CH167729A - Verfahren zur Herstellung von Dachbelägen, Wandbelägen und dergl. aus korrosionsfesten Metallblechen, insbesondere aus Kupfer und seinen Legierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Dachbelägen, Wandbelägen und dergl. aus korrosionsfesten Metallblechen, insbesondere aus Kupfer und seinen Legierungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Daobbelägen, Wandbelägen und dergl. aus korrosionsfesten Notallblechen, insbesondere aus Kupfer und seinen Legierungen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Daehbelägen, Wandbelägen und dergl. aus korrosionsfesten Metall- bleeben, insbesondere aus Kupfer und seinen Liegierungen. Aus dünnen Blechbahnen durch unmittelbares Auflegen auf die Unterlage einen Belag herzustellen, der gegen die auf die verlegten Bleehbahnen einwirkenden mechanischen Angriffe, herrührend von Aus dehnungsspannungen der Blechbahnen oder der Unterlage oder dergl., auf die Dauer genügend widerstandsfähig ist, ist bisher nicht gelungen.
Insbesondere konnte man mit solch dünnen Blechbahnen keinen haft baren Dachbelag herstellen, der sogar unmit telbar auf der Unterlage ohne Klebschieht verlegt werden kann. Zahlreiche kurz nach der Verlegung auftretende Durehlochungen des Bleehes der Bahnen sinddie Ursache, die der Herstellung dünner Dachbelage entgegen- Stand. Diese Mängel zu beseitigen, ist Aufgabe der Erfindung.
Es wurde gefunden, dass es möglich ist, einen einwandfreien haltbaren Dachbelag auch aus dünnen Bleehbahnen herzustellen, wenn man Blechbahnen von weniger als 0,7 mm Dicke, vorzugsweise aber solche mit einer Dicke von 0,4 mm und weniger, aus korrosionsfesten Metallen und Legierungen, insbesondere aus Kupfer und seinen Liegierungen, mit hoher Biegefähigkeit; und Bildeamkeit, eben gerichtet und mit völ lig geradlinig verlaufenden Kanten auf die Dachunterlage, zum Beispiel aus mit Dach pappe isoliertem Beton, verlegt.
Bei derartig beschaffenen Belägen bilden die aus den Aus dehnungsbestrebungen der Blechbahilen bei wechselnden Temperaturen, ferner die durch .das Arbeitender Unterlage, zum Beispiel des Dachstuhls# oderdergleiehen, sich ergebenden Beanspruchunggen regelmässig geformte nach- el el ZD giebige Yerwellungen, die ohne Einfluss auf das Blechmaterial bleiben.
Es wurde näm lich erkannt, dass die Art, in der sieh die Blechbahnen bei solchen Angriffen verwel- len, für die Haltbarkeit des Belages von grösster Bedeutung ist. Bisher wurde der Forinder Blechbahnen keine Bedeutung bei gemessen, da es für die normalen Verwen dungszwecke nicht darauf ankommt. Sie wurden zwar mit parallel aber nicht gerad linig verlaufenden Kanten und auch nicht vollkommen eben gerichtet verwendet. Die Folge war, dass die Bleehlbahuen, als sie zu Belagszwecken verwendet wurden, bei Auf treten der, oben angegebenen Angriffe sieh unregelmässig verwellen, so dass die Wellen des Belages in verschieden grossen Winkeln zueinander verliefen. Dadurch entstanden Knicke.
Infolge des dauernden Arbeitens der Unterlage und dies Belages bei Wärme schwankungen, ferner infolge der durch den Windangriff hervorgerufenen Schwingungen befindet sich der Belag nun in dauern der Be wegung. Diese führt schon nach kurzer Zeit an den Stellen, wo zwei Verwellungen bezw. zwei Knicke im Winkel aufeinander treffen, zum Bruche.
Neben der Form der Blechbahnen ist in folge der genannten Beauspruehiungen ihre Biegeiähigkeit von ausschlaggebender Bedeu tung. Die bisher verwendeten Blechbahnen aus dünnein, also unter 0,7 mm dickem Kupfer, Zink, Blei oder dergleichen genügen ,den Erfordernissen nicht. Wie festgestellt wurde, muss die Biegefähigkeit so sein, dass die Bleelibahnen bei einein Biegungsbalb- messer von 5 mm über 80 Biegungen aus halten.
Die Herstellung eines Materials für Fli- chenbelagg, der den angegebenen Bedingungen genügt, kann auf verschiedene Weise erfol gen, so zum Beispieldurch Legieren, entspre chende Führung der Arbeitsvorgänge, durch Veredlung, Vergütung usw.
Als geeignet festgestellt in bezug auf Biegefähigkeit wurde zum Beispiel sehr reines, das heisst oxydfreies Kupfer oder Kupfer mit Zusätzen von Zinn, Zink, Alu- minium, Nickel, Mangan, Silizium, Arsen einzeln, in Gruppen oder gemeinsam, in l10% nicht übersteigendem Mengenverhältnis nach erfolgter mechanischer oder thermiseher Be handlung. Auch andere korrosionsfeste Me talle und Legierungen, deren Eigenschaften durch entsprechende Behandlung obigen Be dingungen angepasst sind, sind geeignet. Das Geeignetinachen derartiger Metalle und Le gierungen für die Zwecke der Anmeldung kann auf die verschiedenste Weise erfolgen.
Zweckmässig verfährt man derart, dass man durch häufiger als Üblich eingelegte Zwi- schenglühungen eine die physikalischen Eigenschaften schädlich beeinflussende Ein- stellungder Kristallflächen durch den Walz- gang vermeidet. Diese Gleichrichtung der Kristallflächen wird besonders beim Band walzen beobachtet, und zwar mit Verringe rung der Bandstä.rke in zunehmendem Masse.
Bei Bändern von 0,2 und<B>0,1</B> mm Dicke zeigt sich häufig, dass die Festigkeitszahlen in der Quer- und Schrägriolitung verschieden sind von denen der Längsrichtung.
Neben den angegebenen Materialeigen- sehaften ist zu beachten, dass, Metallbahnen mit geradlinig verlaufenden Kanten verwen det werden. Ist der Belag auch nur mit ge- ringren welligen Unregelmässigkeiten beha-f- tet, wie sie das übliche Walzen mit sieh bringt und die für gewöhnliche Verwen dungszwecke ganz bedeutungslos sind, dann kann es eintreten, dass sich die, dünnen, Ball- nen nach,
der Verlegung in der zum Beispiel zwischen<B>je</B> vier Festpunkten gegebenen Flä- ehe nicht mehr in einer regelmässigen Welle verformen, sondern die Längsänderungen vereinigen sieh auf einzelne Stellen und brin genden Belagstoff dort zu einem örtlich star ken Knicken.
Derselbe Missstand wird auch dadurch verursacht, dass die an sieh überall gleich breiten Metallbelagflässhen von Metall bändern keine gerade durchlaufenden und parallelen Schnittkanten haben. Um bei Blechbahnen eben gerichtete, geradlinig ver laufende Kanten zu erhalten, werden diesel ben zweckmässig vor ihrer Verwendung ge reckt. Das Verlegen der dünnen Bahnen kann bei einer Beschaffenheit, wie sie vorstehend angegeben ist, mit Hilfe von Haftern und Falzen ohne Klebsehicht sogar unmittelbar auf die Unterlage, zum Beispiel eine Dach schalung oder eine Betonfläche mit aufgeleg ter Dachpappe, erfolgen.
Natürlich kann man aber auch mit Hilfe einer asphaftartigen Masse die Bahnen auf der Unterlage auf kleben; in diesem Falle ist Daelipappe oder dergleichen bei Beton als Auflage nicht nötig, kann jedoch verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dach belägen, Wandbelägen unddergl. aus korro sionsfesten Meiallbleeclen, insbesondere aus Kupfer und seinen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass dünne, unter 0,7 mm <B>Z</B> starke, eben gerichtete und mit parallel und geradlinig verlaufenden Kanten versehene Bleehbahnen von solcher Biegefähigkeit und Bildsamkeit, dass sie bei einem Biegungshalb messer von 5 mm über 80 Biegungen aushal ten, auf eine Unterlage verlegt werden. UNTERANSPRÜCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Blech bahnen von 0,4 mm an abwärts beträgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gereckte Bleehba.Imen verwendet werden.
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