Vorrichtung zur Herstellung röntgenographischer Aufnahmen. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung röntgenographischer Auf- nabrnen, welche ein mit einem strahlen empfindlichen Organ versehenes Messgerät, dessen Zustandsänderung unter der Wirkung der Röntgenstrahlen an der Anzeigevorrich tung dieses Messgerätes ablesbar ist, aufweist.
Bei dieser Vorrichtung wird das strahlen empfindliche Organ des Messgerätes, dessen jeweiliger Zustand an der Anzeigevorrich tung dieses Messgerätes ablesbar ist, bei einer Durchstrahlung des Objektes in den Bereich der Röntgenstrahlen gebracht. Mit Hilfe der vorgenannten Anzeigevorrichtung wird der 'Leitpunkt der günstigsten Plattengrund schwärzung bei röntgenographischen Auf nahmen festgestellt.
Dieser Zeitpunkt ist in erster Linie von der Grösse der Absorption des durchstrahlten Objektes abhängig. Hat das Objekt ein sehr grosses Absorptionsver mögen, so muss die Röntgenröhre zur Er- zielung der günstigsten Plattengrundschwär- zung sehr lange belastet werden.
Die Erfindung besteht darin, dass eine mit einer Schaltuhr versehene Sicherheitsvor richtung vorgesehen ist, durch welche kurz vor oder bei Überschreitung der höchstzu lässigen Belastungsdauer der Röntgenröhre diese Röhre selbsttätig abgeschaltet wird. Diese Vorrichtung bietet den Vorteil, dass eine Zerstörung der Röntgenröhre durch LTberlastung in dem Fall, dass ein Objekt mit sehr grossem Absorptionsvermögen durch strahlt wird, sicher verhütet ist.
Auf der Zeichnung ist eine nach der Er- findung hergestellte Vorrichtung schematisch als Ausführungsbeispiel dargestellt.
An eine mit einem Wechselstromnetz ver bundene Stromzuführungsleitung 14 ist ein Hochspannungstransformator mit der Primär spule 15- und der Sekundärspule 16 ange schlossen, durch den eine Glühkathoden- röntgenröhre 17 gespeist wird. Die von der Röntgenröhre 17 ausgehende Strahlung durchsetzt das Aufnahmeobjekt 18 und trifft dann die Kassette 19, welche den licht empfindlichen Film oder die Platte enthält.
Im Strahlengang der Röhre 17 hinter dem Objekt 18 und der Kassette 19 befindet sich auch die ionimetrische Kammer 20, deren isolierte Elektrode 21 mit dem elektro- rnetrischen Messinstrument 22 in Verbindung steht, während der die andere Elektrode bil dende Mantel 23 der Kammer geerdet ist.
Mit der Elektrode 21 dieses ionimetrischen Systems ist eine mit dem einen Pol geerdete Elektrisiermaschine 24 verbunden, durch die der isolierten Elektrode 21 eine negative La dung erteilt werden kann, deren Spannung an der Skala 25 des Elektrometers 22 abzu lesen ist. Mit der Elektrode 21 ist ferner bei 26 der eine Pol eines nicht dargestellten Drehkondensators verbunden, dessen anderer Pol geerdet ist.
Wird nim die geladene Ionisationszelle 20 von den- Röntgenstrahlen getroffen, so wird die Luft in dieser Zelle ionisiert und eine der Strahlungsenergie entsprechende Elektri zitätsmenge abgeleitet, so dass die vom Elektrometer 2-2 angezeigte Spannung erst sprechend dieser abgeführten Elektrizitäts menge und der Kapazität des Systems fällt.
Bei der Benutzung des beschriebenen ioni- rnetrischen Messgerätes wird mittelst dieses Gerätes zunächst eine Platte der in Aussicht. genommenen Plattensorte geeicht. Bei der Aufnahme wird die Zelle 20 unter Zwischen- sehaltung der Kassette 19 hinter das Objekt 18 gebracht, wobei die Zelle an einem Fenster eines Trägers für die zu belichtende Platte abnehmbar befestigt ist.
Nach Einschaltung des Apparates betrachtet man jetzt den Ab lauf des Elektrometers 22 und unterbricht, wenn der Zeiger 27 dieses Elektrometers den vorher bei der Eichung festgelegten Mess- bereich durchlaufen, das heisst beispielsweise den Teilstrieh 4 erreicht hat, die Belichtung.
Das Elektrometer 22 gibt daher den Zeit punkt für die Unterbrechung der Belieh- tung an.- Die vorher beschriebene Vorrichtung ist nach der Erfindung durch die im folgenden erläuterte Sicherheitsvorrichtung ergänzt. 28 ist eine von einer Feder oder dergleichen an getriebene Schaltuhr bekannter Art. Der Zei ger 29 der Schaltuhr 28 kann auf Null zri- rückgestellt werden und wirkt mit einem Kontakt 30 zusammen, der auf einer am Rande des Gehäuses der Schaltuhr angeord neten stromleitenden Schiene 31 einstellbar ist. Die Schiene 31 ist durch eine Leitung mit dem einen Ende der Wieklung eine Elektromagnetes 32 verbunden.
Der Zeiger 29 steht durch eine Leitung über eine Bat terie 33 mit dem andern Ende der Wicl;- gung des Elektromagnetes 32 in Verbindung.
An einem ortsfesten Lager 34 ist ein zweiarmiger Hebel 35, 36 drehbar, an dessen einem Arm 35 ein Anker 3 7 vorgesehen ist. Der andere, isoliert angeordnete Arm 36 ist mit einem Kontakt 38 versehen, der mit einem Kontakt 39 zusammenwirkt. Der Arm 36 und die Kontakte 38, 39 sind in die Stromzuführungsleitung 14 eingeschaltet.
Kommt der Zeiger 29 der Schaltuhr bei seiner Drehung mit dem Kontakt 30 in Be rührung, so wird der Stromkreis durch den Elektromagneten 32 geschlossen. Der Anker 37 wird daher angezogen und es werden die Kontakte 38, 39 unterbrochen, so dass die Röntgenröhre 17 ausgeschaltet wird. - Am Rande des Gehäuses des Elektro meters 22 ist eine stromleitende Schiene 40 angeordnet, auf welcher ein Kontakt 41 ein stellbar ist. Mit diesem Kontakt wirkt der Zeiger 2 7 des Elektrometers zusammen. Die Schiene 40 ist durch eine Leitung an das eine Ende der Wicklung eines Elektromag netes 42 angeschlossen, während der Zeiger 2 7 durch eine Leitung über eine Batterie 43 mit dem andern Ende der Wicklung des Elcktromagnetes 42 verbunden ist.
Am Ge häuse der Schaltuhr 28 ist ein Lager 44 an gebracht, an dem ein Winkelhebel 45, 46 drehbar ist. Der Arm 45 dieses Winkelhebels trägt einen mit dem Elektromagneten 42 zu sammenwirkenden Anker 47. An dem Arm 46 ist ein Sperrnocken 48 vorgesehen, der mit einem Rad 49 des Uhrwerkes der Schaltuhr 28 in Eingriff kommen kann.
Sobald der Zeiger 27 beim Durchlaufen des Messbereiches des Elektrometers 22 mit dem Kontakt 41 in Berührung kommt, wird der Stromkreis durch den Elektromagneten 42 geschlossen. Der Anker 47 wird daher an gezogen und die Schaltuhr 28 durch Eingriff des Sperrnockens 48 in das Rad 49 an gehalten.
An Stelle der vorher erwähnten Elektro magneten 32 und 42 können auch Solenoide oder dergleichen verwendet werden.
Die Tirkuiigsweise der beschriebenen Vor richtung ist folgende: Es sei angenommen, dass beispielsweise beim Erreichen des Teilstriches 4 der Eleh- 9rometerskala 2,1 durch den Zeiger 27 die günstigste Plattengrundsehwä rzung erzielt wird. Beim Beginn der Durchstrahlung sind 1@eide Zeiger 27 und 2-9 auf Null eingestellt.
Der Kontakt 41 ist auf den Teilstrich 4 ein gestellt, während der Kontakt 30 in eine der höehst;ziilässigen Röhrenbelastung ent- ,preehende Stellung gebracht ist. Die Rönt genröhre 17 wird durch Bedienung eines nicht dargestellten Hauptschalters einge- scha.ltet, und ausserdem wird durch Aus- rückullg einer nicht veranschaulichten Hemm- vorriehtung die Schaltuhr 28 in Gang gc- .etzt.
Wird ein Objekt 18 von ungewöhnlich hohem Absportionsvermögen durchstrahlt, so kann die höchstzulässige Röhrenbelastung schon erreicht werden, bevor die der günstig sten Plattengrlindschwärzung entsprechende Belichtungszeit verstrichen ist. Beim Er reichen der der höchstzulässigen Röhren belastung entsprechenden Stellung gelangt der Zeiger 29 mit. dem Kontakt 30 in Be rührung, so dass in oben beschriebener Weise lnit Hilfe des Elektromagnetes 32 die Röhre 17 ausgeschaltet wird.
Es sei unter der Vor aussetzung, dass das Objekt 18 ein ungewöhn lich hohes Absorptionsvermögen besitzt, an genommen, dass der Zeiger 27 beispielsweise erst den Teilstrich 3 erreicht hat. Auf diesem Teilstrich bleibt der Zeiger 27 zunächst stehen.
Die Kontaktuhr 28 wird jetzt durch Einrückung der Hemmvorrichtung von Hand angehalten, und es wird kurze Zeit gewartet, bis sich die Röntgenröhre 17 abgekühlt hat. Hierauf wird der Zeiger 29 entgegen der Pfeilrichtung in der Zeichnung auf Null zu rückgestellt, und die Schaltuhr wieder in Gang gesetzt. Die Durchstrahlung wird jetzt fortgesetzt.
Es sei nunmehr angenommen, dass der sich vom Teilstrich 3 weiterbewegende Zei ger 27 des Elektrometers den Teilstrich 4, der dem Zeitpunkt der günstigsten Platten grundschwärzung entspricht, erreicht, bevor der Zeiger 29 der Schaltuhr 28 wieder auf den Kontakt 30 gelangt.
Sobald der Zeiger 27 den Teilstrich 4 erreicht, wird die Belichtung durch Bedie nung des Hauptschalters der Röntgenröhre unterbrochen. Bei der Bewegung des Zeigers 2 7 in die dem Teilstrich 4 entsprechende Stel lung berührt dieser Zeiger den Kontakt 41, so. dass in oben beschriebener Weise der Elektromagnet 42 erregt. und die Schaltuhr 28 angehalten wird. Der Zeiger 29 nimmt nunmehr beispielsweise die in der Zeichnung durch eine gestrichelte Linie angegebene Stel lung a ein. Der Benutzer ist daher in der Lage, eine genaue Zeitkontrolle hinsichtlich der staugefundenen Durchstrahlung auszu üben.
In dem erläuterten Falle braucht nur die Zeit von der ersten Bewegung des Zeiger" \i9 von Null bis zum Kontakt 30 mit der Zeit von der zweiten Bewegung des Zeigers 29 von Null bis zur Stellung a zusammen gezählt zu werden. Die Summe stellt die Gesamtzeit der Belichtung bis zur Frreichulig- der günstigsten Plattengrundschwärzung dar.
Zu Beginn einer neuen Benutzung der be schriebenen Einrichtung wird das Elektro meter 22 in der erläuterten Weise wieder aufgeladen. Bei der hierbei erfolgenden Be wegung des Zeigers 27 auf Null wird der Elektromagnet 42 stromlos und infolgedessen der Sperrnocken 48 ausgerückt. Der Zeiger 29 der Schaltuhr 28 wird ebenfalls wieder auf Null eingestellt.
Falls ein Objekt 18 von sehr geringem Absorptionsvermögen durchstrahlt wird, so kann die Schaltuhr 28 durch die beschriebene Sperrvorrichtung 48 stillgesetzt werden, ohne dass vorher die oben beschriebene Bewegung des Zeigers 2-9 bis zum Kontakt 30 und dar auf die Rückstellung dieses Zeigers auf Null stattfand.
Durch das Elektrometer 22 kann erfor derlichenfalls eine an sich bekannte Schalt vorrichtung beeinflusst werden, durch welche die Röntgenröhre 17 nach Ablauf der der günstigsten Plattengrundschwärzung entspre chenden Belichtungszeit selbsttätig ausge schaltet wird.
Es kann auch eine an sich bekannte Sperr vorrichtung vorgesehen sein, durch welche nach Schliessen des Kontaktes 30 durch den Zeiger 29 der Schaltuhr verhindert wird, dass die Röntgenröhre 17 wieder eingeschaltet werden kann, bevor der Zeiger 2,9 auf Null zurückgestellt ist.
Ausserdem kann eine mechanische oder elektrische Aufzugsvorrichtung vorgesehen sein, durch welche die Schaltuhr 28 wieder aufgezogen wird, sobald das Elektrometer 22 aufgeladen wird. Das Aufziehen der Schalt uhr 28 und das Aufladen des Elektrometers 22 kann zum Beispiel durch Bedienung eines gemeinsamen Hebels erfolgen.