CH163572A - Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdifferenzen zwischen dem Aufnahme- und dem Kopierfarbraster bei der Herstellung naturfarbiger Bilder. - Google Patents
Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdifferenzen zwischen dem Aufnahme- und dem Kopierfarbraster bei der Herstellung naturfarbiger Bilder.Info
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Description
Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdifferenzen zwischen dem Aufnahme und dem Kopierfarbraster bei der Herstellung naturfarbiger Bilder. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdiffe renzen zwischen dem Aufnahme- und dem Kopierfarbraster, welche zum Beispiel Linien raster :ein können, bei Herstellung natur farbiger Bilder, gemäss welchem ein Projek tionsapparat zum direkten Ausgleich der zwi schen Negativ und Kopierfarbraster be stehenden Teilungsdifferenz verwendet wird.
Anhand der Zeichnung ist im folgenden gezeigt, wie das Verfahren beispielsweise durchgeführt werden kann, wobei der Deut lichkeit halber die Linien der Zeichnung stark verzerrt sind.
Mit a (Fig. 1) ist das der Lichtquelle<I>l</I> ausgesetzte Negativ und mit b der Kopier- farbraster bezeichnet, und zwischen den bei den Teilen ist .ein Projektionsobjektiv c ein geschaltet. Dieses wird, wie durch den Pfeil angedeutet, solange verstellt, bis eine voll kommene Deckung der Rasterlinien des Ne gativs n am Kopierfarbraster erreicht ist.
Mit .diesem Verfahren ist der Vorteil ge- geben, dass die die Teilungsdifferenz bewir kenden Verzerrungen zwischen<I>a</I> und<I>b</I> auf direktem Wege ausgeglichen werden und da durch eine erhebliche Vereinfachung des ganzen Kopiervorganges eintritt, um diesen von jedermann ausüben zu können. Es ist dabei gleichgültig, ob die Verzerrung- von der Kameraoptik oder von dem elastischen Material des Negativs a oder des Kopier- farbra.sters b stammt.
Es ist bekannt .dass zum Beispiel Filme durch Lagerung, Tem peratureinflüsse usw. sich zwar gleichmässig, jedoch dauernd verändern, also schrumpfen oder sieh ausdehnen und damit auch die auf der Unterlage befindlichen Rasterlinien pro portional verzerren: Es ist in manchen Fällen auch nicht ohne weiteres festzustellen, ob die Verzerrung nur durch die Optik oder nur durch die Materialspannung oder in bei den ihre Ursache hat. Wenn es- sich auch um sehr kleine Werte handelt, _ so genügen diese, um die Deckung zwischen. den Folien aufzuheben und -ein farbenunrichtiges Bild zu geben.
Nach einmaliger Einstellung des Objektivs c können beliebig viele Kopien ein und derselben Grösse angefertigt werden. Dieses Verfahren ist auch für den beweg lichen Film anwendbar. Die<B>A</B>nordnung ist dann die -gleiche, weil auch hier .der sofor tige Ausgleich bei auftretenden Differenzen durch die Zwischenprojektion gegeben ist.
Bei dem zur Durchführung des Verfah rens geeigneten, in Fig. 3 dargestellten Pro jektionsapparat befindet sich in a das Ne gativ, in c das Projektionsobjektiv und in b der zum Beispiel aus Papier bestehende Ko- rierfarbraster. Vor der Deckung der beiden Raster .des Negativs a und des Kopierfarb- rasters b treten die bekannten Moirestreifenn auf, wie sie in Fig. 4 angedeutet sind.
Durch Verdrehen des Negativs a im Apparat oder des Kopierfarbrasters b in der horizontalen Ebene werden diese Moirestreifen bis auf wenige vermindert, welche die Eigenschaft haben, dass .sie senkrecht zur Winkelhalbie renden W.der beiden Rastersysteme stehen, siehe Fig. 4. Es ist nun notwendig, diese Moirestreifen parallel zum Rande des Ko- pierfarbrasters zu ,stellen, was durch Ver änderung des Abstandes zwischen Negativ a und Kopierfarbraster b mit wenigen Griffen am Projektionsapparat zu erreichen ist.
Die Winkelhalbierende W fällt dann mit den Rasterlinien nahezu zusammen, und die parallele Lage der Moirestreifen zum Rand des gopierfarbrasters gilt als Beweis dafür-, dass zwischen dem Aufnahme- und Kopier farbraster gleiche Teilung .der Linien vor banden ist. Durch weiteres Verdrehen des Kopierfarbrasters oder des Negativs werden die MoirAtreifen schliesslich zum Verschwin den gebracht und durch Parallelverschiebung des einen Rasters .das Erscheinen einer ein zigen Farbe, zum Beispiel blau, erzielt, wo durch die farbenrichtige Einstellung voll zogen. ist.
Besitzen die beiden einzudeckenden Ra sterverschiedene Teilungen, so ist bei- :diesen Rästern nur durch Änderung des Vergrösse rungsverhältnisses vermittelst des Projek- -tiönsapparates eine Parallelstellung der Moirestreifen - zum Rand des Kopierfarb- rasters zu erhalten, so dass das neue Verfah ren eine genaue Kontrolle in die Hand gibt; die Teilung der Raster auf ihre Gleichheit zu prüfen. .
Ebenso kann die Brauchbarkeit des Pro jektionsapparates anhand der Streifenbildung festgestellt werden. Liegt nämlich -eine .der drei Ebenen a, c, b nicht parallel zu den andern, so entstehen gebogene Streifen, die entweder in einer einzigen Kurve oder bei welliger Beschaffenheit (zum Beispiel des Kopierfarbrasters) ebenfalls wellig verlau fen. Die Beseitigung solcher Fehler ist mit Hilfe der Moirebilder sehr leicht möglich, indem die Ebenen a, e, b in .eine parallele Lage zueinander gebracht werden.
Ferner eignet sich das Verfahren zur Er zeugung farbiger Projektionsbilder in jeder beliebigen Vergrösserung, und zwar sowohl für stehende, wie für bewegliche Bilder (Filme), wie in Fig. 2 angedeutet. An Stelle des Negativs wird zu diesem- Zweck ein von einem Aufnahmefarbraster gewonnenes Dia positiv gesetzt. Der Farbraster isk in ent sprechender Grösse ausgeführt und befindet sich von vornherein auf der Bildfläche, in dem er entweder aufgemalt oder als feste oder abnehmbare Schablone ausgebildet ist.
Mit Hilfe der Projektion c wird das Diaposi tiv a wieder auf den Raster b in einer mit .diesem übereinstimmenden Vergrösserung projiziert, so dass das Bild farbig erscheint. Auch hier werden gleichzeitig eventuell noch auftretende . Differenzen, wie beim vor beschriebenen Beispiel, ausgeglichen und ausserdem ist .die Anpassungsfähigkeit eine sehr grosse, indem zum Beispiel ein und der selbe Kopierfarbraster b für mehrere, hinter unterschiedlichen Farbrastern aufgenommene Diapositive verwendbar ist.
Bei der Aufnahme eines Objektes in der Kamera wird in der Weise verfahren, dass hinter dem Mehrfarben-Aufnahmeraster ein Bildnegativ entsteht, welches .dann in den Projektionsapparat eingesetzt und auf den emulsionierten, vergrösserten Papierfarbraster übertragen wird. Nachdem das Raster-.wie das Bildnegativ hinter ein und demselben Aufnahmeraster belichtet und in der glei chen Weise vergrössert wird, ist eine genaue Deckung des vergrösserten Kopierfarbrasters mit dem Bildnegativ hergestellt.
Das beschriebene Verfahren besitzt fol gende Vorteile: 1. Wegfall von Zwischenprozessen und direkte Einwirkung des Ausgangsproduktes (Negativ) auf das Endprodukt (Kopierfarb- raster); 2. Ausgleich jeglicher Teilungsdifferenz, gleichgültig, ob diese von der Kameraoptik oder von der Elastizität des Materials ver ursacht wird; 3. Verwendungsmöglichkeit sowohl von starrem, wie auch von biegsamem Material für das Negativ und den Kopierfarbraster; 4. Ermöglichung jeder Vergrösserung oder Verkleinerung zwischen den beiden Teilen unter Beibehaltung der unter 1 bis 3 an geführten Vorteile.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdifferenzen zwischen dem Auf nahme- und dem Kopierfarbraster bei der Herstellung naturfarbiger Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass ein Projektionsapparat zum direkten Ausgleich der Teilungsdiffe renz verwendet wird. UNTERANSPRtrCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, bei wel chem die sogenannten Moirestreifen zur Kontrolle der Teilungen der zu prüfenden Raster verwendet werden, dadurch ge kennzeichnet, dass diese Streifen zunächst durch die Projektion auf wenige, senk recht zur Winkelhalbierenden der sich kreuzenden Rasterlinien stehende Streifen verringert und dann die Raster zuein ander solange verdreht werden, bis das Moire verschwindet und der Kopierfarb- raster eine bestimmte Farbe gleichmässic, zeigt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterelemente eines mit Hilfe eines Aufnahmefarbrasters aufgenommenen Diapositivs mit den ver grösserten Elementen eines Kopierfarb- rasters zur Deckung gebracht werden. 8. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Diapositiv auf die Bildfläche eines Projektionsschirmes projiziert wird, der als Grossfarbraster ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH163572T | 1932-03-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH163572A true CH163572A (de) | 1933-08-31 |
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ID=4416636
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH163572D CH163572A (de) | 1932-03-22 | 1932-03-22 | Verfahren zum optischen Ausgleich von Teilungsdifferenzen zwischen dem Aufnahme- und dem Kopierfarbraster bei der Herstellung naturfarbiger Bilder. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH163572A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4053222A (en) * | 1975-05-20 | 1977-10-11 | Durst Ag. Fabrik Fototechnischer Apparate Bozen | Illuminating apparatus for photographic color enlarger |
-
1932
- 1932-03-22 CH CH163572D patent/CH163572A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US4053222A (en) * | 1975-05-20 | 1977-10-11 | Durst Ag. Fabrik Fototechnischer Apparate Bozen | Illuminating apparatus for photographic color enlarger |
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