CH161592A - Ski und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents
Ski und Verfahren zu seiner Herstellung.Info
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Description
Ski und "Verfahren zu seiner Herstellung. Die Erfindung betrifft einen Ski aus Holz mit einer Lauffläche, die aus anderem lt1aterial als der Ski besteht und kennzeich net sich dadurch, dass diese Lauffläche aus Kunststoff besteht, der eine grössere Wider standsfähigkeit gegen mechanische Beanspru chungen beim Laufen aufweist als Holz.
Erfindungsgemäss wird der Ski in der Weise hergestellt, dass die Skiunterfläche mit einer verhältnismässig dicken Schicht des Kunststoffes belegt wird, die mit dem Holz durch Aufkleben mit wasserfestem Leim unter Druck vereinigt wird.
Gegebenenfalls wird auch die Oberseite des Skis mit dem gleichen Kunststoff belegt Die gebräuchlichen Skier aus Holz wei sen die Nachteile auf, dass sich die Lauf fläche rasch abnützt, dass sie Wasser auf nimmt, und dass der Schnee an ihr klebt. Diese Nachteile lassen sich auch .durch Über ziehen der Lauffläche mit einer Wachs schicht nur zum Teil beheben. Dieses Über ziehen ist überdies oft untunlich oder schwie rig und erschwert in jedem Fall den Sport- betrieb. Es sind bereits Vorschläge gemacht worden, um diese Nachteile dauernd zu be heben.
Eingelassene Kanten aus Metall, Kunststoff oder dergleichen vermindern wohl die Abnützung an den Kanten, verbessern aber nicht die Eigenschaften der eigentlichen Lauffläche und bringen den Nachteil mit sich, dass bei fortschreitender Abnützung der Lauffläche die härteren ganten über diese hervortreten und das Schwingen sehr er schweren. Beläge der Lauffläche aus Metall blech, sowie lackartige Überzüge der ganzen Lauffläche aus Zelluloid, Gummi oder der gleichen haben sich ebenfalls nicht bewährt, da die ersteren vereisen, zu schwer und allzu glatt sind, die letzteren sehr bald abge scheuert werden und überdies dem unver meidlichen Arbeiten des Holzes nicht folgen können, was das Rissigwerden und Abblät tern sehr beschleunigt.
Als Belag für die Lauffläche eignet sich besonders eine Masse aus Kunstharz, zum Beispiel dem unter der Bezeichnung "Bake- lite" bekannten Produkt mit eingebetteten Textilmaterialien, zum Beispiel Molino, er wiesen. Dieses Material ist ausserordentlich fest, so dass die Festigkeit des Skis durch Verstärkung seiner bei der Durchbiegung auf Zug beanspruchten Zone ausserordentlich gesteigert wird. Es ist auch wasserabwei send und gleitet auch gut im Schnee von klebriger Beschaffenheit, ohne dass es mit Wachs überzogen werden müsste.
Sein Gleit- vermögen ist aber anderseits nicht so gross, dass ein Aufwärtssteigen erschwert oder un möglich gemacht würde.
Der Belag .der Lauffläche kann aus zwei oder mehreren Streifen. bestehen, die nicht ganz zusammenstossen, so dass zwischen ihnen eine oder mehrere Führungsrinnen beliebiger Breite entstehen. Dadurch wird die Herstel lung der Belagstreifen und deren Aufpressen wegen ihrer einfachen Form wesentlich er leichtert und auch ein Ablösen des Belages beim Arbeiten .des Holzes mit Sicherheit vermieden. Ein Nachteil der mit Kunstmasse auf der Lauffläche überzogenen Skier liegt in der erheblichen Unsicherheit in .der seit lichen Führung, die sich in einem schwer zu hemmenden Abgleiten senkrecht zur Längsrichtung der Skier äussert und sehr unangenehm empfunden wird. Dieser Nach teil konnte auch durch Anordnung .der er.
wähnten Führungsrinnen nicht behoben wer den; eine sehr tiefe und scharfkantige Rinne würde wohl eine teilweise Abhilfe schaffen, doch würde dadurch der Ski geschwächt und das Schwingen erschwert werden.
Die Ursache dieser Unsicherheit, die bei Holzskiern nicht oder nur in viel geringerem Masse auftritt, liegt allem Anschein nach auch darin, da.ss die glatte Oberfläche des Kunststoffes nach allen Richtungen die glei che hohe Gleitfähigkeit aufweist, während Holz schon nach kurzem Gebrauch zahlreiche feine, in der Faserrichtung verlaufende Fur chen aufweist, denen zufolge der Reibungs widerstand in der Querrichtung viel grösser ist als in der Längsrichtung.
Zur Behebung dieses Übelstandes der Kunststofffläche können in der Lauffläche mehrere in der Längsrichtung verlaufende Furchen vorgesehen werden. Diese Furchen können durch Hobeln oder Einpressen er zeugt werden, brauchen bei scharfen Kanten nur geringe Tiefe im Verhältnis zur Ski dicke aufzuweisen und gewährleisten min destens dieselbe Sicherheit der seitlichen Führung wie die .Skier mit Holzlaufflächen.
Weiters kann, um einen Ski zu schaffen, der das Schwingen und Bogenfahren unter voller Wahrung der sicheren seitlichen Füh rung sehr erleichtert, die Anordnung so ge troffen werden, dass .die Furchen nicht über die ganze Lauffläche durchlaufen, sondern nur in der Längsmitte des Skis vorgesehen werden. Als günstig hat es sich gezeigt, das vordere Drittel und das hintere Viertel des Skis ohne Furchen zu belassen.
Wenn der Ski belastet ist und flach auf dem Schnee aufliegt, ist der mit den Furchen versehene Mittelteil der Lauffläche in inniger Berüh rung mit dem .Schnee und die Furchen ver hindern jede seitliche Abweichung. Wird aber ein Ski entlastet, wie dies bei den mei sten Schwüngen der Fall ist, so liegt .dieser Ski hohl und berührt den Schnee nur mit seinem vollständig glatten Vorder- und Hin terende, so dass dieser entlastete Ski leicht in die neue Fahrtrichtung geschwungen werden kann. Auch das Beiziehen .des .Skis, während eines Schwunges bezw. nach demselben, er folgt im wesentlichen unbelastet und daher sehr leicht.
Es ergibt sich demnach eine be deutende Erleichterung des Schwingens und Bogenfahrens gegenüber Holzskiern, da bei diesen die gesamte Lauffläche in der Längs- (Faser)richtung leicht gerieft ist, während bei dem erfindungsgemässen Ski die Vorder- und Hinterenden der Lauffläche vollständig glatt und nach vorn und seitlich gleich gut. gleitfähig sind.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 ist ein Querschnitt durch einen Ski nach der ersten Ausführungsform, Fig. 2 ein Quer schnitt der zweiten Ausführungsform des Skis und Fig. 3 eine Ansicht von unten auf denselben.
Im ersten Ausführungsbeispiel (Fig. 1) ist der Holzkörper 1 des Skis von üblicher Form, er kann jedoch etwas schwächer gehal ten sein und die Rinne kann wegfallen, wo durch die Herstellung erleichtert wird. 2 sind zwei unter starkem Druck aufgeklebte Streifen aus Kunststoff, deren Zwischen raum die Rinne 3 bildet. Selbstverständlich können auch mehrere Streifen verwendet werden, zum Beispiel drei, zwischen denen dann zwei Rinnen entstehen. Bei dem dar gestellten Beispiel hat die Rinne die übliche Breite, der Zwischenraum kann aber nach Belieben enger oder weiter gewählt werden.
Im zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 2 und 3) ist die Lauffläche 5 aus einer zähen Kunstmasse, zum Beispiel einem Phenol formaldehydkunstharz mit Leineneinlagen, am Skiholz, zum Beispiel durch Aufkleben mit wasserfestem Leim, unter Druck be festigt. Diese Lauffläche ist mit seichten. scharfkantien Rillen 6 versehen, die in der Längsrichtung des Skis verlaufen und im mittleren Teil des Skis, also unter der Bin dung b', angeordnet sind. Diese Rillen oder Furchen können die dargestellte rechteckige Querschnittsform aufweisen, sie können aber auch im Querschnitt dreieckig, trapezförmig, wellenförmig oder ähnlich gestaltet sein.
Die übliche Rinne 7 kann beibehalten werden und etwas seichter und besser ab gerundet und ausgebildet werden als bei Holzskiern gebräuchlich, sie kann aber auch ganz weggelassen werden.
Um das lästige Ankleben des Schnees an der Oberseite der Skier zu vermeiden, kann auch diese Seite mit einem Belag wie die Lauffläche versehen sein, wodurch auch die Festigkeit noch weiter gesteigert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Ski aus Holz, mit einer Lauffläche, die aus anderem Material als der Ski be steht, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche aus einem Kunststoff be steht, der eine grössere Widerstandsfähig keit gegen mechanische Beanspruchun gen beim Laufen aufweist als Holz. Il. Verfahren zur Herstellung eines Skis nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Skiunterfläche mit einer verhältnismässig dicken Schicht des Kunststoffes belegt wird, der mit dem Holz durch Aufkleben mit wasserfestem Leim unter Druck vereinigt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Ski nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lauffläche aus einem zähen und elastischen Kunstharz besteht. 2. Ski nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lauffläche aus zwei Längsstreifen aus Kunstharz be steht, die nicht ganz zusammenstossen, so dass eine Führungsrille gebildet wird. 3. Ski nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrere nicht ganz zusammenstossende Längsstreifen aus Kunstharz vorgesehen sind, zwischen welchen Führungsrillen gebildet werden. 4. Ski nach Patentanspruch I, .dadurch ge kennzeichnet, dass in der Lauffläche mehrere in der Längsrichtung verlau fende Furchen vorgesehen sind. 5. Ski nach Patentanspruch I und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass diese Furchen eine im Verhältnis zur Skidicke geringe Tiefe und scharfe Kan ten aufweisen.6. Ski nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 4 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Furchen nur im mitt leren Teil in der Längsrichtung des Skis der Lauffläche vorgesehen sind. 7. Ski nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Furchen vom vordern Drittel bis zum hintern Viertel der Ski- läne reichen. B. Ski gnach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass in der Lauffläche ausser den Furchen auch die übliche Laufrinne vorgesehen ist, die seicht und gut ab gerundet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT161592X | 1931-12-31 |
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| CH161592D CH161592A (de) | 1931-12-31 | 1932-04-25 | Ski und Verfahren zu seiner Herstellung. |
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| CH (1) | CH161592A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1108599B (de) * | 1956-05-16 | 1961-06-08 | Gisele Ray | Ski |
| DE2127568A1 (de) * | 1970-06-12 | 1971-12-16 | Head Sportgeräte GmbH, Kennelbach, Vorarlberg (Österreich) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Führungsrille von Skiern |
| DE2704997A1 (de) * | 1976-02-13 | 1977-08-18 | Kaestle Gmbh | Ski |
| US4756544A (en) * | 1986-02-19 | 1988-07-12 | Skis Rossignol S.A. | Skating-type cross-country ski |
| US5725237A (en) * | 1993-12-09 | 1998-03-10 | Salomon S.A. | Ski having a sole structured in accordance with the distribution of pressure along the ski |
| US5727807A (en) * | 1993-12-09 | 1998-03-17 | Salomon S.A. | Ski structured in accordance with curved gliding zones and flat gliding zones along the ski |
| AT403887B (de) * | 1991-11-19 | 1998-06-25 | Rossignol Sa | Gleitgerät oder gleitbrett zum gleiten auf schnee |
-
1932
- 1932-04-25 CH CH161592D patent/CH161592A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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