CH163278A - Verfahren zur Herstellung aliphatischer Amine. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung aliphatischer Amine.

Info

Publication number
CH163278A
CH163278A CH163278DA CH163278A CH 163278 A CH163278 A CH 163278A CH 163278D A CH163278D A CH 163278DA CH 163278 A CH163278 A CH 163278A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
aliphatic amines
preparation
reaction
ammonia
amines
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH163278A publication Critical patent/CH163278A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren    zur     Herstelluug        aliphatischer    Amine.    Es ist bekannt,     aliphatische    Amine da  durch herzustellen, dass man den entsprechen  den     aliphatischen    Alkohol zusammen mit       Ammoniakgas    bei Temperaturen von 350  bis     .100    0 C über wasserabspaltende Kataly  satoren, zum Beispiel     Thoriumoxyd    oder Alu  miniumoxyd, leitet und das Reaktionsprodukt  kondensiert.

   Bei dieser Arbeitsweise werden  jedoch bei Verwendung von höheren Alko  holen, das heisst solchen mit mehr als vier       Koblenstoffatomen    im Molekül, nur verhält  nismässig geringe Ausbeuten an Aminen,  meist nur 20 - 30 % der Theorie, erhalten.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich die  Ausbeuten wesentlich erhöhen lassen, wenn  man die Umsetzung zwischen den höheren  Alkoholen und dem Ammoniak bei erhöhtem  Druck vornimmt. Hierbei kann eine Umset  zung der höheren Alkohole in     aliphatische          Amine        beispielsweise        bis        90        %        der        Theorie     erreicht werden. Dieser überaus günstige  Verlauf der Reaktion bei Anwendung von er-         höhtem    Druck war nicht vorauszusehen, da  diese Umsetzung nicht unter Verringerung  der Molekülzahl erfolgt.  



  Als Katalysatoren eignen sich auch hier  solche von wasserabspaltender Wirkung, wie       Thoriumoxyd,    Aluminiumoxyd usw., die ent  weder für sich oder auf     Trägermaterialien     oder im Gemisch mit andern Substanzen zur  Anwendung gelangen können.  



  Man arbeitet im allgemeinen bei einer Re  aktionstemperatur von 300 -450 0 C, etwa  bei 380 0 C, und einem Druck von über 100       Atm.,    zweckmässig von 200     Atm.,    sowie mit  einem starken Überschuss an Ammoniak.  Ausser den reinen höheren Alkoholen oder  Gemischen dieser Verbindungen kann man als  Ausgangsmaterial auch vorteilhaft die über  120 0 C siedenden Anteile der bei der     Hydro-          genisation    von Kohlenoxyden entstehenden       sauerstoffhaltigen    Reaktionsprodukte verwen  den.

   Diese bestehen grösstenteils aus     alipha-          tischen    Alkoholen, denen noch Aldehyde, Ke-      tone und andere sauerstoffhaltige organische       Stoffe    beigemengt sind. Die Anwesenheit  dieser nicht alkoholischen Verbindungen hat  keinen nachteiligen Einfluss auf die kataly  tische Umsetzung des Ammoniaks mit den  Alkoholen zu Aminen, und die     genannten,     wegen ihres üblen Geruches technisch schwer  verwertbaren sauerstoffhaltigen Produkte der       Hydrogenisation    von Kohlenoxyden können  daher ohne     Vorreinigung    gemäss dem vorlie  genden Verfahren in wertvolle     organische     Zwischenprodukte übergeführt werden.  



       Beispiel:     Flüssiges, wasserfreies Ammoniak wird  mit der gleichen     Volummenge    einer von  135-150 o C siedenden Fraktion eines durch       Hydrogenisation    von Kohlenoxyd gewonne  nen, an höheren Alkoholen reichen Produk  tes in einen Hochdruckverdampfer     eingepresst     und im Dampfzustand bei 200 Atü durch ein  auf 380 o C geheiztes, mit Kupfer gefüttertes  Hochdruckrohr geleitet, das mit Tonerde  hydratstücken als Katalysator gefüllt ist. Die  stündliche     Durchsatzmenge    an Alkoholen wird  so bemessen, dass sie die Hälfte des Volumens    der Kontaktmasse beträgt. Die in der Hoch  druckvorlage kondensierten flüssigen Reak  tionsprodukte werden unter Entspannung  kontinuierlich entnommen.

   Das Kondensat  besteht aus einer wässerigen und einer öligen       Schicht.        Die        letztere        enthält        85        %        alipha-          tische    Amine, die zwischen 100 o C und  200   C sieden;

   der Rest, der in verdünnten  Säuren unlöslich ist, besteht hauptsächlich  aus ungesättigten     Kohlenwasserstoffen.    Die  basischen Amine können von den ungesättig  ten     Kohlenwasserstoffen    in an sich bekannter  Weise durch Herauslösen mit etwas mehr  als der berechneten Menge verdünnter Salz  säure getrennt und durch nachfolgendes Aus  fällen mit Alkalien für sich gewonnen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von höheren aliphatischen Aminen durch Einwirkung von Ammoniak auf höhere Alkohole in Gegen wart von Katalysatoren und bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei erhöhtem Druck vorgenommen wird.
CH163278D 1931-12-30 1932-11-07 Verfahren zur Herstellung aliphatischer Amine. CH163278A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE163278X 1931-12-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH163278A true CH163278A (de) 1933-08-15

Family

ID=5683522

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH163278D CH163278A (de) 1931-12-30 1932-11-07 Verfahren zur Herstellung aliphatischer Amine.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH163278A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE628321C (de) Verfahren zur Herstellung von Diketen
DE2430520A1 (de) Verfahren zur reinigung von rohem maleinsaeureanhydrid
DE1193931B (de) Verfahren zur einstufigen Herstellung von Methylisobutylketon
DE583564C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Olefinen
CH406189A (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen, ungesättigten, aliphatischen Nitrilen
DE631737C (de) Verfahren zur Herstellung von hoeheren aliphatischen Aminen
DE956754C (de) Verfahren zur Herstellung von cycloaliphatischen Aminen
DE580139C (de) Verfahren zur Herstellung sekundaerer Alkohole
DE973077C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren aus Olefinen und Kohlenoxyd
DE964237C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus Cyclohexan und seinen Homologen
DE851191C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Hydroxyl- und bzw. oder Carbonylgruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Alkoholen und Ketonen
DE951867C (de) Verfahren zur Herstellung von Norcampher (2-Ketobicyclo-[2,2,1]-heptan) aus Cyclopentadien und AEthylen
DE607987C (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Amine aus Oxyverbindungen der Benzolreihe
DE909570C (de) Verfahren zur Herstellung von Aldolen
DE545849C (de) Verfahren zur Herstellung von Butylalkohol
DE902493C (de) Verfahren zur Spaltung der in Produkten der katalytischen Kohlenoxydhydrierung vorhandenen Ester
DE922167C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyclohexylidencyclohexanonen
DE583704C (de) Verfahren zur Herstellung von Essigsaeure
DE924928C (de) Verfahren zur Herstellung von Formamid
AT225178B (de) Verfahren zur Gewinnung von ungesättigten Aldehyden
DE714956C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurol
DE934825C (de) Verfahren zur Herstellung von Isopropenylacetat
AT225691B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung reiner Kondensationsprodukte des Acetons
DE939106C (de) Verfahren zur Herstellung von handelsueblichen Paraffinsorten
DE877602C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Sauerstoffverbindungen