Türschliesser mit hydraulischem Stossdämpfer. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Türschliesser mit hydraulischem Stoss dämpfer.
Bei den bekannten Türschliessern mit hydraulischem Stossdämpfer stehen Türe und Türrahmen in dauernder Verbindung mit Ge lenkarmen, die beim Öffnen der Türe eine bereits gespannte Feder weiter spannen, so dass die Türe stets kraftschlüssig gegen den Türrahmen gepresst wird. Die lebendige Kraft der Türe beim Schliessen wird kurz vor der Schliesslage in einem Presszylinder, auf dessen Kolbenstange die Gelenkarme in irgend einer Form einwirken, aufgenommen. Die Türe schliesst sich dann langsam unter Federdruck.
Nachteilig ist hierbei, dass die Türe dauernd unter Federdruck steht. Der Tür schliesser kann zwar durch Verstellen der Ge lenkarme oder andere Vorkehrungen aus geschaltet werden. Dieses Ausschalten ist jedoch sehr umständlich und wird deshalb nur dann vorgenommen, wenn es für längere Zeit sein soll. In vielen Fällen ist es jedoch erwünscht, auch mit selbsttätigen Tür schliessern versehene Türen offen halten zu können, wie beispielsweise Zimmertüren in Krankenhäusern, durch welche die Kranken getragen oder gefahren werden. Auch beim Reinigen von Fussböden ist das zeitweilige Offenhalten der Türen notwendig.
Bei Türen von Aufzügen und dergleichen ist es vorteil haft, wenn die Türe in ihrer Offenlage ste hen bleibt, jedoch zwangsweise geschlossen wird, wenn sie sich nahe der Schliesslage be findet.
Erfindungsgemäss werden nun die Nach teile der bekannten Türschliesser dadurch be hoben, dass die Verbindung zwischen der Türe und dem Türrahmen durch den Türschliesser nur hergestellt ist, wenn die Türe sich nahe ihrer Schliesslage befindet, und dass nur innerhalb des entsprechenden Öffnungswinkels der Türe, und zwar mittelst einer am Türrahmen angebrachten Zwangs führung, das Spannen der Feder, beziehungs- weise das Schliessen der Türe durch die Fe der erfolgt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht mit teilweisem Schnitt des Türschliessers in Schliesslage, Fig. 2 eine .Seitenansicht dazu, Fig. 3 eine Seitenansicht des Türschliessers in der Lage kurz vor dem Schliessen der Türe und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV IV in Fig. 1.
In einem an der obern Futterleiste einer Türe a befestigten Rahmen b ist eine um einen Stift c in vertikaler Ebene schwenk bare Gewindebüchse d gelagert, in welche das abgesetzte Ende e eines Presszylinders f eingeschraubt ist. Dessen Kolbenstange g trägt an ihrem untern Ende einen Kolben 7a mit zwei Bohrungen i, in welchen zwei gegen Herausfallen durch Stifte k gesicherte Kugeln Z ruhen. Die Bohrungen i setzen sich in zwei im Durchmesser kleineren Bohrungen 7n fort, die in den Oberteil des Presszylinder f münden.
Auf dem Kolben h liegt lose eine Scheibe n, gegen welche sich eine Druckfeder o mit ihrem einen Ende ab stützt, während sie sich mit dem andern Ende gegen einen Deckel y des Press- zylinders f abstützt. Die Kolbenstange g ist an den einen Schenkel p eines Winkel hebels angelenkt, dessen anderer .Schenkel q eine drehbar gelagerte Gummirolle r trägt. Der Winkelhebel selbst ist drehbar auf Bolzen s des Rahmens b gelagert.
Die Gummirolle r ist, wenn die Türe nahe ihrer Schliesslage sich. -befindet, in einer U-för migen, nach unten offenen Gleitbahn t geführt, die an dem Türrahmen u befestigt ist.
Die Wirkungsweise des Türschliessers beim Öffnen der Türe ist folgende; Die Gummirolle r wird beim Bewegen der Türe a aus ihrer in Fig. 1 und 2 gezeich neten Schliesslage nach abwärts gezogen und schwenkt dabei den Schenkel q so weit gegen den Türrahmen., dass der Schenkel p des Winkelhebels über seine durch die Lage des Drehpunktes am Winkelhebel bestimmte Totpunktlage hinaus geschwenkt wird,
wo durch nun der Schenkel q kraftschlüssig gegen die obere Kante<I>v</I> des Rahmens<I>b</I> gedrückt wird. Die Türe a steht von dieser Stellung weg mit dem Rahmen u in @keiner- lei Verbindung mehr. Sie kann jede beliebige Lage einnehmen.
Wird die - Türe nun von Hand ge schlossen, so stösst die Gummirolle r, sobald die Türe jene .Stellung wieder erreicht hat, gegen die Abbiegung unten am innern, län geren Schenkel der U-förmigen Gleitbahn, und es - genügt eine -kleine Bewegung des Schenkels q, um den Schenkel p über seine Totpunktlage nach aussen zu schwenken, worauf dann sofort die Feder o in Wirkung tritt. - Sie- drückt auf den Kolben lt, die Gummirolle r stützt sich gegen den äussern, kürzeren Schenkel der Gleitbahn t ab und die Türe wird kraftschlüssig geschlossen.
Es ist auch möglich, das Schliessen der Türe a durch den Schliesser innerhalb des Öffnungswinkels, in welchem die Türe durch den Schliesser mit dem Rahmen ver bunden ist, schnell oder langsam, das heisst mit grösserem oder geringerem Druck erfol gen zu lassen.
Wenn sich der Kolben lt bei geschlosse ner Türe in der Stellung nach Fig. 1 be findet, se werden durch die ringartige Scheibe n die achsial verlaufenden Nuten kanäle w im untern Teil der innern Zy linderwand nach dem Federraum des Zylin ders abgeschlossen. Wenn die Türe sich in Offenstellung befindet und die ganze Vor richtung die Stellung nach Fig. d einnimmt, ist die Feder o gespannt und der Kolben h. liegt höher im Zylinder.
Das in dem Zy linderraum in gewisser Menge befindliche Glyzerin, das als Pressflüssigkeit in bekann- ter Weise benutzt wird, fliesst, soweit es sich oberhalb des Kolbens befunden hat, beim Öffnen der Türe durch die Bohrungen na, i in den Raum unterhalb des Kolbens, in wel chen es durch die Bewegung des Kolbens an- gesaugt wird.
Beim Schliessen der Türe be wegt nach Umlegen des Mrinkelhebels <I>q, p</I> die gespannte Feder den Kolben lt wieder nach unten, und zwar bis in die Stellung, welche er nach Fig. 1. einnimmt. Hierbei. wird durch die Bohrungen<I>i, m</I> bei entspre chender Drosselung durch die Kugeln ein Teil des Glyzerins in den Zylinderrauän oberhalb des Kolbens gepresst, wodurch die bekannte Bremswirkung erzielt wird, welche die Feder nicht plötzlich, sondern allmählich und weich sich auswirken lässt, wodurch ein hartes Zuschlagen der Türe vermieden wird.
Es treten also bei dieser Stellung des Press- zylinders f in bezug auf den Kolben la die Kanäle 2 < # nicht in Wirksamkeit.
Durch Drehen des Zylinders f, das ein fach von Hand erfolgt, kann der Gewinde zapfen des Zylinders aus der Gewindebüchse d nach oben geschraubt werden. Hierdurch wird der Abstand des Zylinderdeckels y von dem Kolben vergrössert und die Feder teil weise entlastet.
Gleichzeitig werden aber auch die Kanäle w in der innern Zylinder- @vand gegenüber dem Kolben nach oben ver schoben und je nach dem Masse der Zylinder verschiebung zum Umleiten des Glyzerins mehr oder weniger stark herangezogen, wodurch die hydraulische Bremsvorrichtung in ihrer Wirkung geschwächt wird, so dass nun die Federspannung besser zur Wir kung kommt, das heisst durch die hydrau lische Bremsvorrichtung weniger stark ab gedrosselt wird.
Wie bereits erwähnt, ist es also mög lich, durch einfaches Höher- oder Tiefer stellen des Zylinders f, das ohne Zuhilfe nahme eines Werkzeuges etc. erfolgen kann, das Schliessen der Türe schneller oder lang samer herbeizuführen. Das ist insofern von Bedeutung, als das langsame Schliessen der Türe naturgemäss geräuschloser erfolgt als das schnelle Schliessen.