CH165987A - Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Licht. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Licht.

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CH165987A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Licht.    Man hat schon vorgeschlagen, für Be  leuchtungszwecke Natrium enthaltende elek  trische Entladungsröhren zu verwenden, die  man auch schon mit einer     Glühkathode    und  einem die Zündung befördernden Edelgas  versehen hat. Als Edelgas hat man bisher  Krypton,     Xenon    oder manchmal Argon ver  wendet.  



  Nach der Erfindung, die eine Entla  dungsröhre von der beschriebenen- Gattung  betrifft, wird Neon als Hauptbestandteil der  Gasfüllung benutzt und der     Elektrodenab-          stand    wird .dabei so klein gewählt,     .dass    die  Entladung den Charakter einer Bogenentla  dung ohne positive Säule aufweist.  



  Bekanntlich gibt eine auf     thermionischem     Wege elektronenemittierende Glühkathode  Anlass zu einer Bogenentladung in ihrer  Nähe. Wenn der Abstand zwischen dieser  Kathode und der Anode gross genug ist, ent  steht neben dieser Bogenentladung auch eine  positive Säule, die im allgemeinen -durch den       Fara-dayschen    Dunkelraum von     -der    Bogen-         entladung    getrennt ist. Ein im Vergleich zu  ,der positiven :Säulenentladung kennzeichnen  des Merkmal der Bogenentladung     besteht     darin,     dass    die Konzentration der Elektrizi  tätsträger in der Bogenentladung mehrere  Male (gewöhnlich 102 bis l04 mal) grösser ist  als in der positiven Säule.

   Bei der     erfin-          ,dungsgemässen    Röhre ist nun der Abstand       zwischen    den Elektroden so gering,     @dass-    eine       Bogenentladung    ohne positive     .Säule    auftritt.  



  Es wurde gefunden, -dass bei dieser Ent  ladungsform -der Gebrauch von Neon     beson-          ,dere    Vorteile     gegenüber    .dem Gebrauch der an  dern Edelgase hat, da es sich zeigt,     dass    die       Lichtausstrahlung    wesentlich grösser und  über einen grösseren Bereich nur wenig von  dem Druck des Neons abhängig     ist.     



  Ausserdem hat der Gebrauch von Neon  ,den     Vorteil,        dass,die    Entladungsröhre schon  sofort nach dem Einschalten, wenn der Na  trium.dampf nur noch einen so geringen  Druck     aufweist,    dass er praktisch noch nicht      an der Entladung beteiligt ist, Licht aus  strahlt, nämlich     Neonlicht.    Beim Gebrauch  von Argon zum Beispiel wird in diesem Fall  praktisch kein Licht ausgesandt. Das Neon  licht     vermischt    sich bei höher werdendem       Natriümdampfdruck    mit dem vom     Natrium-          dampf    ausgesandten Licht.

   Es hat sich ge  zeigt,     dass    infolgedessen der monochroma  tische     Charakter-,des.    Lichtes teilweise unter  drückt wird, und Farben in diesem Licht sich  eher unterscheiden lassen als in reinem Na  triumlicht oder in von einer Mischung aus       Natriumdampf    und Argon ausgesandtem  Licht.    Der     Neondruck    wird zweckmässig     kleiner     als 4 mm gewählt, wobei .der Druck bei Zim  mertemperatur, also nicht während des Be  triebes gemeint wird.

   Zweckmässig wird man  .den Druck des Neons derart wählen,     dass    er  zwischen einem Höchst- und einem Min  destwert liegt, wobei dieser in     mm    aus  gedrückte Höchstwert gleich 3,3 minus  11,5 .     10--3    .     Q    und der Mindestwert 1,1       minus        4.10-3-        Q    ist, worin Q die innere  Oberfläche in cm' des     Glaskolbens    der Ent  ladungsröhre bedeutet.  



  Die Beziehungen haben keinen unbe  schränkten Geltungsbereich. Sie gelten an  nähernd     bis    zu Kolbenflächen von 17.5 bis  200 cm. Bei     grösseren    Kolbenflächen wählt  man den Druck des Neons zweckmässig zwi  schen     1/2    und 2 mm (bei Zimmertemperatur).    Der optimale Gasdruck, das heisst der  Druck, bei dem der grösste Wirkungsgrad er  zielt wird, ist beim Gebrauch von Neon  grösser als bei Anwendung anderer Edelgase.  Dieser höhere Neondruck ist sehr wünschens  wert, da hierdurch die Gasfüllung während  des     Betriebes    nicht zu schnell verschwindet.

    Ausserdem ist die     Zerstäubung    der     Glüh-          kathode    bei diesem höheren     Ga.s.druck    ge  ringer     als    bei kleinerem Gasdruck, was der  Lebensdauer der Entladungsröhre förderlich  ist. Zu Vergrösserung dieser Lebensdauer  kann es sogar erwünscht sein, den Druck des  Neons     etwas    grösser :als den optimalen Druck  zu wählen. -    Als     Glühkathode    wird zweckmässiger  weise eine solche mit grosser Emissionsfähig  keit gewählt.  



  Der     Gegenstand,der    Erfindung ist in der  Zeichnung     beispielsweise    schematisch darge  stellt.  



       Fig.    1 zeigt beispielsweise eine Entla  dungsröhre zum     Ausstrahlen    von Licht nach  der Erfindung; die       Fig.    2, 3 und 4 stellen einige bei Gleich  strombelastung gemessene Kurven dar, die  mit Hilfe solcher Entladungsröhren festge  stellt und zum Beurteilender Erfindung von  Wichtigkeit sind.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Entladungs  röhre besitzt eine nahezu     kugelförmige    Wand  1, an der sieh eine nach     aussen    vorspringende       Quetschstelle    2 befindet.     Durch    diese  Quetschstelle sind die     Stromzuführungs-          drähte    hindurch geleitet, die     zu,den    Elektro  den der Entladungsröhre führen.

   Diese be  stehen aus einer schraubenlinienförmig ge  wundenen, mit einer     Erdalkaliogydschicht     überzogenen Kathode 3 und zwei     plattenför-          migen,    in einer Entfernung von annähernd  15 mm von der     Glühkathode    angeordneten  Anoden 4. Die Röhre, die einen Innendurch  messer von 50 mm hat, enthält eine Gasfül  lung, die aus Neon besteht, .das bei Zimmer  temperatur einen Druck von 2,5 mm auf  weist. Inder Röhre ist auch eine Menge Na  trium enthalten, dessen Dampf an der Ent  ladung beteiligt ist. Zur Verringerung der  Wärmeabgabe :der Entladungsröhre ist diese  in einer Hülle 5 eingeschlossen, die mit einer  Quetschstelle 6 versehen ist, durch welche die  Stromzuleitungsdrähte der Elektroden hin  durch geführt sind.

   Diese Drähte dienen  gleichzeitig als Halter der Entladungsröhre.  Der Raum     zwischen,dem    Glaskolben der     Ent-          laclungsröhre    und     .der    Hülle ist entlüftet.  



  Das Neon erleichtert nicht nur die     Zün-          dung,der    Entladung, sondern     ist    auch später  beim Betrieb an der Entladung beteiligt. Die  durch die Entladung erzeugte Wärmeerhitzt       .das    in ,der Röhre enthaltene Natrium, so dass  der Druck des     Natriumdampfes    erhöht wird.  Von diesem Dampf wird dann ein sehr Star-           kes    Licht ausgestrahlt. Zweckmässig wird  die Temperatur so hoch gesteigert, dass der  Druck des     Natriumdampfes    einer Temperatur  von 200' bis<B>300'</B> C entspricht. Bei diesem  Druck ist der     Wirkungsgrad    :der Entladungs  röhre am grössten.

   Die Entladung weist den  Charakter einer Bogenentladung ohne posi  tive Säule auf. Die     Zündspannung    beträgt  17 Volt, während die Betriebsspannung der  Entladung 13 Volt ist.  



  In bekannter Weise wird eine Impedanz,  zum Beispiel in Form eines. Widerstandes,  einer Drosselspule oder eines     Streufeldtrans.-          formators    mit der Entladungsröhre in Reihe  geschaltet.         Fg.    2 stellt die Anzahl internationaler  Kerzen des von der Entladungsröhre nach       Fig.    1 ausgesandten Lichtes in Abhängig  keit von dem Gasdruck, und zwar für eine  Neon-, Argon-, Krypton- und Heliumfüllung  dar.

   Der Energieverbrauch (einschliesslich  der zum Heizen der Glühkathode erforder  lichen Energie) ist für die verschiedenen  Gasfüllungen nahezu der gleiche:, nämlich  53 Watt für die Neonfüllung, 57 Watt für  die     Argonfüllung    und 58 Watt für die     Kryp-          tonfüllung.    Der Druck des Gases bei  Zimmertemperatur ist in mm ausgedrückt.  



  Die Kurve A stellt die     Abhängigkeit     vom Glasdruck beim Gebrauch     -von    Neon dar,  während :die Kurven B und C für den Ge  brauch von Argon     bezw.    Krypton gelten. Es  ist aus .den Figuren ersichtlich,     :dass    :die  Lichtausstrahlung der neongefüllten Entla  dungsröhre wesentlich grösser ist als :die der       argon-    oder     kryptongefüllten        Entia-dungs-          röhre.    Helium liefert ungünstigere Ergeb  nisse. In     Fig.    2 gibt zum Beispiel die Linie  D den Verlauf :der Kerzenstärke einer  heliumgefüllten     Natriumdampflampe    wieder.

    Obgleich der     Energieverbrauch    dieser helium  gefüllten Entladungsröhren     etwas    kleiner  war als derjenige der Entladungsröhren, für  welche die Linien<I>A, B</I> und C festgestellt  sind, nämlich 44 Watt, ergibt sich doch  durch Vergleich der Kurven, dass auch unter  Berücksichtigung     :dieses    niedrigeren Energie-         verbrauches    der Wirkungsgrad wesentlich  kleiner als die einer neongefüllten Entla  dungsröhre ist.  



  Die Kurven<I>A, B</I>     und    C zeigen einen  Scheitel, was bei der     Kurve        1)        nicht,der    Fall  ist. Der Scheitel der Linien B und C ist  ziemlich scharf,     :derjenige    der Kurve A da  hingegen nicht. Dies ist von grossem Vorteil,  da hierdurch der optimale Wert des Gas  .druekes einer Neonfüllung nicht so kritisch,  wie derjenige einer Argon- oder     Kryptonfül-          lung    ist.

   Ausserdem ist der optimale Neon  druck grösser als der optimale Argon-     und          Kryptondruck,    was den     Vorteil    hat,     :dass    eine  verhältnismässig erhebliche Neonmenge in die  Röhre eingeführt werden muss, was der  Lebensdauer förderlich ist, :da :diese Neon  menge nicht so     ,schnell    verschwindet, wie die  kleineren Argon- und     Kryptonmengen.          Ausserdem    ergibt dieser hohe Neondruck den  Vorteil einer geringeren     Zerstäubung    der  Glühkathode und dementsprechend einer  grösseren Lebensdauer der Entladungsröhre.

    Will man :diese Lebensdauer noch mehr ver  grössern, so kann man den Neondruck -grösser  als :den optimalen     Neondruck    wählen. In der  Regel bleibt man jedoch unterhalb 10 mm.  



  In     Fig.    3 sind noch einige Kurven E, F,  G und H von Entladungsröhren mit andern  Abmessungen dargestellt. Betrug der Durch  messer der     kugelförmigen    Entladungsröhre,  mit der die Linien der     Fig.    2     festgestellt     wurden, 50 mm, so war derjenige der Röhre,  welche die Linien E     und    F lieferte, 60 mm,  während die Linien G und     7l    an einer kugel  förmigen Entladungsröhre mit einem Durch  messer von 45 mm gemessen wurden.  



  Die Linie E gilt für eine Neonfüllung  und einen Energieverbrauch in der Entla  dungsröhre (einschliesslich der     Heizenergie          .der        Glühkathode)    von 90 Watt, während die  Kurve F für eine     Argonfüllung    und einen  Energieverbrauch     von.    8.5     Watt    gilt. Die  Kurven G und H wurden bei einem Energie  verbrauch von 53 Watt und einer Gasfüllung  aus Neon     bezw.    Argon     festgestellt.    Auch  aus :dieser Figur     ist    ersichtlich, dass der Ge  brauch von Neon grosse Vorteile ergibt.

        Der optimale Druck der Neonfüllung er  weist sich als von     der    Grösse der     Kolben-          fläche,der    Entladungsröhre einigermassen ab  hängig. In     Fig.    4 ist dieser optimale Druck  als Funktion der     Oberfläche    aufgetragen  (Kurve K). Der Druck ist bei Zimmer  temperatur in mm und die Oberfläche in       cm2    gemessen. Aus der Figur ist ersieht  lieh,     da-ff    der Neondruck zweckmässig  niedriger als 4 mm zu wählen ist.

   Aus  den     Fig.    2 und 3 ist ersichtlich, dass der       Druek    des     Neons    ohne grosse     Nachteile    so  wohl etwas unterhalb, als auch oberhalb des  optimalen Wertes liegen kann, da, indem die  Kurven A, E und G in dem Scheitel     ziem-          lieh    flach verlaufen, eine Änderung des  Neondruckes in der Nähe des optimalen  Druckes     nur    eine     kleine    Verringerung der  Lichtausstrahlung zur Folge hat.

   Die gün  stigen Werte des Druckes liegen in     F'ig.    4  daher auch     in.    einem Bereich oberhalb und  unterhalb der Kurve     K,    etwa. in dem von den  Geraden L und M begrenzten Bereich. Die  Geraden<I>L</I> und     lVl    werden durch ,die Funk  tion p = 3,3 minus 11,5 .     l0-3.    Q     bezw.     (annähernd) p = 1,1 minus 4 .     10-3    . Q  dargestellt, in der p den Druck in mm  und Q. die Grösse- der     Kolbenoberfläche    in       em@    darstellen.

   Man wird daher zweckmässig  dafür Sorge     tragen,    dass der Neondruck zwi  schen den durch diese Gleichungen darge  stellten Höchst- und Mindestwerten liegt.  



  Diese Beziehungen haben selbstredend  keinen     allgemeinen    Geltungsbereich, was  zum Beispiel schon daraus hervorgeht,     dass     die     Linien   <I>L</I> und     IVl    bei grösseren Kolben  flächen die     Abszissenachse    schneiden, so dass  der     Neondruck    negativ sein müsste, was       selbstverständlich    nicht zutreffen kann. Die  angegebene     Beziehung    zwischen dem Gas  druck und der Kolbenfläche gilt daher auch  nur bis zu einer Kolbenfläche von 175 bis  200 0 cm. Bei grösseren     Kolbenflächen    wählt    man den Neondruck zweckmässig zwischen  0,5 und 2' mm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre zum Aus- seniden von. Licht mit einer Glühkathode, Natriumdampf und einer<B>Ei</B> delgasfüllung, dadurch gekennzeichnet"dass die Edelgasfül- lung in der Hauptsache aus Neon besteht und der Elektrodenabstand so klein ist, @dass die Entladung den Charakter einer Bogenentla dung ohne positive Säule aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck -des Neons, bei Zimmertempera: tur kleiner als 4 mni ist.
    2. Elektrische Entladungsröhre naeh Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck des Neons bei Zimmertem peratur zwischen einem Höchst- und einem Mindestwert liegt, die 3,3 minus 11,5 . 1Q-3. Q beziehungsweise 1,1 minus 4 . 1Q-3 . Q, betragen, in denen Q die Kolbenfläche der Entladungsröhre in cm' bedeutet.
    3. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass .der Druck des Neons bei Zimmertempera tur zwischen 0,5 und .2' mm liegt, wobei ,die Kolbenfläche der Entladungsröhre ;grösser als 200 cm' ist. 4. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass .der Natriumdampfdruck im Röhrenbetrieb einer Temperatur von 200' bis<B>300,'</B> C entspricht.
CH165987D 1931-12-24 1932-08-06 Elektrische Entladungsröhre zum Aussenden von Licht. CH165987A (de)

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