CH164745A - Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. - Google Patents

Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe.

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CH164745A
CH164745A CH164745DA CH164745A CH 164745 A CH164745 A CH 164745A CH 164745D A CH164745D A CH 164745DA CH 164745 A CH164745 A CH 164745A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom     mittelst     gittergesteuerter Entladungsgefässe.    Die Anwendung gittergesteuerter     Dampf-          oder        Gasentladungsgefässe    für Umformungen  von Gleichstrom in Wechselstrom empfiehlt  sich, weil sie während der Zeit der Strom  führung einen verhältnismässig kleinen Span  nungsabfall besitzen und daher auch verhält  nismässig niedrige Gleichspannungen, zum  Beispiel 220 Volt, wirtschaftlich umgeformt  werden können.

   Voraussetzung für einen  sicheren Betrieb ist dabei, dass die     Ent-          ionisierung    jeder Entladungsbahn nach einem  Stromdurchgang schnell genug vor sich geht,  das heisst das Gitter seine Sperrwirkung wie  der erlangt. Nur wenn dies erfüllt ist,     kann     das Einsetzen jeder einzelnen Entladung     mit-          telst    der     Gittersteuerung    betriebssicher be  herrscht werden. Da die     Entionisierungszeit     in der Grössenordnung von etwa     r/iooo    Se  kunde liegt, war es bisher nicht möglich,  Wechselströme höherer Frequenz, also etwa  500     Hz    und höher, zu erzeugen.

      Durch die vorliegende Erfindung     wird    es  nun bei Wechselrichtern in Reihenanordnung,  die Gegenstand des Hauptpatentes sind, er  möglicht, Wechselströme höherer Frequenz  zu erzeugen, als es     bisher    mit Rücksicht auf  die     Entionisierungszeit    möglich erschien. Er  findungsgemäss sind mehrere, vorzugsweise  eine ungerade Zahl, von phasenverschoben ge  steuerten Wechselrichtern in Reihenanord  nung vorgesehen, die auf einen und denselben  Verbraucher arbeiten. Die Steuerung der ein  zelnen Entladungsgefässe erfolgt dabei in der  Weise, dass aufeinander folgende Halbwellen  des erzeugten Wechselstromes von verschie  denen Wechselrichtern geliefert werden.

   Je  des einzelne der Entladungsgefässe wird dem  nach mit einer Frequenz gesteuert, die ein  Bruchteil der     Frequenz    des erzeugten Wechsel  stromes ist. Durch die vorliegende Erfindung  wird es somit ermöglicht, dass für jedes Ent  ladungsgefäss zwar die erforderliche Entioni-           sierungszeit    zur Verfügung steht, aber den  noch ein     Wechselstrom    genügend hoher Fre  quenz erzeugt wird.  



  Im einfachsten Falle wird man drei       Wechselrichter    in Reihenanordnung<I>A, B</I>  und C (vergleiche     Fig.    1 der Zeichnung) vor  sehen, die mit einer Frequenz gesteuert wer  den, die gleich einem Drittel der Frequenz  des erzeugten Wechselstromes ist. In bezug  auf die Steuerfrequenz arbeiten die Wechsel  richter mit einer Phasenverschiebung von  120'.     Fig.    2 der Zeichnung dient zur Er  läuterung der Wirkungsweise dieses Ausfüh  rungsbeispiels der Erfindung.  



       In        Fig.    1 der     Zeichnung    ist mit 10 ein  Gleichstromnetz bezeichnet, aus welchem ein  an die Leitungen 11 angeschlossener Wechsel  stromverbraucher über den Transformator 16  gespeist werden soll. Mit<I>A, B, C</I> sind drei  unter sich gleiche. Wechselrichter bezeichnet,  deren jeder dem Hauptpatent Nr. 150453 ent  spricht. Der     Weehselrichter    A besitzt zwei  Entladungsgefässe 13 und 17, von denen das  erstere     mit    seiner Anode am positiven Pol,  das letztere mit seiner Kathode am negativen  Pol des Gleichstromnetzes 10 liegt.

   In der       Verbindungsleitung    zwischen der Kathode  des ersteren und der Anode des letzteren Ge  fässes liegt eine Drosselspule 14, an deren       Mittelpunkt    ein Kondensator 12 angeschlos  sen ist. Die Gitter der beiden Entladungs  gefässe liegen über die     Gittervorspannungs-          quellen    42 und 43 an zwei getrennten Se  kundärwicklungen 36 und 37 eines Gitter  transformators 33, welcher im Gebiete hoher       Sättigung    arbeitet.

   Die Spannung für den  Transformator     33        wird    von der Sekundär  wicklung 28 eines Zwischentransformators 27       geliefert,    welcher von einer     @echse@span-          nungsquelle    26 gespeist wird. Der mit der  einen Klemme an die Drosselspule 14 ange  schlossene Kondensator 12 liegt mit der an  dern Klemme an der Primärwicklung 15 des  Arbeitstransformators 16. Die Schaltung der  beiden andern Wechselrichter B und C       stimmt        mit        derjenigen    des Wechselrichters A  in allen Einzelheiten überein. Ein Unter-    schied besteht lediglich in dein Anschluss für  die Primärwicklung der Gittertransformato  ren 34 und 35.

   Diese sind an je eine aus  den Widerständen 29     bezw.    31 und den Kon  densatoren 30     bezw.    32 bestehende     Span-          nungsteilerschaltung    angeschlossen, die der  art bemessen ist, dass die Transformatoren     33     bis 35 Spannungen erhalten. die gegenein  ander um 120 elektrische Grade, gemessen  an der Frequenz der     Wechselstromquelle    26,  phasenverschoben sind.  



  Die Wirkungsweise der     Einrichtung    soll  anhand der     Fig.    2 erläutert werden. In       Fig.   <I>2, a, b, c</I> ist durch die punktierten Sinus  linien die an den     Primärwicklungen    der       Gittertransformatoren        33    bis 35 liegende  Spannung angedeutet. Durch die bereits er  wähnte Eisensättigung der Gittertransforma  toren wird die     sinusförmige    Kurve     derart     verzerrt, dass in der Mitte jeder Halbwelle  eine stark ausgeprägte Spannungsspitze ent  steht.

   Diese wirkt im Zusammenhang mit den       Gittervorspannungsquellen    42 bis 47 derart,  dass die     Entladung    in jedem Gefäss jeweils  in einem Zeitpunkt einsetzt, der um 30 elek  trische Grade vor dem Maximum der betref  fenden     Gitterspannungsspitze    liegt. Zündet  beispielsweise - das Entladungsgefäss 13, so  kommt ein     Aufladestromkreis    über dieses  Entladungsgefäss und die linke Hälfte der  Drosselspule 14 für den Kondensator 12 zu  stande, der demgemäss die Spannung der  Gleichstromquelle 10 annimmt.

   Die Grösse  der     Induktivität    14 und des Kondensators 12  sind dabei derart bemessen, dass ungefähr  innerhalb 60 elektrischer Grade nach dem  Zeitpunkt der Zündung der Strom     wieder     auf den Wert Null abgeklungen ist. Der  Ladestrom muss dabei offenbar ein Maximum  durchlaufen und besitzt also annähernd die  nestalt einer     Sinushalbwelle.    In     Fig.    2 a  ist dieser Ladestrom als ausgezogene Kurve  eingezeichnet. Die     Ioneriraumladung    in dem  Gefäss 13, die unmittelbar . nach dem -Er  löschen der Entladung noch vorhanden ist.  kommt nun langsam zum Verschwinden.

   Die  nächste Halbwelle wird von dem Gefäss- 20  des Wechselrichters B gebildet, und zwar      durch     Entladung    des     Kondensators    18 über  die rechte Hälfte der Drosselspule 2-1 und  das Entladungsgefäss 20. Die     Ladung    des  Kondensators 18 wurde zu einem Zeitpunkt.  der<B>180</B> elektrische Grade vor dem Auftreten  der     Gittespannungsspitze        ani    Gefäss 20 liegt,  gebildet, und zwar durch eine Entladung in  dem Gefäss<B>19.</B> Für die Kurvenform dieser       nebativen    Halbwelle gilt dasselbe wie für den  vorher von dem Gefäss 13 gebildeten positi  ven Stromstoss     (Fig.    2     b,    ausgezogene Kurve).

    Nach Erlöschen der Entladung in     dem    Gefäss  20 zündet das Gefäss 23 und der Konden  sator 22 wird auf die     Spannung    der Gleich  stromquelle aufgeladen. Auch bezüglich der  Kurvenform dieses Ladestromes gilt das bei  der Ladung des     Kondensators    12 Gesagte       (Fig.    2 c, ausgezogene     Kurve).        Nunmehr    hat  die an dem Wechselrichter     _1    liegende     Gitter-          spannung    ihre Polarität gewechselt und das       CTefäss    17 wird gezündet.

   Der Kondensator  12, dessen     Ladevorgang    anfänglich eingehend  beschrieben ist. entlädt sich nun über die  rechte Hälfte der Drosselspule 14 und dieses       Entladungsgefäss.    Der Entladungsstromstoss  hat dieselbe Kurvenform wie der Ladestrom,  aber entgegengesetzte Polarität und ist da  her in der     Fig.    2     cc    nach unten     aufgetragen.     Es folgt nun ein neuer     Ladestromstoss    für  den Kondensator 18 und ein neuer Entlade  stromstoss für den Kondensator 22     usf.     Da die Ladeströme sowohl.

   wie die Entlade  ströme der Kondensatoren 12, 18 und 22  alle über die Primärwicklung 15 des Arbeits  transformators 16 fliessen, ergibt sich für den  dem     Wechselstromverbraiieher    zugeführten       Strom    eine aus den verschiedenen Lade- und       Entladeströmen    zusammengesetzte Kurve,  das heisst angenähert eine     Sinuslinie        (Fig.2e).     Jedes einzelne Entladungsgefäss.

   beispiels  weise das Gefäss 13, bleibt dabei während  je nahezu 360 elektrischer Grade (gemessen  an der Frequenz der      Techselstroinquelle    26)  in Ruhe, seine     Ionen-Raumladung    kann da  her abklingen, während andere     Entladungs-          gefässe    in Betrieb sind.

   Mit einer derartigen  Einrichtung lässt sich offenbar eine höhere  Frequenz erreichen als bei     Verwendung        111111       zweier     Entladnngsröhreil    unter     BerÜcksich-          tigung    der notwendigen<B>Ei</B>     ntionisierungszeit.     Um eine möglichst günstige Kurvenform auf  der     Wechselstromseite    zu erhalten, ist es  zweckmässig. die Frequenz dieses Wechsel  stromes, die von der     C-rrösse    der     Induktivitäten     14, 21, 25 und den Kapazitäten 12.

   18, 22  der     Wechselrichter    abhängt, zu einem unge  raden ganzen Vielfachen der Frequenz der       GitterspannLingsquelle    26 zu wählen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Umformung von Gleich strom in Wechselstrom mittelst gitter gesteuerter Entladungsgefässe, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mehrere Wechselrichter mit Dampf- oder Gasentlatliingsgefä:ssen ent hält, welche einzeln eine mit dein Belastungs kreis in Reihe liegende Kapazität auf\veisen, die durch den Gleichstromkreis über ein Ent ladungsgefäss geladen und über ein zweites Entladungsgefäss entladen wird, und dass die Wechselrichter derart gesteuert werden, class aufeinander folgende Halbwellen des erzeug ten Wechselstromes von verschiedenen Wech selrichtern geliefert werden.
    U N TERAN SPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine ungerade Anzahl von Wechselrichtern. ?. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass jeder einzelne Wechselrichter eine Steuerspannung er hält, deren Frequenz gleich der Frequenz des erzeugten Wechselstromes dividiert durch die Anzahl (n) der Wechselrichter ist, und da.ss die Phasenverschiebung zwi schen den Steuerspannungen je zweier Wechselrichter EMI0003.0061 oder ein Vielfaches davon beträgt. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die den Gitter kreisen der einzelnen Entladungsgefässe zugeführten Steuerwechselspannungen eine wenigstens annähernd spitze Wellenform besitzen. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die den Gitter kreisen der einzelnen Entladungsgefässe zugeführtenSteuerwechselspannungen einer gemeinsamen Wechselstromquelle über Pha- seneinstellvorrichtungen entnommen wer den.
    5. Einrichtung nach Unteransprucl. 2, da durch gekennzeichnet, dass in die Gitter kreise ausser einer Steuerwechselspannung eine Vorspannung eingefügt ist.
CH164745D 1930-04-17 1931-11-11 Einrichtung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. CH164745A (de)

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