CH163973A - Hypozykloidisches Umlaufgetriebe. - Google Patents

Hypozykloidisches Umlaufgetriebe.

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CH163973A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H13/00Gearing for conveying rotary motion with constant gear ratio by friction between rotary members
    • F16H13/06Gearing for conveying rotary motion with constant gear ratio by friction between rotary members with members having orbital motion

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Description


  Hypozykloidisches Umlaufgetriebe.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  hypozyklodisches Umlaufgetriebe, bei dem  treibende Welle und getriebenes Organ  koaxial zueinander liegen, und bei dem auf  Kurbelzapfen der treibenden Welle mit  radialem Spiel Umlauftreibräder angebracht  sind, die durch Zentrifugalkraft mit einem  zugehörigen Gegenorgan in rollendem Ein  griff gehalten werden und mit einer abtrieb  seitigen Welle durch das genannte radiale  Bewegungsspiel .der Umlaufräder zulassende  Mitnehmer in Verbindung stehen.  



  Bei einem bekannt gewordenen Getriebe  war ein einziges, an einem auf der Welle  hoher Umlaufzahl sitzenden Exzenter an  gebrachtes Umlaufrad durch eine Art     Old-          ham-Kupplung    mit einer koaxial zur genann  ten Welle liegenden Welle niedriger Um  laufszahl verbunden. Da nur ein einziges  Umlaufrad vorgesehen war, war dieses Ge  triebe unausgewuchtet. Ferner erlaubte diese  Art eines Umlaufgetriebes nicht die zusätz  liche Anordnung eines zweiten Umlaufrades.    Bei einem andern bekannt gewordenen  Getriebe sind zwei Umlaufräder um 180    versetzt zueinander auf der Welle hoher  Umlaufszahl angeordnet und in einer hohlen  Trommel eingeschlossen.

   Bei diesem Getriebe  ist stets nur eines dieser Umlaufräder wirk  sam, ferner haben diese Umlaufräder kein  radiales Bewegungsspiel und besitzen die  Gestalt gewöhnlicher     Zahnräder.    Bei diesem  Getriebe sind Bremsen angeordnet, zur Be  stimmung, welches der Umlaufräder in Wir  kung sein soll. Die Anordnung dieser Brem  sen und der zugehörigen Teile ist derart, dass  die Bremstrommel mit einer     hinter    der trei  benden Welle in gleicher Achsrichtung lie  genden Welle nicht verbunden werden kann,  ohne dass ein zusätzlicher komplizierter Me  chanismus angebracht     wird.     



  Durch das hypozykloidische Umlauf-.  Betriebe gemäss vorliegender Erfindung wer  den diese Nachteile beseitigt. Es ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    die     Umlaufreibräder     derart auf der treibenden Welle angeordnet      sind, dass ihre Zentrifugalkräfte in verschie  dener Richtung auf das     Getriebegehäuse    wir  ken und einander neutralisieren, und dass die  Umlaufräder durch Vermittlung von Rollen,  die in Bohrungen der Umlaufräder liegen,       mit    einem Käfig .derart verbunden sind, dass  jedes Umlaufrad beständig ein Drehmoment  auf .diesen Käfig ausüben kann.  



  Ein solches hypozykloidisches Umlauf  getriebe kann als umkehrbares Getriebe aus  gebildet sein, wobei dann jedes in radialer  Richtung bewegliche Umlaufrad eine äussere  und innere Arbeitsfläche besitzt, die mit  entsprechenden innern oder äussern Arbeits  flächen des Gegenorganes in Eingriff kom  men können und wobei eine Umkehr .der  Drehrichtung der Antriebswelle zum getrie  benen, durch die genannte abtriebseitige  Welle gebildeten Organ durch einen Mecha  nismus erfolgt, der die wirksamen Arbeits.  flächen des Gegenorganes der Umlaufräder  ändert.  



  In der Zeichnung sind zwei Ausführungs  formers des Erfindungsgegenstandes beispiels  weise dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt einen axialen Schnitt, und  Fig. 2 eine Sicht in der Achsenrichtung  eines ersten Ausführungsbeispiels, bei     dem     die Umlaufräder einfach scheibenförmig und  die ringförmigen Gegenorgane am Getriebe  gehäuse befestigt sind;  Fig. 3 stellt einen axialen Schnitt, und  Fig. 4 eine Sicht in axialer Richtung mit  weggebrochenen Teilen eines Ausführungs  beispiels für Drehrichtungswechsel dar, bei  dem neben den Vorwärts- und Rückwärts  geschwindigkeiten auch eine neutrale Lage  einstellbar ist, in welcher das treibende Glied  das getriebene nicht beeinflusst.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 1  und 2 ist die schnellaufende Welle A mit  zwei um<B>180'</B> versetzt zueinander liegender  Kurbelzapfen 1 und 2 versehen, über denen  Umlaufräder 3, 4 drehbar angeordnet sind,  die mit ringförmigen, am Gehäuse 6 be  festigten Gegenorganen 5 in Eingriff sind.  



  Die Umlaufräder 3, 4 haben radial in  Bezug auf die Achsen der Kurbelzapfen 1,    2 eine gewisse Bewegungsfreiheit, so dass sie  während des Laufes zentrifugal nach aussen  gedrängt und ihre ausgebauchten Aussen  flächen 7 gegen die     ,dachförmigen    Innen  flächen 8 der ringförmigen Organe 5 gepresst  werden. Um dies zu ermöglichen, sind die       Kurbelzapfen    mit Abflachungen 9, 10 ver  sehen (Fig. 2), die parallel zu der die Achsen  von Kurbelwelle und Kurbelzapfen verbin  denden Ebene gelegen     .sind.    Jeder Kurbel  zapfen wirkt mit einer     geteilten    Laufbüchse  11, lla zusammen, deren Hälften entspre  chende ebene Flächen aufweisen.

   Diese  Büchsen haben leichtes radiales Spiel in Be  zug auf die Kurbelzapfen in Richtung der       genannten    Ebene. Zwischen jeder Büchse  und ihrem Umlaufrad befindet sich eine  zweite geteilte Büchse mit den Hälften 12  und     12a,    die gegenüber der Büchse 11, 11a  drehbar ist, ebenso gegenüber dem     Umlauf-          rade    3 bezw. 4.  



  Ölablenker 13 sind an .den Umlaufrädern  3, 4 in der dargestellten Art angebracht,  falls es nötig wäre, Öl von den Arbeits  flächen abzulenken.    Die langsamlaufende Welle I3 ist mit  einer Scheibe 14 ausgerüstet, .die mit einer  Scheibe 15 zwischen den Umlaufrädern und  einer Scheibe 16 mit röhrenförmigem Ansatz  17 durch eine Reihe im Kreise angeordneter  Bolzen 18 fest verbunden ist. Die Bolzen 18  dringen durch Löcher 19 in den Umlauf  rädern (Fig. 2) von einem Radius, der grösser  ist als die Exzentrizität der Kurbelzapfen,  vermehrt um den Radius der Bolzen.

   Die  Scheiben 14, 15 und 16 bilden ein mit der  Welle B verbundenes Gerippe, das im fol  genden der     langsamlaufende    Käfig genannt  sei und in welchem die Umlaufräder 3, 4  ihre durch die Rollbewegung bedingten Ver  schiebungen frei ausführen können, ohne  Verdrehung gegenüber diesem Gestell und  ohne Berührung der Bolzen 18.  



  Der     langsamlaufende    Käfig und die ge  triebene Welle sind in Lagern 20 und 21  im Gehäuse gelagert, das Lager 20 trägt die       langsamlaufendo    Welle     B    und das Lager      21 den röhrenförmigen Ansatz 17 der       Scheibe    16.  



  Die schnellaufende Welle A ist im lang  samlaufenden Käfig     mittelst    Lagern 22 und  ?3     gelagert;    das Lager 22 trägt die     schnell-          laufende    Welle innerhalb der Scheibe 16,  während das Lager 23 das Ende der     schnell-          laufenden    Welle im Innern der Scheibe     1-1     trägt.  



  Der langsamlaufende Käfig ist mit den  Umlaufrädern 3, 4 so verbunden, dass er sie  mit gleicher Geschwindigkeit umzulaufen  zwingt, nämlich vermittelst eines Kranzes  von durch Bohrungen an einander     enspre-          chenden    Stellen der Umlaufräder und der  drei Scheiben des langsamlaufenden Käfigs  gesteckter Rollen. Die Rollen 24 verbinden  die Löcher 25 im Umlaufrad 3 mit .den Lö  chern 26 in der     Scheibe    14 und den Löchern  27 in der Scheibe 1.5, während die Rollen 28       die    Löcher 29 im Umlaufrad 4 mit den Boh  rungen 27 der Scheibe 15 und den Bohrun  gen 30 in der Scheibe 16 in Verbindung  bringen.

   Der Radius einer jeden der Boh  rungen 25, 26, 27, 29 und 30 ist gleich der  Hälfte der maximalen Exzentrizität eines  Umlaufrades, vermehrt um den Rollenradius.  



  Im Laufe rollen die Rollen 24, 28 auf  den Wandungen der Löcher in den von ihnen  miteinander verbundenen Teilen mit der  selben Drehzahl wie die der Umlaufräder  um     ihre    eigene Achse ab, jedoch nur mit der  halben Exzentrizität derselben, und die     Be-          wegungsübertragung    geschieht ohne     Gleit-          flächen.     



  An der Übertragung des Drehmomentes  zwischen Umlaufrad und langsamlaufender  Welle sind in einem gegebenen     Augenblick     die meisten Rollen unbeteiligt; die eigent  liche Kraftübertragung erfolgt ,jeweils je  nach der Drehrichtung auf der einen oder  andern Seite des Lochkranzes durch die  jenigen Rollen, welche den Radien recht  winklig zu den Kurbelarmen am nächsten       gelegen    sind. Aus diesem Grunde soll die       Zahl    der Rollen jedes Kranzes so gross ge  wählt werden, als es der Entwurf erlaubt;    vier ist das Minimum, womit noch ein  ruhiger Gang und eine wirksame Kraftüber  tragung erreichbar ist.

   In der Stellung des  Getriebes nach     Fig.    2 zum Beispiel ist je  nach der Drehrichtung nur eine der hori  zontal gegenüberliegenden Rollen 24 in  eigentlich treibender Lage; die andere Rolle  ist nur mitgenommen, und die beiden in der  Richtung der Kurbelarme gelegenen Rollen  sind in     Totpunktlage,    in der sie vom treiben  den Zustand in den nur     mitfolgenden    Zu  stand übergehen     bezw.        umgekehrt.     



  .Für gewisse Fälle kann statt der rein auf  Abrollen abgestellten Verbindung, wie sie  soeben beschrieben wurde, eine einfachere  Verbindung mit den Umlaufrädern her  gestellt werden, unter Verwendung des be  kannten Prinzips, das Umlaufrad mit Löchern  zu versehen, in welche Zapfen des langsam  laufenden oder     ruhenden    Teils eingreifen,  über die röhrenförmige Rollen geschoben  sind, welche auf den Zapfen umlaufen.  



  So kann man zum Beispiel     mit    Bezug  auf     Fig.    1 und 2 die Rollen     .24,        28    weg  lassen, ebenso die Löcher 25, 29 in den Rä  dern 3, 4 und die Löcher 26, 27 und 30' in  den     Scheiben    14, 15 und 16. Anstatt dieser  nun weggelassenen Teile kann man die Bol  zen 18 an der Stelle, wo sie die Umlaufräder  3, 4 durchdringen, mit Rollen versehen, wel  che mit den Bohrungen 19 in den Umlauf  rädern in Berührung treten. Diese Bohrun  gen 19 besitzen bei dieser veränderten Bauart  einen Radius gleich dem äussern Radius der  Rollen, vermehrt um die maximale Exzen  trizität.

      Man kann sich das Getriebe der Aus  führungsform nach     Fig.    1 und 2 aber auch  so denken, dass die Welle B stationäres Glied  ist, während das Gehäuse umläuft.  



  Ist das Gehäuse fest und A die trei  bende Welle, wie mit Bezug auf     Fig.    1 und 2  beschrieben, so laufen die Umlaufräder mit  der Geschwindigkeit der Welle A um, wäh  rend die getriebene Welle     B    und die Umlauf  räder sich in der gleichen     Zeit    um einen ge  wissen Betrag um ihre Achsen verdrehen. Die      Drehrichtung der Welle B ist derjenigen der  Welle A entgegengesetzt; Die Drehzahl der  Welle<I>B</I> steht mit derjenigen der Welle<I>A</I>  im gleichen Verhältnis, wie der Kurbelradius  bezw. die Exzentrizität sich zum Radius des  Umlaufrades verhält.  



  Wird die Welle B festgehalten und das  Gehäuse drehbar gemacht; so dreht sich  dieses im gleichen Sinne wie die Welle A,  und zwar mit einem Verhältnis der Ge  schwindigkeiten von Gehäuse zu Welle A,  gleich dem der     Kurbelexzentrizität    (Kurbel  radius) zum Arbeitsflächenradius der ring  förmigen Organe     .5.     



  Versieht man die Umlaufräder statt mit  äussern mit innern Arbeitsflächen, die mit       innern,        zylindrischen.    und am Gehäuse be  festigten Organen in Eingriff treten und  hält man das Gehäuse fest, so dreht sich die  Welle B     in    gleicher Richtung wie die Welle  A, wobei das     Übersetzungsverhältnis    durch  das Verhältnis zwischen Exzentrizität und  Radius der Arbeitsfläche der Umlaufräder  gegeben ist.

   Wenn die Welle B fest ist, so  rotiert das Gehäuse in entgegengesetzter  Richtung wie die Welle A, und das     Über-          setzungsverhältnis    ergibt sich alsdann als  das Verhältnis von     Kurbelexzentrizität    zu  Radius des     innern,    zylindrischen Organes.  



  Fig.3 und 4 stellen ein Umkehrgetriebe  nach dem gleichen Prinzip dar, das für       Schiffsantrieb    gedacht ist. Die Umlaufräder  3, 4 sitzen in analoger Weise wie nach Fig. 1  und 2 auf .der schnellaufenden Welle, wäh  rend der langsamlaufende Käfig an der  Welle B befestigt ist; die Lagerung der       schnellaufenden    Welle A in Lagern in die  sem Käfig und diejenige des Käfigs in La  gern im Gehäuse ist eine reine Gleitlagerung;  sie könnte aber analog wie     vorbeschrieben          sein.     



  Die drei Scheiben 14, 15, 16 des langsam  laufenden Käfigs     sind    relativ grösser als  beim ersten Beispiel; sie besitzen einen  innern Kranz von Bolzen 18 und einen  äussern Kranz von Bohrungen 26, 27 und  30. Die Umlaufräder 3, 4 haben in ähnlicher  Weise einen     innern    Kranz von Bohrungen 19    und einen äussern Kranz von Bohrungen 25       bezw.    29. Die Umlaufräder sind im weiteren  verändert durch die Anordnung einer innern,  dachförmigen Arbeitsfläche 31 und einer  nach     aussen    gewölbten Fläche 32.

   Die     innern     Flächen 31 der Räder rollen auf den     bom-          bierten    Laufflächen 33 von Ringen 34 ab,  die an scheibenartigen Organen 35 befestigt  sind; diese letzteren sind in Lagern 6 im  Gehäuse 6 gelagert     und    tragen dachförmige  Bremsringe 37.  



  Die ringförmigen Bahnen, auf denen die  gerundeten Flächen 32 der Umlaufräder auch  rollen können, werden durch vier ringförmige  Organe 38, 39, 40, 41 gebildet. Die beiden       innern    Organe 39, 40 sind einfach schräg,  und jedes bildet die innere Hälfte einer der       ringförmigen    Bahnen, die mit den Rädern 3  und 4 in Berührung treten.

   Die beiden  äussern Organe 38, 41 sind :doppelt schräg,  also dachförmig, die     innern    Teile bilden die  äussern Hälften der Bahnen, auf denen die  Umlaufräder abrollen können, und die äussern  Teile bilden Bremsflächen für .die     innern          Schrägflächen    der Bremsringe     3,7.    Auf jeder  Seite sind zwei einfach schräge Bremsringe  42, 43, die ebenfalls Bremsstücke für die  äussern Schrägflächen der Bremsringe 37  bilden.  



  Geeignete     Ölfangbleche    13 an den Rädern  3, 4 und an den Teilen 39, 40 sind vor  gesehen, falls es nötig ist,     0l    von den Roll  bahnen abzulenken.  



  Die sechs ringförmigen Organe 43, 41,  40, 39,     -3,8    und 42 sind     untereinander    durch  Achsen 44 und 45 wechselweise zu zwei  Sätzen verbunden; .die Teile 43, 40, 38 wer  den durch die Achsen 44 und die Teile 41,  39, 42 durch die Achsen 45 derart zusam  mengehalten, dass sich diese beiden Sätze  gegeneinander axial verschieben können.

   Ein  Teil jedes Satzes, im vorliegenden Fall Teil  41 und Teil 3$, ist aussen herum mit Ge  winde versehen, und zwar der eine mit links  gängigem, der andere mit rechtsgängigem,  und diese Gewinde     sind    in Eingriff mit ent  sprechenden Gewinden in einem Ring 46 mit      Zähnen 47 an seinem äussern Umfang, die  mit einem Ritzel 48 (Fig. 4) kämmen, wel  ches auf der einen Seite des Gehäuses an  gebracht ist und durch irgendwelche Mittel  in Drehung versetzt werden kann. Während  einer gleichmässigen Drehung des Ritzels 48  wird das Getriebe vom Vorwärtsgang über  eine neutrale Lage zum Rückwärtsgang ge  steuert oder umgekehrt, je nach der Dreh  richtung des Ritzels 48.  



  Bei der Erklärung dieser Umkehrmethode  sei zunächst vorausgesetzt, dass die Steuerung  von der neutralen Stellung gegen Vorwärts  gang bewegt werde.  



  In der neutralen Steuerstellung rollen  die Umlaufräder durch ihre innern Lauf  flächen 31 auf der äussern Lauffläche     33.    des  frei drehbaren Gliedes 34 ab. Bewegt man  die Steuerung in die Stellung für Vorwärts  gang, so wird der Ringsatz mit :den Organen  42, 39, 41 axial nach links und derjenige mit  den Teilen 38, 40, 43 nach rechts bewegt.  Die Paare 42, 3,8 und 41, 43 treten mit den  Bremsringen 37 in Eingriff, halten schliess  lich die Teile 3,5 fest und bewirken so den  Vorwärtsgang.

   Bewegt man die Steuerung  in der andern Richtung, so werden zuerst  die Bremsen frei, um die neutrale Stellung  zu ergeben; dann nähern sich die Teile 38  und 39, ebenso 44 und 41, bis sie mit den  Umlaufrädern 3, 4 in Eingriff treten, wobei  diese erst gleiten und dann auf ihren äussern       Laufflächen    32 rollen, wodurch sich der  Rückwärtsgang ergibt. Diese Steuerbewe  gung vermindert die Exzentrizität der Um  laufräder etwas und verursacht demzufolge  auch, dass die innern Laufflächen 31. der  Umlaufräder sich von den äussern Lauf  flächen 33 der Teile 35 abheben, wodurch  letztere zum Stillstand gelangen.  



  Wenn der Durchmesser der innern bezw.  äussern Laufflächen 31 und 3,2 der Umlauf  räder derselbe wäre, so wäre die Rückwärts  geschwindigkeit gleich und entgegengesetzt  der Rückwärtsgeschwindigkeit, und beide  Geschwindigkeiten würden sich zu derjenigen  der Welle A so verhalten, wie sich die dop-    gelte Exzentrizität zu dem genannten Durch  messer verhalten würde. In Wirklichkeit ist  jedoch die Rückwärtsgeschwindigkeit ge  ringer als die Vorwärtsgeschwindigkeit, so  wohl infolge der Dicke des Bahnkranzes der  Umlaufräder, als auch infolge des Unter  schiedes in der Exzentrizität bei beiden Ge  schwindigkeiten.  



  Selbstverständlich können, um die in sehr  weiten Grenzen schwankenden Forderungen  betreffs Drehzahl, Übersetzungsverhältnis  und andere Betriebsbedingungen zu erfüllen,  Form und Bauart der Einzelteile des be  schriebenen Getriebes in weitem Masse ver  ändert werden, ohne dass ihre     gegenseitige     kinematische Beziehung verändert würde;  insbesondere können dem Patentanspruch ge  nügende Getriebe mit mehr als zwei Umlauf  rädern vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH. Hypozykloidisches Umlaufgetriebe, bei dem treibende Welle und getriebenes Organ koaxial zueinander liegen und bei dem auf Kurbelzapfen der treibenden Welle mit radialem Spiel Umlaufreibräder angebracht sind, die durch Zentrifugalkraft mit einem zugehörigen Gegenorgan in rollendem Ein griff gehalten werden und mit einer abtrieb- seitigen Welle durch das genannte radiale Bewegungsspiel der Umlaufräder zulassende Mitnehmer in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufreibräder der art auf der treibenden Welle angeordnet sind,
    dass ihre Zentrifugalkräfte - in verschiedener Richtung auf das Getriebegehäuse wirken und einander neutralisieren, und dass die Umlaufräder durch Vermittlung von Rollen, die in Bohrungen der Umlaufräder liegen, mit einem Käfig derart verbunden sind, dass jedes Umlaufrad beständig ein Drehmoment auf diesen Käfig ausüben kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Umlaufgetriebe nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jedes in radia ler Richtung bewegliche Umlaufrad (3, 4) eine äussere und innere Arbeitsfläche (31, 3$) besitzt, die mit entsprechenden innern bezw. äussern Arbeitsflächen der Gegenorgane in Eingriff kommen können, wobei eine Umkehr der Drehrichtung der einen Welle bezüglich des getriebenen, durch die genannte abtriebseitige Welle gebildeten Organes durch einen Mechanis mus erfolgt, .der die wirksamen Arbeits flächen der Gegenorgane wechselt. 2.
    Umlaufgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den äussern Arbeitsflächen (32) der Umlaufräder zusammenarbeiten den Gegenflächen der Gegenorgane von in der Achsrichtung des Getriebes verschieb baren und feststellbaren Ringen (38, 39 bezw. 40, 41) gebildet sind. 3. Umlaufgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den innern Arbeitsflächen (31) der Umlaufräder zusammenarbeiten den Gegenflächen der Gegenorgane an lose im Gehäuse gelagerten Scheiben (35) aus gebildet sind, die durch Bremsringe fest stellbar sind. 4.
    Umlaufgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der den Wechsel der wirksamen Ar beitsflächen der Gegenorgane bewirkende Mechanismus Bremsringe für drehbare Arbeitsflächen und axial verschiebbare Ringe als Träger von feststehenden, Ar beitsflächen umfasst, wobei die Bremsringe und genannten verschiebbaren Ringe der art miteinander verbunden sind, dass beim bremsenden Anziehen der Bremsringe die verschiebbaren Ringe mit den Umlauf rädern ausser Eingriff kommen und um gekehrt. 5.
    Umlaufgetriebe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch ge kennzeichnet, :dass der Mechanismus zum Wechsel der wirksamen Arbeitsflächen der Gegenorgane ein Organ mit gegen läufigen Gewinden besitzt. 6. Umlaufgetriebe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden, jedem Umlaufrad zugeord neten Paare zusammenarbeitender Flächen verschiedene Radiendifferenzen besitzen, so dass sie bei voneinander verschiedenen Exzentrizitäten in Eingriff kommen.
CH163973D 1931-02-19 1932-01-28 Hypozykloidisches Umlaufgetriebe. CH163973A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087865B (de) * 1957-07-24 1960-08-25 Rudolf Braren Umlaufraedergetriebe mit mindestens einem durch einen Exzenter bewegten aussenverzahnten Zwischenrad
DE1168198B (de) * 1962-03-20 1964-04-16 Fichtel & Sachs Ag Exzentergetriebe mit Zapfenerweiterungen
DE1191650B (de) * 1962-08-01 1965-04-22 Gerhard Hegner Stufenlos verstellbares Reibrad-Exzentergetriebe

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DE1168198B (de) * 1962-03-20 1964-04-16 Fichtel & Sachs Ag Exzentergetriebe mit Zapfenerweiterungen
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