Einrichtung zum Überwachen der Kühlwassertemperatur bei Explosionsmotoren zum Antrieb von 1Vlotorfahrzeugen. Vorliegende Erfindung betrifft eine Ein richtung zum Überwachen der Kühlwasser temperatur bei Explosionsmotoren zum An trieb von Motorfahrzeugen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ein richtung, die sowohl das Überschreiten einer Höchsttemperatur des Kühlwassers verun- möglicht, als auch bei tiefen Temperaturen, wo die Gefahr des Einfrierens naht, eine Wärmevorrichtung für das Kühlwasser ein schaltet.
Um zu hohe Temperaturen des Kühl wassers und die damit. verbundenen Gefah ren und Nachteile wirksam zu beheben, schaltet die Einrichtung beim Steigen der Temperatur über einen bestimmten Wert, zum Beispiel 85 , zuerst ein optisches Signal ein, zum Beispiel eine rote Glühlampe in der Nähe des Führersitzes. Erhitzt sich das Wasser weiter,, so wird ein akustisches Sig nal, zum Beispiel ein Summer, eingeschaltet, und falls der Führer des Fahrzeuges auch diesem Signal keine Achtung schenkt, so wird beim weiteren Steigen der Temperatur des Kühlwassers der Motor selbsttätig ab gestellt, zum Beispiel dadurch, dass der Zündstromkreis unterbrochen wird und gleichzeitig auch ein Stopplicht einge schaltet.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung dargestellt, und, zwar zeigen: Fig. 1 schematisch die Einrichtung, in ein Motorfahrzeug eingebaut; Fig. 2 zeigt ein Schaltungsschema; Fig. 3 und 4 zeigen eine Wärmevorrich tung in Seitenansicht und im Vertikal schnitt; Fig. 5 und 6 zeigen ein Detail in Ansicht und im Schnitt; Fig. 7 zeigt schematisch eine andere Ein richtung, in ein Motorfahrzeug eingebaut; Fig. 8 bis 11 zeigen einen andern Bren ner für die Wärmevorrichtung im Längs schnitt, in Ansicht von oben, im Horizontal schnitt nach der Linie A-B der Fig. 8 und.
einen Teil im Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 10; Fig. 12 zeigt den Einbau des Brenners nach Fig. 8 bis 11 in ein Kraftfahrzeug.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 bis 6 ist in der Leitung 1 zwischen dem Kühl wassermantel des Motors 2 und dem Ra diator 3 in einem Gummischlauch ein Ge häuse 4 mit zwei Q,uecksilber-Kontaktther- mometern 60 und 68 eingebaut, welche die Temperatur des vom Motor nach dem Ra diator fliessenden Kühlwassers kontrollieren. Der Radiator 3 ist unten mittelst der Lei tung 5 mit einer Wärmevorrichtung (Fig. 3 und 4) verbunden, die mittelst der Leitung 7 an den gühlwassermantel des Motors 2 an geschlossen ist.
Die Wärmevorrichtung wird mittelst Benzin betrieben. Dieses wird von einem nicht gezeichneten Vorratsbehälter aus durch die Leitung 8 in ein Schwimmer gehäuse 9 geführt. Dessen Schwimmer 10 beherrscht die Benzinzufuhr; vom Gehäuse 9 wird der Brennstoff mittelst Dochten 11 in eine Kammer 12 gesaugt, die durch eine Kappe 13 aus porösem Asbestgewebe abge schlossen ist.
Unter der Kappe<B>13</B> ist eine Asbestfaserschicht 14 vorgesehen, die durch ein Drahtgeflecht in ihrer Lage gehalten wird. Die Kappe 13 ragt in eine Kammer 15, in welcher zur Wärmeaufnahme dienende Lamellen 16 und gelochte Zwischenwände 17 vorgesehen sind. Die Kammer 15 ist von einem Wassermantel 1.8 umgeben. Dieser ist an die Leitungen 5 und 7 angeschlossen und besitzt eine nicht gezeichnete Scheidewand, welche das Kühlwasser zwingt, durch den ganzen beheizten Mantel der Kammer 15 zu strömen. Die Kammer 15 ist unten mit dem Lufteintritt 19 versehen, welcher durch einen Drehschieber 20 eingestellt werden kann.
Der Schieber 20 kann -die Zeichnung zeigt das nicht - entgegen der Wirkung der Feder 21 von Hand, zum Beispiel mittelst eines Drahtzuges, verstellt werden. Zweck mässig ist er mit dem Hebel einer Hand bremse verbunden, so dass er beim Anziehen der Bremse geöffnet und beim Öffnen der Bremse geschlossen wird.
In der Kappe 13 ist, in der Asbestfaser schicht 14 eingebettet, eine elektrische Heiz- einrichtung H zum Erhitzen der Asbest fasern vorgesehen, womit eine lebhafte Ent wicklung von Benzindämpfen in der Kammer 12 erzielt und eine flammenlose Verbrennung dieser Dämpfe in der Asbestfaserschicht ein geleitet werden kann.
Über der Kappe 13 ist ein selbsttätiger Ausschalter 23 mit einem Bimetallstreifen 70 angeordnet, der den Heizstrom unterbricht, sobald die Verbren nung einsetzt. Diese dauert an, bis durch Schliessen des Schiebers 20 die Frischluft zufuhr unterbrochen wird.
Im Thermometer 60, das im Gehäuse 4 gut eingebettet ist, sind die Kontakte I, 1I, III, IV eingeschmolzen. Der Kontakt I steht dauernd in Berührung mit dem Quecksilber; er ist über einen Schalter 71 am Spritzären des Fahrzeuges, eine Sicherung (n) und ein Amperemeter A an den einen Pol einer elek trischen Batterie B angeschlossen.
Steigt das Quecksilber im Thermometer 60 infolge des Anwachsens der Temperatur des Kühlwas sers bis zum Beispiel auf zirka 80 bis 85 , so kommt dasselbe in Berührung mit dem Kontakt II; dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, in welchem eine Signallampe 61 eingebaut ist. Diese Lampe 61 kann zum Beispiel am Steuerrad oder am Spritzbrett angeordnet sein. Steigt die Temperatur des Kühlwassers weiter, so steigt auch das Queck silber im Thermometer 60 und erreicht den Kontakt III. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, in dem ein S.ummer 62 eingebaut ist.
Steigt die Temperatur des Kühlwassers noch weiter, so wird ein Stromkreis über dem Kontakt IV geschlossen und damit ein Relais 63 betätigt. Dieses Relais 63 schliesst den Kontakt 64 und leitet den Zündstrom von der Induktionsspule über eine Stopp lampe 67. Es werden also die Zündungen aussetzen, und damit ist der Motor still gesetzt. Der umgeleitete Zündstrom bringt die Stopplampe 67 des Fahrzeuges zum Auf leuchten. Nachfolgende Fahrzeuge werden also von dem bevorstehenden Anhalten des Wagens gewarnt.
Durch Öffnen des Schalters 71 kann die Zündung wieder eingeschaltet werden, so dass der Führer des Fahrzeuges seinen Wagen noch aus dem Verkehr bringen kann. Dieser Schalter besitzt nach Fig. 5 und 6 einen mit zwei Griffen versehenen, drehbaren Ring 72, indem unten ein Kontaktsegment 73 einge lassen ist. Durch Drehen des Ringes 72 von "A" nach "E" schliesst das Kontaktsegment 73 den Stromkreis über .die Kontakte 74, 75. Im Gehäuse 7 6 des Schalters 71 befindet sich die Signallampe 61.
Der Kontaktthermometer 68 im Gehäuse 4 besitzt zwei Quecksilberfäden. Bei sinkender Temperatur sinkt der untere Quecksilberfaden und zieht den obern nach, bis derselbe die Kontakte V und VI schliesst. Dadurch wird die Wicklung des Relais 69 erregt. Das Re lais zieht seinen Anker an, welcher den Stromkreis der Batterie zum Heizkörper H der Wärmevorrichtung schliesst. Zur besseren Zusammenfassung einzelner Teile sind in einem verschliessbaren Gehäuse 80 die Relais 63 und 69, der Summer 62 und eine Siche rung eingebaut.
Nach Fig. 7 fliesst das Kühlwasser vom Radiator zum Teil durch die Wärmevorrich tung 6 und zum Teil durch den Kühlmantel des Motors 2. Diese Ausführung ist beson ders zweckmässig, wenn eine Kühlwasser pumpe eingebaut ist.
Nach Fig. 8 bis 12 ist ein Gehäuse 31 durch eine Leitung 32 mit dem nicht dar gestellten Benzintank des Fahrzeuges ver bunden. Die Leitung 32 mündet in einen mit- telst Gewinde 33 dicht eingeschraubten Ge häusedeckel, unter welchem in einer Kammer 34 der Schwimmer 35 spielt. Der Schwim mer 35 trägt ein Ventil 36, welches je nach dem Brennstoffspiegel in der Kammer 34 die Leitung 32 öffnet oder schliesst.
Eine zweite Kammer des Gehäuses 31 ist mit Ben zin aufsaugendem Füllmaterial 53 und einem Docht 54 aus lose gezwirnten Fäden angefüllt, derart, dass unter der Heizplatte 41, 42, wel che eine Öffnung 37 über der Kammer ab schliesst, ein Verdampfungsraum bleibt. Der Docht 54 ist in eine dritte Kammer des Ge häuses 31 eingeführt, der von der Schwim- merkammer 34 Brennstoff zufliesst. Über der Öffnung 37 ist an einem Stutzen 40 eine Haube 38 mit Durchbrechungen 39, 45 und 46, befestigt.
In der Haube 38 ist um einen Zapfen 43 drehbar eine zweite Haube 44 mit Durchbrechungen 39, 45' und 4 7 und einem Arm 48, der durch eine Durchbrechung 46 der Haube 38 hinausragt. In einen Schlitz dieses Armes 48 der Haube 44 greift ein Zapfen einer Zugstange 49 ein. Die Drehung der Haube 44 erfolgt nach Fig. 12 vom He bel 82 der nicht gezeichneten Handbremse aus. Eine an letzterem angelenkte Lasche 83 überträgt seine Bewegung auf einen zwei armigen Hebel 85, dessen anderes Ende un ter Zwischenschaltung einer Ausgleichfeder 86 durch ein Zugorgan 87 mit der Zug stange 49 verbunden ist.
Sobald der Hebel 82 in der Pfeilrichtung betätigt und damit die Bremse angezogen wird, so verstellt sich auch die Stange 49 entgegen der Wirkung der Feder 50. Dabei wird die Haube 44 ge dreht und die Durchbrechungen 39, 45, 45', 46 und 47 in Übereinstimmung gebracht. Zwischen zwei Metallsieben 41 der Heizplatte 41, 42 sind eine Asbestschicht 42 und darin die Windungen eines Heizkörpers H mit Klemmen 52, 52' zum Anschluss an eine nicht gezeichnete Batterie eingebettet. Bleibt das Fahrzeug stehen und sinkt dadurch die Tem peratur des Kühlwassers bis nahe dem Ge frierpunkt, so wird die Heizeinrichtung ein geschaltet.
Sobald der Heizkörper die Asbestschicht erwärmt hat, wird der Stromkreis der Bat terie automatisch durch den Schalter 52' mit dem über :der Heizwicklung angebrachten Bi- metallstreifen70 unterbrochen. Die Brennstoff- füllung im Gehäuse 31 für sich allein genügt für mehrere Stunden Brenndauer. In Ver bindung mit dem Benzintank des Fahrzeuges kann jedoch die Vorrichtung tagelang in Betrieb gehalten werden. Wenn das Fahr zeug wieder in Gang gebracht wird, so muss die Handbremse gelöst werden.
Da durch wird aber auch die Haube 44 gedreht und die Frischluftzufuhr unter die Haube 38 gesperrt; .die Heizung wird unterbrochen.