CH161067A - Rotationsdruckmaschinen-Antrieb. - Google Patents

Rotationsdruckmaschinen-Antrieb.

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CH161067A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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Description


      Rotationsdruckmaschinen-Antrieb.       Es ist vorgeschlagen worden,     Rotations-          druckmaschinenantriebe    so auszuführen,     dass     man die einzelnen Teile der Maschinen durch       Teilantriebsmotoren    antreibt, die unter sieh  in     Synchronisierschaltung    verbunden sind,  so     dass    mechanische Verbindungen zwischen  den Maschinenteilen (Druckwerke, Falz  apparate,     Papierrollenantriebe        usw.)    über  flüssig werden.

   Die     Teilantriebsmotoren    kön  nen dabei von einem     Leitgenerator    aus ge  speist werden, der von einem regelbaren An  triebsmotor schnell oder langsam angetrieben  wird und die     Teilantriebsmotoren,    mit denen  er in     Synchronisierschaltung    verbunden ist,  synchron mitnimmt.

   Für die sehr langsame       Einziehgeschwindigkeit    kann der     Leitgenera-          tor    durch einen besonderen Hilfsmotor über  ein Getriebe und     Überholungskupplung    an  getrieben werden, und der aus Leitgenerator,  Antriebsmotor, Getriebe,     Überholungskupp-          lung    und Hilfsmotor bestehende Umformer  kann entweder von einem der Teilmotoren  angetrieben oder auch räumlich getrennt    von der     Rotationsdruckmasehiiiie    aufgestellt  und von einem besonderen Motor betrieben  sein.  



  Bei dem     Rotationsdruckmaschinenantrieb     gemäss der Erfindung können nun verschie  dene Motoren zu Gruppen     zusammengefasst     und diese Gruppen durch<B>je</B> einen besonderen  Umformer gespeist werden und mindestens  ein Teil der Motoren kann wahlweise an ver  schiedene Gruppen angeschlossen werden.  



  In     DTuckereibetrieben    stellt sich oft die  Notwendigkeit heraus, ein Druckwerk mit  einer Druckeinheit zu verbinden, welche zu  nächst ohne dieses Druckwerk in Betrieb ge  nommen wurde. Wenn beispielsweise plötz  lich während des Druckes einer Zeitung eine  wesentliche Neuheit aufgenommen werden  soll,     muss    die Seitenzahl der bereits begon  nenen Auflage vergrössert werden. Es kann  vorkommen,     dass    zu dieser Vergrösserung das       Zuschalten    eines weiteren Druckwerkes er  forderlich wird.

   Beim Erfindungsgegenstand       lässt    sieh nun das     Hinzuschalten    eines wei-           feren    Druckwerkes im Gegensatz zu den rein  mechanisch miteinander verbundenen Druck  einheiten in kürzerer Zeit bewerkstelligen, so       dass    durch die Stillsetzung der Maschine für  die Vergrösserung der Seitenzahl nicht so viel  Zeit verloren geht.  



  Bei dem in     Abb.   <B>1</B> dargestellten Ausfüh  rungsbeispiel der Erfindung sind<B>1</B> bis<B>5</B> die  Druckwerke und<B>6</B> bis<B>9</B> die Falzapparate.  Die zu den betreffenden Maschinenteilen ge  hörigen Antriebsmotoren, welche als     Asyn-          ehronmotoren    ausgeführt sind, sind mit<B>11</B>  bis<B>19</B> bezeichnet. Die zugehörigen     Druck-          knopfiafeln    haben die     Bezugszeiehen    21 bis  <B>29.</B> Mit 40,<B>50</B> und<B>6ü</B> sind     Umformer-          aggregate    bezeichnet, welche<B>je</B> eine Gruppe  von Netzen 41     bezw.   <B>51</B> und<B>61</B> speisen.

    Das     Umformeraggregat    40 besitzt einen Mo  tor 42, welcher den Generator 43 mit der  Druckgeschwindigkeit antreibt. Der Umfor  mer ist ausserdem über eine     Überholungs-          kupplung    44 und ein Getriebe 45 mit einem  kleinen Motor 46 für die niedrige     Einzieh-          geschwindigkeit    verbunden.

   Mit 47 sind die       Ständerschütze    der drei Maschinen 42, 43 und  46 bezeichnet. 48 ist das Hauptschütz, wel  ches das     Umformeraggregat    an das     Haupt-          drehstromnetz    20 legt. 49 ist der     Anlasswider-          stand    für den Motor 42. In genau entspre  chender Weise sind die     Umformeraggregate     <B>50</B> und<B>60</B> ausgeführt.  



  Die     Ständerleitungen    sämtlicher Maschi  nen des     Umformeraggregates    sind durch aus  gezogene starke Linien und die Läufer  leitungen des     Generators    43 durch gestrichelte  Linien dargestellt. Die Steuerleitungen sind  durch die fein gezeichneten und ausgezoge  nen Linien angedeutet. In entsprechender  Weise sind die Netzgruppen 41,<B>51</B> und<B>61</B>  durch drei Arten von Linien gekennzeich  net. Die Ständer-, Läufer- und     Steuerleitun-          ,gen    der Umformer sind unmittelbar an die  Netze angeschlossen, während die entspre  chenden Leitungen der Motoren<B>11</B> bis<B>19</B>  durch die Hebelschalter<B>31</B> bis<B>39</B> mit den  Netzen verbunden werden können.

   Die Hebel  schalter<B>37</B> und<B>38</B> sind     init    den Netzen 41    und<B>51</B>     bezw.   <B>51</B> und<B>61</B> verbunden, so     dass     die betreffenden Motoren<B>17</B>     bezw.   <B>18,</B> sowie  ihre Steuerleitungen und     Bremslüftmagnete     wahlweise an zwei verschiedene Netze, das  heisst an zwei verschiedene Umformer (40  oder<B>50</B>     bezw.   <B>50</B> oder<B>6-0)</B> angeschlossen wer  den können.  



  Soll nun beispielsweise eine Druckein  heit, bestehend aus den Druckwerken<B>1, 2,</B>  und den Falzapparaten<B>6, 7</B> in Betrieb ge  nommen werden, dann werden die Schalter  <B>31, 32</B> und<B>36</B> geschlossen und der Schal  ter<B>37</B> in die Stellung gebracht-, in welcher  er die Leitungen des Motors 177 an die Netz  gruppe 41 anschliesst (gezeichnete Lage).  Nunmehr schliesst man den Schalter 48, so       dass    man von den Druckknöpfen eines der  Motoren<B>11,</B> 12,<B>16</B> oder<B>17</B> die ganze Druck  einheit steuern kann. Anfangs wird mit der  niedrigen     Einziehgesehwindigkeit    gearbeitet.

    Der entsprechende Druckknopf auf einer der  Tafeln 21, 22,<B>26</B> oder<B>27</B> wird gedrückt, so       dass    das     Ständerschütz    47 des beispielsweise  als     Kurzschlussläufermotor        ausgebildet-en    Mo  tors 46 anzieht und diesen Motor     ständer-          seitig    über den Schalter 48 an das Hauptnetz  <B>290</B> legt. Der Umformer wird nun mit der  niedrigen     Einziehgeschwindigkeit    betrieben.

    Der Läufer des     Generators    43 speist nun mit  der seiner Drehzahl entsprechenden Frequenz  über das Netz und die Schalter<B>31</B>     usw.    die  Läufer der Motoren<B>11</B>     usw.    Die Motoren,  welche über die Schütze 48 und 47, die Lei  tung<B>30</B> und die Hebelschalter<B>31</B>     usw.        stän-          derseitig    an dasselbe Netz angeschlossen sind,  an welchem der Umformer liegt, bewegen sich  dementsprechend mit derselben Geschwindig  keit, welche der Generator 43 besitzt.

   Durch  die Steuerung des Umformers wird den Mo  toren also nicht nur die verlangte Geschwin  digkeit erteilt, sondern sie bewegen sieh alle  in relativem     Gleiehlauf.    Soll der Antrieb  stillgesetzt werden, wird einer der Halte  druckknöpfe gedrückt, so     dass    das Schütz<B>47</B>  wieder abfällt und den Ständer des Motors  4n vom Netz trennt. Die Schaltung der  Steuerleitungen ist an sich bekannt und      braucht in diesem     Zusamenhange    nicht näher  erläutert zu werden.  



  Soll nun mit Druckgeschwindigkeit ge  arbeitet werden, dann wird vorerst wieder  durch den entsprechenden Druckknopf der  Antrieb 46 für die niedrige     Einzieh-          geschwindigkeit    eingeschaltet, so     dass    die  Druckeinheit von der     Einziehgesehwindig-          keit    in Betrieb gesetzt wird. Soll die     Ge-          schwindi#keit    nun für den normalen Druck  betrieb erhöht werden, dann wird der ent  sprechende Druckknopf gedrückt so     dass     das     Ständerschütz    für den Motor 422 diesen  an das Netz 20 anschliesst.

   Durch weitere  -Druckknöpfe wird entweder über Schütze  oder eine Schaltwalze in an sich bekannter  Weise der     Läuferwiderstand    des Motors 49 so  lange kurzgeschlossen, bis der Umformer und  der damit verbundene Antrieb die ge  wünschte Drehzahl erhält. Bei einer be  stimmten Geschwindigkeit schaltet die     Über-          holungskupplung    44 den Umformer von dem  Getriebe 45 und dem Motor 46 ab.  



  Bei dem in     Abb.    2 dargestellten Aus  führungsbeispiel ist ein     Druel,-werk   <B>1.0</B> mehr  angeordnet, während ein Falzapparat fort  gelassen ist, so     dass    für jeden Falzapparat  ein Umformer angeordnet ist. Die ,Motoren  <B>11</B>     usw.    und die Umformer 40,<B>50, 60</B> und<B>70</B>  sind an     Steckvorrichtungen    geführt, durch  welche die betreffenden Motoren     bezw,    Um  former an die Netzgruppen 41.<B>51</B> oder<B>6-1</B>  angeschlossen werden können.

   Die Leitungen  für die Motoren<B>11,</B> 12,<B>13</B> und<B>16</B> der Druck  werke<B>1,</B> 2 und<B>3</B> und des Falzapparates<B>6</B>  sind an     ll-abelendversehlüsse   <B>52</B> bis<B>55</B> ge  führt und werden bei dem gezeichneten Aus  führungsbeispiel durch die Stecker<B>56</B> bis<B>59</B>  an die Netzgruppe 41 angeschlossen, welche  durch die Steckvorrichtung<B>62</B> mit dem Um  former 40 verbunden ist. Der Betrieb ge  staltet sich bei dieser Anordnung genau so  wie bei der Schaltung gemäss     Abb.   <B>1.</B>  



  Soll nun beispielsweise der Umformer 40  aus irgendwelchen Gründen nicht in Betrieb  genommen werden, so kann man beispiels  weise den Umformer<B>50</B> durch die Steck-         vorrichtung        63    an die Netzgruppe 41 an  schliessen. Bei diesem Antrieb ist also die In  betriebnahme einer     Drucheinheit    nur dann.  in Frage gestellt, wenn einer der Antriebs  motoren<B>11</B>     usw.        sehadhaft    ist.

   Ein Fehler  am     Umformersatz,    am     Hilfsmotor,    Getriebe       usw.    spielt keine Rolle, da man in     diessm     Falle die     Drucheinheit    auf einen andern     Um-          fornier    schalten kann. Der Umformer<B>70</B> ist  für     Reservezweeke    angeordnet. Die Steck  vorrichtung jedes der Netze ist mit -vier     An-          schlussdosen    für die Motoren und einer     An-          schlussdose    für den Umformer versehen.

   Man  kann naturgemäss auch     Anschlussmöglich-          keiten    für mehr Motoren oder mehrere     Um-          former    an ein und dasselbe Netz vorsehen.  Die, Anordnung gestattet eine grosse Anzahl  von Kombinationen, so     dass    man bei Verwen  dung des beschriebenen Antriebes jedem Be  triebsfall gerecht werden kann.    Das     Zusehalten    bei Inanspruchnahme eines  weiteren Druckwerkes gestaltet sieh beson  ders einfach. Es sind nämlich lediglich durch  einen einzigen Bedienungsmann wenige  Schaltgriffe an elektrischen     Schaltelementen     vorzunehmen.

   Er schaltet zunächst den  Umformer 40     (Abb.   <B>1),</B> welcher die bereits  in Betrieb genommene Druckeinheit<B>1, 6, 22</B>  speist. Diese Druckeinheit bewegt sich nun  langsam, und der Umformer wird in dem Zeit  punkt abgeschaltet.. in welchem sieh diese       Druekeinheit        unuefähr    in entsprechender Lage  zu dem zuzuschaltenden     Masehinenteil   <B>7</B> be  findet. Diese Gleichheit der Stellungen  braucht in der Tat nur ungefähr richtig zu  sein, da die Motoren mit elektrischer     Gleich-          la,ufregelung    versehen sind und bei gemein  samer Inbetriebnahme von selbst in voll  kommenem Synchronismus übergehen.

   Es ist  also kein mühevolles Probieren erforderlich,  sondern kurz nach dem Einschalten des Uni  formers 40 kann er wieder ausgeschaltet wer  den. Hierauf wird der Motor<B>17</B> für den Ma  schinenteil<B>7</B> durch den Schalter<B>37</B> an den  Umformer 40 angeschaltet, und die Anlage  ist bereits betriebsfertig. Wird nämlich der  Umformer 40 wieder angelassen, dann stellen      sich, wie gesagt, die Motoren<B>11,</B> 12,<B>16</B> und  <B>17</B> nach sehr kurzer Zeit in synchrone Lage  und man kann sofort mit dem normalen  Druckbetrieb, nämlich dem Einziehen der  neuen Papierrolle und dem Druck beginnen.  



  Bei den bekannten     Einmotorenantrieben     lagen die Verhältnisse so,     dass    bei Defekt  werden eines Motors fast die gesamte zu die  s     ein   <B>.</B>     -'W        otor        gehörige        Druckeinheit        stillgesetzt     werden     musste.    Dies war im     übrioen    nicht  nur bei Defektwerden des Motors, sondern  bei einem Schaden am Getriebe, an     derüber-          holungskupplung,    oder am Hilfsmotor der  Fall.

   Bei dein beschriebenen Antrieb da  gegen kann man bei     Schadhaftwerden    eines  Motors diesen leicht auswechseln, da er sehr  klein gebaut ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Rotationsdruckmaschinenantrieb, bei wel- eInem die einzelnen Maschinenteile durch<B>je</B> einen besonderen Motor angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Motoren zu Gruppen zusammengefasst und diese Gruppen durch<B>je</B> einen besonderen Umformer gespeist werden können und dass mindestens ein Teil der Motoren wahlweise an verschiedene Gruppen angeschlossen wer den kann. UNTERANSPRüCEE: <B>1.</B> Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Falzapparat ein Umformer angeordnet ist.
    Antrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformer 15,ufer- und ständerseitig an Netze angeschlossen und dass an jedes Netz mehrere Einzel motoren durch Schalter anschliessbar sind. <B>3.</B> Antrieb nach Patentanspruch und Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Umformer und Einzelmotoren durch Steckvorrichtungen an die Netze an- schliessbar sind. 4.
    Antrieb nach Patentanspruch und Unter ansprüchen<B>1</B> und<B>3,</B> dadurch gekennzeich net, dass die gemeinsam mit den Stark stromleitungen schaltbaren Steuerleitungen zum Steuern der UmformersKtze von den Arbeitsmasehinen aus geschaltet werden können.
CH161067D 1931-01-12 1932-01-07 Rotationsdruckmaschinen-Antrieb. CH161067A (de)

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