CH164370A - Vorrichtung zum Zerstäuben. - Google Patents
Vorrichtung zum Zerstäuben.Info
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Description
Vorrichtung zum Zerstäuben. Die in der Praxis bereits bekannten Zer- stäubervorrichtungen bestehen aus einem das zu verteilende Gut aufnehmenden Behälter, an welchem ein Kopf mit Luftzuführungs- kanal angeordnet ist, der an einer Seite eine freie Öffnung besitzt und an dem an der andern Seite ein Druckluftorgan angeordnet ist, womit über den Kanal Überdruck in dem Behälter erzeugt wird. Dieser Überdruck treibt den Inhalt des Behälters heraus. Als Druckluftorgan kann ein Gummiball oder eine Luftpumpe Verwendung finden.
Die Zerstäubervorrichtungen können so wohl für Flüssigkeiten, als auch für pulver förmige Körper Verwendung finden. Bei der Anwendung auf pulverförmige Körper wird durch die zugeführte Luft die nötige Auflockerung erreicht.
Diese Vorrichtungen zum Zerstäuben sind meist nicht mit einer Einrichtung ver sehen, welche einen Verschluss des Behäl ters während der Nichtbenutzung ermög licht. Solche Verschlüsse sind aber bei Ta- schenzerstäubern und dergleichen unerläss lich, um ein Austreten des Zerstäuhergutes bei anderer als bei senkrechter Lage zu ver hindern. Besonders ist dabei zu beachten, dass nicht nur ein Austreten durch die Dü senöffnung vermieden werden muss, sondern dass es auch unmöglich gemacht wird, dass Flüssigkeit in den Gummiball oder in die Pumpe gelangt.
Diese werden dadurch leicht unbrauchbar, wenn Zerstäuber auch zum Verspritzen von Desinfektionsmitteln, Gift stoffen, zum Beispiel für Schädlingsbekämp fung oder Farbaufschwemmungen Verwen dung finden.
Soweit Verschlüsse, wie Verschraubun gen, Hähne oder .dergleichen vorhanden sind. haben diese durchwegs die Nachteile, dass sie sich nicht zwangläufig bei Nichtbenut zung der Vorrichtung schliessen, oder dass sie sich durch Reibung und dergleichen, zum Beispiel in einer Handtasche, selbst lösen.
Diese Nachteile der bisher bekannten Ver schlüsse werden durch die vorliegende Erfin- dung restlos dadurch behoben, dass bei einer mit Kopf, einem Luftzuführungskanal, mit Druckluftorgan und zwei zum Behälter füh renden Kanälen versehenen Zerstäubervar- richtung .der Luftzuführungskanal einerseits und die zum Behälter führenden Kanäle an derseits in zwei zueinander verstellbaren Teilen so angeordnet sind,
dass die zum Be hälter führenden Kanäle gegenüber dem Luftzuführungskanal beim Verstellen der genannten Teile in einem oder andern Sinne geöffnet bezw. geschlossen werden.
Der den Luftzuführungskanal tragende Teil kann sowohl im, als auch am Kopf an geordnet sein; im ersteren Falle kann der Kopf selbst als Träger des Kanals ausgebil det sein.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind in beiliegender Zeichnung dargestellt: Fig. 1 zeigt einen Taschenzerstäuber in Ansicht mit teilweisem Schnitt von der Seite in Verschlussstellung;' Fig. 2 zeigt denselben von vorn mit teil weisem Schnitt in Gebrauchsstellung; Fig. 3 und 4 zeigen im Schnitt in sche matischer Darstellung Befestigungsmöglich keiten des Rohres im Kopf;
Fig. 5 zeigt Zerstäuberkopf und Rohr im Schnitt eines zweiten Beispiels für pulver förmiges Zerstäubergut; Fig. 6 zeigt als drittes Ausführungsbei spiel einen zweiteilig ausgebildeten Zerstäu- berkopf im Schnitt.
An einem Behälter 1 (Fig. 1 und 2) ist ein Kopf 2 angeordnet, der zur Aufnahme eines.als Kanal für das Zerstäubungsgut die nenden .drehbaren Rohres 3 eine Bohrung 4 besitzt. Von dieser Bohrung führen zwei Kanäle 5 und 6 in das Innere des Behälters 1. Das Rohr 3 besitzt eine Bohrung 7. Das Ende des Rohres 3, welches sich im Kopf 2 befindet, hat eine Öffnung 8, welche als Düse ausgebildet ist. Das andere Ende mün det in einem Ansatzstück 9, an welchem ein Luftdruokball 10 angeordnet ist.
In dem Rohr 3 sind zwei Öffnungen 11 und 12 so angeordnet, dass sie in der in Fig. 1 gezeichneten Stellung des Rohres ge genüber den Kanälen 5 und 6 um<B>90'</B> ver dreht sind, während in der in Fig. 2 ge zeichneten Stellung der Kanal 5 und die Öffnung 11, sowie der Kanal 6 und die Öff nung 12 ineinander einmünden.
Dadurch, dass Behälter 1 und Luftdruckball 10 .eine Stellung von 90 zueinander einnehmen müssen, wenn der Zerstäuber betriebsbereit sein soll, ist eine Zwangläufigkeit .des Ver schlusses bei Nichtbenutzung insofern gege ben, als der gesamte Zerstäuber unmöglich mit einem um<B>90'</B> abstehenden Luftdruck ball in eine Tasche gesteckt werden kann.
Infolge der starren Verbindung von Druckluftorgan 10 und Rohr 3 kann der Zerstäuber lediglich von einer Hand bedient werden. Dieser Vorteil ist gerade für Ta schenzerstäuber von grosser Bedeutung, da beispielsweise eine Dame zumeist die Tasche. aus der sie den Zerstäuber genommen 'hat, während der Bedienung festhalten muss. Durch die Erfindung ist somit einpraktisch verwertbarer "Einhand-Zerstäuber" geschaf fen worden.
Die Drehbewegung wird durch einen Stift 13, welcher sich an dem Rohr 3 befindet und sich in einer segmentartigen Aussparung 14 des Kopfes 2 bewegt, seit lich begrenzt. Zweckmässigerweise ist -der Behälter mit einer Einbuchtung versehen, die ein enges Anliegen des Balles 10 ge stattet.
Zwischen den Öffnungen 11 und 12 ver ringert sich .die Bohrung 7, wodurch eine Geschwindigkeitsvergrösserung der durch strömenden Luft erreicht wird. Die dadurch entstehende saugende Wirkung wird- durch die Öffnung 6 über ein Saugrohr 15 auf den Behälterinhalt übertragen. Das vordere Ende des Rohres 3 besitzt einen Wulst 16 (vergl. Fig. 3), wodurch ein Herausfallen des Roh res verhindert wird.
Das Verschliessen der Kanäle 5 und 6- kann auch dadurch vorgenommen werden, dass das Rohr 3 mit den Öffnungen 11 und 12 in der Längsrichtung verschoben wird. Zum Festhalten des Zerstäuberroh'res in der gewünschten Stellung dient in diesem Fall eine in Fig. 4 dargestellte Erhöhung 17, welche in im Kopf angebrachte Nuten 18 eingreift.
Eine andere Möglichkeit, das Rohr 3 in der gewünschten Stellung festzuhalten, zeigt Fig. 5. Die am Zerstäuberkopf 2 befestigte Feder 19 hält das Rohr 3 beim Einschnap pen in der Aussparung 20 in Gebrauchsstel lung fest. Beim Einschnappen in Ausspa rung 21 sind die Öffnungen 11 und 12 durch die Rohrwandung verschlossen.
Fig. 5 zeigt im Gegensatz zu den vor stehend beschriebenen Zerstäubern für Flüs sigkeit einen Zerstäuber für pulverförmige Stoffe. Nach Fig. 5 ist der im Kopf befind liche Kanal zwischen den beiden in den Be hälter führenden Öffnungen durch eine Zwi schenwand unterbrochen. Die durch den Ball oder dergleichen zugeführte Luft wird durch die dem Ball zunächst liegende Off- nun- restlos dem Behälter zugeführt, dessen pulverförmiger Inhalt durch die zweite vor handene Öffnung in den Kanal und durch die Düse nach aussen getrieben wird.
Soll dagegen der Behälterinhalt in fei nerer Verstäubung aus der Düse austreten, so findet in bekannter Weise ein Kanal Ver wendung, der zwischen den beiden in den Behälter reichenden Öffnungen keine Trenn wand besitzt. Hierdurch wird erreicht, dass ein Teil der Druckluft unmittelbar durch den Kanal dringt und injektorartig den Be hälterinhalt ansaugt.
Gemäss Fig. 5 ist die Bohrung 7 des Roh res 3 zwischen denÖffnungen 11 und 12 durch die Trennwand 22 unterbrochen, um diese Vorrichtung auch zur Feinverteilung von Puder oder dergleichen verwenden zu kön nen. Am Kanal 5 ist ein bis nahe an .den Behälterboden reichendes Luftzuführungs- rohr 23 angeordnet, um hierdurch ein gute Auflockerung des zu Gutes zu erreichen. Dagegen befindet sich am Kanal 6 kein Steigrohr, vielmehr ist der Kanal 6 etwas erweitert, um hierdurch das Austreten des aufgelockerten Pulvers zu erleichtern.
In Fig. 6 ist eine dritte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Ini Behälter 1 ist ein Kopfunterteil 25 angeord net. An diesem. ist mittelst einem geeigneten Befestigungsmittel 26 .das Kopfoberteil 27 drehbar befestigt, welches eine besondere Ausgestaltung des Kanalrohres aufweist. Zwecks besonderer Abdichtung kann die Gleitfläche 28 zwischen beiden Teilen ko nisch ausgebildet sein.
Die Bohrungen 29 und 30 des Kanals 31 finden ihre Fortset zung in den entsprechenden Bohrungen 32 und 33 des Unterteils 25 und werden durch Drehen ,des Oberteils 27 verschlossen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Zerstäuben, mit Kopf, einem Luftzuführungskanal mit Druckluft- organ und zwei zum Behälter führenden Kanälen, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftzuführungskanal einerseits und die zum Behälter führenden Kanäle anderseits in zwei zueinander verstellbaren Teilen so an geordnet sind,da-ss die zum Behälter füh renden Kanäle gegenüber dem Luftzufüh- rungskanal beim Verstellen der genanten Teile in einem oder anderem Sinne geöffnet bezw. geschlossen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Luft zuführungskana1 als bewegliches Rohr ausgebildet ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Rohr um seine Längsase drehbar ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Druck luftorgan (10) und der Luftzuführungs- kanal (3) starr miteinander verbunden sind. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass das als Ball ausgebildete Druck luftorgan (10) so am Rohr (3) angewin kelt ist, dass das erstere in Verschluss- ,stellung am Behälter (1) anliegt, in ge öffneter Stellung von diesem abspreizt. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, @dass der Behälter (1) mit einer seitlichen Einbuchtung versehen ist, die ein .direktes Anliegen des druck lufterzeugenden Organes (10) in Ver- seblussstellung gewährleistet. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass am Kopf (2) ein seg- mentartiger Ausschnitt (14) angeordnet ist, in welchem ein an dem Rohr (3) be findlicher Stift (13) sich bewegt. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- net, .dass das Rohr (3) in Richtung sei ner Längsaxe verschiebbar ist. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass .der den Luft zuführungskanal enthaltende Teil um eine zur Längsaxe des Kanals senkrecht stehende Axe drehbar ist. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch ge kennzeichnet, dass ,das vordere Ende des Rohres (3) umgebördelt ist. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 7, dadurch ge- kennzeichnet, .dass einer Erhöhung (17) auf dem Rohr (3) mehrere Vertiefungen im Kopf (18) entsprechen, die ein Fest halten des Rohres (3) in verschiedenen Stellungen gestatten. 1.1. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und<B>7,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass am Rohr (3) mehrere Vertiefungen angeordnet sind, in welche eine Feder (19) eingreift. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rohr (3) auswech selbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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