CH210023A - Verfahren zur Steuerung des Stromes in Entladungsplasmen und Gasentladungsgefäss zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Steuerung des Stromes in Entladungsplasmen und Gasentladungsgefäss zur Durchführung des Verfahrens.

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CH210023A
CH210023A CH210023DA CH210023A CH 210023 A CH210023 A CH 210023A CH 210023D A CH210023D A CH 210023DA CH 210023 A CH210023 A CH 210023A
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Schumann Winfried Ot Professor
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Schumann Winfried Otto Profess
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  Verfahren zur Steuerung des Stromes in Entladungsplasmen und       Gasentladungsgefäss    zur Durchführung des Verfahrens.    Versucht man, das Plasma einer Bogen  entladung mit Hilfe eines Gitters zu     steuern,     das auf     negative    Spannung geben das Plasma       gebracht        wird,    so     beobächtet    man, dass mit       anwachsender        negativer    Steuerspannung die       Brennspannung    der Röhre     allmählich    zu  nimmt bis zu einem bestimmten kritischen  Wert der     Gitterspannung        UgI@,

      bei welcher  ein plötzliches Abreissen des Stromes eintritt.  Diese Verhältnisse sind in den     Fig.    1 und 2  schematisch zur     Darstellung    gebracht, von  denen die     Fig.    1 ein Schaltbild und die       Fig.    2 ein     Diagramm    zu diesem Schaltbild  zeigt.

   Nach     Fig.    ,1     sind    beispielsweise eine  etwa mit     Quecksilberdampf        .gefüllte    Röhre 1  mit Gitter 2 und ein Widerstand R in Übli  cher Weise in den     Stromkreis    einer Batterie  E geschaltet; an die Stelle der     Batterie          könnte        selbstverständlich    auch eine Wechsel  spannung treten;

   -das     Gitter    2 liegt an einer       Hilfsspannung        U,;    diese Spannung kann in  beliebiger Weise - sei es durch     eine       Gleichstromquelle, sei es, wie beispielsweise  dargestellt, durch einen     Transformator      vermittelt werden.  



  In dem     Diagramm    der     Fig.    2 sind als  Abszisse die negative     Gitterspannung        U,,     und als     Ordinate    die     Bogenspa7"nnung    UB auf  getragen.  



  Arbeitet man zum     Beispiel    im Quecksil  berbogen     unter    einer     bestimmten    Bogentem  peratur, der     sogenannten        kritischen        Tempera-          tur,    bei deren     Überschreitung    die Steuer  wirkung     des        Gitters    2 sehr rasch ausser  ordentlich stark     verringert    wird, so kann  man die Bogenspannung UB bei einer Be  triebsspannung E von 110 V durch .die ne  gative     Gitterspannung    bis auf     etwa    50 V  steigern,

   worauf der     Strom    ziemlich     rasch     verschwindet. Der Verlauf der Bogenspan  nung UB     bezw.    des Bogenstromes     J$    ergibt  sich aus dem Diagramm der     Fig.    2, wenn  man unter der obergenannten kritischen  Temperatur bleibt, die bei weiteren     Gittern         mit     Millimetermaechenbreite    für     Quecksilber-          dampf        hei    ca. -80 bis 40   C liegt, bei     Git-          tern    mit enger Maschenweite entsprechend  höher.

   Bis zu einer gewissen Gitterspannung       U,rr,    die von der     Maschenweite,    dem Strom  usw. abhängt, lässt sich der     Bogenstrom     stetig steuern und die     Bogenspannung    UB  wächst in diesem Gebiet beim Quecksilber  bogen stetig von der Brennspannung UB,     @     (Anfangsspannung) bis auf ungefähr<B>50</B> V;  dies entspricht der     Spannung        UBK.    Geht man  mit der negativen     Gitterspannung    noch höher,  das heisst überschreitet man den     Wert        U4K.     so nimmt der Strom sehr rasch ab und ver  schwindet plötzlich in zirka einigen 10-5 Se  kunden.

   Mit andern Worten, die UB Kurve  würde bis zu dem in     Fig.    ? gezeigten Punkt  A stetig verlaufen, bei Überschreiten des  Punktes A hingegen, das heisst bei     Wachsen     der Gitterspannung     U,    über den Wert     U,.K     hinaus würde der Strom plötzlich abreissen.  Die maximal stetig erreichbare Bogenspan  nung     L'BK    ist ziemlich unabhängig von der  Maschenweite des Gitters und nimmt lang  sam mit der Spannung E im Anodenkreis  bis     etwa,    höchstens<B>70</B> bis 80     V    zu.

   Wollte  man bisher den Strom in     möglichst    weiten  Grenzen stetig steuern, so musste man eine       Anodenspannungsquelle    E wählen, die nicht  viel grösser ist, als die Spannung     UBK.    Bei  höheren     Anodenbetriebsspannungen    wird  das aussteuerbare Stromintervall immer  kleiner und der sehr rasch     verschwindende     Reststrom kann in     Selbstinduktionen,    die  sich im Anodenkreis befinden, hohe     tber-          spannung    hervorrufen, zu deren Abwehr die  bekannten     -Massnahmen    nötig sind.  



  Sowohl vom Standpunkt der stetigen       Stromsteuerung    aus, als auch vom Stand  punkt der Vermeidung von     Überspannung     im     Anodenkreis    aus, ist es also     unter    allen  Umständen sehr     erwünscht,    das letzte steile       Stück    des Stromabfalles zu     verhindern.     



  Mit andern Worten, die Erfindung strebt  an, unter     Beibehaltung    von     genügend     hohen Anodenspannungen (nach dem Aus  führungsbeispiel wesentlich über     UBK    lie  gend) zu verhindern, dass der Strom nach    Erreichung des     Punktes    A plötzlich ab  reisst.  



  Erzielt wird     dies        erfindungsgemäss    da  durch, dass nach Erreichung des     Steuer-          spannungsgebietes        (U,K),    in welchem bei  weiter anwachsender     Steuerspannung    ein  Abreissen des     .Stromes    erfolgen würde, die       Steuerwirkung    des Gitters so verringert  wird, dass der Strom beliebig langsam ver  schwindet,     bezw.    dass ein     gewünschter     konstanter Strom sich     einstellt.     



  Der Grund nämlich, warum     dieses    steile  Stück der Kurve von     A-B        (Fig.    2) auf  tritt, liegt offenbar darin, dass bei Erreichen  einer Bogenspannung vom kritischen Werte       LIBK,    wobei der     Spannungsanteil        (UBh    bis       UB,     in     unmittelbarer        Nähe    .der Gitterlöcher  liegt, der -Steuerungsmechanismus labil wird.  Die Träger-     oder        Ionendichte    in der Nähe  der     Gitterdrähte    nimmt infolge der ge  steigerten     Trägergeschwindigkeiten    ab.

   In  folge dieser     verringerten    Trägerdichte wer  den die     Ionenschichten    um die     Gitterdrähte     dicker, wodurch die     Spannung    UB noch wei  ter steigt, wodurch die Trägerdichte     wie-          derum    verringert wird mit gleichzeitiger  Zunahme der     Dickt-    der     Ionensehichten    usw.  



  Der letzte Grund dürfte also darin lie  gen. dass in diesem Stadium die Ionen  schichten um die     Drähte        äusserst    rasch in der  Dicke mit der     Gitterspannung    wachsen, und  dem     restlichen    Bogen so viel Träger ent  ziehen, dass dadurch der Strom abreisst.  



  Das     Gitter    ist also in .diesem     Zustande     sozusagen zu wirkungsvoll und man muss es  in seiner Wirkung schwächen, damit das  Abreissen des Stromes nicht eintritt.  



  Dieses ,;Schwächen" der     Gitlerwirkung    in       diesem    Zustand kann auf verschiedenen  Wegen     erfolgen,     Die Dicke der     Ionenschicht    um die  Drähte hängt ab von der     angelegten    Gitter  spannung und von der Trägerdichte des  Plasmas. Eine     Beeinflussung    beider Grössen  kann den     gewünschten    Erfolg herbeiführen.  



  Zunächst kann die Spannung am Gitter  so beeinflusst werden, dass man nach Errei  chen des     kritischen        Wertes        U,K    die gegen      das Plasma     negative        Gittempannung    wieder  abnehmen lässt, in     Übereinstimmung        mit     dem     weiteren    Abnehmen des Bogenstromes,       bezw.    dem     weÜeren    Anwachsen der Bogen  spannung.

   Je nach dem zeitlichen Verlauf  der     Gitterspannung    nach dem Durchlaufen  von     Ug.F{    kann man erreichen, dass der Strom  entweder beliebig langsam     verschwindet     oder konstant bleibt, oder bei     Wiederan-          wa.cbsen    der gegen das Plasma     negativen          Gitterspannung        wieder    zunimmt.

   Praktisch  kann dieses zum Beispiel so geschehen, dass  in den     Gitterkreis    eine     Spannung    oder eine  Spannungsbegrenzung, herrührend vom     Bo-          genstrcm    oder der Bogenspannung oder de  ren zeitlichem Anstieg oder auch von beiden  gemeinsam eingeführt     wird,    die ein Anstei  gen der gegen das Plasma negativen     Gitter-          spannung    von     U,    über     %    unter allen     Um-          stälnden    verhindern, so     :

  dass    die     Ionenschich-          ten    um die Gitterdrähte nicht     zuschnapper.     können. Da im allgemeinen der Gitterstrom  bei     konstanter        Gitterspannung    dem Bogen  strom     proportional    ist, kann eine .Strom  beeinflussung auch vom Strom eines zweiten  Gitters herrühren, das konstante Gitterspan  nung besitzt. Man kann auch den -Strom .des  Steuergitters     selbst    :dazu benützen, wenn der  Steuerstromkreis so gebaut ist, dass mit ab  nehmendem     Gitterstrom    eine genügende Er  niedrigung der ,gegen das Plasma negativen       Gitterspannung    eintritt, z.

   B. mit stromab  hängigen Widerständen. Oder man kann  auch einen     'feil    :der     Gitterstromquelle    so aus  bilden, dass deren Spannung genügend stark  vom Gitterstrom abhängt. Bei Röhren, die  mit stark veränderlichem Strom arbeiten,  wird man die     Gitterspannung    sozusagen in  zweierlei     Weisen    vom Bogenstrom beeinflus  sen müssen.

   Einmal wegen der oben     erwähn-          ten    Schwächung der gegen     das    Plasma nega  tiven Gitterspannung mit verschwindendem  Strom und zweitens,     weil    zur     gittermässigen     Beeinflussung grösserer Bogenströme auch  grössere     Gitterspannungen    erforderlich sind.  



  Beide     Strombeeinflussungen    der Gitter  spannung verlangen eine gleichsinnige Ände  rung der     Gitterspannung    mit :dem     Strom    und    man wird beide, wenn möglich, in derselben  Schaltung zu vereinigen suchen.  



  Man kann aber auch das     Steuergitter    be  einflussen durch Rückwirkung von der Bo  genspannung her oder auch durch Rückwir  kung der Spannung eines praktisch     isolier-          ten        Hilfsgitters,    das sich zwischen Steuer  gitter und Anode befindet, wobei     natürlich     mit     wachsender    Bogenspannung die     @Steuer-          gitterspannung    abnehmen     muss.     



  Auf Vermeidung von Schwingungen zum  Beispiel durch     Dämpfungswiderstäade    par  allel zu     Spulen    muss     geachtet    werden.  



  Man kann in diesen Fällen den Strom  eines     Lichtbogenrohres    bis nahe auf Null       ohne        Sprung        aussteuern.     



  Ein     zweites        Mittel,    um die Wirksamkeit  des :Steuergitters zu     beeinflussen,    ist ein       zweites        iGitter    im Bogen. Jedes frei im  Plasma     befindliohe    Steuergitter vergrössert  bei genügend grosser     angelegter    negativer       Sparnnung        durch,    die     Beschleunigung,    welche       die    Elektronen     in    der     Gitterebene    erleiden,

    und die zu einer     vermehrten        Ionisierung    im       Gitteranodenraum    führt, die Trägerdichte       zwischen        Gitter    und Anode, während die       Trägerdichte        zwischen    Gitter     und    Kathode  verhältnismässig wenig     beeinflusst        wird.     Bringt man also zwischen     iSteuergitter    und  Kathode ein     Hilfsgitter    an,

   so kann man  durch     dessen    Spannung die     Trägerdichte    des       Plasmas        zwischen    beiden     Gittern    nach Be  lieben     einstellen.    Um ein     "Zuschnappen"    der       Ionenschiehten    am     .Steuergitter    zu vermeiden.

         muss    in :der Nähe des Durchganges durch die       kritische        Gitterspannung    die negative ;Span  nung am     Hilfsgitter    so gesteigert werden,  dass die Plasmadichte am eigentlichen     :Steuer-          bitter    so stark anwächst,     da--ss    der noch vor  handene     Reststrom    nicht     abreisst,        sondern    be  liebig langsam     verschwindet,    :da ja die  Steuerwirkung jedes     Gitters    mit     steigender          Trägerdichte    abnimmt.

   Dies kann so ge  schehen,     :dass    die beiden     Gitterspannungen          zwangläufig    so gekoppelt     :sind,        dass    bei Er  reichen der kritischen     Spannung        Ugg    am       Steuergitter    die negative     iSpannung    am       Hilfsgitter    genügend rasch anwächst, wobei      natürlich auch hier Rückwirkungen seitens  des Bogenstromes oder der Bogenspannung,  wie     weiter    oben     beschrieben,    benützt werden  können.  



  Die     beschriebenen    Methoden sind     natür-          lich    nicht nur für     HK-Dampf,    sondern für  Plasmen in allen Dämpfen und     Gasen    an  wendbar bei Gleich- oder     Wechselspa,nnungs-          betrieb.     



  Es gibt ausserordentlich viele     MögAiehkei-          ten    für die     Verwircklichung    des Erfindungs  gedankens, wobei alle diese     Möglichkeiten    ge  meinsamen haben:  1. das Ansteigen der     negativen    Gitter  spannung bis     zum        Wert        LT@K,     ?.     Durchgang    durch diesen Wert mit       konstanter    Gitterspannung,  3. nach Durchgang abnehmender Span  nungsverlauf im Gitter je nach Zweck;

   man  kann, mit andern Worten, einen beliebigen  Verlauf der     Gitterspannung,    aber niemals  Überschreitung von     UgK,    das jedoch -durch  laufen werden muss, wählen.  



  In     Fig.    2 ist     beispielsweise    und     schema-          tisch    der Verlauf der Kurve der Bogenspan  nung,     bezw.    von oben gesehen, die Kurve des  Bogenstromes nach. Durchschreiten des Punk  tes A bis zu dem Punkt D gestrichelt ange  deutet.

   Daraus erhellt, dass, wenn     U,K        erreieht     war und von dem Punkt A aus die Gitter  spannung wieder abnimmt, die Bogenspan  nung     UB    wächst und der Strom     IR    allmäh  lich abnimmt; der Verlauf der Kurve     A-D     hängt davon ab, in     welchem    Masse die Gitter  spannung abnimmt; bleibt man bei einem  Wert der     Gitterspannung,    der unter     LT,.h     liegt, stehen, so erhält man einen entspre  chend     konstanten    Stromwert.  



  Selbstverständlich kann der ganze Ver  lauf der Gitterspannung vorwärts und rück  wärts auch periodisch wiederholt werden, in  dem     abwechselnd    der     Bogenstrom    auf O ver  ringert wird und dann seinen vollen Wert  erreicht und umgekehrt. In allen diesen  Fällen ist das Abreissen des Stromes vermie  den; der Strom ist in beliebigen Grenzen  stetig steuerbar.

      Um das Abreissen zu     verhindern,    kann  man zum Beispiel im Starkstromgebiet an  sich     bekannte    Relais benutzen, die beim  Durchschreiten von     UgK,        beeinflusst    vom Bo  gen- oder     Gitterstrom    oder auch von der Bo  genspannung oder der Spannung eines zwi  schen Anode und     Steuergitter    befindlichen  Hilfsgittern, das zum Beispiel über eine       Drosselspule    oder einen     Widerstand    mit der  Kathode verbunden ist, die     Gitterspannung     senken.

   Man kann auch die aus der Hoch  frequenztechnik bekannten, verschiedenarti  gen Rückkopplungen benutzen, natürlich in       Gegenschaltung.     



       Fig.    3     zeigt    zum     Beispiel    eine     Schaltung     zur Vermeidung von Überspannungen, bei       welcher    ein Kondensator C die Rückführung  der     Gitterspannung    besorgt. Statt der     Ka.pa-          zität    C kann man aber auch einen     Ohmschen     Widerstand verwenden. Die     Widerstände        r1     und     r2    dienen zur richtigen Einstellung.  



  Ist in diesem Falle der Wert     UK,    das  heisst der Punkt A     erreicht,    so hat, wie an  Hand von     Fig.    1 und 2 beschrieben, die  Anodenspannung die Tendenz, plötzlich und  stark anzuwachsen.     Dieses    Anwachsen der  Anodenspannung wirkt sich sofort über     den     Kondensator C und den Widerstand     r1    auf  das     Gitter    2 aus, und zwar in dem Sinne,  dass sich die negative Spannung des     Gitters     gegen die Kathode verringert. e ist eine  eventuell erforderliche und übliche     Vorspa.n-          nung    für     das    Gitter 2.  



  Die Ausführungsform der     Fig.    4     unter-          seheidet    sich von jener der     Fig.    3 lediglich  dadurch, dass die Verringerung der negati  ven Gitterwirkung nicht     kapazitiv,    sondern  direkt vollzogen wird. Der Vorgang ist. an       sich        derselbe;    das heisst bei Erreichung von       U,K        überträgt    sich das Anwachsen der Ano  denspannung direkt auf den Gitterkreis im  Sinne einer Verringerung der negativen  Gitterspannung.  



  Die Ausführungsform der     Fig.    5 arbei  tet zur Erreichung des gesteckten Ziels mit  einem Hilfsgitter 3     zwischen    dem Steuer  gitter ? und der Anode.     Dieses        Hilfsgitter     3 ist über einen Punkt     K    und die Wider-      stände     r,    und     r2    an der Kathode angeschlossen.  Die beiden     Gitter    2 und 3 sind gemeinsam  über den Widerstand     r2    mit der Kathode  verbunden.  



  Bei Erreichung von     Ugr,        bezw.    bei der  Tendenz, den Wert     UK    zu     übersteigen,        steigt     die     Spannung    des     Hilfsgitters    3 in dem glei  chen Masse an, wie die     Spannung    der Anode  und wirkt über den Widerstand     r2    im     Sinne          einer    Verringerung der Gitterwirkung des       Steuergitters    2 auf dieses ein.  



  Man kann aber die Anordnung der       Fig.    5 auch so treffen, dass das     Hilfsgitter     3 entbehrlich wird; in diesem Falle wäre  lediglich der Punkt     K        direkt    mit der Anode  zu verbinden,     wie    in     Fig.    5     gestrichelt    an  gedeutet.  



       Fig.    6 zeigt ein     Ausführungsbeispiel    für  eine     Anordnung,    bei welcher durch Verwen  dung     eines        Hilfsgitters    die Beschaffenheit  des     Plasmas    so     verändert    wird, dass     bei    Er  reichung von     UgR    .die     Steuerwirkung        des     Steuergitters verringert     wird.    Das Hilfs  gitter ist hier mit 4 bezeichnet und befindet  sieh     zwischen    dem     Steuergitter    2 und der  Kathode;

   es     ist    an ein Gerät 5 angeschlossen,       welches    in an     sich        bekannter    Weise so .ge  schaltet ist,     dass    die Spannung .des Hilfs  gitters 4 gegen die Kathode im     Abreiss:ge-          biet        negativer    wird.

   Die     Beeinflussung    er  folgt nach dem     gezeichneten        Ausführungs-          beispiel    sowohl in Abhängigkeit von der  Anodenspannung über einen Widerstand     r3,     als auch über einen     Widerstand    r4 in Ab  hängigkeit von     dem        Anodenstrom.    Da in  diesem Falle sowohl .das     Anwachsen    der       Anodenspannung,    als auch das     Verschwinden     des     Anodenstromes    bei direkter Verbindung  mit dem     Hilfsgitter    4 dieses positiver machen  würden,

   was wohl bei direkter Verbindung  mit dem     Steuergitter    günstig wäre     (wie     an Saud der     Fig.    3 und 4     ,gezeigt),    aber in       diesem    Falle bei Anschluss an :das Hilfs  gitter dem     angestrebten    Zweck gerade entge  gengesetzt wirken würde, muss das Gerät  5 eine an     sich        bekannte        Vorrichtung    zur       Richtungsumkehrung    dieser Wirkungen ent  halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur iSteuerung des Stromes in Entladungsplasmen, dadurch ,gekenn zeichnet, dass nach Erreichung des Steuerspannungsgebietes, in welchem bei weiter wachsender Spannung ein Ab reissen .des Stromes erfolgen würde, die iSteuerwirkun,g des Gitters so verringert wird, dass der Strom beliebig langsam ver schwindet,
    bezw. dass ein gewünschter konstanter Strom sich einstellt. II. Gasentladungsgefäss mit Gittersteuerung zur Löschung brennender Bogen, zur Durchführung des Verfahrens nach Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche die @Gittersteuerwirkung so beeinflussen,
    dass diese Steuerwirkung eine gewisse kri- tische Grenze nicht überschreitet, sondern nur bis zu dieser Grenze ansteigt und dann wieder verringert wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, d a durch gekennzeichnet, dass die Verringe rung der Steuerwirkung des Steuergitters durch Verkleinerung der am Steuergitter gegenüber dem Plasma negativen Gitter- spannung erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verringe rung der Steuerwirkung des Gitters durch ein Hilfsgitter erfolgt, welches die Plasmabeschaffenheit in der Umgebung des :Steuergitters im ;Sinne eine Verrin- gerung der ,Steuerwirkung beeinflusst.
    3. Gaseutladungsgefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver ringerung der Steuerwirkung durch Rückwirkung des Bogenstromes auf den Steuerstromkreis erreicht wird, und zwar durch Betätigung von Relais, die ihrer- seits mit Hilfsstromkreisen die am Gitter wirksame gegen das Plasma negative Spannung verkleinern.
    4. Gasentladungsgefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verringerung der iSteuerwirkung durch Rückwirkung der Bogenspannung auf den Steuerstromkreis erreicht wird, und zwar durch Betätigung von Relais, die ihrerseits mit. Hilfsstromkreisen die am Gitter wirksame gegen das Plasma ne gative Spannung verkleinern.
    5. Gasentladungs.gefäss nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet., dass die Ver ringerung der Steuerwirkung durch Rückwirkung- des Bogenstromes erreicht wird indem der Bogenstrom durch Schaltelemente dauernd so auf den Git- tersteuerkreis einwirkt, dass die ge wünschte Verkleinerung .der negativen Gitterspannung gegen das Plasma ein- tritt. 6.
    Gasentladungsgefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver ringerung der Steuerwirkung durch Rückv#-irkug der Bob aspannung erreicht wird, indem die Bogenspannung durch Schaltelemente dauernd so auf den Gittersteuerkreie einwirkt, dass die ge wünschte Verkleinerung der negativen Gitterspannung gegen das Plasma ein tritt.
    7. Gasentladungsgefä.ss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Ver ringerung der Steuen-#-irkung durch Rüekii-i:
    rkung des Bogenstromes und der Bogenspannung erreicht wird, indem der Bogenstrom und die Bogenspannung durch Schaltelemente dauernd so auf den Gittersteuerkreis einwirken, dass die ge- wün..elite Verkleinerung der negativen Gitterspannung gegen. das Plasma ein tritt.
    B. Gasentladwngsgefäss nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung eines praktisch isolierten, das heisst mit hochohmigen Widerständen im Gitterkreis arbeitenden Hilfsgitters zwi- eolien Steuergitter und Anode zur Be einflussung des Steuergitters benützt wird.
    J. Gasentladungs@gefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom eines mit konstanter Spannung be- triebenen Hilfsgitters zur Beeinflussung des Steuergitterkreises benützt wird. 10.
    Gasentla,dungsgefä.ss nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom des Steuergitters selbst zur Ver ringerung der Steuerwirkung des Steuer gitters ausgenützt wird.
    11. Gasentladungsgefäss nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstromquelle zR isehen Gitter und Kathode geschaltet und das Gitter ausserdem über Kapazität mit der Bogen anode verbunden ist. 12.
    Gasentla,dungsgefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da,ss die Steuerstromquelle zw iechen Gitter und Kathode geschaltet und das Gitter ausser dem über Widerstand mit der Bogen anode verbunden ist. 13. Gasentladungsgefäss nach Patentanspracb II, dadurch gekennzeichnet.
    dass die Steuerstromquelle zwischen Gitter und Kathode geschaltet und das Gitter ausserdem über Kapazität und Wider stand mit der Bogenanode verbunden ist.
    14. Gasentladungsgefäss nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstromquelle zwischen Gitter und Kathode geschaltet ist und die Spannung Anode-Kathode tra.nsformatoriech in den Steuerkreis eingeführt wird. 1.5. Gasentla.dungsgefäss nach Patentanspruch <RTI
    ID="0006.0123"> II. dadurch gekennzeidhnet, dass der Steuerstromkreis zwischen Steuergitter und Bogenanode geschaltet ist. 16. Gasentladungsgefäss nach Patentanspruch IL dadusch gekennzeichnet, dass ein Pol der Gitterspannungsquelle an das Gitter gelegt wird und der andere an den Ab zweigpunkt eines Spannungtsteilers zwi schen.
    Anode und Kathode. 17. Claisentla.dungsgefäss nach Patenrta.nspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass vom Bogenstrom durchflossene oder beein- flusste Widerstände oder I@nduktivitäten in den Gittersteuerkreis direkt eingeführt werden.
    EMI0007.0001 18. <SEP> Gasen.tladungsgefäss <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <tb> II, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> :dass <SEP> vom <SEP> Bo genstrom <SEP> durohflossene <SEP> oder <SEP> beeinflusste <tb> Widerstände <SEP> oder <SEP> Induktivitäten <SEP> in <SEP> den <tb> Gittersteuerkreis <SEP> trausformatorisch <SEP> einge führt <SEP> werden. <tb> 19. <SEP> Gasentla.dunggsgefäss <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <tb> II, <SEP> dadurch <SEP> gekennmichnet, <SEP> dass <SEP> ein <tb> durch <SEP> Bogenstromrüekwirkungen <SEP> beein flusstes <SEP> Hilfsgitter <SEP> :die <SEP> Plae@madiehte <SEP> am <tb> Steuergitter <SEP> so <SEP> beeinflusst, <SEP> dass <SEP> die <SEP> ge wünschte <SEP> Verringerung <SEP> der <SEP> Steuerwir kung <SEP> :
    dieses <SEP> Steuerboirtters <SEP> erreicht <SEP> wird. <tb> ?0. <SEP> G.asentladungsgefäss <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <tb> 1I, <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <SEP> dass <SEP> ein EMI0007.0002 durch <SEP> Bogenspanmungsaüo'kwirkungen <SEP> be eiuflusstes <SEP> Hilfegitter <SEP> die <SEP> Plasmadichte <tb> em <SEP> ISibeueagitber <SEP> so <SEP> beeämflusst, <SEP> dass <SEP> die <tb> @gewünsohte <SEP> Verringerung <SEP> der <SEP> 3teuer wirkung <SEP> drieses <SEP> iSteuergitters <SEP> erreicht <tb> wird. <tb> 21. <SEP> Gasenüliadüngegefäss <SEP> mach <SEP> Patentanspruch <tb> II, <SEP> dadurch <SEP> gekenn!zeiühnet, <SEP> dass <SEP> ein <tb> durch <SEP> Bogenstrom <SEP> und <SEP> Bogenspannung <tb> beeinfluss;
    tes <SEP> Hilfsgitter <SEP> die <SEP> Plasmadichte <tb> am <SEP> -Steueigitter <SEP> so <SEP> beennflusst, <SEP> dass <SEP> die <SEP> ge wünoohte <SEP> Verringerung <SEP> .der <SEP> Steuerwir kung <SEP> dieses <SEP> Steuergitters <SEP> erreicht <SEP> wird.
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