CH164272A - Vorrichtung zum Herstellen neuer und zum Nacharbeiten gebrauchter Webschützen. - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen neuer und zum Nacharbeiten gebrauchter Webschützen.Info
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Description
Vorrichtung zum Herstellen neuer und zum Nacharbeiten gebrauchter Webschützen. Die Erfindung bezieht sich auf eine ma schinelle Vorrielitung, welche sowohl die Her stellung neuer wie das Nacharbeiten ge brauchter Webschützen ermöglicht, und es insbesondre gestattet, in bezug auf die Win kelstellung der Schützenkanten zueinander, wie den Einschlag der Schützen das zur Er zielung eines einwandfreien Laufes derselben im Webstuhl notwendige Mass an Genauig keit unbedingt innezuhalten.
Gleichzeitig wirdeine serienmässigeBearbeitung ermöglicht und zier ganze Arbeitsgang beschleunigt und verbilligt.
Man ist bisher immer noch darauf ange wiesen, das Bearbeiten der Rohklötze für die Schützenherstellung im wesentlichen durch Handarbeit vorzunehmen. Es sind zwar für das Nachrichten gebrauchter Webschützen hereits Vorrichtungen bekannt geworden, bei welchen die Webschützen lediglich zwischen Körnern eines Supportes eingespannt und so an der Bearbeitungsvorrichtung vorbeige führt werden. Dies ist jedoch von Nachteil, weil diese Art des Ein,pannens die Ausübung eines starken Druckes in axialer Richtung auf den im allgemeinen sehr dünnwandigen Webschützen bedingt. Hierdurch ergeben sich Deformationen der Wandung und ein gleichmässiges Bearbeiten wird unmöglich.
Zweck der Erfindung ist es, unter Ver meidung aller beschriebenen Schwierigkeiten und Nachteile eine Vorrichtung zu schaffen, welche es in sehr einfacher Weise und unter entsprechend sehhellem Verlauf des Ein spannvorganges ermöglicht, sowohl das Be arbeiten von Rohklötzen, wie auch das Nach richten gebrauchter und abgenutzter Web- schützen bei genauem Einhalten der ge- wünsehten Neigung der zu bearbeitenden Schützenfläche, sowie eine vollkommen gleichmässige Bearbeitung der einzelnen Flä chen vorzunehmen.
Die neue Vorrichtung weist zunächst auch wieder den an sich bekannten Support auf, in welchen die Rohklötze oder nachzurichten den abgenutzten Webschützen eingespannt werden, um durch diesen an einem Bear- beitungswerkzeug, beispielsweise einem Frä- ser, vorbeigeführt zu werden.
Dieser. Sup port trägt erfindungsgemäss eine Klemmvor richtung, die aus einer um eine wagrechte Achse schwenkbaren Grundplatte und einer Klemmkonsole mit verstellbarer Klemmbacke besteht, zwischen welchen eine Richtplatte angeordnet ist. Bei einer zweckmässigen Aus führungsform der Vorrichtung ist diese Richtplatte der jeweiligen Schützenbreite ent sprechend einstellbar.
Die glemmvorrioh- tung ist dabei als Ganzes um eine wagrechte Achse schwenkbar und in ihrer Neigung gegen die Wagrechte, beispielsweise mittelst einer Mikrometerschraube einstellbar. Mit Hilfe eines ,durch eine Schraubenspindel ver stellbaren Anschlages lässt sich die seitliche Bewegung des die Klemmvorrichtung tragen den Hilfsschlittens begrenzen.
Die Einspannvorrichtung ist ferner so ausgebildet, dass _ die-heb- und senkbare Klemmbacke um eine am Schlitten befin4- liche wabrechte Achse schwenkbar ist, zu dem Zwecke, auch Rohklötze bearbeiten, bezw. sicher einspannen zu können, deren ganten einander nicht parallel sind. Auch für das Einspannen nachzubearbeitender Schützen ist diese Anordnung, von wesent licher Bedeutung.
Zweckmässig gehört zu der Vorrichtung eine Hilfsvorrichtung, die für das Nacharbeiten abgenutzter Webschützen Verwendung- fin- det. Diese besteht zweckmässig in einem be sonderen Ausriahtglied, vorzugsweise in Ge stalt einer Stahlschiene; welche Winkelstücke mit einstellbaren supportartigen Schiebern trägt, in denen Körner, beziv. Bohrungen zum Aufnermen der Webschützenspitzen angeord net sind.
Mit Hilfe dieser Einrichtung wird die Achse des nachzubearbeiten den W eb- sellützens so ausgerichtet, dass sie der Stahl schiene parallel ist, ganz gleichgültig, ob beide Spitzen des Webschützens in der Schützenachse liegen oder nicht. Hierauf wird die Stahlschiene an die oben beschrie bene Richtplatte angelegt und es kann nun mehr das Einspannen des Webschützens bei vollständigem Anliegen der gegenüberliegen den Flächen an die Grundplatte, bezw. die Klemmbacke in der gleichen Weise wie das Einspannen von Rohklötzen erfolgen.
In das Richtglied selbst wird der zu bearbeitende Webschützen aber nicht etwa unter Aus übung eines achsialen Druckes eingespannt, sondern lediglich relativ lose eingelegt.
Ein .Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der zugehörigen Zeichnung beschrieben, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Schnitt durch die Einspann vorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Vor richtung gemäss Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 1 bezw. 2, Fig. 4 einen Querschnitt ,
durch ein Web- schützenholz, bei welchem in übertriebenem Massstab die verschiedenen in Frage kommen den Stosswinkel der Webschützenflächen ge zeigt werden, Fig. 5 eine schematische Vorderansicht ,der Klemmbacke zur Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2, Fig. 6 eine Einzelheit des Anschlages, welcher den Vorschub des die Klemmvorrich tung tragenden Hilfsschlittens in Richtung auf das Bearbeitungswerkzeug begrenzt;
Fig. 7 zeigt im Aufriss eine Hilfsvorrich tung zum Egalisieren gebrauchter Schützen; Fig. 8 ist eine Ansicht von oben auf die Hilfsvorrichtung mit Querschnitten der bei den Enden; die Fig. 9 und 10 zeigen die Hilfssupporte zum -Einspannen -der gebrauchten Web- schützen.
In den Figuren bedeutet 1 ein Drehbank bett, 2 einen Schlitten, der auf dem Dreh bankbett verschoben werden kann, 3 einen Hilfsschlitten, der parallel zum Drehbank bett auf dem Schlitten 2 mittelst der Kurbel 21, der Schraubenspindel 22 und der Mutter 23, die mit ,der Rippe 24 des Hilfsschlittens 3 verbunden ist, verschoben werden kann. Der Hilfsschlitten 3 dient zur Feineinstel lung, -der Schlitten 2 zur Grobeinstellung.
Der Schlitten 2 wird mittelst einer Schraube und eines Joches an das Diehbankbett fest angepresst, so dass er sich nicht längs verschie- ben kann. Der Hilfsschlitten 3 hat seitlich ausladende Arme (Fig. ?) und ist auf seiner obern ,Seite mit einer Schlittenbahn versehen, auf welcher der Schlitten 4 quer zum Dreh bankbett verschiebbar ist. Der Schlitten E ist mit nach oben vorspringenden Ansätzen 5 versehen, in welchen die Achse 7 gelagert.
ist, um die sieh die mit einem Ansatz 10 ver sehene Grundplatte 11 der noch zu beschrei benden' Klemmvorrichtung verschwenken lässt. Auf der Grundplatte 11 ist die Richt- platte 12 und auf dieser die Konsole 13 ge lagert, welche die Klemmvorrichtung trägt. Die Konsole 13, die Richtplatte 12 und die Grundplatte 11 sind, wie in Fig. 2 darge stellt, zwecks Zentrierung und sicherer Füh rung in der Mitte mit Feder und Nut ver sehen. Die erwähnten drei Teile sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich, durch Schrauben zu sammengehalten.
Die Pflichtplatte 12 ist zwecks Verstellens mit Schlitzen versehen. Mit. der Konsole 1.3 ist eine Mutter 14 fest verbunden, in die eine im Schlittenstück 16 fest. gela"erte Schraubenspindel 15 eingreift. Da, Schlittenstück 16 ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, zwischen der Mutter 14 und den Rippen der Konsole 13 geführt. Auf dem Schlittenstück 16 ist mittelst der Schrauben. 18 und 19,die Klemmbacke 17 befestigt. Da die Mutter 14 mit der Konsole 13 fest ver bunden ist, wird sieh die Spindel 15 je nach der Drehrichtung nach oben oder nach unten bewegen und mit ihr auch das Schlittenstück 16. sowie die Klemmbacke 17.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist die Klemmbacke 17 bei der Schraube 19 mit einem Bogenschlitz 37 versehen, so dass sie seitlich verschwenkt wer den kann, falls das zu bearbeitende Holz nicht gleichmässig stark ist. Die Grundplatte <B>11</B> und mit ihr die ganze Klemmvorrichtung können mittelst der freigängigen Mikrometer- .ehraub? 20 und der Masseinteilung 117 unter verschiedenen Winkeln gegen die Wagrechte genau ein gestellt werden.
Die Klemmbacke<B>17</B> trägt nach vorn ver schiebbare Warzen 10?, welche beim Bear beiten der ersten beiden Flächen von Roh klötzen Verwendung finden und welche ein sicheres Halten der Rohklötze bei nur schwa chem Anziehen der Spindel 15 gewährleisten.
In .den Schlitten 2 ist ein Anschlag 25 ein gebaut Ti-. 2), welcher den Vorschub des quer zum Schlitten 2 verschiebbaren Schlit tens 3 begrenzt. Die diese Querverschiebung bewirkende Spindel 26 trägt einen Bund 1.21) (Fig. 6), während lediglich der Zapfen der Spindel 26 durch die Schlittenwand hin durchgeführt ist und hier einen Knopf 12,2 zum Drehen von Hand trägt.
Das andere Ende der Spindel wird durch eine Schraube 121 und eine Kontramutter 123 zu dieser Schraube festgehalten und durch diese sichere Befestigung der Spindel im Schlitten 2, wel che bei Abnutzung sehr leicht nachstellbar ist, wird ein toter Gang unter allen Umstän- .den vermieden.
Die Arbeitsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Beim Bearbeiten von Rohklötzen wird zunächst die Richtplatte 12 so weit vorge schoben, dass der Rohklotz etwas über die Einspannvorrichtung vorsteht. Hierauf wird die Klemmvorrichtung so weit um die Welle 7 verschw enkt, dass der Tragtisch 11 wag recht und somit zu der vertikal arbeitenden Fräserspindel im rechten Winkel steht. Zu diesem Zweck wird @rler Zeiger 116 auf der Skala. 1.15 mit Hilfe der Mikrometerschraube 20 auf 0 gestellt.
Die beiden Warzen 102, von welchen in der Fig. 1 nur eine sichtbar ist, werden auf die Mitte des Werkstückes eingestellt. Die Rohklötze werden zwischen die Grundplatte 11 und die Klemmbacke 17 eingelegt, und zwar so, dass die für den .Schützenbaden be stimmte Seite zuerst bearbeitet wird.
In die ser Weise werden zweckmässig zunächst eine ganze Anzahl von Schützenhölzern bei gleich bleibender Einstellung der Klemmvorrich tung bearbeitet, hierauf wird die Richtplatte 1.2 der Breite -der Schützenhölzer entspre chend eingestellt und ebenso auch die Nei gung entsprechend dem gewünschten Winkel der Schützenvorderwand mit Hilfe der Mikro meterschraube 20 unter Benutzung des Zei gers 116 lind der Skala 115 nach Graden. Gegebenenfalls werden auch,die beiden War zen 102 auf die Mitte des Arbeitsstückes eingestellt, worauf die Vorderwand bearbeitet wird.
Beim Bearbeiten der Rückwand werden die beiden Warzen entfernt, und ebenso wie vorstehend beschrieben, werden die Richt- platte 12, sowie -der Winkel für die Schützen rückwand eingestellt.
Sobald die Rückwand gehobelt ist, wird der Anschlag 25 genau entsprechend der ge wünschten Bodenbreite eingestellt, so dass beim Rückweg des Schlittens 2 durch Dre- hen,der Kurbel 21 das Schützenholz etwas vorn Messerkopf abgerückt wird. Hierbei ge nügt natürlich ein Spielraum von nur 1 mm. Nach Entfernendes . Schützenholzes wird der Schlitten 2 durch Drehen der Kurbel 21 in entgegengesetztem Sinne wieder an den An schlag gebracht.
Hierdurch wird erreicht; dass alle soweit bearbeiteten Schützenhölzer genau die gleiche Breite besitzen. Dieser Vor gang wiederholt sich in entsprechender Weise auch für die obere Fläche des WebscIiützen- holzes.
Die in Fig. 7 bis 10 dargestellte Hilfsvor richtung, welche es ermöglicht, Webschützen mit ungleichmässig abgenutzten Wänden und auch solche Schützen, deren- eine Spitze nicht in ihrer Achse liegt, so einzuspannen, dass eine einwandfreie Flächenbearbeitung erfol gen kann, besteht aus einem Aüsrichtglied vorzugsweise aus einer Stahlschiene 103, auf welcher Winkelstücke 112 und 113 mit ver stellbaren, Körner, bezw. Bohrungen 125 auf weisenden Schiebern 109 und 110 angeordnet sind.
Zwischen diese Winkelstücke wird ge gebenenfalls unter entsprechender Verstel lung der Schieber -der Webschützen 139 so eingelegt, dass seine Achse parallel der Stahl schiene 103 ist. Diese Stahlschiene 103 wird nunmehr an die Richtplatte 12 angelegt und hierauf der Webschützen mittelst der Klemmbacke 17 festgeklemmt, worauf die Bearbeitung erfolgen kann.
Im einzelnen ist :diese Stahlschiene 103 an ihrer einen Seite mit einer Führung 114 versehen, in welcher das Winkelstück 112 verschiebbar ist. Dieses Winkelstück kann durch die Feststellschraube 104 in Löchern 140, welche sich in der .Schiene 103 befinden, festgeschraubt werden. Das Winkelstück 113 auf der andern Seite der Stahlschiene 103 be sitzt ebenfalls eine Führung 115, welche mit Hilfe einer Sbhraube 106 und eines Mutter stückes 107 eine Feineinstellung ermöglicht.
Beim Bearbeiten abgenutzter Schützen, insbesondere auch solcher, bei welchen. die eine Spitze nicht in der :Schützenachse liegt, ist die Verwendung,der beschriebenen Hilfs vorrichtung natürlich lediglich für die Be arbeitung der Bodenseite und der Vorder seite notwendig; für die Bearbeitung der andern Flächen sieben dann bereits ordnungs gemäss bearbeitete ebene Flächen zur Verfü- gling.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Herstellen neuer und zum Nacharbeiten gebrauchter Webschützen, bei der die Rohklötze, bezw. die nachzubear beitenden Webschützen in einen Support ein gespannt werden, um so an einem Bearbei tungswerkzeug vorbeigeführt zu werden, da durch gekennzeichnet, dass der Support eine Klemmvorrichtung trägt, die aus einer um eine wagrechte Achse (7) schwenkbaren Grundplatte (11) und einer Klemmkonsole (13) mit verstellbarer Klemmbacke (1'i) be steht, zwischen welchen eine Richtplatte<B>(1</B>2) angeordnet ist. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Richtplatte (12) der jeweiligen Schützenbreite ent sprechend einstellbar ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und:TJn- teranspruch 1, dadurch gekennzei:llnet. ,dass die Klemmvorrichtung als Ganzes um eine wagrechte Achse (7) schwenkbar und in ihrer Neigung gegen die Wagrechte, mit Hilfe einer Mikrometersohraube (20) einstellbar ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, .dadurch Bekenn- zeichnet, dass die seitliche Bewegung (der Vorschub) des die Klemmvorrichtung tra genden Hilfsschlittens (3) mit Hilfe eines durch eine Schraubenspindel (26) verstell baren Anschlages (25) begrenzbar ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die zusammen mit dem Schlitten (16) durch Drehen der Spindel (15) heb- und senkbare Klemmbacke (17) für sich um eine am Schlitten (16) be findliche wagrechte Achse (18) ver- .,;chwenkbar ist, so dass die Neigung ihrer Klemmfläche der Neigung der an ihr an liegenden Werkstückfläche angepasst wer den kann. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ,dass zwecks Nacharbeitens gebrauchter und abgenutzter Webschützen vor die Richt platte (12) ein Ausrichtglied (103) einge spannt ist, das ein Parallellegen der Achse des Webschützens zur Richtkante der Richtplatte (12) zwischen den Klemm backen (11 und 17) ermöglicht.Vorrichtung nach Patentanspruch und Un- teranspriichen 1 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass das Aus.richtglied (103) aus einer Stahlschiene besteht, auf welcher Winkelstücke (112 und 113) mit Körnern bezw. Bohrungen (125) zum Einspannen des Webschützen. verschiebbar angeord net sind.
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