CH167220A - Verfahren zur Beseitigung der Drehfeldabhängigkeit von Drehstromzählern. - Google Patents
Verfahren zur Beseitigung der Drehfeldabhängigkeit von Drehstromzählern.Info
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Description
Verfahren zur Beseitigung der Drehfeldabhängigkeit von Drehstromzählern. Bei Drehstromzählern mit zwei Trieb systemen, die auf eine Scheibe einwirken, sowie bei Drehstromzählern mit drei Syste men, von denen ebenfalls zwei auf eine ge meinsame Scheibe ein-,virken, tritt bei ein seitiger Belastung und Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung durch das Zusammenwirken der Spannungsspule jedes Systems mit den Stromspulen der andern Systeme eine Drehfeldabhängigkeit auf, die Fehlanzeigen verursacht.
Man hat versucht, diese Fehler dadurch zu beseitigen, dass zwi schen den Triebeisen sogenannte Streubleche angebracht wurden. Diese magnetische Ver bindung ist für die Massenfabrikation lästig, erfordert eine besondere Eichung, kann leicht Spannungsleertriebe durch unsymmetrische Feldverteilung hervorrufen und verursacht einen graftlinienverlust für die Magnete.
Die Erfindung vermeidet alle diese Nachteile. Erfindungsgemäss wird jedem Trieb system durch eine zusätzliche Magnetwick lung eine Feldkomponente von der gleichen Phasenlage wie einer der Hauptflüsse des gegenüberliegenden Systems aufgedrückt.
Die Erfindung soll anhand der Zeich nung, die verschiedene Ausführungsbeispiele zeigt, näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung das Triebsystem eines Drehstromzählers, bei dem das Stromeisen jeder Spule mit einer Hilfswicklung versehen ist, die mit der Stromspule des andern Systems in Reihe ge schaltet ist.
In Fig. 2 ist ein Triebsystem für einen Drehstromzähler dargestellt, bei dem beiden Triebsystemen je eine Feldkomponente auf gedrückt wird, von denen die eine von dem Magnetfeld der Spannungsspule und die an dere von dem Magnetfeld der Stromspule des jeweils gegenüberliegenden Systems abge leitet ist.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Zähler sind die Stromeisen je mit einer Hilfswick lung versehen, deren Enden miteinander ver bunden sind.
Auch bei dem in Fig. 4 dargestellten Zähler hat jedes Stromeisen ausser der Hauptspule eine Hilfsspule. Im Gegensatz zu dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungs beispiel ist jedoch hier jeweils die Hilfs spule eines Stromeisens mit der Hauptspule des gegenüberstehenden Systems parallel ge schaltet.
In sämtlichen Figuren sind die diametral gegenüberliegenden Triebsysteme um<B>90'</B> verdreht eingezeichnet. Einander entspre chende Teile sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Zähler sind auf jedem der Stromeisen 1 und 2<B>je</B> eine Hilfsspule und eine Hauptspule mit gleichem Wicklungssinn angeordnet. Da im allgemeinen die zusätzliche Feldkomponente nur sehr klein zu sein braucht (etwa 1 % des Hauptfeldes), sind die Hilfswicklungen 3 und 4 so verlegt, dass sie nur einen Teil des Stromeisens umfassen. Die Hauptspulen sind mit 5 und 6 bezeichnet. Die Hauptspule 5 des Systems I ist in Reihe mit der Hilfs wicklung 4 an die Klemmen 7, 8, die Strom spule 6 des Systems II in Reihe mit der Hilfswicklung 3 an die Klemmen 9, 10 an geschlossen.
Die Spannungsspule 11 des Sy stems I ist mit den Klemmen 7, 12, 13, die Spannungsspule 14 des Systems II mit den Klemmen 10 und 12, 13 verbunden. Mit 15 ist der Anker, mit 16 die Ankerachse be zeichnet. 17 ist eine Hilfsscheibe, auf wel che die Bremsmagnete 18 einwirken.
Die Wirkungsweise der Schaltung kann man erkennen, wenn man sich vorstellt, dass an jedem System ein Hilfspol vorhanden wäre, welcher einen magnetischen Fluss führt, von der gleichen Phasenlage wie der Hauptfluss des andern Systems. Das von den Strompolen je eines Systems auf den Spannungspol des andern Systems ausgeübte Moment wird durch die Einwirkung der ge dachten Hilfsspule aufgehoben.
In Fig. 2 trägt das Triebsystem I die Spannungsspule 19, die einerseits mit der Klemme 7, anderseits mit dem einen Ende einer Hilfsspule 20 auf dem Spannungseisen des Triebsystems II verbunden ist. Das an dere Ende der Hilfsspule 20 ist an die Klem men 12, 13 angeschlossen. Die Spannungs spule 21 des Triebsystems II ist mit den Klemmen 12, 13 und 10 verbunden. Die Stromspule 22 des Systems I ist einerseits an die Klemme 7 und anderseits über die Hilfsspule 23 auf dem Stromeisen des Sy stems II an die Klemme 8 angeschlossen.
Die Stromspule 24 des Systems II ist mit den Klemmen 9, 10 verbunden.
Die Wirkung der Einrichtung ist die <B>0'</B> e iche wie die des in Fig. 1 dargestellten Zählers. Ein Unterschied besteht lediglich darin, dass den beiden Systemen je eine Feld komponente aufgedrückt wird, von denen die eine von dem Magnetfeld der Spannungs spule und die andere von dem Magnetfeld der .Stromspule des jeweils gegenüberliegen den Systems abgeleitet ist.
In Fig. 3 ist die Stromspule 25 des Sy stems I an die Klemmen 7, 8 angeschlossen, die Stromspule 26 des Systems II an die .Klemmen 10, 11: Die Stromeisen tragen je eine Hilfsspule 27, 28, deren Enden mitein ander verbunden sind.
Die Wirkung der Einrichtung ist eben falls die gleiche wie die Wirkung der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Zähler. Der Un terschied besteht lediglich darin, dass den Systemen eine zusätzliche Feldkomponente dadurch aufgedrückt wird, dass die Haupt spulen miteinander verbunden sind. Durch Induktion zwischen den Hilfsspulen und den Stromspulen, die im vorliegenden Falle als Transformator aufzufassen sind, werden die Hilfsspulen nicht unmittelbar, wie bei der Einrichtung nach Fig. 1, sondern mittelbar von den Hauptspulen gespeist.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausfüh rungsbeispiel ist die Hauptspule 5 des Sy stems I mit der Hilfswicklung 4 parallel an die Klemmen 7, 8, die Stromspule 6 des Systems II parallel mit der Hilfswicklung 3 an die Klemmen 9, 10 angeschlossen.
Die Wirkungsweise ist wieder die glei che wie bei den vorgeschilderten Ausfüh rungsbeispielen, nur ist die Wicklungs anordnung fabrikationstechnisch besonders einfach. Zweckmässig wählt man die Win- dungszahlen der Haupt- und Hilfsspulen <I>ge</I> ich gross.
Da, wie erwähnt, im allgemei nen die zusätzliche Feldkomponente nur sehr klein zu sein braucht, muss selbstverständ lich der Drahtquerschnitt der Hilfswicklung so newählt werden, dass ihre AW-Zahl der zusätzlichen Feldkomponente entspricht. Die Drahtquerschnitte der Hilfswicklung und Hauptwicklung verhalten sich bei Vernach lässigung der Reaktanzen zueinander wie ihre Amperewindungen. ,Spielen die Reak- tanzen eine merkliche Rolle, so werden die Ohmschen Widerstände der beiden parallelen Zweige so gewählt.
dass die beiden Teil ströme im gewünschten Verhältnis zueinan der stehen. Im allgemeinen wird das Ver hältnis so zu wählen sein, dass die Ampere windungsza.hl der Hilfswicklung und damit auch ihr Drahtquerschnitt kleiner als ein Zwanzigstel des (Auerschnittes bezw. der Amperewindungszahl der Hauptwicklung ist.
Ausser den anhand der Ausführungsbei spiele geschilderten Anordnungen der Hilfs spulen sind auch noch andere Anordnungen möglich. So kann beispielsweise das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel da hingehend abgeändert werden, dass man ausser den Hilfsspulen auf jedem Stromeisen eine weitere Sekundärwicklung anbringt. Die Sekundärwicklung des einen Strom eisens ist dann mit der Hilfsspule des andern Stromeisens zu verbinden. Diese, sowie die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform haben den Vorteil, dass keine Potentialdiffe renz zwischen Haupt- und Hilfsspule auf treten kann. Ausserdem können die Sekun därspulen und die Hilfsspulen unabhängig von der Nennstromstärke des Zählers stets gleich ausgeführt werden.
Schliesslich kann man auch die Hilfs wicklungen auf den Spannungseisen anord nen. Man kann nun, ähnlich wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel, jeweils entweder die Hilfswicklung des einen Systems mit der Spannungsspule des andern Systems in Reihe schalten oder die Enden der Hilfswicklungen miteinander verbinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beseitigung der Drehfeld abhängigkeit von Drehstromzählern, bei welchen höchstens zwei diametral angeord nete Triebsysteme auf eine gemeinsame Scheibe wirken, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Triebsystem durch eine zusätz liche Magnetwicklung eine Feldkomponente von der gleichen Phasenlage wie einer der Hauptflüsse des gegenüberliegenden Systems aufgedrückt wird. UNTERANSPRtlCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die dem Mag netfeld des einen Triebsystems auf gedrückte Feldkomponente in ihrer Grösse und Phase von dem Magnetfeld einer der übrigen Spannungsspulen ab hängt. 2.Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass das Spannungseisen jeder Spule mit einer Hilfswicklung versehen wird, die mit der Spannungsspule des andern Systems in Reihe geschaltet ist. 3. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Spannungseisen mit Hilfs wicklungen versehen werden, deren En den miteinander verbunden sind. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die dem Mag netfeld des einen Triebsystems aufge drückte Feldkomponente in ihrer Grösse und Phase von dem Magnetfeld der ge genüberliegenden Stromspule abhängt. 5.Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Stromeisen jedes Systems ausser der Hauptspule eine Hilfsspule hat, die mit der Hauptspule des gegen überliegenden Systems parallel geschal tet wird. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass sich die Drahtquer schnitte der Hilfswicklung und der Hauptwicklung wie ihre Amperewin- dungszahlen zueinander verhalten. 7.Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass das -Stromeisen jeder Spule mit einer Hilfswicklung versehen wird, die mit der Stromspule des andern .Systems in Reihe geschaltet ist. B. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die auf dem Stromeisen ange brachte Hilfswicklung von einer auf dem andern Stromeisen angebrachten Sekun- därwieklung gespeist wird. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass auf dem einen Schenkel jedes Stromeisens die Hilfswicklung, auf dem andern die Sekundärwicklung ange bracht wird, die die Hilfswicklung auf dem andern Stromeisen speist. 10.Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Stromeisen nur je mit einer Hilfswicklung versehen werden, deren Enden miteinander verbunden sind. 11. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die auf dem Stromeisen ange ordnete Hilfswicklung so verlegt wird. dass sie nur einen Teil des Stromeisens umfasst. 12. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Hilfswicklung nur einen Schenkel des Stromeisens umschlingt. 13. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Hilfswicklung nur das Joch des .Stromeisens umschlingt. 14.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beiden Trieb systemen je eine Feldkomponente auf gedrückt wird, von denen die eine von dem lllagnetfeld der Spannungsspule und die andere von dem Magnetfeld der Stromspule des- jeweils gegenüberliegen den Systems abgeleitet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE167220X | 1932-01-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH167220A true CH167220A (de) | 1934-02-15 |
Family
ID=27815479
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH167220D CH167220A (de) | 1932-01-23 | 1933-01-12 | Verfahren zur Beseitigung der Drehfeldabhängigkeit von Drehstromzählern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH167220A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1541829B1 (de) * | 1966-09-06 | 1971-01-21 | Siemens Ag | Anordnung zur Kompensation von Drehfeldfehlern bei Drehstrom-Induktions-Elektrizitaetszaehlern |
| DE1516290B1 (de) * | 1966-02-10 | 1971-03-04 | Siemens Ag | Induktions-Elektrizitätszähler für Drehstrom mit Mitteln zur Kompensation der Drehfeldabhängigkeit |
-
1933
- 1933-01-12 CH CH167220D patent/CH167220A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1516290B1 (de) * | 1966-02-10 | 1971-03-04 | Siemens Ag | Induktions-Elektrizitätszähler für Drehstrom mit Mitteln zur Kompensation der Drehfeldabhängigkeit |
| DE1541829B1 (de) * | 1966-09-06 | 1971-01-21 | Siemens Ag | Anordnung zur Kompensation von Drehfeldfehlern bei Drehstrom-Induktions-Elektrizitaetszaehlern |
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