CH161815A - Verfahren zur Herstellung eines Grundiermittels für die Naphtholfärberei. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Grundiermittels für die Naphtholfärberei.

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CH161815A
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  Verfahren zur Herstellung eines     Grundiermittels    für die     Naphtholfärber    ei.    Zur Herstellung der     Grundierungsbä:der     für das Färben mit     Aryliden    der     2;3-Oxy-          naphthoesä.ure    hat man bisher meist die       Naphthole    in der Hitze mit Hilfe von     Tür-          kischrotöl    in Natronlauge gelöst. Dieses  Löseverfahren zeigt. den Nachteil, dass die  hergestellten     Naphthollösungen    gegen die  Härtebildner des Wassers, sowie gegen tech  nisch wichtige Metallsalzlösungen empfind  lich sind.  



  Es wurde nun gefunden, dass     xnan    nicht.  empfindliche     Grundiermittel    für die     Naph-          iholfä.rberei    unter     Mitverwendung    von     Dis-          pergierungsmitteln    herstellen kann, wenn  man als     Dispergierungsmittel    hochmoleku  lare Verbindungen der Fettreihe, die ausser  einer     wasserlöslichmachenden    anorganischen       Sälzreg-ruppe    noch freie     Hydroxylgruppen     enthalten. verwendet.

   Unter der Bezeichnung       Grundiermittel    sind sowohl Farbflotten, als  auch     Druelzpasten    zu verstehen, während       durch    die Bezeichnung     wasserlöslichma.-          chenrle        anorganische    Säuregruppen insbeson-         dere    die Reste der Schwefel- und Phosphor  säure umfasst werden sollen.

   Es hat sich       nämlich    gezeigt, dass zum Beispiel der reine       Schwefelsäureester    der     Rizinolsäure        bezw.     dessen     Natriumsalz,    ungeachtet seiner im     all-          t>    gemeinen guten     dispergierenden    Wirkung  und seiner ausserordentlichen Kalkbeständig  keit, für sich allein zum Aasteigen von     Naph-          tholen    nicht brauchbar ist.

   Dagegen hat die       Rizinusseife,    das     Natriumsalz    der     R.izinol-          säure    vermöge seiner freien     Hydroxylgruppe     eine gute     Dispersionswirkung    auf     Naphthol.     



  Dementsprechend erweisen sich von den       Sulfonaten    der höheren     aliphatischen    Alko  hole die     Sulfonierungsprodukte    von gesättig  ten Verbindungen, trotz ihrer vorzüglichen  Kalkbeständigkeit als wenig geeignet zum  Lösen von     Naphtholen.    Dagegen sind die  jenigen     Alkoholsulfonate    sehr wirksam, die  noch freie     Hydroxylgruppen    enthalten.

   Sol  che     Sulfonate    kann man zum Beispiel erhal  ten, wenn man     ungesättigte    Fettalkohole in  der Weise sulfoniert. dass ausschliesslich oder      vorwiegend     Sulfonierung    an den Doppelbin  dungen eintritt, die     Hydroxylgruppen    aber  frei bleiben. Dies erreicht man durch     Sul-          fonieren    bei sehr niederer Temperatur,     etwa     um 0   C.

   So erhält man zum Beispiel aus       Rizinolalkohol        (därstellbar        durch    Reduktion  von     Rizinolsäure-Äthyl-ester    mit Natrium  und     Butylalkohol)    durch     Sulfonierung    mit  konzentrierter Schwefelsäure bei Tempera  turen von - 5 bis     +    5   im wesentlichen den       IVIonoschwefelsäureester    des     Octodekantriols     mit zwei freien     Hydroxylgruppen,    der sich  als vorzügliches     Dispergierungsmittel    von  grösster Beständigkeit gegen Säuren,

       Alka-          lien    und Kalk erweist.  



  Sehr wirksame Verbindungen können  auch erhalten werden, indem man Polyalko  hole, wie sie zum Beispiel durch Reduktion  von Zuckerarten hergestellt werden können,  mit     Fettsäuren    verestert und diese Ester nun  mit soviel Schwefelsäure sulfoniert, dass noch  eine oder mehrere     Hydroxylgruppen    frei  bleiben. Zur Gewinnung solcher sulfonierter  Ester kann man beispielsweise folgender  massen verfahren:  In 600     gr    konzentrierte Schwefelsäure  werden 100     gr        Mannit    eingetragen, wobei  man durch Kühlung dafür sorgt, dass die       Temperatur    zweckmässig nicht über 40 bis  50   steigt.

   Nachdem aller     1VIannit    eingetra  gen und durch teilweise     Veresterung    in Lö  sung gegangen ist, werden 300     gr        Olsäure     unter stetem Durchrühren und Abkühlen  langsam zugegeben, wobei man die Tempera  tur durch Aussenkühlung zweckmässig auf  etwa 30 bis 3:5   hält. Wenn die     Olsäure    voll  ständig eingetragen ist, erweist sich eine her  ausgenommene Probe als vollständig klar  wasserlöslich.

   Das Reaktionsgemisch wird       nunmehr    in bekannter Weise, zum-     Beispiel     durch Auswaschen mit gesättigter     Glauber-          salzlösung,    von der überschüssigen Schwefel  säure abgetrennt.  



  Die Herstellung der     Grundierungsflotten     wird durch die folgenden Beispiele näher er  läutert.         Beispiel   <I>1:</I>  2 kg     2.3-Oxynaphthoesäure-Dianisidid     werden mit einer Lösung von 0,5 kg des sul  fonierten     Oleinalkohols    in 1 Liter weichem  Wasser gemischt und unter Zusatz von  3 Liter     kochendheissem,    weichem Wasser gut       angeteigt.    Dieser Teig wird mit 5 Liter Na  tronlauge 34'     Be    sorgfältig verrührt, mit  25 Liter     kochendheissem,    weichem Nasser  versetzt und unter Umrühren zum Kochen  gebracht. Nach 1 bis 2 minutenlangem Ko  chen ist alles     Naphthol    gelöst.

   Man trägt die  klare Lösung in 16:5 Liter Wasser von 6<B>0</B>  bis 70   C ein, das vorher mit 2 Liter Natron  lauge 34'     B6    alkalisch gemacht     -wurde.    Die  zuletzt zugesetzte Hauptmenge (165 Liter)  kann auch hartes Wasser sein.  



  Es gelingt auf diese Weise,     Grundie-          rungsflotten,    enthaltend bis zu 3 bis 4     gr     2 . 3 -     Oxynaphthoesäuredianisidid    im Liter.  auch mit hartem Wasser herzustellen, was  mit     Türkisehrotöl    nicht möglich ist.  



  <I>Beispiel 2:</I>  1 kg 2.     3-Oxynaphthoesäure-o-naphthalid     wird mit einer Lösung von 0,2 kg Natrium  salz .des sulfonierten     Oleinalkohols    in 0,5  Liter Wasser gemischt. Dann     teigt    man mit  0,75 Liter warmem Wasser (von 0 bis 7    d. H.) gut an, gibt 3 Liter Natronlauge 34  De zu, verrührt und bringt durch 20 Liter  heisses Wasser unter Erhitzen in     Lösun@11'.     Durch 20 Liter kaltes Wasser kühlt man auf  50   C ab, gibt 1 Liter     Formaldehyd    33 ö zu.  lässt 5 Minuten stehen und verdünnt auf das       gewünschte    Volumen.  



  Nach dieser Vorschrift erhält man mit  einem Wasser von 10   d.     H.    sehr gute klare       Naphthollösungen,    während man bei Verwen  dung von     Türkischrotöl    oder Seife durch  Kalkseifen getrübte Lösungen erhält.

           Beispiel.   <I>3:</I>    40     gr        2.3-Oxynaphthoesäure-o-toluidid     werden mit einer Lösung von 20     gr    Natrium  salz .des     Rizinolalkoholschwefelsäureesters    in       140?        gr    Wasser unter Zuhilfenahme von GO     gr     Natronlauge 45       Bi    unter schwachem Er-      wärmen gelöst, in 500     gr    neutrale     Stärke-          tragantverdickung    eingetragen, mit 150     gr          Zinkweissteig    1 :

  1 und 80     gr    Natronlauge       -15    "     Be,    auf 1000 gr gestellt.  



  Insbesondere gestattet die Verwendung       sulfonierter    Fettalkohole die Herstellung       lialtba.rer    Druckfarben, welche ausser dem       Naphthol    ein vorgenanntes     Dispergierungs-          mittel,    Natronlauge und eine Metallverbin  dung, beispielsweise     Natriumzinkat    oder  Zinkoxyd neben einer Verdickung enthal  ten. Es war bisher nicht möglich, derartige       druckbare        Farben    herzustellen, weil Tür  kischrotöle und     Rizinolseifen    mit Zinkverbin  dungen unlösliche Zinkseifen ergeben.  



  Die in Beispiel 3 angegebene     Druckfarbe     kann ausserdem noch haltbare     Diazoverbin-          (lung:en    enthalten und soll als Reserve auf       Anilinschwarz    -     geklotzte        )Vare    verwendet  werden.  



  In ähnlicher Weise, wie der     sulfonierte          Rizinolalkohol    und     Oleinalkohol,    können die  Salze anderer sulfonierter Fettalkohole mit  freien     Hydroxylgruppen,    sowie sulfonierte  Ester von     Polylalkoholen    mit Fettsäuren und       mich    analoge     phosphatierte    wasserlösliche  Verbindungen Anwendung finden.

   In allen  Fällen ist die Wirkung, insbesondere bei der       Dispcrgierung    schwer löslicher und kalkemp  findlicher     Naphthole,    eine vorzügliche und       iler        Wirkung    der bisher für diese     Ztvecke    be  kannten     Dispergierungsmittel    weit überlegen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Grun- diermittels für die Naphtholfärberei unter Mitverwendung von Dispergierungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, da.ss als Dispergie- rung@mittel hochmolekulare Verbindungen der Fettreihe, die ausser mindestens einer was serlöslich machenden anorganischen Säure gruppe noch freie Hydroxylgruppen enthal- len. verwendet werden.
    UNTERAN SPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet :durch die Verwendung von Sul- fonierungsprodukten höherer alipha- tischer Alkohole, die noch mindestens eine freie Hydroxylgruppe enthalten. ?. Verfahren mach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Sulfo.nierungsprodukten gesättigter Alko hole. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Sulfonierungsprodukten ungesättigter Al kohole. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von sul- fonierten Estern von Fettsäuren mit mehrwertigen höher molekularen a.lipha- tisehen Alkoholen. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, ge kennzeichnet durch die Verwendung von sulfonierten Fettsäureestern der Hexite. 6. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Phosphatierungsprodukten höherer ali- phatischer Alkohole, die noch mindestens eine freie Hydroxylgruppe enthalten. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Phosphatierungsprodukten gesättigter Al kohole. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Phosphatierungsprodukten ungesättigter Alkokohle. 9. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung phospha- tierter Ester von Fettsäuren mit mehr wertigen höher molekularen aliphatischen Alkoholen. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Verwendung von phosphatierten Fettsäureestern der Hexite.
CH161815D 1931-07-09 1932-06-06 Verfahren zur Herstellung eines Grundiermittels für die Naphtholfärberei. CH161815A (de)

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