CH166944A - Gittergesteuerter Metalldampfgleichrichter mit Hilfserregung. - Google Patents
Gittergesteuerter Metalldampfgleichrichter mit Hilfserregung.Info
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Description
Gittergesteuerter Netalldampfgleichrichter mit Hilfserregung. Für eine exakte Wirkung der Gitter steuerung ist es vorteilhaft, die Zündbedin- gungen der einzelnen gesteuerten Hauptano den eines mehrphasigen Metalldampfgleich- richters unverändert zu halten und insbeson dere den Einfluss der mit der Belastungs stromstärke wechselnden Ionisation im Ge fäss auszuschalten.
Diese Aufgabe ist nicht leicht zu erfüllen, da der Zeitpunkt der Zün dung der Hauptanoden bekanntlich in einem Periodenbereich bis zu -180 vor- bezw. zu rückverlegt werden muss, wenn die Steuer barkeit eines Gleichrichters voll ausgenutzt werden soll. Aus diesem Grunde genügt es nicht, bei einem mehrphasigen Gleichrichter eine entsprechend mehrphasige Erregerschal tung zu wählen, weil beispielsweise eine sechsphasig geschaltete Erregeranode<B>60'</B> breite Stromwellen führt, die ausserdem wellig sind.
Zur Erläuterung dieser Vorgänge diene Fig. 1, in der die Kurven a, <I>ä, ä'</I> usw. Span- nungswellen bezeichnen, die den Anoden eines Gleichrichters aufgedrückt werden. Die Freigabe der einzelnen Entladungsstrecken mit Hilfe der Steuergitter, die im Augen blick des Zündens eine Zündspannung auf gedrückt erhalten, sollen zu den Zeitpunkten P, P', P" usw. erfolgen.
Es ist nun der Fall angenommen, dass die Erregeranoden des Gleichrichters mit einer Wechselspannung beaufschlagt werden, die gleichphasig mit der den Anoden aufgedrückten Wechselspan nung ist. Man hat nun mit der Tatsache zu rechnen, dass in einem elektrischen gas- oder dampfgefüllten Entladungsgefäss jederzeit die Anode Strom führt, die die höchste Span nung gegenüber den andern Anoden auf weist. Beaufschlagt man die Anoden eines 6-phasigen Gleichrichters mit einer 6-pha- sigen Spannung, so:
wird beispielsweise die Anode a so lange Strom führen, bis die Span nungshalbwelle ä die Spannungshalbwelle d schneidet. In diesem Augenblick wird die Spannung der Anode ä grösser als die der Anode a, und somit übernimmt diese Anode die Stromführung. Das bedeutet aber, dass, bei einem 6-phasig gespeisten Gleichrichter jede Anode nur während 60 elektrischer Grade Strom führt.
Würde man, wie aus der Fig. 1 hervorgeht, nun die Zündung der Anode ä so weit verzögern, dass der Zünd- punkt sich um mehr als<B>60',</B> nämlich bis zum Punkte P' verschiebt, während die Brennzeit der zugehörigen Erregeranode b' in ihrer Phasenlage unverändert bleibt, so ergibt sich, dass die durch Schraffur hervor gehobenen Flächen<I>A</I> bezw. <I>B</I> der betreffen den Brennzeiten voneinander zeitlich getrennt werden.
Daher besteht im Zeitpunkt P' für die Entladungsstrecke der Anode ä keine genügende Anreicherung von Ladungsträ gern mehr, um ein sicheres Zünden dieser Anode zu ermöglichen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die erwähnten Mängel zu beseitigen und gleichmässige Zündungsbedingungen zu schaf fen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass Mittel vorgesehen sind, welche bewirken, dass die Lichtbogen der einzelnen Erregeranoden während desjenigen Zeit abschnittes jeder Wechselstromperiode bren nen, in welchen der Zündzeitpunkt der nächstgelegenen Hauptanode mit Hilfe der Gittersteuerung verlegt werden kann.
In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Der Gleichrichter 1 hat eine Kathode 2, die an die Leitung 3 angeschlossen ist. Die Haupt anoden des Gleichrichters sind mit 4, 5, 6, 7, & und 9 bezeichnet.
In der Nähe jeder Hauptanode liegt je eine Hilfsanode. Die Hilfsanoden 10, 11, 12, 13, 14 und 15 sind über Erregerwiderstände 16, 17, 18, 19, 20 und 21 an die Sekundärwicklung des Er regertransformators 22 angeschlossen, und zwar sind die Erregeranoden 10, 13, 11 und 14, sowie 12 und 15 jeweils an eine Sekun därspule gelegt, deren Nullpunkt über Glät- tungsdrosseln 23, 24, 25 und 26 nach der Leitung 3 geleitet ist. Der Erregertransfor- mator 21 wird von dem Wechselstromnetz 27 aus gespeist.
Es ist zwar vorteilhaft, wie beim ge zeichneten Ausführungsbeispiel jeder Haupt anode mindestens eine Hilfserregeranode un mittelbar zuzuteilen, es können aber auch mehrere Hauptanoden gemeinsam eine Hilfs- erregeranode besitzen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ge mäss der Erfindung ist in Fig. 3 veranschau licht. Die Bezeichnungen der einzelnen Span nungskurven usw. sind bei dieser Figur die gleichen wie in Fig. 1. Durch die Einfügung der Belastungswiderstände 16 bis 21 in den Stromkreis jeder Erregeranode wird die Brennzeit der Erregerlichtbögen bis auf den Bereich von 180 elektrischen Graden aus gedehnt, und die in den Gleichstromkreis der Hilfserregung eingefügten Drosselspulen 23 bis 25 haben zur Folge, dass die Stromkurve der Erregeranoden während der Brennzeit jeder einzelnen Erregeranode rechteckförmig gestaltet wird.
Aus der Fig. 3 ist klar er sichtlich, dass durch den Gegenstand der Er findung jederzeit, das heisst während des Verlaufes einer ganzen Spannungshalbwelle an den Anoden<I>a,</I> ci <I>,</I> ä <I>'</I> usw. eine.genügende Anreicherung von Ladungsträgern in der Nähe der Anoden vorhanden ist, so dass ein sicherer Zündeinsatzpunkt jeder einzelnen Anode während deren Arbeitsbereitschaft mit Hilfe des Steuergitters gewonnen werden kann.
Je zwei oder mehrere Anodenkreise der Hilfserregung können vorteilhaft auch transformatorisch gekoppelt sein. Die in den Gleichstromkreisen der Hilfserregung vor gesehenen Drosselspulen können als Ersatz einer Drosselspule im gemeinsamen Gleich stromkreis sämtlicher Erregeranoden dienen oder mit einer solchen Drosselspule gleich zeitig vorhanden sein.
An Stelle einer Erregung der Erreger anoden durch einen Wechselstrom kann auch eine solche mit Hilfe von Gleichstrom tre ten. Es bedarf keiner besonderen Darstel lung, dass in diesem Falle jederzeit unbedingt eine genügende Anreicherung von Ladungs trägern in der Nähe der Anoden gegeben ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCII Gittergesteuerter Metalldampfgleichrich- ter mit Hilfserregung, gekennzeichnet durch Mittel, welche bewirken, dass die Lichtbogen der einzelnen Erregeranoden während des jenigen Zeitabschnittes jeder Wechselstrom periode brennen, in welchen der Zündzeit- punkt der nächstgelegenen Hauptanoden mit Hilfe der Gittersteuerung verlegt werden kann. UNTERANSPRüCHE 1.Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Haupt anode je eine Hilfserregeranode zugeteilt ist. 2. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs- erregeranoden mit Gleichstrom gespeist sind. 3. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfs- erregeranoden mit Wechselstrom gespeist und Mittel vorgesehen sind, welche dazu bestimmt sind, die Brennzeit der Erreger lichtbögen zu verlängern und deren Stromkurvenform rechteckig zu gestalten. 4.Gleichrichter nach dem Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Drosseln in gemeinsamen Punkten von je mindestens zwei Anodenkreisen der Hilfserregung angeordnet sind. 5. Gleichrichter nach dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den genannten Drosseln noch eine Glättungs- drossel im Gleichstromkreis der Hilfs erregung angeordnet ist. 6. Gleichrichter nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass Anodenkreise 'der Hilfserregung transformatorisch ge koppelt sind.
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