CH162481A - Verfahren zur Gelbgrün- und Grünsensibilisierung lichtempfindlicher Halogensilberemulsionen. - Google Patents

Verfahren zur Gelbgrün- und Grünsensibilisierung lichtempfindlicher Halogensilberemulsionen.

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CH162481A
CH162481A CH162481DA CH162481A CH 162481 A CH162481 A CH 162481A CH 162481D A CH162481D A CH 162481DA CH 162481 A CH162481 A CH 162481A
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CH
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green
sensitization
yellow
alkyl
selenopseudocyanines
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Gelbgrün- und     Grünsensibilisierung        lichtempfindlicher          Halogensilber        emulsionen.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Gelbgrün- und     Grünsensibilisierung     lichtempfindlicher     Halogensilberemulsionen     mittelst Stoffen vom Typus der     Pseudo-          cyanine,    wobei     Selenopseudocyanine    von der  Formel  
EMI0001.0012     
    als     Sensibilisatoren    verwendet werden.

   Diese  letzteren können den Emulsionen zugesetzt  werden, oder es können die fertigen     Emuls          sionsschichten    im     Badverfahren    mit diesen  behandelt werden. In dieser Formel bedeutet  R ein beliebiges     Alkylradikal,        Y.    einen Säure  rest, beispielsweise Halogen oder     Sulfoalkyl.     



  Es ist bekannt, dass gewöhnliche     Pseudo-          cyanine     
EMI0001.0022     
    und viele ihrer Derivate geeignet sind, licht  empfindliche     Halogensilberemulsionen    derart  zu sensibilisieren, dass dieselben in erheb  lichem Masse für Grün und Gelbgrün emp  findlich werden. In obiger Formel bedeutet R  ein beliebiges     Alkylradikal,        g    einen Säure  rest, beispielsweise Halogen oder     Sulfoalkyl.     Auch ist bereits vorgeschlagen worden, Ha  logensilberemulsionen mit     Thio-    und     Indo-          pseudocyaninen    zu sensibilisieren.

   Diese Emul  sionen sind aber nur für Dunkelblau und  Blaugrün 'empfindlich. Die     Sensibilisierung     mit Hilfe der gewöhnlichen     Pseudocyanine     besitzt jedoch den Nachteil, dass sie die des       Erythrosins    nicht oder nur unwesentlich über  trifft. Die besten Vertreter der Pseüdocyanin-      klasse haben vor allem den Nachteil, auch  schon etwas für Hellrot zu sensibilisieren,  wodurch die Empfindlichkeit gegen die mo  dernen     hellioten        Dunkelkammerlampen    in un  erwünschter Weise erhöht und daher die  Sicherheit der Verarbeitung vermindert wird.

    Die     Thio-    und     Indopseudocyanine    sind zwar  in dieser Hinsicht vorteilhafter ihr     Sensi-          bilisierungsbereich    liegt Jedoch zu weit im  kurzwelligen Gebiet, so dass sie: für -     ortho-          chromatische    Emulsionen, die in der Haupt  lache für Landschaftsaufnahmen dienen, nicht  geeignet sind. Aus diesem Grunde sind auch  die     orthochromatischen    Emulsionen des Han  dels fast ausschliesslich mit     Erythrosin    sen  sibilisiert, während die     Thiopseudocyanine     für sich allein bisher noch keine nennens  werte technische     Verwendung    gefunden haben.

    



  Es wurde nun gefunden, dass bei Ver  wendung der     Selenopseudocyanine    als     Sensi-          bili:atoren    sich die erwähnten Nachteile nicht  nur vermeiden, sondern dass sich darüber  hinaus wertvolle Vorteile gewinnen lassen.  



  Die     Selenopseudocyanne    von der Formel  
EMI0002.0017     
    bestehen aus einem     Chinolinring    und einem       Benzselenazolring,    die in Zweistellung zum  Stickstoffatom durch ein Brückenkohlenstoff  atom verbunden sind. In obiger Formel be  deutet R ein beliebiges     Alkylradikal,        g    einen  Säurerest, beispielsweise Halogen oder     Sulfo-          alkyl.     



  Einfache und substituierte     Selenopseudo-          cyanine    in Form ihrer     Alkylhalogenide    oder       Alkylsulfoalkylate    eignen sich ganz hervor  ragend als     .Sensibilisatoreu    für den Wellen  bereich von etwa     525-5F30        ma    und über  treffen die     bekannten        Sensibilisatoren    für  Blaugrün und Grün,. vornehmlich das     Pina-          flavol,    hinsichtlich .der - Intensität und Klar  heit bei weitem..

   Gegenüber dem     Erythrosin     weist die neue     Sensibilisierung    den. Vorteil    auf, dass bei mindestens der gleichen, viel  fach jedoch sogar noch höheren Farben  empfindlichkeit die für das     Erythrosin    charak  teristische Lücke im Blaugrün fehlt. Die  neuen     Sensibilisatoren    vereinigen also die  hohe absolute Farbenempfindlichkeit des       Erythrosins    mit der günstigen lückenlosen       Emfindlichkeit    des     Pinaflavols    für Blaugrün  und Grün.  



  Ein weiterer Vorteil der     Selenopseudo-          cyanine    liegt in dem sehr steilen Abfallen  der     Sensibilisierungskurve    nach dem lang  welligen Gebiet. Dies bedingt eine nur nie  drige     Rotemfindlichkeit    und damit eine  wesentlich grössere Unempfindlichkeit gegen  das rote Dunkel kammerlicht. In dieser Ein  sicht unterscheiden sich die     Selenopseudo-          cyanine    besonders vorteilhaft von den ge  wöhnlichen     Pseudocyaninen.     



  Besonders geeignet sind die     Selenopseudo-          cyanine    für die     Sensibilisierung    von zur Her  stellung von     Teilfarbenauszügen    bestimmten       Emulsionsschichten,    da sie, verglichen mit  den bekannten     Sensibilisatoren,    für das gleiche       Spektralgebiet    eine bessere Auswahlfähigkeit  besitzen.  



  In der Abbildung sind vier     Spektro-          gramme    der gleichen     Halogensilbergelatine-          emulsion    in       Fig.    1 ohne     Sensibilisierung,.          Fig.    2 mit     Erythrosin,          Fig.    3 mit     Pinaflavol,          Fig.    4 mit einem     Selenopseudocyanin     wiedergegeben.  



  . Man sieht daraus, dass sich das     Spektro-          gramm    der mit einem     Selenopseudocyanin     sensibilisierten     Emulsionsachicht    durch seine  charakteristische Form deutlich von der nicht       bezw.    mit andern Farbstoffen sensibilisierten  .Emulsion unterscheidet. Die praktisch lücken  lose     Sensibilisierung    erstreckt sich von 500  bis 550<I>mA</I> und fällt mit auffallender Steil  heit nach 570     m;ss    ab.  



  Für die     Sensibilisierung    eignen sich so  wohl die nicht substituierten     Selenopseudo-          cyanine       
EMI0003.0001     
    als auch substituierte     Selenopseudoeyanine     von der     Formel:     
EMI0003.0004     
    welche im     Benzselenazolring    oder im     Chinolin-          ring    in beliebiger Stellung durch     Alkyl-,          Oxalkylgruppen    oder andere in der     Farb-          stoffchemie    übliche Radikale substituiert sein  können, was in der Formel durch die Radi  kale R' angedeutet ist.

   R bedeutet wieder  ein beliebiges     Alkylradikal,    X einen Säure  rest, z. B. ein Halogen oder     Sulfoalkyl.     



  Als Beispiele für substituierte     Seleno=          pseudocyanine    werden genannt:     6-Methyl-          selenopseudocyanin    von der Formel  
EMI0003.0018     
    und     6-Methoxyselenopseudocyanin    von der  Formel  
EMI0003.0020     
    Aus der Tatsache, dass zahlreiche unter  sich verschiedene Derivate des     Selenopseudo-          cyanins    die erwähnten günstigen Eigenschaf  ten im wesentlichen besitzen und sich da  durch vor den nicht     selenierten    entsprechen  den     Pseudocyaninen    auszeichnen, geht her  vor,

   dass für Entstehung dieser günstigen  Eigenschaften die Einführung des Selens in  das Molekül verantwortlich gemacht werden  kann.  



  Die neuen     Sensibilisatoren    können -wie  üblich entweder während der Emulsionsher-         stellung    zugesetzt oder aber der fertigen       Emulsionsschicht    im Badeverfahren einver  leibt werden. Die zur     Sensibilisierung    erfor  derlichen Mengen bewegen sich in der für  andere optische     Sensibilisatoren    bekannten       C'Trössenordnung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren .zur Gelbgrün- und Grünsensi- bilisierung lichtempfindlicher Halogensilber emulsionen mittelst Stoffen vom Typus der Pseudocyanine, dadurch gekennzeichnet, dass Selenpseudocyanine von der Formel EMI0003.0038 als Sensibilisatoren verwendet werden, worin R ein beliebiges Alkylradikal und X einen Säurerest bedeutet. UNTERANSPRÜUCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung substi tuierter Selenopseudoeyanine. 2. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch. die Verwendung von in 6-Stellung substituierten Selenopseudo- cyaninen. 3. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Alkyl- halogeniden von Selenopseudocyaninen. 4. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Alkyl- sulfoalkylaten von Selenopseudocyaninen. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Alkyl- halogeniden von in 6-Stellung substituier ten Selenopseudocyaniiien. 6. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Alkyl- sulfoalkylaten von in 6-Stellung substi tuierten Selenopseudocyaninen.
CH162481D 1931-01-13 1932-01-09 Verfahren zur Gelbgrün- und Grünsensibilisierung lichtempfindlicher Halogensilberemulsionen. CH162481A (de)

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