Hebeeinrichtung an Kraftfahrzeugen, insbesondere Automobilen. Das heute übliche Heben der Automobile mit Winden ist eine sehr zeitraubende und schmutzige Arbeit. Weiter besteht die grosse Gefahr, dass die Achsen von den Winden köpfen abgleiten, wodurch die Bremstrommeln beschädigt werden können.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Hebeeinrichtung, welche die oben er wähnten Nachteile beseitigt, indem sie das Heben des Wagens mittelst an diesem mon tierter Hebeglieder ermöglicht, beispielsweise vom Führersitz oder von ausserhalb des Wa gens aus. Sie ermöglicht dadurch rascheste Auswechslung der Räder bei Pneudefekten etc. Wird Handbetätigung vorgesehen, so kann durch geeignete Ausbildung dafür ge sorgt werden, dass die anzuwendende Kraft verhältnismässig klein ist. Bei Überwinterung ermöglicht sie das Hochstellen des Wagens, wodurch die Pneus entlastet werden.
Der Erfindungsgegenstand birgt somit wesent liche technische Vorteile in sich: Bequemes Hochheben des Automobils, dadurch rascheste Auswechslung defekter Räder und Ver- minderung der Beschädigungsmöglichkeit des Chassis, da keine Winden mehr zur Verwen dung gelangen müssen.. Die beiliegenden Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes.
Es bedeuten: Fig. 1 eine Seitenansicht eines Automo bilchassis mit angebrachter Hebeeinrichtung; Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 eine Teilvorderansicht dazu; Fig. 4 zeigt die Seitenansicht eines Hebe gliedes, Fig. 5 eine Vorderansicht und Fig. 6 eine Uraufsicht dazu; Fig. 7 zeigt eine Vorderansicht einer Seiltrommelachse mit vier zu -den Trommeln gehörigen Kupplungen und einem gemein schaftlichen Schalthebel, Fig. 8 die Seitenansicht des Schalthebels, Fzg. 9 einen Längsschnitt durch eine Trommel mit zugehöriger Klaüenkupplung und Fig. 10 eine Seitenansicht der Seil trommel.
Die Trommelachse 14 (Fig. 1 und 2) ist drehbar gelagert an der Traverse 15, welche zwischen den U-förmigen Trägern 16 und 16' des Wagenrahmens festgeschraubt ist. Ein zirka 3 mm starkes Drahtseil 1? (Fig. 1, 2 und 4) ist mit einem freien Ende an der Öse 18 (Fig. 4 und 6) des links vordern Hebegliedes 11 befestigt, läuft dann über die an den Mittelgelenken 19, 19' (Fig. 4) angebrachten Rollen 20', 21 und 20, wie bei einem Dezimalflaschenzug, -dann von der Rolle 20 über die Rollen 22, 22' und 23 (Fig. 4 und 1) auf die Seiltrommel 17', auf welcher das andere freie Ende fest gemacht ist.
Analog dieser Seilführung ist diejenige der Seile 24, 25 und 26, welche auf die Trommel 2'4', 25' und 2'6' geführt sind.
Ein zirka 2 mm starkes Drahtseil 27 (Fig. 1 und 4) ist festgemacht mit dem einen Ende am Fussstück 12 (Fig. 1 und 4) des genannten Hebegliedes, läuft über die Rollen 2-8, 28', 29 und 30 in eine Klemm schraube am Knopf 31, an welchem das an dere Ende festgemacht ist Knopf 31 ist in senkrechter Richtung verschiebbar, und zwar um die Distanz, die nötig ist, um das aufgezogene Hebeglied bis auf den Böden fallen zu lassen, wobei zirka 11 cm ein geschlossen werden müssen für die Hebung des Fahrzeuges am Boden.
Für das hintere Hebeglied 13 ist das über die Rolle 33 und eine vordere Rolle 30 geführte Seil 32 vor handen, das vorne am Knopf 34 anschliesst. Neben den Knöpfen 3,1 und 34 sind noch zwei weitere Knöpfe für die andern beiden Hebeglieder vorhanden, die in der Zeichnung aber nicht ersichtlich sind.
Die Hebeglieder selbst sind ausgeführt aus zirka 4 mm starkem .Stahlblech. Die obern Hebel 35 und 35' (Fig. 4, 5 und 6) sind beiderends gegabelt, die untern 36 und 3,6' sind flach. Die Halbteile der Hebel sind mit zirka 5 mm Nieten 37 und 37' mitein ander fest verbunden. Die untere Drehachse der Gelenkglieder wird durch die Achse 38 im Fussstück 12 gebildet. Die mittleren Dreh achsen sind durch Achsen 39 und 39' ge- bildet, welche die Rollen 20, 20' und 21, die Öse 18 und das Seil am Ausgleiten aus den Rollen hindernde Schutzbleche 40, 40' und 41 tragen.
Die obern Drehachsen sind die Achsen 42 und 42', die die Leitrollen 2'2' und 28' tragen und in den im Quer- schnitt U-förmigen, zirka 4 mm starken Stahl blechstücken 43 und 43' gelagert sind. Letztere sind zusammengenietet und bilden gewissermassen einen obern Flansch zur Be festigung der Hebeglieder am Träger 44 des Untergestelles.
Dieser obere Flansch ist mit den untern 45 und 45', welche nicht mitein ander vernietet sind, durch die Gewinde stangen 46 und 46' verbunden und somit sind die obern wie die untern Teile fest mit dem Wagenchassis verbunden. Auf die Trommel achse 14 sind drehbar um die Achse zwischen die aufgesplinteten Stellringe 47 die Seil trommeln 17', 24', 25' und 2<B>,</B>6' angebracht (Fig. 7).
Diese werden beeinflusst durch die Kupplungsglieder 51, 48, 50 und .49, welche mittelst der Handhebel 52, die mit einer Ga bel .53 in die Schleifrille der Kupplungs- scheibeu greifen, gegen die Trommeln gezogen werden können und sich mit diesen durch vier Klauen 54 verbinden. Die Handhebel 52 .selbst stehen zum Beispiel 8 ein über -das Trittbrett des Führersitzes des Wagens em por.
Die beweglichen Kupplungsteile sind in der Längsrichtung der Achse um das Mass der Tiefe der Klauen verschiebbar und wer den von der Trommelachse an deren Drehung mitgenommen durch die Flachkeile 55 (Fig. 9).
Die Trommelachse wird gedreht mittelst des Schalthebels 56, welcher durch die Sperr klinke 57, die auf der Trommelachse fest verkeilte Sperrzahnscheibe 58 mitnimmt. Diese Sperrklinke kann beim Entspannen des auf die Trommeln gewundenen Drahtseils durch Griff 59 aufgezogen werden und so mit kann der Hebel, ohne Arbeit zu leisten, angezogen werden (Fig. 8). . Beim Loslassen dieses Griffes zieht die Feder 60 die Klinke wieder auf die Zahnscheibe.
Die Sperrklinke 6,1 hindert die Zahnscheibe und somit die Achse, also auch die Trommeln, am Zurück- springen. Mittelst Griff 62 und der Zug stange 63 kann der Kniehebel 64 verschwenkt werden. Dieser bewegt den Hebel 65, wel cher in seiner untern Hälfte halbkreisförmig gebogen ist, um die Drehstelle 66 und damit den gebogenen Teil des Hebels von der Achse weg. Dieser gebogene Teil dreht sodann ver mittelst des Bolzens 68 den Hebel 67 um die Drehachse 69 nach aufwärts. Der Hebel 67 ist durch die Zugstange 70 mit der Sperr klinke 61 verbunden, welche dadurch um die Drehachse 71 aus der Zahnscheibe ausgeklinkt wird. Die Feder<B>72</B> zieht die Klinke wieder in die Zahnung ein, sobald der Griff 62 los gelassen wird.
Der Stellring 73 (Fig. 9) hindert die Trommel. 24' beim Auskuppeln am Mitgehen mit dem beweglichen Kupp lungsteil in der Längsrichtung der Achse.
Die Wirkungsweise der Hebeeinrichtung ist nun folgende: Beim fahrbereiten Wagen sind alle vier Hebeglieder aufgezogen, wie in Fig. 1 Hebe glied 13 es zeigt. Soll nun das Rad vorne links gehoben werden, wird nach Stillstehen des Wagens der Knopf 31 aus der Stellung, wie sie Knopf 34 inne hat, gelassen; das Gelenkglied 11 fällt zu Boden. Darauf wird das Kupplungsglied 51 in die Trommel 17' mit Handhebel 52 eingezogen. Wenn die Klauen nicht günstig stehen, wird der Schalt hebel aufwärts bewegt,. bis die Klauen des Kupplungsgliedes diejenigen der Trommel fassen.
Ist dies der Fall, wird der Schalt hebel 56 mit losgelassenen Griffen 59 und 62 am Handgriff 74 zwischen dem Trittbrett und dem Führersitz hin- und hergeschwenkt, bis das Fahrzeug, beziehungsweise das be treffende Rad in der zum Auswechseln not wendigen Höhe vom Boden hochgehoben ist. Durch diese Drehungen wird das Seil 17 (Fig. 4) auf die Trommel 17' aufgewunden und das Seil zieht die mittleren Gelenke 19 und 1:9' zusammen, wodurch das Heben des Wagens erreicht wird. Die Verhältnisse kön nen so gewählt werden, dass die Zugkraft am Schalthebel etwa 15 kg beträgt. Ist das Rad gewechselt, und soll der Wagen wieder auf den Boden gestellt werden, wird die Sperrklinke 61 mittelst Druck des Griffes 62 ausgeklinkt. Die Zuglast des Seils ruht dann auf der Klinke 57, wobei dann die Trom mel mit dem Schalthebel 56 gedreht wird.
Ist der verfügbare Weg dieses Hebels er schöpft, wird der Griff 62 losgelassen, da durch die Sperrzahnscheibe fixiert, der Griff 59 angedrückt und der Schalthebel kann mit ausgehängter Klinke 57 wieder leer hoch genommen werden. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis das hochgehobene Rad wieder den Boden erreicht hat und das Hebeglied 11 (Fig. 1) entlastet ist. Darauf wird der Knopf 31 hochgezogen und eingeklinkt, und der Wagen ist wieder fahrbereit.
Die Hebeeinrichtung könnte auch durch den Motor mit Getriebe oder durch hydrau lische Kraft angetrieben, das heisst in Funk tion gesetzt und entsprechend gesteuert wer den. Auch könnten je die beiden Mittel gelenke der Hebeglieder von einer Flach gewindespindel durchsetzt sein, die durch eine abnehmbare Kurbel von ausserhalb des Wagens betätigt wird; die ganze Seilanord nung fällt dabei fort.