CH165992A - Verfahren zur Zündung einer elektrischen Entladungsröhre. - Google Patents

Verfahren zur Zündung einer elektrischen Entladungsröhre.

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CH165992A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Verfahren zur Zündung einer elektrischen Entladungsröhre.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Zünden einer elektrischen Ent  ladungsröhre mit Gasfüllung und gesondert  geheizter     Glühkathode.    Unter     "C-rasfüllung"     ist im vorliegenden Fall nicht nur eine aus  einem oder mehreren Gasen, sondern auch  eine aus einem oder mehreren Dämpfen oder  aus einem Gemisch von Gas und Dampf be  stehende Füllung zu verstehen. Solche Ent  ladungsröhren zünden erst bei einer Spannung,  die wesentlich grösser als die     Brennspannung     ist, das heisst als die Spannung zwischen  den Elektroden bei herbeigeführter Entladung.

    Zur Inbetriebsetzung dieser Entladungsröh  ren verwendet man denn auch eine Spannung,  die grösser als diese     Brennspannung    und  die imstande ist, die Röhre zu zünden. Die       Differenz    in der Zünd- und Brennspannung  wird nach dem Einsetzen der Entladung  durch eine mit der Entladungsröhre in Reihe  geschaltete Impedanz aufgenommen. Wenn  diese aus einem     ohmschen    Widerstand be  steht, so wird darin eine     Euergiemenge    ver-    braucht, die in den meisten Fällen nicht  benutzt wird.

   Wenn die     Vorschaltimpedanz     wie eine Selbstinduktion ausgebildet ist, so  verursacht diese einen schlechten Leistungs  faktor     cos        5p.    Ausserdem werden durch eine  Selbstinduktion, ebenso wie durch eine aus  einem     ohmschen    Widerstand bestehende       Vorschaltimpedanz,    die Herstellungskosten  der Anlage gesteigert.  



  Die     Erfindung    bezweckt, diese Nachteile  auf einfache Weise womöglich ganz zu ver  meiden, zum mindesten aber erheblich herab  zusetzen.  



  Erfindungsgemäss wird zu diesem Zweck  die Glühkathode der     Entladungsröbre    vor  der Zündung der Entladung auf eine höhere  Temperatur als die normale Betriebstempe  ratur erhitzt. Hierdurch wird die     Zündspan-          nung    verringert, so dass man an die Elek  troden der Entladungsröhre zwecks Zündung  der Entladung eine Spannung anlegen kann,  die geringer ist als die Zündspannung bei  auf normale Betriebstemperatur erhitzter      Glühkathode. Demzufolge braucht nur eine  geringere Spannungsdifferenz in die     Vorschalt-          impedänz    aufgenommen zu werden, was we  niger Verlust oder einen besseren Leistungs  faktor während des Betriebes und eine Er  sparnis an Herstellungskosten mit sich bringt.  



  Die starke Erhitzung hat keinen nach  teiligen Einfluss auf die Lebensdauer der  Glühkathode, da diese nur einige Augen  blicke auf die erhöhte Temperatur gebracht  wird. Wenn die Entladung herbeigeführt       worden    ist, wird die Glühkathode nur noch  auf normale Betriebstemperatur erhitzt.  



  Das Verfahren nach der Erfindung sei an  Hand beiliegender Zeichnung, in der zwei  Beispiele von Einrichtungen zum Ausführen  des Verfahrens     schematsich    dargestellt sind,  näher erläutert  Die Einrichtung gemäss     Fig.    1 enthält  eine Entladungsröhre 1, in der eine     Glüh-          kathode    2 und zwei Anoden 3     angeordnet     sind. Die Entladungsröhre enthält eine Menge  Gas oder Dampf, zum Beispiel     Natriumdampf,     und wird zur Lichtausstrahlung benutzt. Die  beiden Anoden sind an die Enden einer spar  transformatorartig gebauten Induktionsvor  richtung 4 angeschlossen.

   Einige in der       Mitte    der Wicklung dieser Vorrichtung lie  gende Windungen werden zum Speisen der  Glühkathode 2 verwendet, und zu diesem  Zweck ist letztere mittelst der Drähte 5  und 6 an diese Windungen angeschlossen.  Der Spartransformator wird aus einer     Wech-          selstromquelle    7 gespeist, und mit dem Auto  transformator ist ein     ohmscher    Widerstand  8 in Reihe geschaltet.  



  Die Spannung der     Wechselstromquelle     7 ist derart niedrig bemessen, dass falls die  Glühkathode auf diejenige Temperatur erhitzt  wird, die sie während des Betriebes der  Entladungsröhre erhält, keine Zündung der  Entladung erfolgt. Bei einer noch nicht ge  zündeten Entladungsröhre ist aber die Spannung  der den Heizstrom liefernden     Windungen     grösser, als während des Betriebes der Ent  ladungsröhre, wenn die Entladung einmal  erfolgt. Diese gesteigerte     Spannung    der       Glühstromquelle    wird einen starken Heiz-         strom    durch die Glühkathode herbeiführen.

    Kurz nach dem Einschalten der Anlage wird  die     Glühkathode    2 denn auch eine höhere  Temperatur als beim Betrieb der Entladungs  röhre haben. Durch diese erhöhte Tempera  tur der Glühkathode wird die Zündspannung  der Entladung reduziert, so dass die Ent  ladung bei einer Spannung erfolgt, die niedri  ger als die Zündspannung der Röhre mit  auf normale Betriebstemperatur erhitzter  Glühkathode ist.  



  Die Differenz zwischen der Spannung  der     Wechselstromquelle    7 und der Betriebs  spannung der Entladungsröhre ist demzufolge  verringert worden, so dass der     Vorschalt-          widerstand    8 kleiner bemessen werden kann,  was eine Ersparnis an     Herstellungs-    und  an Betriebskosten mit sich bringt.  



  Auch die Anlage nach     Fig.    2 enthält  eine Entladungsröhre 1 mit einem Glühdraht  2, der selbst die Kathode, oder der     Heiz-          widerstand    einer indirekt geheizten Kathode  sein kann, und zwei Anoden 3. Diese Ent  ladungsröhre wird mittelst eines sogenannten  Streutransformators betrieben. Dieser Trans  formator besitzt einen Kern 9 mit einem  Schenkel 10, auf dem die Primärwicklung  11 aufgewunden ist, und mit einem andern  Schenkel 12, auf dem     dieSekundärwicklungen     13 und 14 angeordnet sind. Ferner enthält  der gern einen     Nebenschluss    für die mag  netischen Kraftlinien, der aus einem Schenkel  15 mit einem Luftspalt 16 besteht.

   Die Pri  märwicklung 11 wird durch die Wechsel  stromquelle 17 gespeist, während die Enden  der Sekundärwicklung 13 mit den Anoden  3 verbunden sind und die Sekundärwicklung  14 den Heizstrom für die Glühkathode 2  liefert. Die Mitte der Wicklung 13 ist mittelst  des Leiters 18 mit der Mitte der Wicklung  14 verbunden.  



  Die Spannung der     Wechselstromquelle    17  ist derart bemessen, dass die in der Wicklung  13 induzierte Spannung nicht zur Zündung  der Entladung genügt, falls die Glühkathode  2 auf die Temperatur erhitzt wird, die sie  während des Betriebes bei durchgehender  Entladung hat. In der Sekundärwicklung 14      wird aber vor der Zündung der Entladung  eine grössere Spannung als beim Betrieb der  Entladungsröhre induziert, wenn die Entla  dung herbeigeführt worden ist.

   Diese erhöhte  Spannung der Wicklung 14 erhitzt die     Glüh-          kathode    2 nach einiger Zeit auf eine Tem  peratur, die oberhalb der normalen Betriebs  temperatur liegt, wodurch ebenso wie bei  der Zündung der Entladungsröhre 1 der An  lage nach     Fig.    1 die Zündspannung herab  gesetzt wird, so dass die Entladung mittelst  einer niedrigeren Spannung der Wicklung 13  eingeleitet wird. Dies hat zur Folge, dass  der Streutransformator kleiner bemessen sein  kann, als wenn die Glühkathode 2 beim  Zünden der Entladungsröhre nicht auf eine  höhere Temperatur erhitzt wird. Dies hat       einen    günstigen Einfluss auf den Leistungs  faktor, der nämlich infolge der kleineren Be  messungen des Streutransformators grösser ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Zünden einer elektrischen Entladungsröhre mit Gasfüllung und geson. dert erhitzter Glühkathode, dadurch gekenn zeichnet, dass die Glühkathode vor der Zün dung der Entladung auf eine höhere Tem peratur als die normale Betriebstemperatur erhitzt wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Elek troden der Entladungsröhre zwecks Zün dung der Entladung angelegte Spannung ge ringer ist als die Zündspannung bei auf nor male Betriebstemperatur erhitzter Glühka- thode.
CH165992D 1931-11-25 1932-08-12 Verfahren zur Zündung einer elektrischen Entladungsröhre. CH165992A (de)

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