CH164344A - Einrichtung zum Steuern von Metalldampf oder Gas enthaltenden Entladungsgefässen mit Hilfe von Anodengittern. - Google Patents
Einrichtung zum Steuern von Metalldampf oder Gas enthaltenden Entladungsgefässen mit Hilfe von Anodengittern.Info
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Description
Einrielitting 7.ain Steuern Yon lletalldainpf oder Gas enthaltenden Entladungsgefässen init Hilfe von Anodengittern. Es sind Steuereinrichtungen für Ent ladungsgefässe, die 31eialldampf oder Gas enthalten, bekannt geworden,
die die ver- sehiedenartigsten Anwendungen des Queck- n el #4lberdampf-Gleichrichters und ähnlichen Steuerröhren auf Energie- und Frequenz- umformung, Abschaltung von grossen Strö- ineil und Leistungen ete. ermöglichen.
In wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurde bisher die Ansicht vertreten, dass das Eigen- tümlicho bei diesem Prinzip darin bestehe, dass man während des Bestehens der Ent- laduno-sbedingungen die Tür, das heisst das Ventil, wohl auf-, nicht aber wieder zu machen kann. Erst wenn die Anode der be- Ireffenden selbständigen Entladung keine positive Spannung gegen die Kathode mehr besitzt, hört der Strom zu fliessen auf, so dass die Jür" durch Anlegen einer negativen Spannung geschlossen werden kann.
Alle diese Steuerungen haben bei ihrer Anwendung auf Gleich- und Llmrichter den Nachteil, dass die äussern Schaltungen dieser Apparate den besonderen Arbeitsbeding-ungen der erwähnten Steuerung Rechnung tragen müssen und oft sehr kompliziert und teuer werden. Ausserdem gibt es weitere wertvolle Anwendungsmöglichkeiten für Gleiehrieliter, die, aber erst dann praktisch ausführbar sind, wenn es gelingt, die Anodenströme mit be sonderen Steuergittern nielit nur in jedem <B>C</B> beliebigen Zeitmoment züi zünden, sondern auch auszulöschen, und zwar bevor die Ano denspannung relativ zur Kathode auf Null abgenommen hat.
Zweck und Aufgabe der Erfindung ist es, Steuergitter für Gleichrichter und Steuer röhren so zu dimensionieren, dass es mit die sen im Gegensatz zu den bis jetzt bekannt gewordenen Steuergittern möglich ist, die Tür, das heisst den Stromdurelilass oder das Ventil auch während des Bestehens der Ent ladungsbedingungen nicht nur auf-, sondern auch zuzumachen.<B>-</B> Auf Grund eingehender Versuche ist der Nachweis gelungen, dass es möglich ist, einen an einer Anode brennen den,
von einer kontinuierlichen Gleich stromquelle gespeisten Gleichstromlichtbogen durch Steuerung eines entsprechend dimen- sionierten Steuergitters jederzeit zu unter brechen. Daraus entstehen neue Möglich keiten zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom, so-wie auch zur Frequenz- umwandlung von Wechselströmen zum<B>Ab-</B> schalten von Gleich- und Wechselströmen zur Entnahme von voreilendem Strom aus stark induktiv belasteten Wechselstrom netzen ete.
Der Erfindung liegt hierbei der Gedanke zugrunde, durch die Dimensionierung der Durchtrittsöffnungen in Steuergittern von Gleichrichtern oder Lichtbogenapparaten das Abschalten oder Unterbrechen eines durch die Öffnungen hindurch brennenden Lichtbogens in einem gewissen Bereich des Metalldampf- oder Gasdruckes bei solchen negativen Gitter spannungen zu ermöglichen, die ein Rück- zünden des Gitters noch nicht zur Folge haben.- Wie die Versuche gezeigt haben, wird dies dann erreicht, wenn die<B>Öff-</B> nungen in den Gittern im Zusammenhang mit dem Metalldampfdruck (Quecksilber dampf)
oder Gasdruck (Neon, Argon ete.), in welchem der Lichtbogen brennt und die Steuerung stattfindet, so dimensioniert wer den, dass der Langmuirsche Dunkelraum die selben schon bei ganz geringen negativen Spannungen überdeckt und verschliesst.<B>Un-</B> ter dieser ganz geringen Spannung ist zum Beispiel diejenigoe negative Spannung zu ver stehen, auf welche sieh das Gitter in strom losem Zustand, das heisst, wenn dasselbe iso liert ist, von selbst aufladet. Die Dicke des Langmuirschen Dunkelraumes ändert nun proportional mit der Wurzel aus der Gitter spannung.
In dein Masse, wie die positive Anodenspannung durch das Gitter -und die vargelagerte Raumladung hindurchgreift, werden Elektronen aus der Hauptentladung, herausgezogen und gelangen durch die Raum- ladungsschicht und durch die Löcher des Gitters hindurch zur Anode. Einerseits wir- ken nun diese Elektronen in der positiven Raumladeschicht des Gitters neutralisierend, anderseits können sie den Raum zwischen Gitter und Anode durch Stoss ionisieren.
So wohl für den Stromiransport, als auch für den Durchgriff der Anode durch das Gitter spielt diese Ionisierung hinter dem Gitter eine grosse Rolle. Ist die Ionisierung zum Beispiel sehr gering, so dass die neutrali sierende Wirkung der gebildeten positiven Ionen nicht hinreicht, um die negative Raum ladung der durchtretenden Elektronen zu kompensieren, so schirmt die negative Raum ladung der Elektronen das Feld der Anode ab, so dass der Durchgriff durch das Gitter abnimmt.
Bei wachsender negativer Gitter spannung nimmt nun, wie oben bereits er läutert, die Dicke der positiven Raumlade- schieht vor dem Gitter züi, so dass der Ano- dendurühgriff von dieser Seite aus ebenfalls verringert wird. Nach der Townsendschen Theorie ist die Neubildung von Ladungs trägern durch Stossionisation bei ein und der selben Gas- oder Dampfart und derselben Elektronenanordnung abhängig von der An zahl der stossenden Teilchen oder Ionen, so wie vom Gasdruck und der Feldstärke.
Auf vorliegenden Fall angewendet heisst das, dass die Ladungsträgerbildung (Ionisation) im Raume zwischen Gitter und Anode und da mit die Stromaufnahme, durch die Anode vom Durchgriff der Anode durch Gitter und vorgelagerter Raumladung, das heisst von der Gitter- und von der Anodens- annung und p <B>C</B> ausserdem vom Quecksilberdampfdruck, (Gas- .druck), sowie von der Dimensionierung der Durchtrittsöffnungen im Gitter abhängig ist.
Um daher bei Queeksilberdampfdrücken wie sie sich im Innern von Grossgleich richtern selbst bei guter Kühlu n-,- einstellen, arbeiten zu können, ist es notwendig, den freien Durchtrittsquersehnitt in den Gittern im Vergleich zum Anodenquerschnitt<B>in</B> einem bestimmten, dem Arbeitsdampfdruck angepassten Verhältnis zu halten.
Ausserdem ist die Maschenweite, oder & r Lochdurch- messer bei perforierten Gittern stets kleiner zu halten als der doppelte Betrag der mitt- leren freien Weglänge der Gas- oder Dampf- inoleküle beim höchsten Arbeitstotaldruck. Für die Stossionisierung im freien Durch- trittsquerschnitt zwischen den Gittermaschen spielt die Ionikerungsspannungo des ver wendeten Füllgases oder -dampfes insofern eine Rolle,
dass Gase mit höherer Ionisie- run"sspannun" auch eine höhere, pro freie Weglänge durchlaufene Spannung der ioni sierenden Elektronen verlangen. Die Ma schenweite des Steuergitters kann daher bei solchen Füllgasen in bezug auf die freie Weglänge grösser gewählt werden als zum Beispiel für Quecksilberdampf.
Ist:
EMI0003.0016
(las Verhältnis der Ioni- #derungsspannung eines beliebigen Füllgases zur Ionisierungsspannung des Quecksilber dampfes und bedeutet<B>d</B> die Diagonale der 3kIaschenweite oder den Lochdurehmesser des Steuergitters und<B>A</B> die freie Weglänge zwi schen Elektroden und Gasmolekülen im ver wendeten Füllgas, so ergibt sich für die Be- en 22 rechnung von<B>d</B> folgender Ausdruck-.
<B><I>d</I></B> i( <B>.</B> 2<B>A.</B> Der Abstand zwischen Gitter und Anode dagegen soll möglichst klein sein, auf keinen Fall aber mehr als den 50-faehen Betra(y der Maschenweite des Gitters betragen. DieVer- suche liessen erkennen, wie die zum Unter- brer-hen des Anodengleichstromes notwen dige negative Gilterspannung mit st2igo:
,-ndeiii (iueelzsilbei,dallipfclruel,- zunimmt Es ergab sieh dabei für einen Druck von 2 > < <B>10---3</B> nim Ilg eine Steuerspannung von etwa<B>10</B> bis 20 Volt, bei<B>10</B> X<B>10--3</B> mm Ho,<B>60</B> bis <B>85</B> Volt und bei<B>28</B> X<B>10-3</B> mm Hg <B>290</B> Volt. Diese Zahlen gelten für einen Gitterdurch- trittsquerseInitt von 40 /'o, bezogen auf die der Kathode zugewandte Anodenoberfläche, einen Gitterabstand von 4 mm und einen Lochäurehmesser von<B>0,9</B> mm.
Wählt man bei demselben Gitterabstand einen kleineren Durchtrittsquerschnitt als 40<B>%</B> der Anoden- stirnfläche, so sind die notwendigen Gitter spannungen für dieselben Quecksilberdampf drücke nach kleineren Werten verschoben. Bei einem Durchtrittsquerschnitt von mehr als 40<B>%</B> dagegen liegen die Gitterspannun gen über den angegebenen Werten.
Bei grö sseren Durchtrittsquerschnitten kommt man daher leicht zu einer solch hohen neoativen Gitterspannuno-, dass das Gitter selbst bei den bestehenden Dampfdrücken zur Kathode wird, das he isst rückzündet.
Ein negativ aufgeladenes Steuergitter, auf dessen Oberfläche sich infolge Rück zündung ein Kathodenfleck gebildet hat, ver liert aber seine Steuerwirkung, solange die ser Kathodenfleck besteht. Um die Steuer fähigkeit wieder herzustellen, ist es daher notwendig, Schutzvorrichtungen vorzusehen, welche im Falle einer Rückzündung mittelst Überstrom- oder Überspannungsrelais die Gitterzuleitung sofort unterbrechen, damit der Kathodenfleck auf dem Gitter auslöscht.
Infolge der grossen Sperrwirkung der eng- dimensionierten Gitter wird dann auch eine Neuzündum, des Aubdenstromes selbst bei abgeschaltetem Gitter verhindert, so dass die Rückzündung längstens nach Ablauf einer Periode gelöscht ist, wodurch der Gleich richter sofort wieder betriebsbereit ist.
Die praktisehe Anwendungsmöglichkeit solcher Steuergitter auf Gleichrichter, Schal ter, Steuerröhren ist naturgemäss eine sehr grosse, nicht nur zur Abschaltung von Rück- zündungen, sondern auch zur Steuerung des Vorwärtsstromes zwecks Regulierung der Leistung oder zwecks Frequenzumformung und vor allem zur Umwandlun- von Gleich strom in Wechselstrom beliebiger Frequenz zwisehen <B>0</B> und 40000 Hertz, und zur Ent nahme von voreilendem Strom aus Wechsel stromnetzen, das heisst zur Phasenkompen sation.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Steuern von Metall dampf oder Gas enthaltenden Entladungs gefässen mit Hilfe von Anodenggittern, ins besondere zum Unterbrechen brennender Lichtbögen, dadurch gekennzeichnet, dass die Üffnungen in den vor den Anoden befind- liehen Gittern so dimensioniert sind, dass der Langmuirsche Dunkelraum bei dem ge- gebenen Metalldampf- oder Gasdruck sie schon bei solchen negativen Spannungen überdeckt und verschliesst, auf welche sich das Gitter,isoliert angeordnet, von selbst aufladen würde. UN#TERANSPRtCHE: <B>1.</B> Einrichtung nach, Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der freie Durchtrittsquerschnitt zwischen den Ma schen oder Perforationen des Gitters gleich, oder kleiner als 40% der Anoden- stirnfläche gewählt ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Maschen weite oder der Lochdurchmesser<B>(d)</B> bei Verwendung von Quecksilberdampf als Füllo,as kleiner oder höchstens gleich der doppelten mittleren freien Weglänge ffl gewählt wird<B>(d</B> r#- 2<B>A) .</B> <B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da- durell gekennzeichnet, dass die Maschen weite, oder der Loalldurchmesser <B>(d)</B> bei Verwendung eines beliebigen Füllgases im Verhältnis der Ionisierungsspannung dieses Gases<B>(Ex)</B> zur Ionisierungsspan- nung des Quecksilberdampfes<B>(E</B> ver grössert wird EMI0004.0020 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Gitter und Anode möglichst klein, stets aber kleiner als der 50-fache Betrag der Maschenweite des Gitters ge wählt wird.<B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, -dass der freie Durelltritt-squerschnitt zwischen den Ma schen oder Perforationen des Gitters so gewählt wird, dass die zum Unterbrechen des Anodenstromes notwendige Gitter- spannun,o, kleiner, oder höchstens gleich der an der Anode nach Löschun- des Stromes auftretenden Anodenspannung wird.<B>6.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass der freie Durchtrittsquerschnitt zwischen den Maschen oder Perforationen des Gitters so gewählt wird, dass die zum Unterbrechen -des Anodenstromes notwen dige Gitterspannung grösser als die an der Anode nach Löschen des Stromes auf tretende Anodenspannung, jedoch kleiner als die bei dem betreffenden Gas- oder Dampfdruck zur Rückzündung führende Bogenzündspannung wird.<B>7.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Schutzvor richtungen vorgesehen sind, welche im Falle einer Rückzündung mittelst Über strom- oder Überspannungsrelais die Gitterzuleitung sofort unterbrechen.
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