CH165633A - Anordnung zur Verhinderung von Störungen bei Ionenventilen. - Google Patents
Anordnung zur Verhinderung von Störungen bei Ionenventilen.Info
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Description
Anordnung zur Verhinderung von Störungen bei Ionenventilen. Die Erfindung bezieht sich auf elek trische Apparate mit Ventilwirkung, unter Verwendung einer ionisierten Metalldampf strecke oder dergleichen als Leiter, die ge wöhnlich als Metalldampfgleichrichter oder -umrichten bezeichnet, im folgenden aber der Einheitlichkeit und Kürze halber Ionenven- tile genannt werden.
Derartige Apparate, die gewöhnlich eine flüssige Kathode und eine wechselnde Anzahl fester Anoden besitzt, unterliegen oft der Gefahr, dass sich ein Kathodenfleck (negativer Fusspunkt des Lichtbogens) an anderer Stelle als an der ordentlichen Kathode ausbildet, was immer Störungen verursacht.
Am ernsthaftesten ,sind diese ,Störungen, wenn eine Anode selbst zu Kathode wird, denn dies bedeutet einen vollkommenen Kurzschluss des Hauptstrom kreises; aber auch das Entstehen eines Katho denfleckes an andern Stellen in der Nähe einer Anode, zum Beispiel an einem Schutz- oder Steuergitter oder -hülse für die Anode, ist sehr gefährlich, da der dort fussende Lichtbogen im allgemeinen sofort auf die Anode selbst. überspringt und eine Rückzün dung verursacht.
Bei Steuergittern ist die Wahrscheinlichkeit der Entstehung eines Kathodenfleckes um so höher, als man sol chen Gittern zur Herbeiführun.g .der Sperr wirkung ein negatives Potential gegenüber .der Anode aufdrückt, wobei die Sperrwir kung umso stärker wird, je grösser die nega tive Spannung ist.
Zweck der Erfindung ist nun, die Ent stehung eines Kathodenfleckes auf der Anode oder benachbarten Teilen ganz zu verhindern und dadurch die Gefahr von Rückzündungen oder ähnlichen Störungen zu beseitigen, wo durch die Benutzung des Ionenventils für höhere Spannungen bezw. Sperrspannungen als bisher ermöglicht wird.
Die Erfindung gründet sich auf die fol gende Überlegung. Während der Sperrzeit räume ist die Anode bezw. das Gitter von einer über die Oberfläche ziemlich gleichför mig verteilten Glimmschicht umgeben, die auf dem Rückstrom beruht.
Dieser ist sehr schwach, nur von der Grössenordnung eines Milliamperes, und -,der Spannungsabfall in der Glimmschicht ist sehr hoch, da. er den Hauptteil der aufgedrückten Spannung dar stellt: Da die Glimmschicht auch sehr dünn ist, wird der Spannungsgradient sehr gross. Solange der Glimmstrom über die Oberfläche gleichförmig verteilt ist, ist er unschädlich, aber falls er aus irgend welchem Grunde an einem gewissen Punkt der Oberfläche kon zentriert wird, kann die Stromdichte so gmoss Werden, :
dass der Punkt kräftig elektronen emittierend wird, und in dem Augenblicke; da dieses eintritt, geht die Glimmentladung in einen Lichtbogen über.
Erfindungsgemäss wird die Konzentrie- rungdes Glimmstromes bezw. das Entstehen eines Kathodenfleckes an .solchen Stellen im Wege des Lichtbogens, welche zeitweise eine negative Spannung annehmen können, @da- durch vermieden; dass diese Stellen aus einem Widerstandsmaterial mit einem spezifischen Widerstand von wenigstens 1 Ohmzentimeter bestehen. Wie unten näher erläutert wird, kann man hierdurch eine gefährliche Strom konzentration verhindern.
- . In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine ge mäss der Erfindung ausgeführte Anode im Schnitt, Fig. 2 eine Einzelheit der Fig. 1 in grösse rem Massstabe zur Erläuterung der Wir kungsweise, und Fig. 3. und 4 zwei weitere Ausführungs formen der Erfindung im Schnitt.
" In Fig. 1 ist 1 die Anode, die gewöhn lich aus Eisen oder Graphit ausgeführt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist -die Anode mit einer Bekleidung 2 aus einem Widerstandsmaterial mit einem spezifischen Widerstand von wenigstens etwa 1 Ohm- cm, beispielsweise Siliziumkarbid Karbo- rundum, Silit), überzogen.
Fig. 2 veran schaulicht schematisch die Wirkungsweise dieser Anordnung. 3 bezeichnet hier die Schicht der konzentrierten Glimmentladung und 4 die entsprechenden Stromlinien in der Belegschicht. Wenn der spezifische Wider stand der letzteren genügend hoch ist, wird bei einer solchen Konzentration die ganze Spannung gegen, die Kathode in der Schicht verbraucht, bevor die zur Zündung eines Lichtbogens hinreichende Stromdichte ent steht.
Die Belegung der Anode selbst mit einem Widerstandsmaterial nach Fig. 1 hat jedoch ,den Nachteil, dass der normale Strom im Be lag einen ziemlich gfioss:en Spannungsabfall hervorruft. Eine Ausführungsform, die von diesem Nachteil frei ist, zeigt Fig. 3.
Hier ist die Anode 1 ganz aus Metall oder anderem gut leitendem Material ausgeführt, dagegen eine die Anode in an sich bekannter Weise umgebende, in einem Gitter 6) endende Hülse 5 ganz oder teilweise aus. Widerstandsmate- rial ausgeführt, das heisst entweder der zylin drische Teil der Hülse oder das Gitter oder beide können aus Widerstandsmaterial be stehen bezw. damit überzogen sein. Das Git ter kann hierbei entweder mit der Hülse lei tend verbunden oder davon isoliert sein.
Das Gitter oder die Hülse oder beide zusammen können mit einer Spannungsquelle verbunden sein, die ihnen eine negative Spannung auf drückt, wodurch entweder verstärkte Schutz- oder .Steuerwirkung hervorgerufen wird.
- Hat das Gitter also eine hinreichende negative Spannung, so kann hierdurch ent weder ein schon brennender Lichtbogen be- einflusst oder die Entstehung eines Licht bogens verzögert oder verhindert werden. Ist ,das Gitter isoliert, so nimmt es am Anfang des Sperrzeitraumes von selbst eine negative Spannung an. In allen solchen Fällen liegt die Gefahr der Entstehung eines Kathoden fleckes vor, falls die Oberfläche des Gitters nicht aus Widerstandsmaterial besteht.
Da ,das Gitter ebenso wie übrige im Lichtbogen weg gegebenenfalls liegende Teile keinen nennenswerten Strom führen, bedeutet der Überzug von Widerstandsmaterial hier keinen Energieverlust oder sonstigen Übel stand infolge eines auftretenden Spannungs abfalles. Fig. 4 zeigt noch eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, wo die Anode 1 mehrere Vorsprünge 6 trägt, die als Sitz für die Glimmentladung dienen sollen.
Die stabförmigen Vorsprünge können entweder einen Kern aus, Metall und einen Belag aus Widerstandsmaterial besitzen oder ganz aus letzterem Material bestehen. Auch die Anode selbst kann hier einen Belag aus soleh.em -Ta- terial haben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verhinderung von Stö rungen in Ionenventilen, dadurch gekenn zeichnet, dass Stellen im Wege des Licht bogens, die zeitweise negativ werden und An lass zur Entstehung eines unbeabsichtigten Kathodenfleckes geben können, aus einem Widerstandsmaterial bestehen, welches bei den jeweiligen Betriebsverhältnissen einen spezifischen elektrischen -Widerstand von \venigstens 1 Ohmcm besitzt. UNTERANSPRüf3E 1.Anordnung nach Patentanspruch, bei der zwischen Anode und Kathode Steuer- oder Schirmorgane angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Organe ent weder voll Widerstandsmaterial ganz aus geführt oder damit überzogen sind. ?. Anordnung nach Patentans.pruch,dadurch gekennzeichnet, dass die Anode Vor sprünge besitzt, die entweder von Wider standsmaterial ganz ausgeführt oder -wenigstens an ihren äussersten Teilen da mit überzogen sind. 3.Anordnung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge aus von der Anode strahlenförmig aus gehenden Stäben bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE165633X | 1931-11-14 |
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| CH165633A true CH165633A (de) | 1933-11-30 |
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ID=20302442
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| CH165633D CH165633A (de) | 1931-11-14 | 1932-11-12 | Anordnung zur Verhinderung von Störungen bei Ionenventilen. |
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1932
- 1932-11-12 CH CH165633D patent/CH165633A/de unknown
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