CH161674A - Mehrpoliger Selbstschalter. - Google Patents
Mehrpoliger Selbstschalter.Info
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Description
Mehrpoliger Selbstschalter. Es ist bekannt, Selbstschalter für elek trische Anlagen, die mehrere Phasen bezw. Pole schützen sollen, in eine mechanische oder elektrische Abhängigkeit voneinander zu bringen, so dass bei der Auslösung des einen Poles auch die andern Pole abgeschaltet werden.
Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen Selbstschalter, bei dem Massnahmen getroffen sind, um die mechanische Abhängigkeit der in den verschiedenen Phasen eingebauten einpoligen Selbstschalter voneinander zu er reichen.
Gemäss der Erfindung sind mehrere ein polige Selbstschalter mit einem gemeinsamen Betätigungsorgan, zum Beispiel einem Druck knopf und einem gemeinsamen Schaltmechanis mus, gekuppelt, auf den die elektrischen Aus lösevorrichtungen einwirken. Die Kupplung der einzelnen Selbstschalter erfolgt vorteilhaft durch einen Steg, welcher die die Kontakt brücken steuernden Schaltglieder, zum Beispiel bei einem Druckknopfschalter die Schalt- wippen, miteinander verbindet,- Die Anker der elektromagnetischen Auslöser können mit einander gekuppelt sein, und zwar zum Bei spiel derart, dass sich nur die Anker der über lasteten Schaltereinsätze bewegen, während die Anker der übrigen Einsätze in Ruhe bleiben.
Es wird also nur der auf den gemein samen Schaltmechanismus direkt wirkende Auslöser unabhängig von den übrigen arbeiten, wobei dieser beim Ansprechen eines der übrigen Schalter als Übertragungsglied auf den Schaltmechanismus dient. Bei einer Verwen dung von drei Selbstschaltern bezw. Schalter einsätzen sind diese vorteilhaft in einem ge meinsamen Gehäuse nebeneinander angeordnet, wobei der mittlere das gemeinsame Betäti gungsorgan und den gemeinsamen Schalt mechanismus besitzt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen dreipoligen Installations-Selbst- schalter im Längsschnitt und Fig. 2 im Quer schnitt. Fig. 3 zeigt in vergrössertem Mass- stabe eine Seitenansicht des Schaltmechanis mus in der Einschaltstellung, während in Fig. 4 eine besondere Kupplung der Magnet anker dargestellt ist. Bei den Ausführungs beispielen ist der Einfachheit halber lediglich die elektromagnetische Auslösung dargestellt.
Die thermische Überstromauslösung kann selbstverständlich sinngemäss ohne weiteres zugefügt werden.
In den Fig. 1 und 2 sind in dem Gehäuse a drei normale Selbstschaltereinsätze b,, b2 und <B>kg</B> nebeneinander angeordnet. Der mittlere Einsatz trägt die Einschaltorgane, und zwar in dem vorliegenden Fall den Einschaltdruck knopf c und den Einschaltmechanismus d. Die Kontaktbrücken ei, e2 und es sind je mit Trägern k beweglich verbunden, die auf den Achsen v1, v2 und vs drehbar gelagert sind.
Ferner sind auf diesen Achsen die Wippen gy, g2 und gs drehbar angeordnet, die durch einen Steg f fest miteinander verbunden sind, so dass sich eine gleichzeitige und zwangs läufige Bewegung der Wippen gi, g2 und gs und der damit verbundenen Kontaktbrücken ei, e2 und es ergibt. Die Wippe g2 (vergl. Fig. 3), die unter der Spannung der Feder z steht, hat einen Ansatz si, dem eine Nase s2 des Kontaktträgers k gegenübersteht.
Gegen die Nase qi der Wippe. g2 legt sich der in der Stossstange r gelagerte Stift l und gegen den Ansatz q2 der Wippe g2 legt sich mit ihrem einen Ende die auf der Achse v2 angeordnete Feder z, während sich das andere Ende der Feder z auf die Grundplatte stützt. Gegen den Stift d der Stossstange r legt sich ausser dem von unten eine Nase des Auslösehebels u (vergl. Fig. 2).
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Wird der Schalter magnetisch oder thermisch ausgelöst, so wird der Auslöse- hebelt4 durch den dem mittleren Magnetkern lag zugeordneten Stossstift o oder durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte thermische Vorrichtung nach oben bewegt, so dass die Verklinkung zwischen der Wippe g2 und der Stossstange r gelöst wird. Die vorgespannte Feder z kann nun die Wippe g2 in Pfeil richtung drehen.
Hierbei legt sich der Ansatz si der Wippe g2 schlagartig gegen die Nase s2 des Kontaktträgers k, so dass sich dieser um die Achse v2 dreht. Dadurch wird die Kontakt brücke e2 mitgenommen und in die Ausschalt stellung gebracht. In genau gleicher Zeit und Weise erfolgt auch die Abschaltbewegung der beiden übrigen Schalter, da diese durch den Steg f miteinander verbunden sind.
Die Magnetkerne h.i, hz und h3 sind durch Schrauben mit den Klappen ii, i2 und i3 lose verbunden. Diese Klappen sind wiederum, wie aus Fig. 2 ersichtlich, auf der Achse n schwenkbar gelagert und werden unter dem Einfluss einer auf dieser befindlichen Schrauben feder p nach unten gedrückt. Die Klappen sind hierbei so zueinander angeordnet, dass beim Ansprechen eines der äussern Magnet kerne hi oder h3 der mittlere Magnetkern h2 zwangsläufig die Bewegung des ansprechen den äussern Selbstschalters mitmacht.
Hierbei wird durch den dem mittleren Kontaktkern h2 zugeordneten Stossstift o der Schaltmechanis mus d betätigt. Spricht der mittlere Selbst schalter allein an, so erfolgt durch den Steg f ebenfalls die Auslösung der beiden äussern Selbstschalter.
In Fig. 4 stellen bi, b2 und b3 schematisch die Elektromagnete des dreipoligen Selbst schalters mit den Magnetkernen xi, a;2 und xs und den Ankern h,i, h2 und h3 dar.
Zwischen den Magnetkernen und den Ankern befinden sich die Gegenfedern yi, y2 und ys, die die Ansprechgrenze der einzelnen Magnete auf die gleiche Stromstärke festlegen. o ist eine Stossstange, die durch den gern x2 und durch den Anker h2 leicht beweglich hin durchgeführt ist und auf den in der Zeich nung nicht dargestellten Schaltmechanismus wirkt.
Auf zwei Achsen ji und j2 ist drehbar eine Verbindungsbrücke ?v gelagert, die sich vor oder hinter der Zeichnungsebene befindet. Die Brücke<B>to</B> kann mittelst Führungslöchern leicht beweglich mit Spiel auf den kopf schraubenförmigen Ansätzen ti und t2 der Anker hi und h3 auf- und abgleiten; infolge dessen werden unbeteiligte Anker nicht mit bewegt. Die Brücke ?v kann infolge ihrer Lagerung beim Ansprechen der Anker hi und hs deren Bewegung bequem folgen.
Die durch den Kern x2 und den Anker 1t2 hindurch geführte Stossstange o reicht bis auf die Brücke<I>w.</I> Ein geeignet gestalteter Bund in an der Stossstange o sorgt dafiir, dass beim Ansprechen des mittleren Magnetes der Anker h.s die Stossstange mit anhebt.
Durch diese Anordnung wird der Vorteil erreicht, dass beim Ansprechen der beiden äussern Magnete nur die Kräfte der beiden äussern Gegenfedern überwunden zu werden brauchen, während die Stossstange o mit ange hoben wird, indem sie frei durch den Anker h2 hindurchgleitet ohne die Feder y2 zu spannen.
In der Figur ist ein Schalter mit drei Einsätzen gezeichnet. ES können auch Schalter mit einer andern Zahl von Einsätzen vorge sehen werden. Es kann ferner die Anordnung so getroffen werden, dass sämtliche Schalter einsätze nur mittelbar auf den Auslösemecha- nismus einwirken. Sie können in diesem Falle sämtlich den Aufbau der Einsätze 1 und 3 aufweisen, während die Stossstange o beispiels weise die Form einer glatten, unten auf der Brücke aa lose aufliegenden Stange besitzt, die gegebenenfalls durch geeignete Mittel eine Führung erhält.
Die beschriebene Anordnung für elektro magnetische Selbstschalter lässt sich selbst verständlich auch sinngemäss sowohl für eine Kombination von elektromagnetischen und thermischen Selbstschaltern, als auch auf rein thermisch wirkende Selbstschalter anwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mehrpoliger Selbstschalter, gekennzeichnet durch die Kupplung mehrerer einpoliger Selbst schalter mit einem gemeinsamen Betätigungs organ und einem gemeinsamen Schaltmechanis mus auf den die elektrischen Auslösevorrich- tungen einwirken. UNTERANSPRüCHE 1. Mehrpoliger Selbstschalter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung der einzelnen Selbstschalter (bi, b2, bs) durch einen Steg (f) erfolgt, wel- cher die die Kontaktbrücken (ei, e2, es) steuernden Schaltwippen (g1, g2 gs) mit einander verbindet. 2.Selbstschalter nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Tauch anker (hi, <I>h2,</I> h3) der einzelnen Schalter miteinander gekuppelt sind, und zwar der art, dass sich bei magnetischer Auslösung nur die Anker der überlasteten Schalter einsätze bewegen, während die Anker der übrigen Einsätze in Ruhe bleiben. 3. Selbstschalter nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der auf den gemeinsamen Schaltmechanismus (d) direkt wirkende Auslöser (h2) unabhängig von den übrigen (hi, hs) zu arbeiten vermag, wobei dieser beim Ansprechen eines der übrigen Schalter als Übertragungsglied auf den Schaltmechanismus dient. 4.Selbstschalter nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Kupplung der Auslöser (hi, h2, hs) vermittelst Klap pen (ii, <I>i2,</I> is) erfolgt, welche auf einer gemeinsamen Achse (n) schwenkbar ge lagert sind. 5. Selbstschalter nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Klappen unter der Wirkung einer Feder (p) stehen, welche die Rückzugfeder der elektro magnetischen Auslöser (hi, <I>h2,</I> hs) bildet. 6.Selbstschalter nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Klappen (ii, is) der beiden äussern Schalter (bi, bs) die Klappe (i2) des mittleren Schalters (b2) lose Übergreifen. 7. Selbstschalter nach Unteranspruch 3, ge kennzeichnet durch drei in einem gemein samen Gehäuse (a) nebeneinander liegende einpolige Selbstschaltereinsätze (bi, b2, b3), von denen der mittlere "b2) das gemein same Betätigungsorgan (e) und den gemein samen Schaltmechanismus (c@ trägt. B.Selbstschalter nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass bei dem un mittelbar auf den Schaltmechanismus (d) wirkenden Schaltereinsatz sich das die Bewegung des Magnetankers (h2) auf den Schaltmechanismus übertragende Organ (o), unabhängig von dem Anker dieses Einsatzes, derart bewegen kann, dass beim Ansprechen eines oder mehrerer der andern Schalter einsätze die magnetische Auslösekraft auf den Schaltmechanismus übertragen wird, ohne den Anker (h2) des unmittelbar auf den Auslösemechanismus wirkenden Ein satzes in Bewegung zu setzen. 9.Selbstschalter nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Anker (h1, hs) der mittelbar wirkenden Schalter einsätze (bi, b3) durch eine Brücke (zv) miteinander verbunden sind, die unmittel bar auf das die Auslösung vermittelnde Organ (o) einwirkt, und zwar derart, dass jeder Anker für sich die Brücke anheben kann, ohne andere Anker mitanzuheben. 10. Selbstschalter nach Unteranspruch 8, mit magnetischer Auslösung, dadurch gekenn zeichnet, dass keiner der Schaltereinsätze unmittelbar auf den Auslösemechanismus (d) wirkt. 11.Selbstschalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur magnetische Auslösevorrichtungen auf das gemeinsame Betätigungsorgan (c) und den gemeinsamen Schaltmechanismus (d) einwirken. 12. Selbstschalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur thermische Auslösevorrichtungen auf das gemeinsame Betätigungsorgan (c) und den gemeinsamen Schaltmechanismus (d) einwirken.
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| CH161674D CH161674A (de) | 1930-11-13 | 1931-11-07 | Mehrpoliger Selbstschalter. |
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1931
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