CH166057A - Verfahren zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, und Schmiervorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, und Schmiervorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Schmieren von losen Bädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, und Sehmiervorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schmieren von losen Rädern f r Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, sowie eine Schmiervorrichtung zur Ausfüh- rung dieses Verfahrens. Zweck der Erfindung ist, dafür zu sorgen, dass solche losen Räder auch beim Anfahren, wo es in erster Linie auf eine gute Schmierung ihrer Lagerflächen ankommt, ganz unabhängig von der Viskosität und Temperatur des Schmiermittels, einwandfrei geschmiert werden. Zu diesem Behufe erfolgt gemäss vorliegender Erfindung die Schmierung der losen Räder, solange ihre Umfangsgeschwindigkeit einen festlegbaren Wert nicht übersteigt, durch eine zwangläufige Druckschmierung, die beim ¯berschreiten jenes Wertes selbsttätig in eine Spülschmierung übergeht.
Bei einer Schmiervorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens ist gemäss vorliegender Erfindung mit den losen RÏdern je ein Gehäuse einer Drehkolbenpumpe mit exzentrisch darin angeordnetem, feststehendem Kolben starr verbunden. Der sichelför- mige Arbeitsraum dieser Pumpe ist durch ein in dem sich drehenden Gehäuse verstellbar angeordnetes Glied in einen Saug-und einen Druckraum unterteilt, wobei in diese Räume mit den zu schmierenden Stellen in Verbindung stehende Kanäle ausmünden.
Ein Ausführungsbeispiel einer Schmiervorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt :
Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 durch das linke Ende der Achse eines Eisenbahnfahr zeuges, und
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
1 bezeichnet eine feststehende Achse und 2 einen in eine Bohrung dieser Achse 1 eingesetzten Hohlkörper, der zwei voneinander getrennte Räume 4,5 (Fig. 2) aufweist. Die Trennung der sich über die ganze Länge des Körpers 2 erstreckenden Räume 4,5 wird durch einen Steg 3 des Körpers 1 bewirkt.
Am linken Ende der Fig. 1 stehen die Räume 4,5 über eine Kammer 6, die in einem auf die Achse 1 aufgeschraubten Deckel 7 vorgesehen ist, miteinander in Verbindung. Der Deckel ist gleichzeitig als Steigrohr 72 au- gebildet. Das Fahrzeugrad 8 läuft mittelst einer starr damit verbundenen Büchse 9 auf der feststehenden Achse 1 ; die betreffende Lagerfläche ist mit A bezeichnet. Gegen achsiale Verschiebung wird das Rad 8,9 durch zwei Büchsen 10,11 gesichert, die je mit der Achse 1 starr verbunden sind. Die Büchse ist mit der Achse 1 verschweisst und weist einen exzentrisch ausgebildeten Teil 111 auf.
Ein auf die Achse 1 aufgeschraub- ter Ring 12 dient zum achsialen Zusammen- halten der Teile 10,8-9,11 ; die dabei sich ergebenden Stirnlagerflächen des Rades 8,9i sind mit B, Bl bezeichnet. 13 und 14 sind zwei mit dem Laufrad 8,9 starr verbundene, also mit diesem sich drehende Gehäuse, von denen jedes einen Olsammelraum 15 bezw. 16 aufweist. In den Raum 15 ragt ein feststehender Olfänger 17 und in den Raum 16 ein feststehender Olfänger 18 ;-diese Fänger 17,18 führen das von ihnen vom Innenumfange der sich drehenden GehÏuse 13 bezw. 14 entfernte 01 den Räumen 4,5 zu.
In einer Ausnehmung des Gehäuses 14 ist ferner ein Kölbchen 30 mit einem gewissen radialen Spiel gelagert ; dieses Kölbchen 30 wird durch eine Feder 19 veranlasst, gegen den exzentrisch ausgebildeten Teil 11t der Büchse 11 anzuliegen. Zufolge der exzentrischen Ausbildung des Teils zist zwischen diesem und dem Gehäuse 14 ein sichel- förmiger Raum 20 vorhanden, der durch das Eölbchen 30 in einen Saug-und Druckraum unterteilt wird. Ein Kanal 21 verbindet den Raum 20 mit dem Raum 4 des Hohlkörpers 2, während ein Kanal 22 jenen Raum 20 mit dem Raum 5 des Körpers 2 verbindet.
Aus dem Raum 4 gelangt das Schmier¯l durch Kanäle 23 und durch Kanäle 24, die durch einen in Fig. 2 in gestrichelten Linien. angedeuteten : Canal mit den Kanälen 23 verbunden sind, zu den LagerflÏchen A, B, Bl, wobei ein Teil dieses Íls in die Räume 15, 16 und der Rest durch Banale 25 und Kanäle 26, die in nicht gezeigter Weise an die Kanäle 25 angeschlossen sind, in den Raum 5 abfliesst.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Schmiervorrichtung ist folgende : Solange die Umfangsgeschwindigkeit des Rades 8,9 und der damit verbundenen Gehäuse 13,14 einen gewissen Wert nicht übersteigt, liegt das Eolbchen 30 gegen den exzentrisch ausgebildeten Teil 111 an. Durch passende Wahl der Stärke der Feder 19 lässt sich jener Wert der Umfangsgeschwindigkeit festlegen. Das s sich drehende Gehäuse 14 bildet zusammen mit dem feststehenden, exzentrisch ausgebil- deten Teil 11t eine Drehkolbenpumpe mit sichelförmigem Arbeitsraum 20.
Dieser wird vom golbchen 30 in einen Saug-und Druck- raum unterteilt, so dass dann bei einer Drehung des Gehäuses in Richtung des Pfeils C (Fig. 2) zwangläufig Schmier¯l durch den Kanal 21 in den Raum 4 gefördert wird, von wo es unter Druck durch die Kanäle 23,24 nach den Lagerflächen A, B, B1 des Laufrades 8,9 gelangt. Von diesen Flächen gelangt es zum Teil durch die ranale 25,26 wieder in den Raum 5, von wo es durch den Kanal 22 in den Saugraum der Drehkolben- pumpe angesaugt wird, um hierauf den beschriebenen Ereislauf von neuem zu durchlaufen.
Der Rest des nach den Lagerflächen A, B, Bl geförderten Drucköls fliesst längs der radialen Lagerflächen B, But in die Räume 15,16 ab, wo es von den Fangern 17, 18 aufgefangen und in die Räume 4,5 zurückgeleitet wird, so dass es sich wieder im Kreislaufe des zwangläufig von der Drehkolbenpumpe 111, 14 geförderten Drucköls befindet. Allfällige während des Umlaufens des Rades auftretende Druckschwankungen werden von der Schmiermittelsäule im Steigrohr 7 :' ausgeglichen.
Übersteigt die Umfangsgeschwindigkeit des Rades 8,9 den erwähnten, festlegbaren Wert, so verschiebt sich das Kblbeheia 30 entgegen der Wirkung der Feder 19 nach auswärts, so dass nun die Kanäle 21,22 über den sichelförmigen Raum 20 der Pumpe 111, 14 dauernd miteinander in Verbindung stehen. Es geht demzufolge die beschriebene zwangsmässige Druckschmierung der Lagerflächen A, B, Bt selbsttätig in eine Spül- schmierung über, wobei die Förderung des bls in erster Linie durch die keilförmigen Räume K (Fig. 2) an den Lagerflächen bewirkt wird.
Die beschriebene Vorrichtung ist ohne weiteres auch wirksam, wenn sich das Laufrad 8,9 entgegen der Richtung des Pfeils C bewegt, wobei dann die Strömungsrichtungen in den Kanälen 21,22,23,24,25,26 und den Räumen 4,5 den in den Figuren angegebenen entgegengesetzt gerichtet sind.
Zufolge der beim Anfahren zwangsmässig bewirkten Druckschmierung der LagerflÏchen des lose auf der feststehenden Achse l angeordneten Laufrades 8,9 wird gerade dann, wo es auf eine gute Schmierung in erster Linie ankommt, letztere in einwandfreier Weise bei allen Zuständen des Schmiermittels erreicht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zum Schmieren von losen Rä dern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schmierung der losen Räder, solange ihre Umfangsgeschwin- digkeit einen festlegbaren Wert nicht übersteigt, durch eine zwangläufige Druckschmierung erfolgt, die beim Über schreiten jenes Wertes der Umfangs- gesehwindigkeit selbsttätig in eine Spül schmierung übergeht.II. Schmiervorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mit den losen Rädern je ein Gehäuse einer Drehkolben pumpe mit exzentrisch darin angeord netem, feststehendem Kolben starr ver bunden ist, und dass der sichelförmige Arbeitsraum dieser Pumpe durch ein in dem sich drehenden Gehäuse der Dreh kolbenpumpe verstellbares Glied in einen Saug-und einen Druckraum unterteilt ist, in welche Räume mit den zu schmie- renden Stellen in Verbindung stehende Kanäle ausmünden.UNTERANSPRUCH : Schmiervorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das durch die Fliehkraft verschiebbare Glied als ein bis zu der festlegbaren Umfangsgeschwindig- keit des Rades und somit des Pumpengehäuses, durch eine Feder gegen den feststehenden Pumpenkolben angedrücktes lSölb- chen ausgebildet ist, das beim Überschreiten jener Geschwindigkeit selbsttätig die Trennung zwischen Saug-und Druckraum der Pumpe aufhebt, worauf das Schmiermittel nur noch durch die umlaufenden Teile nach den Lagerflächen des Rades gefördert wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH172630T | 1933-08-22 | ||
| CH166057T | 1933-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH166057A true CH166057A (de) | 1933-12-15 |
Family
ID=25718225
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH166057D CH166057A (de) | 1933-08-22 | 1932-11-09 | Verfahren zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, und Schmiervorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. |
| CH170700D CH170700A (de) | 1933-08-22 | 1933-05-11 | Vorrichtung zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge. |
| CH172630D CH172630A (de) | 1933-08-22 | 1933-08-22 | Vorrichtung zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge. |
Family Applications After (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH170700D CH170700A (de) | 1933-08-22 | 1933-05-11 | Vorrichtung zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge. |
| CH172630D CH172630A (de) | 1933-08-22 | 1933-08-22 | Vorrichtung zum Schmieren von losen Rädern für Fahrzeuge. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (3) | CH166057A (de) |
-
1932
- 1932-11-09 CH CH166057D patent/CH166057A/de unknown
-
1933
- 1933-05-11 CH CH170700D patent/CH170700A/de unknown
- 1933-08-22 CH CH172630D patent/CH172630A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH172630A (de) | 1934-10-15 |
| CH170700A (de) | 1934-07-15 |
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