CH164861A - Verfahren zur Herstellung von Schummerungsplatten für kartographische Zwecke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schummerungsplatten für kartographische Zwecke.

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CH164861A
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  Verfahren zur Herstellung von     Schummerungsplatten    für kartographische Zwecke.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren, welches die heute immer  noch zeitraubende und teure Handarbeit bei  Herstellung von     Schummerungsplatten    für  Landkarten durch ein photomechanisches  Verfahren ersetzen soll. Die grossen Vorteile  dieses Verfahrens liegen in der einfachen  Handhabung,     Einsparung    der hohen Kosten  und äusserster Präzision durch einfache photo  mechanische Übertragung.

   Man hat bereits  versucht, durch Bestrahlung eines Reliefkör  pers die Tonwerte der Böschungen photo  graphisch festzulegen und für     Schumme-          rungsplatten    zu     verwerten,    ist aber noch zu  keinem befriedigenden Ergebnis gekommen.  Denn es handelt sich nicht nur allein darum,       die    richtigen Tonabstufungen des jeweiligen       Böschungsgrades    festzuhalten, sondern es  dürfen auch durch die photographische Auf  nahme keinerlei     Verzerrungen    eintreten, da  mit die     -8chummerungsplatte    mit der Situa  tionskarte zur haarscharfen Deckung ge  bracht werden kann.

      Durch die vorliegende Erfindung wird  nun beides erreicht und die :den früheren  Verfahren anhaftenden Mängel beseitigt,  und zwar ,dadurch, dass ein als Vorlagedie  nender Reliefkörper nicht mit :divergierenden,  einen Strahlenkegel bildenden Strahlen, son  dern mit Parallelstrahlen belichtet wird, wo  bei die zurückgeworfenen Strahlen in einer       Plankonvexlinse    gesammelt und als Strahlen  bündel einem     phtographischen    Aufnahme  apparat     zugeführt    werden.  



  Durch die Gegenüberstellung der beiden  schematischen     Fig.    1 und 2 soll -die Beleuch  tungsart und deren Wirksamkeit klar ge  macht werden.     Fig.    1     zeigt    die Unbrauch  barkeit der gewöhnlichen von einer     punkt-          förmigen    Lichtquelle ausgehenden Strahlen.

         In    diesem Fall würden nur die senkrecht auf  fallenden     Lichtstrahlen    im Mittelpunkt des  Reliefs richtig sein,     während    die Lichtstrah  len nach der Peripherie zu an Intensität ab  nehmen     bezw.    den     Reliefformen        entsprechend     in verschiedenen     unrichtigen    Winkeln auf-      fallen. Zum Beispiel fallen bei a die Licht  strahlen im spitzen     Winkel    auf,     r    während  diese     senkrechte    Fläche überhaupt nicht .ge  troffen werden dürfte.

   Dagegen fallen     die     Strahlen bei b in ähnlichem spitzen Winkel  auf, obwohl sie hier im Gegensatz -zu a im  rechten Winkel auffallen und damit ihre  grösste Wirksamkeit entfalten müssten. Bei  c fallen die Strahlen fast im rechten Winkel  auf, während sie hier in entsprechendem  spitzen Winkel auffallen müssten. Man ver  gleiche nun damit     Fig.    2. Es ergibt sich hier  aus, dass die     richtige    Bestrahlungsart nur  allein durch eine Parallelprojektion zu er  zielen ist, wie sie     in.        Fig.    2     .dargestellt    ist.

    Nur bei dieser     Belichtung    fallen die Licht  strahler in ,dem Winkel auf, in .dem sie ana  log der Gestaltung des Reliefs auffallen müs  sen und können nur so die Wirksamkeit ent  wickeln, die zur Erreichung der richtigen  Tonwerte nötig ist. _  Um das mit Tonwerten versehene Relief  nun vollkommen urverzerrt photographisch  aufnehmen zu können, wird das Relief     mit-          telst    einer     Plankonveglinse    gewissermassen  in eine Fläche versetzt und     sodann    .durch eine  photographische Kamera auf eine     Platte    ge  bracht.  



  Eine     Steigerung    der Wirkung lässt sich  dadurch     erreichen,    dass die     Parallelstrahlen     entsprechend ihrer auszuübenden Wirksam  keit gewissermassen abgeblendet werden, was  dadurch geschehen kann, dass ein von     dem     Relief durch photographische Aufnahme her  gestelltes Negativ     durzh    Kontaktabdruck in  ein Diapositiv umgewandelt und dieses durch  Versetzen vor :die Lichtquelle in den Strah  lengang     eingeschaltet    wird.

   Dadurch wer  den die Tonschatten auf dem Relief vertieft,  so     daB    eine von diesem aufgenommene  photographische Platte eine ausserordentlich  scharfe Abgrenzung der     Licht-    und Schatten  partien zeigt.     Praktisch    wird dadurch er  reicht, was     Fig.    3 und 4     erläutern.     



       Fig,    3 zeigt im Schnitt die Verzerrungen,  welche die Aufnahme enthält,     wenn    sie  direkt vom     Relief    gemacht würde, während       Fig.    4 zeigt, wie die     Aufnahme    ausfällt,    wenn     jdas    Relief, wie oben beschrieben, vor  erst durch eine     Plankonveglinse    in die Fläche  versetzt wird. Diese Aufnahme stimmt mit  dem Original genauestens überein. In     Fig.    5  sind beide Schnitte aufeinander gelegt, um  ,die grossen Abweichungen mit aller Deut  lichkeit vor Augen zu führen.  



  Um den durch .das Verfahren erzielten  Effekt an einem einfachen Beispiel zu erläu  tern, wurde in     Fig.    6 und 7 eine abge  stumpfte Pyramide gewählt.     Diese    demon  striert wohl am deutlichsten die beabsichtigte  Wirkung dadurch,     dass    die Seitenflächen der  abgestumpften Pyramide A in     Fig.    6 genau  in den kegelförmigen Strahlengang B des  aufzunehmenden Objektivs C gelegt sind.  Wie     Fig.    6 weiter zeigt, fallen bei dieser  Aufnahme die obere und untere Fläche zu  sammen, obwohl die obere Fläche bedeutend  kleiner ist als :die untere.

   Man wird auf der  Mattscheibe     D    des photographischen Appa  rates nicht erkennen können, ob eine vierkan  tige Säule, eine Pyramide oder überhaupt  nur eine Fläche aufgenommen wurde. Die  Pfeilrichtung gibt die Blickrichtung an und  E das auf der Mattscheibe     bezw.    Negativ  platte erscheinende Bild.  



  Wesentlich anders ist es bei     Fig.    7, wo  dieselbe     abgestumpfte    Pyramide     I'    unter       Zwisehensehaltung    einer     Plankonveglinse    11  aufgenommen     und    .dann erst an das Objek  tiv J .des photographischen Apparates weiter  geleitet wird. Der Körper     wird    gewisser  massen in "eine Fläche" versetzt.

   Durch hie  Zwischenschaltung der Linse erscheint der  Körper     in    seiner richtigen geometrischen  Darstellung, nämlich die obere Fläche im  richtigen Verhältnis kleiner als die untere  und man     kann        in.    der Blickrichtung des Pfeils  deutlich die abgestumpfte Pyramide     wieder-          .erkennen,    wie auch das Bild     g    auf der Matt  seheibe L zeigt.  



  In     Fig.    8 ist die     Bestrahlungs-    und Auf  nahmevorrichtung in einem Ausführungsbei  spiel dargestellt. In derselben stellt     !1    das  aufzunehmende Objekt mit vorgeschalteter  optischer Einrichtung, B die Beleuchtungs  einrichtung und C die     Aufnahmevorrichtung         dar, und zwar bezeichnet     A1    das aufzuneh  mende Relief.

   Die Strahlen der Lichtquelle       B1,    die durch den Kondensator     Bz    und Pro  jektionslinse     B,    auf die     Plankonvexlinse        Az     auftreffen, werden :durch diese in Parallel  strahlen verwandelt, die auf das zu belich  tende Relief A fallen. Die zurückgeworfenen  Strahlen werden in der     Plankonvexlinse    wie  der zu einem Strahlenbündel vereinigt und  durch einen schräggestellten Spiegel     C2    in       die    Aufnahmekamera     Cl    geworfen.

   Zur Ver  stärkung der Tonwerte des Reliefs kann von  dem bei der Aufnahme erhaltenen photo  graphischen Negativ durch     Kontaktahdrucke     ein Diapositiv hergestellt werden, das dann  im     Diapositivhalter     &  der Lichtquelle vor  geschaltet wird, worauf eine zweite Auf  nahme     .stattfinden    kann, die :dann eine photo  graphische Platte mit wesentlich verstärkten  Licht- und Schattenpartien ergibt, die als  Druckplatte     Verwendung    findet.  



       Dass    Verfahren kann auch derart ausge  führt werden,     dass    man zunächst von dem  hinter der     Plankonvexlinse    A, angeordneten  Relief ein photographisches Negativ und  durch Kontaktdruck von diesem ein Diaposi  tiv herstellt. Hierauf wird das Relief mit  einer lichtempfindlichen Schicht überzogen  und     :das    photographische Diapositiv vor der  Lichtquelle eingeschaltet. Das nunmehr eine  photographische Platte darstellende Relief  wird     belichtet    und entwickelt, so dass das  selbe ein mit verstärkten Tonwerten     ver-          sehenes    Negativ ergibt.

   Von demselben kön  nen direkt     Diapositivplatten    mittelst photo  graphischer Aufnahme hergestellt werden,    die die auf dem entwickelten Relief erzeug  ten     Helligkeitsunterschiede,    die :durch das  Vorschalten eines Diapositivs besonders ver  stärkt worden sind, aufs Genaueste wieder  geben.  



  Zusammengefasst bestehen die     Vorteile     des Verfahrens in grösster Präzision bei ein  fachster Handhabung, Erreichung richtiger       Tonwerte,    bedeutender     Verbilligung    und       Zeitersparnis    gegenüber dem bisher ge  bräuchlichen     Verfahren    der     Handschumme-          rung    oder sonstigen photomechanischen Ver  fahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schumme- rungsplatten für kartographische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Vorlage benutztes Relief mit Parallelstrahlen belich tet wird, wobei,die zurückgeworfenen Strah len in einer Plankonvexlinse gesammelt und als Strahlenbündel einem photographischen Aufnahmeapparat zugeführt werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Relief zur Ver stärkung der Helligkeitsunterschiede durch ein Diapositiv belichtet wird. 2. Verfahren nasch Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem licht empfindlichen Überzug versehenes Relief verwendet wird.
CH164861D 1931-04-20 1932-04-07 Verfahren zur Herstellung von Schummerungsplatten für kartographische Zwecke. CH164861A (de)

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