Wärmegesteuertes Hauptventil für Gasbrenner. Es sind schon Thermostatventile be kannt, die den Gaszufluss zu einem Gasbren ner beherrschen und durch die Wärme einer Zündflamme oder durch die Wärme des Flauptbrenners offen gehalten werden, wäh rend sie sich beim Erlöschen der Zünd flamme oder der Flammen des Hauptbren ners selbsttätig schliessen, um den weiteren Gaszufluss zum Hauptbrenner zu verhindern.
Es sind auch schon Gasfernzünder be kannt, bei denen die durch die Gasleitung geschickte Druckwelle eine dauernd bren nende Flamme vergrössert, die ihrerseits in vergrössertem Zustand einen Thermostat be rührt, der sich nun ausdehnt und mittelst eines Scha,lttverkes einen Hahn in der Gas hauptleitung öffnet oder schliesst, je nach dem der Hahn vor der Aussendung der Druckwelle geschlossen oder geöffnet war.
Die Erfindung unterscheidet sich von die sen bekannten Vorrichtungen dadurch, dass das in der Gaszuleitung zum Hauptbrenner angeordnete Gashauptventil bewegungsschlüs- sig mit einem Thermostat (vorteilhaft einer thermostatischen Spreizmembran) verbunden ist, zu dessen Beheizung eine Steuerflamme vorgesehen ist, wobei Mittel vorgesehen sind, um die Zuführung der von der Steuerflamme entwickelten Wärme zum Thermostaten in Abhängigkeit von den zu beherrschenden Betriebszuständen (Wasser- oder Raum wärme, Dampfdruck, Gasdruck usw.) zu re geln und dadurch den Öffnungsgrad des Hauptventils zu beeinflussen.
Die Wärmezufuhr zum Thermostaten kann dadurch verändert werden, dass die Spitze der Steuerflamme dem wärmeemp findlichen Teil des Hauptventils genähert bezw. von ihm entfernt wird, indem man beispielsweise den Steuerbrenner gegenüber dem Thermostat des Hauptventils bewegt oder auch dadurch, dass die Steuergasmenge in Abhängigkeit von den Betriebszuständen verändert wird.
Während die Bewegung des Steuerbrenners eine mechanische Verbindung zwischen dem Steuerbrenner und deu Steuer- vorrichtungen (Wärmefühler, Wasserström- schloss, Druckregler oder dergleichen) be dingt, hat die an zweiter Stelle genannte Re gelung durch Änderung der Steuerflammen länge den Vorteil, dass keinerlei mechanische Kupplungen, Hebel oder Gestänge erforder lich sind. Es genügen vielmehr leicht zu beherrschende Druckänderungen in der die Steuerflamme speisenden Gasleitung.
Beson ders einfach gestaltet sich dabei die Druck regelung, indem man einen durch die Strii- mung des Hauptgases bewegbaren Staukör per vorsieht, der den Steuergasfluss zur Steuerflamme in Abhängigkeit von der Strömgeschwindigkeit des Hauptgases regelt, derart, dass der Steuergasstrom mit wachsen der Strömgeschwindigkeit des Hauptgases gedrosselt, mit fallender Strömgeschwindig- keit dagegen.
vermehrt wird, um eine Ver kleinerung bezw. Vergrösserung der Steuer flamme und dadurch eine Verkleinerung bezw. Vergrösserung des Hauptventildurch- lasses zu erhalten.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in beispielsweisen Ausführungsformen darge stellt, und zwar zeigt Fig. 1 bis 5 eine Einrichtung mit verän derlicher Steuerflammenlänge in verschie denen Arbeitsstellungen, Fig. 6 einen Schnitt durch eine besondere Ausführungsform des Hauptventils, Fig. 7 einen Querschnitt nach Linie V II-VII der Fig. 8, die einen Längsschnitt durch einen Flammenregler zeigt;
Fig. 9 bis 12 zeigen eine Ausführungs form, bei der das Öffnen und Schliessen einer Anzündgasleitung durch Verschwenken des Steuerbrenners bewirkt wird, Fig. 13 und 14 eine weitere Ausführungs form mit mechanisch bewegter Steuerflamme. Eine Hauptgasleitung 10 ist an den Ein lass 11 eines Hauptgasventils A angeschlos sen, von dessen Auslass 12 eine Brennerlei tung 13 zu dem Hauptgasbrenner 14 führt.
Der Abschluss des Hauptventileinlasses 11 gegen den Auslass 12 erfolgt durch eine wärmeempfindliche Spreizmembran 15 aus irgend einem hitzebeständigen Metall, zum Beispiel Stahlblech. Die Spreizmembran 15 verschliesst den Einlass 11, solange sie kalt ist (Fig. 1 und 2), indem sie sich fest auf den Ventilsitz 16 legt. Sobald die Spreiz- membran in ihrer Mitte erwärmt wird (Fig. 3 bis 5), wölbt sie sich und gibt den Gas durchfluss entsprechend dem Grad ihrer Er wärmung und Wölbung frei.
Gegenüber der Spreizmembran 15 ist eiri kleiner Steuerbrenner B - vorzugsweise ein beim Erlöschen seiner Flamme sich selbst tätig schliessender Sicherheitsbrenner - so angeordnet, dass die Flamme des Brenners ungefähr gegen die Membranmitte gerichtet ist, um diese zu erwärmen. Der Steuerbren ner B besteht aus einem Gehäuse 17, das durch eine wärmeempfindliche Spreizmem- bran 18 abgeschlossen ist, die eine Brenner öffnung 19 besitzt und einen Ventilteller 20 trägt.
Solange die Spreizmembran 18 kalt ist (Fig. 1), drückt sie den Ventilteller 20 auf seinen Sitz 21, der das Ende einer von der Hauptgasleitung 10 abgezweigten Steuer gasleitung 22 bildet. Wird die Membran 18 erwärmt (Fig. 2 bis 5), so hebt sie den Ven tilkörper 20 und öffnet den Auslass für das Steuergas, das der Brenneröffnung 19 zu strömt und dort verbrannt wird.
In die Steuergasleitung 22 sind die ver schiedenen Regler und Schalter hintereinan der oder parallel zueinander eingeschaltet welche die Heizleistung des Hauptbrenners 14 beeinflussen sollen. Bei dem in den Fig. 1 'bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Wärmeschalter C, ein Handschalter D und ein Wasserstromschalter B vorgesehen, wie sie für einen Wasserdurchlauferhitzer be nötigt werden.
Der Wärmeschalter C besteht aus einem Ventilgehäuse, das durch eine Zwischenwand 23 in einen Einlassraum 24 und einen Aus lassraum 25 geteilt ist. Die Durchlassöffnung 26 in der Zwischenwand 23 wird durch einen Ventilkörper 27 beherrscht, der mittelst einer undehnbaren Stange 28 an einem Dehnrohr 29 befestigt ist, das zum Beispiel in den Wasserraum 30 eines Wassererhitzers hinein ragt. Solange das Wasser kalt ist (Fig. 1 bis 4), ist der Wärmeschalter C für den Steuergasstrom offen.
Ist das Wasser da,- gegen heiss geworden (Fig. 5), so dehnt sich das Dehnrohr 29 und zieht den Ventilkörper 27 gegen seinen Sitz im Durchlass 26 und schliesst den Schalter C.
Der Handschalter D besteht aus einem Hahngehäuse 31. mit Hahnküken 32, das eine einfache Bohrung 33 hat. Er dient zum willkürlieben Abstellen des Gerätes.
Der Wasserströmschalter E besteht aus einer Gaskammer 34, in der ein Ventilkör per 35 angeordnet ist, der mit einem Aus lass 36 zusammenwirkt, um den durch die Gaskammer fliessenden Steuergasstrom zu re geln. Der Ventilkörper 35 ist an einem FIe- bel 37 befestigt, der bei 38 verschwenkbar gelagert ist und eine Trennwand 38 durch- driiigend in eine Wasserleitung 40 hinein ragt, wo er mit einer durch die Wasserströ mung bewegbaren Stauscheibe 41. verbunden ist.
Solange der Wasserhahn 42 geschlossen ist (Fig. 1 und 2), wird der Ventilkörper 35 durch eine Feder 43 oder dergleichen gegen den Auslass 36 gepresst, so dass der Steuer- 0.a zum Steuerbrenner B unterbrochen ist. Wird der Wasserhahn 42 geöffnet (Fig. 3 bis 5), so bewegt das strömende Wasser die Stauscheibe 41 mit sich und öffnet den Steuergasauslass 36 der Gaskammer 37.
Um bei, der Unterbrechung des Steuer gasstromes durch irgend einen der beschrie benen Schalter (Fig. 3 und 5) ein Erlöschen der Flamme am Steuerbrenner B zu verhin dern, ist das Brennergehäuse 17 mit der Hauptgasleitung 10 noch durch eine Wach gasleitung 41 verbunden, deren Auslass ebenfalls durch das Thermostatventil 20 be herrscht: wird. Die Wachgasmenge wird durch eine in der Wachgasleitung 44 vorgesehene einstellbare Drossel 45 geregelt.
An Stelle der besonderen Wachgasleitung 44 könnte man natürlich auch an jedem der Schalter<I>C D</I> E einen kleinen Durchlass vor sehen, der dauernd geöffnet bleibt und die erforderliche Wachgasmenge durchlässt (siehe zum Beispiel Schalter H in den Fig. 9 bis 12).
Ausserdem ist das Brennergehäuse an eine ebenfalls von der Hauptgasleitung 10 vor dem Hauptgasventil t1 abzweigende An- zündleitung 46 angeschlossen, in der ein von Rand willkürlich zu betätigender, selbst schliessender Anzündschalter F, zum Beispiel ein Druckknopfschalter, angeordnet ist. Der Anzündschalter F besteht ans einem Ge häuse 47 mit einer Zwischenwand 48, deren Durehlassöffnung durch einen Ventilkörper 49 unter der Wirkung einer Feder 50 ver schlossen wird.
Der Ventilkörper 49 ist an einer aus dem Gehäuse 47 herausragenden Stange 51 befestigt, die einen Fingerdruck knopf 52 trägt. Wird auf den Druckknopf 52 gedrückt (Fig. 2), so öffnet sich das Ven til 49 und lässt einen kräftigen Anzündgas- strom in das Gehäuse 17 des Steuerbrenners B strömen. Das Anzündgas entweicht ungehin dert durch die Brenneröffnung 19 und kann dort mittelst eines beliebigen Feuerzeuges angezündet werden.
Um auch bei Druckschwankungen in der Hauptgasleitung- 10 eine gleichbleibende Flammenhöhe am Hauptbrenner 14 einzu halten, ist in der Hauptgasleitung 10 ein Flammenregler G vorgesehen. Der Flammen regler besteht aus einer federnd biegsamen Stauscheibe 53, die in den Hauptgasstrom hineinragt und je nach der Stärke der Gas strömung dem Einlass 54 der Steuergaslei tung 2 2 mehr oder weniger genähert wird (Fig. 4). Durch die hiermit verbundene Drosselung des Steuergasstromes wird die Länge der Zündflamme verändert, bei einer Druckerhöhung zum Beispiel verkürzt, wo durch wieder das wärmeempfindliche Haupt ventil im Sinne des Schliessens beeinflusst wird.
Eine Umgehungsleitung 55 mit ver stellbarer Drossel 5-6 gestattet die Einstel lung des auf die Stauscheibe 53 wirksamen Staudruckes. Die Wirkungsweise der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Vorrichtung ist folgende: In Fig. 1. ist das Gerät in Ruhe darge stellt, das heisst es ist jede Gasleitung und auch die Wasserleitung geschlossen; das Wasser in dem Erhitzer 30 ist kalt. Soll das Gerät in Betrieb genommen werden, so kann dies nur dadurch geschehen, dass man die Steuerflamme am Steuerbrenner B anzündet (Fig. 2).
Zu diesem Zweck drückt man auf den Druckknopf 52 des Anzündschalters F, so dass das Anzündgas durch die Anzündleitung 46 zum Steuerbrenner B strömt. Das aus der Brenneröffnung 19 austretende Anzündgas wird mittelst eines Feuerzeuges (Gasanzün der) entzündet und bildet eine Flamme, wel che die Spreizmembran 18 erwärmt, so dass sie sich nach aussen wölbt und das Ventil 20 öffnet.
Nun strömt das Wachgas über die Wachgasleitung 44 in das Steuerbrenner gehäuse 17 und unterhält eine kleine Wach flamme, deren Wärmeübertragung jedoch noch nicht genügt, um die wärmeempfind liche Spreizmembran 15 des Hauptventils A zum Öffnen zu veranlassen (Fig. 2).
Wird jetzt der Wasserhahn 42 geöffnet (Fig. 3), so öffnet der Strömdruck des Was sers auf die Stauscheibe 41 das Ventil 35 des Wasserströmschalters E.. Nun fliesst das Steuergas durch die Steuergasleitung 22 zum Steuerbrenner B und verstärkt die dort bren nende kurze Wachflamme zu einer langen Steuerflamme, deren Spitze die Spreizmem- bran 15 des Hauptgasventils A berührt, so dass die sich wölbende Spreizmembran 15 den Gasdurchfluss zum Hauptbrenner 14 öff net (Fig. 3).
Das aus dem Hauptbrenner austretende Hauptgas kann durch die Steuer flamme selbst entzündet werden, indem man sie so anordnet, dass sie an der Spreizmem- bran 15 des Hauptventils A vorbei in die Brennerzone hineinsticht, indem man sie durch ein Ablenkblech 57 ganz oder teil weise zum Hauptbrenner 14 hinlenkt (Fig. 3).
Vorteilhaft wird das Ablenkblech 57 wärmeleitend mit der Mitte der Spreizmem- bran 15 verbunden, einesteils um eine unmit telbare Berührung zwischen Flamme und Spreizmembran zu verhindern, und ander seits um die ganze Flammenwärme der Mem- branmitte zuzuleiten.
Ebenso könnte man natürlich auch eine Zündleiter (Kletter- flamme) 58 vorsehen (Fig. 4), die ihr Gas aus dem Gehäuse 17 des Steuerbrenners B oder aus der Brennerleitung 13 hinter dem Hauptgasventil A erhält.
Tritt eine Druckwelle in der Hauptgas leitung C auf (Fig. 4), die eine Druck erhöhung mit sich bringt, so bewegt das rascher strömende Hauptgas die Stauscheibe 53 des Flammenreglers G gegen den Einlass 54 der Steuergasleitung 22 und drosselt das Steuergas ab. Infolgedessen wird die Steuer flamme am Steuerbrenner b kürzer, so dass die Spreizmembran 15 des Hauptventils nicht mehr so stark erwärmt wird, ihre Wöl bung vermindert und damit den Hauptgas fluss zum Hauptbrenner 14 drosselt. Die Flammen des Hauptbrenners werden als(y durch die Druckerhöhung nicht verstärkt, .sondern behalten stets gleiche Länge.
Wird der Handschalter D in der Steuer leitung 22 geschlossen oder der Wasserhahn 1.2 zugedreht, so dass das Ventil 35 des Wa,s- serströmschalters E schliesst, oder wird durch E4rreichung der zulässigen Höchsttemperatur des Wassers der Wärmeschalter C geschlos sen (Fig. 5), so wird der Fluss des Steuer gases unterbrochen bezw. stark vermindert,
so dass die Steuerflamme am Steuerbrenner B sich verkürzt und die erkaltende Spreiz- membran 15 des Hauptgasventils A die Hauptbrennerleistung entsprechend vermin dert.
Erlischt die Steuer- oder Wachflamme aus irgend einem Grund, so schliesst die Spreizmembran 15 selbsttätig das Hauptven til A, so dass auch der Hauptbrenner 14 er lischt, während die Spreizmembran 18 am Steuerbrenner B selbsttätig das Ventil 20 schliesst und auch den Wach- bezw. Steuer gasstrom unterbricht. Es kann also an kei ner Stelle unverbranntes Gas ausströmen.
Damit die Spreizmembran 15 des Haupt ventils A bei einer Verkürzung der Steuer flamme rasch folgt und den Hauptgasstrom drosselt, ist es nötig, für eine gute Wärme abfuhr zu sorgen. Dies geschieht einmal da durch, dass der Membranrand gut wärmelei tend mit dem Gehäuse des Hauptgasventils verbunden wird und zweitens dadurch, dass der kalte Frischgasstrom gegen die Mitte der Spreizmembran 15 gerichtet wird (Fig. 6).
Zu diesem Zweck wird zweckmässig sowohl der Ventilsitz des Hauptgasventils A wie auch der Ventilkörper so gestaltet, dass der zwischen ihnen austretende Hauptgasstrom gegen die Membranmitte gerichtet ist. In Fig. 6 wird dies dadurch erreicht, dass der Ventilsitz 16 mit einem erhöhten düsenförmi- gen Rand 7 6 versehen ist, und dass der an der Spreizmembran 15 aufgehängte Ventil körper 59 eine dieser Düse entsprechende konische Gestalt besitzt.
Ausserdem kann man auf der gasberührten Seite der Spreiz- membran 15 noch Kühlrippen 77, zum Bei spiel aus dünnen Bandeisen, anbringen, die nur die Membranmitte berühren und sonst frei in den Gasstrom hineinragen. Durch die Anordnung der Kühlrippen 77 .erreicht man, dass die der Membranmitte zugefiihrte Wärme sehr rasch wieder abgeführt wird, so dass die Membran 15 nur langsam öffnet, wenn sie von der Steuerflamme getroffen wird, und rasch schliesst, sobald die Einwirkung der Steuerflamme aufhört.
In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Aus führungsform des Flammenreglers G dar gestellt, die sich von dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Flammenregler nur dadurch unterscheidet, dass die zur Umgehung der Stauscheibe 53 dienende Umgehungsleitung 55 durch ein Hohlniet 60 gebildet wird, mit dem die federnde Stauscheibe 53 an einem Einsatz 61 befestigt ist, der auch den Ein lass 54 der Steuergasleitung 22 trägt. Durch die Vereinigung der Stauscheibe 53 mit der von ihr beherrschten Drosselöffnung 54 zu einem leicht auswechselbaren Bauteil ist eine einfache Herstellung des Flammenreglers er möglicht.
In den Fig. 9 bis 12 ist eine den Fig. 1 bis 5 entsprechende Einrichtung gezeigt, bei der das Öffnen und Schliessen der Anzünd- gasleitung 46 durch Verschwenken des Steuerbrenners<I>B</I> erfolgt.<I>A</I> ist das Haupt gasventil, dessen Durchlass 16 durch eine Spreizmembran 15 gesteuert wird. B ist der Steuerbrenner, dessen wärmeempfindliche Membran 18 die Brenneröffnung 19 enthält lind ein Ventil 20 trägt. Das Ventil 20 be herrscht den Ausgang einer Steuerleitung 78. die von einem zweiten Rohr 79 umschlossen wird, das als Anzündgasleitung dient.
Die beiden, ein Doppelrohr bildenden Rohre 78 und 79 sind mit einem Hahnküken 80 ver bunden, das in einem Halmgehäuse 81 dreh bar ist. Das Küken 80 und sein Gehäuse 81 bilden zusammen den schon aus den Fig. 1 bis 5 bekannten Anzündgasschalter F. Das das Steuergas führende Rohr 78 ist durch .das Hahnküken 80 hindurchgeführt und mündet in einen Raum 82, der durch die ebenfalls bekannte Steuergasleitung 22 unter Zwischenschaltung eines oder mehrerer Schalter H mit der Hauptgasleitung 10 ver bunden ist.
Der Schalter H besitzt ein Hahn küken 83 mit einer weiten Bohrung 84 für den Durchgang einer grossen Steuergasmenge und eine enge Bohrung 85 für eine kleine Wachgasmenge. Das Rohr 79 dagegen mün det in eine Längsbohrung 86 des Kükens 80, die eine Querbohrung 87 hat. Diese Quer bohrung 87 kann durch Drehen des Hahn kükens 80 mit einer Querbohrung 88 des Hahngehäuses 81 zur Überdeckung gebracht werden, um das Anzündgas aus der Anzünd- leitung 46 in das Rohr 79 treten zu lassen.
Bei nichtbrennender Steuerflamme (Fig. 9) sperrt das Ventil 20 des Steuerbrenners B den Auslass für das Steuergas und die kalte Spreizmembran 15 des Hauptgasventils A verschliesst den Durchgang für das Haupt gas. Will man die Steuerflamme entzünden, so wird der Steuerbrenner B um die Dreh achse des Anzündschalters F geschwenkt, so dass die Querbohrungen 87 und 88 einander decken und das Anzündgas durch das Rohr 79 in das Gehäuse 17 des Steuerbrenners B strömen kann.
Das aus der Brenneröffnung 19 ausströmende Anzündgas wird entzündet, worauf die Hitze der Anzündflamme die Membran 18 wölbt. Nun kann auch das Gas aus dem Steuergasrohr 78 durch das jetzt geöffnete Ventil 20 austreten (Fig. 10). Jetzt wird der Steuerbrenner B wieder in seine Arbeitsstellung zurückgeschwenkt, in der seine Brenneröffnung 19 gegen die Spreiz- membran 15 des Hauptventils gerichtet ist (Fig. 11).
Durch diese Schwenkung wird die Anzündleitung 46, 79 wieder unterbro chen, so dass der Steuerbrenner nur noch auf dem Wege 22, 7 8 Gas erhält. Die austre tende Gasmenge hängt also nur noch davon ab, ob der Schalter H in der Steuergaslei tung 22 geöffnet oder geschlossen ist. Ist der Schalter H geschlossen (Fig. 11), so lässt die enge Bohrung 85 des Schalterkükens 83 nur eine kleine Gasmenge durchtreten, die gerade ausreicht, eine schwache Wach flamme zu unterhalten, damit das Ventil 20 des Steuerbrenners B geöffnet bleibt.
Wird der Schalter II geöffnet, so fliesst über die weite Bohrung 84 ein starker Steuergas strom, der die Wachflamme zur Steuer flamme verstärkt, so dass die erhitzte Spreiz- membran 15 des Hauptgasventils q den Gas durchlass zum Hauptbrenner öffnet (Fig. 12).
Die in den Fig. 9 bis 12 dargestellte Ein richtung eignet sich ganz besonders für sol- ehe Heizanlagen, bei denen der Steuerbren ner B in der Arbeitsstellung schwer zugäng lich ist, weil er durch die Verschwenkung in eine für das Anzünden günstigere Lage ge bracht werden kann.
Die Fig. 13 und 14 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Steuervorrichtung für ein wärmeempfindliches Hauptgentil, bei der die Beeinflussung der Steuerflamme auf mechanischem Weg erfolgt. 4 ist wieder das Hauptgasventil mit der wärmeempfind- liehen Spreizmembran 15, die den Durchlass 16 des Hauptgasventils beherrscht. Über der Spreizmembran 15 ist eine Schutzhaube 62 angeordnet, deren Öffnung 63 nur den mitt leren Teil der Spreizmembran 15 freilässt.
.Die Schutzhaube 62 hat die Gestalt eines gegen die Membran gerichteten Trichters, damit sie nur der Membranmitte nahe kommt, im übrigen aber zur Vermeidung einer Strahlwirkung von der Spreizmembran weit absteht, so dass eine ungehinderte Kühl luftzirkulation zwischen der Membran und der Schutzhaube möglich ist. Eine solche Schutzhaube kann natürlich auch bei Ein richtungen nach den Fig. 1 bis 12 verwendet werden. B ist der Steuerbrenner, der vor teilhaft entsprechend dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Steuerbrenner ausgebildet ist.
Der Steuerbrenner B ist mittelst eines Hahn gelenkes 64, 65 verschwenkbar mit dem Ende der Steuergasleitung 22 verbunden. Durch das Verschwenken des Steuerbrenners B kann .man also gleichzeitig die Richtung der Steuerflamme gegen die Spreizmembran 15, sowie die Stärke des Steuergasstromes än dern, und zwar ist das Hahngelenk 64, 65 so ausgebildet, dass sein Gasdurchlass voll geöffnet ist, wenn die Steuerflamme gegen die Mitte der Spreizmembran 15 gerichtet ist (Fig. 14), während der Gasdurchlass um so mehr geschlossen wird,
je weiter die Steuerflamme nach der Seite geschwenkt wird (Fig. 13). Es ist jedoch Vorsehung getroffen, dass auch in der seitlichsten Grenz- stellung des Steuerbrenners (Fig. 13) noch ein kleiner Gasdurchlass bestehen bleibt, der eine kleine Wachflamme speist. Der Steuer brenner B ist durch eine Lasche 66 mit dein bewegten Arbeitsteil eines Reglers oder Schalters H verbunden. Bei dem gezeichne ten Ausführungsbeispiel ist der Schalter H ein Wasserströmschalter mit einer Membran 67, die in einem Gehäuse eingeschlossen ist, das sie in zwei Kammern 68, 69 teilt.
Beide Kammern 68 und 69 sind an eine Wasser leitung 70, 74 angeschlossen, die eine Dros selstelle 71 enthält und mittelst eines Was serhahnes 72 absperrbar ist. Die Kammer 6;3 ist - in der Strömrichtung des Wassers gesehen - vor der Drossel 71 an den Teil 70 der Wasserleitung angeschlossen; die Kammer 69 dagegen ist durch einen Kamil 73 hinter der Drossel 71 mit dem Teil 74 der Wasserleitung verbunden.
Solange der Wasserhahn 72 geschlossen ist, herrscht in der Wasserleitung 70, 74 auf beiden Seiten der Drossel 71 und also auch in beiden Kam mern 68 und 69 der gleiche Druck, so dass die Membran 67 sieh in Ruhe befindet (Fig. '13). Wird der Wasserhahn 72 geöffnet, so herrscht nur in dem Leitungsteil 70 vor der Drossel 71 und in der Kammer 68 der volle Netzdruck, während in dem Leitungsteil 74 hinter der Drossel und somit auch in der Kammer 69 ein geringerer Druck herrscht.
Die Membran 67 wird daher in der Richtung des geringeren Druckes durchgebeult (Fig. L-1), wobei sie eine mit ihr verbundene Stange 75 bewegt. Die Stange 75 ist durch die Lasche 66 mit dem Steuerbrenner B be wegungsschlüssig verbunden, so dass der Steuerbrenner den Schaltbewegungen der Llcnihran 67 folgend um das Bahngelenk 64. (',.> liin- und hergeschwenkt wird.
Die Einrichtung ist so getroffen, dass der Steuerbrenner B bei geschlossenem Wasser hahn 72 ganz zur Seite geschwenkt ist (Fig. 13), so dass nur eine kleine Wachflamme brennt, die nicht imstande ist, die Spreiz- membran 1.5 zum Öffnen des Hauptgasven- tils zii. bewegen.
Wird der Wasserhahn 72 geöffnet, so bewegt sich die Membran 6 7 nach rechts und verschwenkt den Steuer- brenner B so, dass die Steuerflamme durch die Öffnung 63 der Schutzhaube 62 gegen die Mitte der Spreizmembran 15 gerichtet ist.
Gleichzeitig wird die kleine Wach flamme durch das Öffnen des Gasdurchlas ses im Halmgelenk 64, 65 zu einer kräftigen Steuerflamme verstärkt, welche die Spreiz- membran 15 so stark erwärmt, dass sie sich wölbt: und den Gasdurchlass zum Haupt <B>1</B> renner freigibt (Fig. 1.1). Wird der Was serhahn 7 2 nur teilweise geschlossen, so be wegt sich die Membran 67 nur ein kurzes Stück gegen ihre Ruhelage zurück:
dabei verschwenkt sie auch den mit ihr gekuppel ten Steuerbrenner B, dessen Flamme durch die Verengung des Gasdurchlasses im Halin- gelenk 6.1, 65 etwas verkleinert und gleich zeitig durch die Verschwenkung aus der 3Zitte der Spreizmembran 15 in ihrer Wir- kuhr; geschw äclit wird.
Die Spreizmembran 15 wird also nicht mehr so stark erwärmt n nd kühlt sich durch den an ihr vorbeistrei- chenden Hauptgasstrom ab, so dass sie ihre Wölbung vermindert und den Gasdurchlass 16 wieder etwas verengt. Die Brennerleistung wird also dem jeweiligen Wasserdurchfluss angepasst.
In der Steuerleitung 22 können noch weitere Regler und Schalter, zum Bei spiel Handschalter, Wärmeschalter, Flam menregler und dergleichen angeordnet sein, die den Steuergasstrom und damit die Flam menlänge in gleicher Weise regeln, wie die Schalter C, D, G in den Fig. 1 bis 5. Ebenso wird man zweckmässig eine Wachgas- und Anzündleitung vorsehen, wie dies in den Fig. 1 bis 5 gezeigt wurde.
An Stelle einer Schwenkbewegung könnte man dem Steuerbrenner auch eine geradlinige Bewegung geben.