CH161936A - Leistungstransformator mit mindestens zwei Wicklungen verschiedenen Potentials. - Google Patents
Leistungstransformator mit mindestens zwei Wicklungen verschiedenen Potentials.Info
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Description
Leistungstransformator mit mindestens zwei Wicklungen verschiedenen Potentials. Die Erfindung betrifft einen Leistungs transformator, insbesondere für Hochspan nung mit mindestens zwei Wicklungen, die sowohl durch Luft, wie auch durch feste Iso lierschichten voneinander getrennt sind.
Bei solchen Transformatoren besteht die Gefahr, dass an Stelle erhöhter elektrischer Beanspru chung, zum Beispiel an den Wicklungsstir- nen, die elektrische Festigkeit der Luft über schritten wird, dass infolgedessen Glimment ladungen auftreten, die den Durchschlag des (ras f örmigen Dielektrikums vorbereiten und damit die Entstehung eines Wicklungskurz schlusses, eines Lichtbogens oder dergleichen begünstigen.
Diese Schwierigkeiten werden gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass zwecks Verlegung des Potentialgefälles in das feste Dielektrikum dieses beiderseitig mit dielek- trisch dicht aufgebrachten, leitenden Bele gungen versehen ist, von denen mindestens die eine Belegung ein von Erde abweichendes Potential führt. Von den leitenden Belegun gen kann mindestens die eine unterteilt sein, zum Beispiel nach Art eines Gitters.
Vor teilhaft wird die Wicklung selbst als Bele- gung,dielektrisch dicht auf den zwischen den Wicklungen verschiedenen Potentials befind lichen Isolierkörper aufgebracht. Die Bele gungen können sämtlich mit Punkten der zu gehörigen Wicklung entweder leitend ver bunden oder kapazitiv gekoppelt sein. Bei leitender Verbindung erfolgt der Anschluss vorteilhaft an ein mittleres Potential der Wicklung, zum Beispiel an .die Wicklungs mitte. Auch kann man die eine oder andere Belegung erden.
Zur Vergrösserung des Kriechweges empfiehlt es sich, den Isolier- zylinder in axialer Richtung länger zu ma chen als die auf ihm angeordneten Belegun gen. Die Wicklungsstirnen lässt man vorteil haft von .den Belegungen umgreifen und füllt den entstehenden Zwickelraum zwischen den abgebogenen Enden der Belegungen mit Iso- liermaterial aus. Der Isolierkörper, der die Belegungen trägt, schmiegt sich also auf einer .gewissen Länge dem gekrümmten Teil der Belegung an.
An die Ränder der Bele gungen sind zur Verringerung der Strah- lungs- oder Sprüherscheinungen Körper mit runder Oberfläche angesetzt oder durch Ab biegen der Belegungsränder ,gebildet. Man kann auch die Oberspannungswicklung in einzelne zylindrische, miteinander elektrisch verbundene Wicklungslagen aufteilen und jedem Wicklungsteil eine besondere Belegung zuordnen. Alsdann lassen sich auch zwischen den einzelnen Lagen der Oberspannungs- wicklung Isolierzylinder anordnen, die lei tende Belegungen tragen.
Diese sind mit Punkten der Wicklungslagen leitend ver bunden. Die einzelnen Belegungen können dabei mit ihrem Ende die Spulenstirne unter Belassung von Zwischenräumen um schliessen. Der Raum zwischen den Rändern benachbarter Belegungen wird auch in die sem Falle durch festes Isoliermaterial aus gefüllt.
Wenn die Oberspannungswicklung in einzelne Wicklungslagen aufgeteilt ist, lässt man diese vorteilhaft aneinander und an den Stirnenden an Isolierringen dielektrisch dicht anliegen. Diese Isolierringe werden vorteilhaft mit schirmartig verlaufenden und mit den Wicklungsenden verbundenen leiten den Belegungen versehen, deren Ränder über die Isolierrings hinausragen.
Man kann auch eine der Röhrenwicklun gen oder alle in einzelne Spulen aufteilen und mittelst Distanzstücken auf dem Isolier- zylinder aufbringen. Zwischen den Distanz stücken werden Kanäle für den Durchtritt der Luft zwischen den Isolierzylindern und den Spulen freigelassen.
Die Erfindung soll anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei spiele erläutert werden.
Die einzelnen Figuren zeigen jeweils einen Ausschnitt aus einem mehrschenkligen Trans formatorkern, in dessen Fenster die im Schnitt dargestellten Wicklungen und Iso lierkörper angeordnet sind. In den Fig. 1 bis<B>3</B> und 6 bis 8 bestehen .die Wicklungen aus konzentrischen Röhren, in den Fig. 4, 5 und 9 ist die eine Röhre in Spulen unterteilt.
In Fig. 1 ist 1 die Unterspannungs-, 2 die Oberspannungswicklung, 8 der Ausschnitt aus einem Eisenkern. Zwischen den Wick lungen 1 und 2 ist,der Isolierzylinder 4 an gebracht, der auf der Innenseite mit dem Be lag 5, auf,der Aussenseite mit dem Belag 6 versehen ist. Beide Belegungen sind dielek- trisch dicht aufgebracht. Die beiden Beläge sind elektrisch leitend mit den Mitten der Wicklungen 1 und 2 verbunden und an ihren Rändern 7 eingerollt.
Die Enden des Isolier- zylinders 4 stehen sowohl über die Wick- lungsstirnen, als auch über die Belagränder 7 in axialer Richtung vor.
Der Isolierzylinder 4 wird zweckmässig aus Glas, keramischem Material, häxtbarem Lack, Kunstharz oder dergleichen mit oder ohne Zusatz von Faserstoff oder dergleichen hergestellt. Die leitenden Beläge 5, 6 werden galvanisch, chemisch, durch Aufspritzen oder Anstreichen erzeugt, sie können aus Metall, Graphit oder dergleichen bestehen. Ist die aufgebrachte Belagschicht nicht so stark, dass sie an den Bändern 7 eingerollt werden kann. so wird an diese Ränder ein Körper mit run der leitender Oberfläche, zum Beispiel ein Rohr, ein mit leitendem Belag versehener Iso lierring oder Wulst angeschlossen.
Statt dass man den leitenden Belag auf den festen Iso- lierkörper aufbringt, kann auf einen festen Metallzylinder oder dergleichen eine Isolier schicht, zum Beispiel durch Lackanstrich aufgebracht werden, die dann beispielsweise durch Aufspritzen von Metall einen weiteren Belag erhält.
In Fig. 2 bildet der der Wicklung 1 zu nächst liegende Metallbelag 5 des Isolierkör pers 4 einen geraden Zylinder, der andere Metallbelag 6 umgreift unter Belassung eines gewissen Zwischenraumes die Stirne der Wicklung 2, der Isolierkörper schmiegt sich mit seinen Enden 40 .dem Belag 6 an, die Ränder der Beläge stehen schirmartig über ,den Isolierkörper 4 vor.
Bei dieser Ausführungsform ist das mit 41 bezeichnete Gebiet zwischen den Belägen 5 und 6 am stärksten elektrisch beansprucht, an -dieser Stelle ist. die Luft durch festes Iso liermaterial verdrängt, Feldkonzentrationen sind durch die Krümmung des Belages 6 nach aussen vermieden; um ein Glimmen an ,der Grenze zwischen dem festen Dielektri- kum und der Luft zu verhüten, erhält die an Luft grenzende Oberfläche des festen Dielek- trikums eine sehr schwache Krümmung.
In Fig. 3 umgreifen beide Beläge 5, 6 mit ihren Rändern unter Belassung von Zwi schenräumen die Stirnen der Wicklungen 1, 2, die Zwickel zwischen den auseinander ge bogenen Belagrändern sind durch die verdick ten Enden 41 des Isolierkörpers 4 dielektrisch dicht. ausgefüllt. Auch hier ist an" der Stelle höchster elektrischer Beanspruchung, bei 41, die Luft verdrängt.
In Fig. 4 ist die Oberspannungswicklung 2 in zwei Teile 21, 22 unterteilt, auch der ihr zugekehrte Belag ist in zwei Ringe 61, 62 unterteilt. Jeder Ring ist an die Mitte der benachbarten Wicklung angeschlossen. Die Belagränder sind hier ebenfalls um die Wick- lungsstirnen herumgebogen, der Raum zwi schen benachbarten Belagrä.udern ist durch festes Isoliermaterial 42 dielektrisch dicht ausgefüllt. Im übrigen stimmt die Ausfüh rungsform mit der der Fig. 3 überein.
In Fig. 5 ist die Oberspannungswicklung in drei Teile 23, 24, 25 unterteilt, der Teil 25 ist leitend mit dem Eisenkern 3, verbunden, jedem Teil ist ein Belagring mit eingeboge nen Rändern zugeordnet, Verlängerungen der einzelnen Belagringe ziehen sich durch den schichtenweise unterteilten Isolierkörper 4 und erstrecken sich bis zu dessen Stirnenden, wo sie in leitende Schirme 43 auslaufen.
In Fig. 6, die in der Hauptsache mit der Fig. 2 übereinstimmt, ist die Oberspannungs- wieklung in zwei Lagen<B>26,</B> 27 unterteilt, die beiden Lagen liegen dielektrisch dicht anein ander an, und es ist beispielsweise das obere Ende der Lage 26 mit dem untern Ende der Lage 27 verbunden. Dielektrisch dicht an die Enden der Lagen 26, 27 sind Isolierringe 8, 9 mit leitenden in Schirmen auslaufenden Be lägen 80, 90 angeschlossen. Die Beläge sind leitend mit den Enden der Wicklungslage 26 verbunden.
In F'ig. 7 ist die Oberspannungswicklung ebenfalls in zwei Lagen 26, 27 unterteilt, zwischen die beulen Lagen ist ein gemäss Fig. 2 ausgeführter Isolierzylinder ange bracht. Die Mitte jeder Wicklung ist mit den benachbarten Belägen verbunden.
In Fig. 8 ist die Oberspannungswicklung 2 dielektrisch dicht auf den Isolierkörper 4 aufgebracht und bildet auf dieser Seite selbst den leitenden Belag. An die Wicklungsenden sind die die Wicklungsstirnen umgreifenden Metallschirme 10, 11 angeschlossen. Im übri gen entspricht die Ausführungsform der der Fig. 3.
Zweckmässig ist es auch, den einen leiten den Belag des Isolierkörpers 4, anstatt mit der Unterspannungswicklung zu verbinden, zu erden und dem andern das Potential der Hochspannungswicklung zu geben.
In Fig. 9 ist ähnlich wie in Fig. 5 die Oberspannungswicklung 2 in einzelne Spulen unterteilt, jede Spule sitzt auf Distanzstücken 12 mit Durchbrechungen 13, die sich gegen ,die Aussenseite des Isolierkörpers 4 stützen. Die Distanzstücke 12 bestehen aus, Metall oder aus einem Material, bei dem wenigstens die Oberfläche leitend ist, zum Beispiel aus graphierten Isolierstücken.
Jedes Distanz stück ist entweder leitend mit einem Punkt der dazugehörigen Spule verbunden, so- dass also sein Potential zwangläufig gesteuert ist. Die Distanzstücke können aber auch elek trisch von ihren Spulen isoliert sein, wobei sich dann eine kapazitive Potentialsteuerung ergibt. Die Spulen und die Distanzstücke sind soweit auseinander gerückt, dass die da zwischen liegende Luft elektrisch nicht über beansprucht wird.
Die Anordnung der Fig. 9 ergibt eine be sonders kräftige Kühlwirkung für die Ober spannungswicklung. Ist eine derartig kräf tige Kühlung nicht erforderlich, so können die einzelnen Spulen auch unmittelbar unter Einhaltung bestimmter Abstände auf den Isolierkörper 4 dielektrisch dicht aufgebracht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Leistungstransformator mit mindestens zwei Wicklungen verschiedenen Potentials. die sowohl durch Luft, wie durch feste Iso lierschichten voneinander getrennt sind, da durch .gekennzeichnet, dass zwecks Verlegung des Potentialgefälles in das feste Dielektri- kum dieses beiderseitig mit dielektrisch dicht aufgebrachten leitenden Belegungen versehen ist, von denen mindestens die eine Belegung ein von Erde abweichendes Potential führt. UNTERANSPRÜUCHE 1. Transformator nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass die Belegun gen unterteilt sind. 2.Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens die eine Belegung gitterartig unterteilt ist. 3. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die eine Bele gung aus einer auf das feste Dielektri= kum dielektrisch dicht aufgebrachten Wicklung besteht. 4. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Belegun gen durch elektrisch leitende Verbindung an ein Potential der zugehörigen Wick lung gelegt sind. 5. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Belegung an Erde liegt. 6.Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die eine lei tende Belegung mindestens eines Isolier- zylinders an Erde und die andere an ein Potential der zugehörigen Wicklung ge legt ist. 7. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da3 mindestens einer Belegung ein Potential durch kapa- zitive Kopplung aufgeprägt ist. B. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, -dass der Isolier- zylinder in axialer Richtung länger ist als die auf ihm angebrachte Belegung. 9.Transformator nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass mindestens eine Belegung mit der Mitte der zuge hörigen Wicklung elektrisch leitend ver bunden ist. 10. Transformator nach Patentanspruch mit konzentrisch angeordneten Röhrenwick lungen, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierzylinder und die, Belegungen mit ihren Enden die Stirnseiten einer Wick lung umgreifen. 11.Transformator nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet, dass die der Un- terspannungsspule zugekehrte leitende Belegung wenigstens. annähernd einen geraden Zylinder bildet, und dass die der Oberspannungsspule zugekehrte leitende Belegung die Stirnseite dieser Spule un ter Bela.ssung eines Zwischenraumes um greift, und dass der zwischen beiden Bele gungen angeordnete Isolierkörper auch auf dem gekrümmten Teil der Belegung dicht aufliegt und kürzer ist als dieser. 12.Transformator nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass, sowohl,die in nere, als auch die äussere Belegung mit ihren Enden die ihnen zunächst liegende Spule umgreift, und dass der zwischen beiden Belegungen angeordnete Isolier- körper mit seinen verdickten Enden die Raumzwickel zwischen den Belegungen mindestens zum Teil ausfüllt. 13. Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ränder der Belegungen durch Körper mit runder Oberfläche gebildet sind. 14.Transformator nach Patentanspruch, da .durch gekennzeichnet"dass- die Oberspan nungswicklung in einzelne zylindrische, miteinander elektrisch verbundene Wick lungslagen aufgeteilt ist und jedem Wicklungsteil eine besondere Belegung zugeordnet ist. 15. Transformator nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auch zwi- sehen den einzelnen Lagen der Oberspan nungswicklung Isolierzylinder angeord net sind, die leitend mit Punkten der Wicklungslagen. verbundene Belegungen haben. 16.Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Oberspan nungswicklung in einzelne Wicklungs lagen aufgeteilt ist, die aneinander und an den Stirnenden an Isolierringen di- elektrisch dicht anliegen. 17. Transformator nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolier- ringe mit schirmartig verlaufenden und mit den Wicklungsenden verbundenen, leitenden Belegungen versehen sind, deren Ränder über die Isolierringe hinaus ragen. 18.Transformator nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Röhrenwicklungen in einzelne Spulen aufgeteilt ist, die mittelst Di stanzstücken auf dem Isolierzylinder auf gebracht sind. 19. Transformator nach Unteranspruch 1$, dadurch gekennzeichnet, dass die. Distanz stücke Kanäle für den Durchtritt der Luft zwischen dem Zylinder und den Spulen freilassen. 20.Transformator nach Unteranspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die einzel nen Belegungen mit ihren Enden die Spulenstirn unter Belassung von Zwi schenräumen umschliessen, und dass der Raum zwischen den Rändern benachbar ter Belegungen durch festes Isoliermate rial ausgefüllt ist.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE161936X | 1931-01-31 |
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| CH161936D CH161936A (de) | 1931-01-31 | 1932-01-23 | Leistungstransformator mit mindestens zwei Wicklungen verschiedenen Potentials. |
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|---|---|
| CH (1) | CH161936A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE974694C (de) * | 1940-06-27 | 1961-03-30 | Siemens Ag | Aus mehreren vorgefertigten aufeinanderliegenden Winkelringen bestehende Winkelringanordnung zur Stirnisolation von Wicklungen fuer Transformatoren und Drosselspulen |
-
1932
- 1932-01-23 CH CH161936D patent/CH161936A/de unknown
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