben 3C befestigte Klammer 15 (Fig. 1) gehalten ist.
Die Stütze 3 3 hat einen Schlitz 37, so dass der Fokusierkegel 38 der Röhre aus der in Fig. 4 dargestellten Lage nach abwärts in eine annähernd senkrechte Stellung gedreht werden kann.
Die Röhre hat einen Metallkragen 39, welcher im Tragbügel 34 und der Klammer :35 liegt und mittelst Federn 40, welche als Puffer für die Röhre wirken, darin gehalten ist. An den Enden hat der 3Tetallkragen 39 vorspringende Ränder 41 (Fig. 3), welche die äussern Kanten des Tragbügels 34 umgreifen und auf diese Weise eine Längsverschiebung der Röhre in der Stütze verhindern. Der Kragen 39 trägt einen radial angeordneten Zylinder 41', an welchem der Fokusierkegel 38 befestigt ist.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, ist an der Röhrenfassung ausser dem Kragen 39 eine Isolierkappe 47 und ein Isolier- zylinder 43 vorgesehen, welche beiden in die Enden des Kragens gleichachsig zueinander eingeschoben und darin festgehalten sind. In dem auf diese Weise gebildeten Zylinder isi: ein Isolierfutter 44 und die Röhre 45 an geordnet, und die Anodenklemme 46 der letz- ieren ragt durch eine Öffnung 47 im Ende der Isolierkappe 4? heraus.
Das entgegengesetzte Ende der Röhre 45 trägt eine Isolierkappe in einer Isolierhülse 4:8, welche bei 49 darauf aufgekittet ist und sich dicht an den Isolierzylinder 44 anlegt, inn denselben in seiner Lage zu halten. Ein Vorsprung 50 an der Aussenseite der Hülse -1 :8 liegt in einem Schlitz 51 im Isolierzylinder 44, um eine Drehung desselben-um die Röhre zu verhindern.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, hat der Isolierzylinder 44 eine Durch brechung 59 beim Fokusierkegel 38, und die Röhre ist in entsprechender Weise im Zy linder 43 angeordnet, so dass die erzeugten Strahlen durch diese 'Öffnung hindurch in de ij Fokusierkegel gelenkt werden Die Röhre ist von Isolierzylindern 54 und ä5 umhüllt, welche entweder einen Zylinder aus einem einzigen Stück Isoliermaterial, wie z. r'. Bakelit, bilden oder zwei getrennte Zylinder, wie dargestellt. Diese Zylinder sind konzentrisch um die Röhre gelegt und ragen über die Enden derselben heraus.
Auf den Enden der Zylinder 54 und 5.5 sind Metall schutzkappen 54' und 55' befestigt. Diese Schutzkappen sind aus Kupferblech in der aus Fig. 6 ersichtlichen Form gebildet und dienen zur Verhinderung eines Überschlages zwischen den stromführenden Teilen der Röhre und dem geerdeten Gehäuse., welches die Röhre enthält.
Die Isolierzylinder sind mit ihren innern Enden in die Stütze 33 eingesetzt und mit- telst der Schrauben 94 darin befestigt, welche gleichzeitig zur Befestigung der Metallteile 90 und 91 an dieser Stütze dienen.
Auf der Hülse 48 ist ein Metallring 56 und in diesem konzentrisch dazu eine Metall scheibe 5 7 befestigt. Sowohl der Ring als auch die Scheibe sind konzentrisch auf der Hülse befestigt und bestehen aus Messing oder Bronze. Dieselben sind mit den Kathodenan schlüssen der Röhre verbunden, so dass sie den Stromkreis des Heizfadens wie aus Fig. 8 ersichtlich schliessen. ' Der Zylinder -55 trägt einen Regulier widerstand 58, an dessen Stirnende das Re gulierorgan 59 sitzt. Der Regulierwiderstand ist mittelst Schrauben 58' befestigt, welche durch den innern Zylinder 55 hindurchgehen.
An der Rückseite des Regulierwiderstandes sitzen Flachfedern 60, 61 (Fig. 7), von wel chen die eine an der Scheibe 57 und die andere am Ring 56 zur Herstellung der elek trischen Verbindung mit der Röhre anliegt. Durch die Grundplatte des Regulierwider standes 58 geht. durch die Mitte eine Büchse 59', welche eine Längsbohrung hat und fest geklemmt ist. Der Kontaktarm des Regulier widerstandes ist am einen Ende der Büchse mittelst einer Schraube befestigt. Am ent gegengesetzten Ende der Büchse ist ein Draht 60' befestigt, welcher andernends an der Kon taktfeder 60 befestigt ist. Auf diese Weise ist der Kontaktarm elektrisch mit der Kon taktfeder verbunden.
Durch die Öffnungen 62' in der Grundplatte des Regulierwider standes gehen Verbindungsleitungen 62 zu den Anschlussklemmen 2-7 und 28, wodurch ein Stromkreis von den Federn 60 und 61 zur Transformatorwicklung 32 gebildet wird.
Auf der Aussenseite der Grundplatte des Regulierwiderstandes 58 ragt ein. Bolzen 63 hervor. welcher eine Haube 64 als Schutz für die Teile des Regulierwiderstandes trägt. Diese Schutzhaube ist vom Regulierwider- stand isoliert, aus Metallblech gestanzt und erstreckt sich fast bis an die innere Wandung des Zylinders 55, ohne dieselbe jedoch zu berühren. Die Schutzhaube liegt auf der von der Röhre abgekehrten Seite des Regulier widerstandes und dient zum teilweisen Ab schluss des Endes des Zylinders und trägt dazu bei, Entladungen zwischen den strom führenden Teilen des Regulierwiderstandes und dem geerdeten Metallgehäuse zu ver hüten.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist die Anoden ausführung 46 der Röhre mit einem Kühl körper 70 versehen, und zwar weist derselbe eine Metallhülse 71 auf, welche auf den An schlussbolzen 46 aufgesetzt ist und an ihrem äussern geschlossenen Ende einen Flansch 7? hat. Auf die Hülse sind eine Anzahl Kupfer scheiben 73 aufgeschoben, welche durch Distanzringe .74 aus Metall voneinander distanziert sind. Die äussern Umfänge dieser Scheiben 73 sind zu einem Wulst 75 von kreisförmigem Querschnitt umgebördelt.
Auf dem der Röhre zugewandten Ende der Hülse ist eine kleinere Scheibe 76 ohne Randwulst aufgesetzt. Eine Unterlagsscheibe 77 liegt gegen diese Scheibe an und eine ab gesetzte Mutter 7.8 ist auf die Hülse aufge schraubt und gegen die Unterlagsscheibe an gedrückt, wodurch das Ganze fest zusammen gehalten ist. Die Unterlagsscheibe 77 und die Mutter 78 bilden zusammen eine Nut, in welche der Kabelschuhring 79 eingelegt ist. Dieser Kabelschuhring 79 ist geschlitzt und federnd, so dass er an den Flanken der Nut anliegt.
In der Tülle 80 des Kabelschuhes ist der Leitungsdraht 81 für die Verbindung der Anode mit dem Anschlussbolzen 17 befestigt.
Isolierunterlagsscheiben 82 und 83 um geben den Klemmenbolzen 46 der Anode der Röhre und eine Metallscheibe 84 legt sich gegen die Unterlagsscheibe 83. Die Unterlags- scheibe 84 ist in der Mitte eingeprägt, damit sich der Anodenbolzen 46 konzentrisch in die Öffnung 47 der Isolierkappe 42 einlegt. Eine Schraube 85 ist durch das Ende der Hülse 71 hindurch in den Anodenbolzen 46 einge schraubt, um den Kühlkörper fest in die Kappe 56 hineinzuziehen.
Ein in die Hülse eingesetzter Passstift 86 ragt in eine 'Öffnung 87 im Anodenbolzen und verhindert ein Drehen der Büchse mit dem Kühlkörper auf dem Anodenbolzen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, hat der die Röhre umgebende Isolierzylinder 5,4 einen Längsschlitz 88, in welchen beim Aufschie ben die Anschlussleitung 81 eintritt.
Die Anschlussleitung 81 besteht aus dickem, biegsamen Kupferdraht, welcher nicht nur zum elektrischen Anschluss der Anode, sondern auch zur Ableitung der Wärme aus dem Kühlkörper zum Anschluss- bolzen 17 dient, von welchem sie in das im Transformatorabteil des Gehäuses enthaltene Öl übertritt,
das die Anschlussbolzen be- spült. Der Leitungsdraht 81 muss biegsam sein zum Ausgleich einer etwaigen Exzentri- zität der in der Röhre eingesetzten Anode 46.
Das Röhrenabteil ist durch Metallteile 90 und 91 abgeschlossen, welche annähernd zylindrisch sind und die Enden der Röhre mit sphärischen Endteilen 92 umgeben. Diese Gehäuseteile sind an den Flanschringen 9 der Röhrenstütze 33 mittelst Schrauben 94 befestigt.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich, ist die Ka thode der Röhre 45 durch den Ring 56 und die Scheibe 57 sowie die Federn 60 und 61., durch den Regulierwiderstand 5,8 und die Leitungen 62 mit der Sekundärwicklung 32 des Transformators verbunden. Das eine Ende dieser Wicklung 32 ist mit dem Ende der Sekundärwicklung 100 des Transforma tors verbunden und das andere Ende dieser @t'ichlung ist über ein Miniamperemeter 101 bei 10? Illeerdet. Die Anode der Röhre ist über einen Kabelschuh 80 und die Leitung M. an ein Ende der Wicklung 24 des Trans formators angeschlossen,
deren anderes Ende bei 10? _--eerdet ist. Dank dieser Anordnung haben die beiden Enden der Röhre 45 das gleiche Potential gegen Erde, da die in den \Vicldungen 24 und 100 des Transformator. üiduzierte Spannung die gleiche ist.
Eine Klemme der Primärwicklung<B>103</B> des Transformators ist an eine Klemme des Generators 104 angeschlossen, und die andere Klemme der Wicklung <B>1.03</B> ist über einen Widerstand 105 und eine einstellbare R.ea.k- tanz <B>106</B> an die andere Klemme des Genera- iors angeschlossen. Eine zweite Reaktanz 107 ist mit der ersteren Klemme des Generators wird mit der Reaktanz 10.6
verbunden, so dass sie einen Spannungsteiler oder Autotrans formator damit bildet, wodurch die der Primärwicklung 103 aufgedrückte Spannung geändert. werden kann. Das Millia.mperemeter l Ül , der Widerstand 105, der Autotransfor- inator und Generator sind ausserhalb des Cre- häuses 1 angeordnet.