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Vorrichtung zur Bekämpfung von Schädlingen von Luftfahrzeugen aus
Zur Bekämpfung von Schädlingen, beispielsweise tierischer oder pflanzlicher Art,
ist es bekannt, Flüssigkeiten oder Trockenstoffe von Luftfahrzeugen aus über die
von den Schädlingen betroffenen Flächen auszustreuen. Man hat dabei zur Erzielung
einer genügend gleichmäßigen Belegungsdichte und genügend feiner Verteilung des
auszustreuenden Stoffes den Einbau besonderer, mechanisch angetriebener Verteidigungsvorrichtungen
für erforderlich gehalten. Versuche haben ergeben, daß solche mechanisch angetriebenen
Zerstäubungsvorrichtungen wohl für Trockenstoffe sehr vorteilhaft sind, daß aber
bei Verwendung flüssiger Stoffe solche besonderen Zerstäubungsvorrichtungen entbehrlich
sind, wenn dafür gesorgt wird, daß der ausfließende Flüssigkeitsstrahl vom Propellerluftstrom
getroffen wird, da dieser im allgemeinen genügt, um die auslaufende Flüssigkeit
genübend fein zu zerstäuben.
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Das Verteilen der Flüssigkeiten selbst geschieht, sofern dies möglich
ist, vorteilhaft unter Ausnutzung der Windverhältnisse, derart, daß beispielsweise
schmale Geländestreifen in der Längsrichtung, und zwar mit dem Wind oder gegen den
Wind beflogen und dabei mit der Flüssigkeit besprengt werden, während breite und
tiefe Geländeteile vorteilhaft längs der vom Winde zuerst getroffenen Seite beflogen
werden und die Verteilung der Flüssigkeit durch den Seitenwind erfolgt. Die Größe
und die Entfernungsdauer des Behälters und die Eigengeschwindigkeit des Luftfahrzeuges
müssen natürlich mit der Größe des zu belegenden Geländeteils und der geforderten
Belegungsdichte in Einklang gebracht werden. Die Vorrichtung zur Ausführung des
Verfahrens kann beispielsweise aus einem oder mehreren die Flüssigkeit enthaltenden
Behältern bestehen, die gemäß der Erfindung zwecks Regelung der Entleerungsdauer
schwenkbar gelagert sind, und deren am rückwärtigen Ende gelegene Auslaßöffnungen
durch besondere Vorrichtungen in der jeweiligen Schwenklage geöffnet werden können.
Die Belegungsdichte kann dabei sowohl durch Änderung der Schräglage des Behälters
als auch durch mehr oder weniger weites Öffnen der Behälterausläufe geregelt werden.
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Die Regelung der Belegungsdichte ist fernerhin derart möglich, daß
die Flüssigkeit aus einem in dem Luftfahrzeug fest gelagerten Behälter unter je
nach der gewünschten Entleerungsdauer verschieden hoch einstellbarem Gasdruck ausgelassen
wird. Diese Art der Entleerung kann dann von besonderem Vorteil sein, wenn die Art
der verwendeten Flüssigkeit z. B. wegen Giftigkeit oder Explosionsgefahr besondere
Vorsicht gebietet, da in solchem Falle Gase verwendet werden können, die gleichzeitig
einen Schutz gegen die vorliegende Gefahr bieten. Die die Flüssigkeit enthaltenden
Behälter können sowohl innerhalb des Luftfahrzeuges, beispielsweise in dem Rumpf
oder in den Tragflächen eines Flugzeuges, als auch außerhalb desselben angeordnet
sein.
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Sind die zur Schädlingsbekämpfung bestimmten Flüssigkeiten farblos,
so besteht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung in der Verwendung besonderer
farbiger Flüssigkeiten mit gleichen pysikalischen Eigenschaften,
die
gleichzeitig aus besonderen Behältern unter den gleichen Verhältnissen verteilt
werden und eine Beobachtung der fallenden Flüssigkeit ermöglichen.
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Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Ausführung
des Verfahrens.
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Abb. I und 2 stellen, teilweise im Schnitt, zwei Anordnungsmöglichkeiten
von Behältern zum Ausschütten von Flüssigkeiten von einem Flugzeug aus dar.
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Abb. 3 und 4 zeigen in Draufsicht zwei besondere Ausführungen außerhalb
eines Flugzeuges anzuordnender Behälter.
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Gemäß Abb. I ist unter dem Rumpf des Flugzeuges 2 ein windschnittig
gestalteter Behälter 3 vorgesehen, der die abzuwerfende Flüssigkeit enthält. Dieser
Behälter 3 ist vorn um die Achse 5 des Fahrgestells schwenkbar gelagert und wird
an seinem rückwärtigen Ende von einem Kabel 4 gehalten, das über Rolle 7 zu einer
Trommel 8 geführt ist und vom Führersitz 6 aus verlängert bzw. verkürzt werden kann.
Der Behälter 3 kann so je nach der gewünschten Entleerungsdauer mehr oder weniger
schräg gestellt werden. Das Entleeren des Behälters 3 erfolgt vom Führersitz aus
mittels des über die Rolle 9 zu einer Trommel Io geführten. Kabels II, das die am
Behälter angeordneten drehbaren Verschlußbügel 2I anzuheben gestattet, worauf die
bei I2 drehbar gelagerte Verschlußklappe I3 des Behälters sich bis zu einem durch
Anschlag 22 begrenzten Ausschlag öffnet. Zur Behälterentleerung können natürlich
auch andere Vorkehrungen, z. B. ein vom Führersitz aus mittels biegsamer Welle o.
dgl. zu betätigender und in seiner Öffnungsgröße einstellbarer Verschluß, dienen.
In dem vorderen oberen Teil des Behälters sind Öffnungen I4, in die gegebenenfalls
Staurohre I6 münden, vorgesehen, um die Entstehung eines Unterdruckes in dem Behälter
beim Entleeren zu verhindern bzw. um durch den Staudruck der Luft die Entleerung
des Behälters noch weiter zu beschleunigen. Der Behälter ist an seinem vorderen
Teil derart gestaltet, daß bei seiner Schwenkung keine Verengung des Raumes zwischen
Flugzeugunterseite und Behälterwand eintritt, so daß auch bei stark geneigtem Behälter
auf dessen Rückseite kein übermäßig großer, dem ordnungsmäßigen Auslauf der Flüssigkeit
störender Unterdruck auftreten kann. Die Regelung der Belegungsdichte des Bodens
kann auch unter Verzicht auf die Schwenkbarkeit des Behälters allein durch Regelung
des Auslaßquerschnittes erfolgen. Abb. 2 zeigt den Einbau eines die Flüssigkeit
enthaltenden Behälters 23 in dem Rumpf eines Flugzeuges 2. Das Entleeren des Behälters
erfolgt wieder vom Führersitz 6 aus mittels eines über die Rolle 9 zu einer Trommel
Io geführten Kabels II, durch welches der Bügel 2I von der Verschlußklappe I3 des
Behälters abgezogen und letztere zur Öffnung freigegeben werden kann. Die gewünschte
Entleerungsdauer wird bei diesem Ausführungsbeispiel dadurch eingestellt, daß auf
die Flüssigkeit ein mehr oder weniger hoher Druck von Gasen ausgeübt wird, die einer
Flasche I5 entnommen und in den Behälter 23 geleitet werden.
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Abb. 3 und 4 zeigen in Draufsicht je eine besondere Ausgestaltung
eines gemäß Abb. I anzuordnenden Behälters. Nach Abb. 3 sind zu beiden Seiten des
den Bekämpfungsstoff enthaltenden Behälters 3o zwei Kammern 3I, 3I vorgesehen, die
zur Aufnahme einer farbigen Flüssigkeit bestimmt sind, die gleiche physikalische
Eigenschaften wie die Bekämpfungsflüssigkeit besitzt und die bei gleichzeitigem
Auslaß eine Beobachtung der fallenden Flüssigkeit bis zum Boden gestattet. Gleichzeitig
wird dadurch vermieden, daß die zur Bekämpfung bestimmte Flüssigkeit durch die von
den Behälterseitenwänden ausgehenden Randwirbel in einer gleichmäßigen Verteilung
gestört bzw. gegen den Flugzeugrumpf gespritzt wird. Zu dem gleichen Zweck könnten
auch, wenn die Verwendung besonderer farbiger Flüssigkeiten nicht notwendig ist,
gemäß Abb. 4, die Ecken des Behälters nach seiner Auslaßöffnung hin abgesetzt sein,
so daß die entstehenden Randwirbel auf die Verteilung der Flüssigkeit keinen Einfluß
haben.