CH164955A - Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Leitung mit nichtmetallischer Bewehrung. - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Leitung mit nichtmetallischer Bewehrung.

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CH164955A
CH164955A CH164955DA CH164955A CH 164955 A CH164955 A CH 164955A CH 164955D A CH164955D A CH 164955DA CH 164955 A CH164955 A CH 164955A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Leitung mit nichtmetallischer       Bewehrung.       Im Hinblick auf die Nachteile metal  lischer Panzerungen von elektrischen Kabeln  und Leitungen wurde bereits versucht, die  Bewehrung aus nichtmetallischen     Stoffen     herzustellen. So ist beispielsweise vorgeschla  gen worden, als Bewehrung mit Masse ge  tränkte Bänder zu verwenden. Ein mit einer  solchen Bewehrung versehenes Kabel zeigt  zwar eine genügende Biegsamkeit, ist aber  gegen mechanische Beschädigungen nicht  hinreichend geschützt. Ausserdem wird bei  Erwärmung des Kabels die     Tränkmasse    -der       Bewehrungsbänder    leicht in tropfbar flüs  sigen Zustand übergeführt, so dass sie nach  aussen abfliessen kann.

   Dadurch wird aber  nicht nur die mechanische Festigkeit der Be  wehrung vollständig beseitigt, sondern auch  das Eindringen von Feuchtigkeit in die  Kabelisolation gefördert und damit die Iso  lationsfestigkeit des Kabels erheblich herab  gesetzt.    Ein weiterer Vorschlag geht dahin, als  Bewehrung     hartvulkanisierte    Fiber in vor  geformten Bändern überlappend auf die       Leiterisolation    aufzuwickeln. Abgesehen da  von, dass die     Fiberbänder    für diesen Zweck  vorgeformt     werden    müssen und das Auf  bringen auf die Kabelseele erhebliche Schwie  rigkeiten bereitet, wird auch die Biegsamkeit  einer solchen Leitung in so     erheblichem    Masse  beeinträchtigt, dass die Leitung praktisch  nicht verwendbar ist.

   Hinzu kommt noch,  dass hartvulkanisiertes Material gegen. mecha  nische     Beanspruchungen    sehr empfindlich ist  und leicht bricht.  



  Die Erfindung betrifft ein     Verfahren    zur  Herstellung einer elektrischen Leitung mit  nichtmetallischer Bewehrung aus auf die  Leitung gewickelten getränkten Faserstoff  bändern, bei dem die     Schwierigkeiten    der be  kannten Verfahren beseitigt sind, und durch  das Leitungen mit nichtmetallischer Beweh-           rung    hergestellt werden können, die allen an  sie zu stellenden Forderungen genügen. Ge  mäss der Erfindung werden     @    die auf die Lei  tung     aufzuwickelnden        Faserstoffbän@der    mit  Kunstharz getränkt, alsdann     aufgewickelt     und schliesslich gehärtet.

   Vorteilhaft werden  die Bänder     während    des     Aufwickelns    aus  mehreren einzelnen     Bändern    durch Überein  anderschichten gebildet, indem die von meh  reren Spinntellern abgezogenen Einzelbänder  auf die     Leitung    derart aufgewickelt werden,  dass alle zu einem     Bewehrungsband    gehörigen  Einzelbänder an der gleichen Stelle auf die  Leitung auflaufen und unter Zuhilfenahme  von Hitze und vorteilhaft auch Druck ver  einigt und gehärtet werden.

   Besonders zweck  mässig ist es, die einzelnen getränkten Faser  stoffbänder nach dem Abziehen von den  Spinntellern in einem Nippel oder in einer  Düse zusammenzufassen und     übereinander-          zuschichten,    weil hierdurch mit     Sicherheit     erreicht wird, dass sämtliche Bänder an der  gleichen Stelle auf die Leitung auflaufen.  



  Als Kunstharz zum Tränken der Faser  stoffbänder benutzt man vorteilhaft ein sol  ches, das bei     Temperaturen    von etwa 120       C     oder bei diesen     Temperaturen    und Drücken  von mehr als 2,5     Atm.    erhärtet.

   Dadurch  wird der Vorteil erzielt, dass     gleichzeitig    mit  der Härtung des Kunstharzes bei gummi  isolierten Leitungen     und    Kabeln die     Vul-          kanisation    des vor- oder     unvulkanisierten          Gummis        stattfinden    kann.     Eine    vorherige       Vulkanisation    der Gummiisolierung kann  also- fortfallen, wodurch ein     Arbeitsgang    bei  der Herstellung der Leitung erspart wird.  



  Die mit Kunstharz getränkten Faserstoff  bänder können nach Art der bekannten Be  wehrung -in einer Lage mit geringem Zwi  schenraum zwischen den     Windungen    auf der  Leitung aufliegen. Sie können aber auch in  mehreren Lagen in offenen Schraubenwin  dungen so aufgebracht sein, dass die Lücken  der untern Lagen jeweils durch die Bänder  der     darüberliegenden    Lage überdeckt werden.  Die Bänder werden zweckmässig in Faser  stoffschichten eingebettet, die mit Bitumen,  Teer oder dergleichen getränkt sind.

   Wenn    man auch bei mit getränktem Papier isolier  ten Kabeln auf einen     Metallmantel,    zum Bei  spiel einen Bleimantel, im allgemeinen nicht  verzichten wird, so kann bei den beispiels  weise     genannten,    mit Gummi isolierten  Adern der bisher übliche Metallmantel in der  weitaus grössten Anzahl .der Fälle     fehlen,    da,  wie sich gezeigt hat, die Leitungen sowohl  gegen mechanische Beanspruchungen, als  auch durch das     Zusammenwirken    der Be  wehrung mit den     bitumengetränkten    Faser  stofflagen gegen Feuchtigkeit und Korrosion  ausreichend geschützt sind.

   Bei für     feue--          gefährdete    Bäume     bestimmten    Leitungen  können die     Faserstoffschichten    in bekannter  Weise mit nichtbrennbaren Massen, zum Bei  spiel hochchlorierten     Kohlenwasserstoffen,     getränkt werden. Gegebenenfalls können auch  die     Faserstoffschichten    ganz oder zum Teil  aus Asbest hergestellt werden, wodurch die  Feuerbeständigkeit der Leitung erhöht wird.  



  Die Zeichnung veranschaulicht Ausfüh  rungsbeispiele der neben dem Verfahren  ebenfalls Gegenstand der Erfindung bilden  den Leitung. In     Fig.    1 ist 1 der Leiter, 2  die Gummiisolierung des Leiters und 3 ein  auf die Gummiisolierung des Leiters auf  gewickeltes     Gewebeband.    Hierüber     liegen     eine oder mehrere mit Bitumen getränkte       Faserstofflagen    4. Über diesen liegt ein mit  Kunstharz getränkter und gehärteter Faser  stoffstreifen 5 in offenen Schraubenwindun  gen     mit    geringem Zwischenraum als Beweh  rung für die Leitung. Als weiterer Schutz  des Kabels sind über der Bewehrung Faser  stoffumhüllungen 6, die mit Teer, Asphalt  oder Bitumen getränkt sind, angeordnet.  



  In der     Fig.    2 ist 11 der Kabelleiter, 12  die Gummiisolierung und 13 ein über der  Gummiisolierung     angeordnetes    Gewebeband.  Über diesem liegen mehrere     Fasersto-ff-          schichten    14, die mit Bitumen oder Teer  getränkt sind. Als Bewehrung für die Lei  tung sind zwei Lagen 15 und 16 von     Fa-ser-          stoffbändern,    die mit Kunstharz getränkt  und gehärtet sind, vorgesehen.

   Die die Lagen  15 und 16 bildenden     Faserstoffbänder    sind in       offenen        Schraubenwindungen    so aufgewickelt,      dass' die Lücken der     Faserstofflage    15 durch  das die     Faserstofflage    16 bildende Band über  deckt werden. Hierüber liegen wiederum       Faserstoffschichten    17, die mit Teer oder  Asphalt durchsetzt sind.  



  Die nach dem Verfahren gemäss der Er  findung hergestellten Leitungen haben ausser  den bereits genannten Vorteilen noch den  Vorzug, dass sie gleichzeitig eine hohe     Stei-          figkeit    und dennoch eine ausreichende Bieg  samkeit besitzen. Sie können also, wie  dies insbesondere für Installationsleitungen  wesentlich ist,     leicht    gebogen werden, ohne  jedoch im verlegten Zustande, wie .die be  kannten     Bleimantelleitungen,    durchzuhängen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Herstellen einer elektri schen Leitung mit nichtmetallischer Beweh rung aus auf die Leitung gewickelten ge tränkten Faserstoffbändern, dadurch ge kennzeichnet, dass die Faserstoffbänder mit Kunstharz getränkt, alsdann aufgewickelt und schliesslich gehärtet werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bänder aus mehreren einzelnen Bändern durch Über einanderschichten während des Auf wickeIns gebildet werden, indem die von mehreren Spinntellern abgezogenen Ein- zelbänder auf die Leitung derart auf gewickelt werden, dass alle zu einem Be- w-ehrungsband gehörigen Einzelbänder an der gleichen Stelle auf die Leitung auf laufen, worauf .sie unter Zuhilfenahme von Hitze und von Druck vereinigt und ge härtet werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kunstharz zum Tränken der Faserstoffbänder ein solches verwendet wird, das bei Tempera turen von etwa 120 bis 150 C erhärtet. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass als Kunstharz zum Tränken der Faserstoffbän.der ein solches verwendet wird, das bei Tempera turen von etwa 120 bis 150 C und bei Drücken von mehr als 2;5 Atm. erhärtet.
    PATENTANSPRUCH II: Elektrische Leitung mit nichtmetallischer Bewehrung aus auf die Leitung gewickelten getränkten Faserstoffbändern, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis<B>3</B>.
CH164955D 1931-07-29 1932-07-18 Verfahren zum Herstellen einer elektrischen Leitung mit nichtmetallischer Bewehrung. CH164955A (de)

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