CH168046A - Belegmaterial für Dächer, Wände und andere Flächen. - Google Patents

Belegmaterial für Dächer, Wände und andere Flächen.

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CH168046A
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Vereinigte Deutsche Metallwe G
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Ver Deutsche Metallwerke Ag
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    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D5/00Roof covering by making use of flexible material, e.g. supplied in roll form
    • E04D5/10Roof covering by making use of flexible material, e.g. supplied in roll form by making use of compounded or laminated materials, e.g. metal foils or plastic films coated with bitumen
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D3/00Roof covering by making use of flat or curved slabs or stiff sheets
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Description


  Belegmaterial für Dächer, Wände und andere Flächen.    Die Erfindung betrifft ein Belegmaterial  für Dächer, Wände und andere Flächen.  Bisher ist es nicht gelungen, aus Blechbahnen  von einer Blechstärke, die unter 0,8 mm liegt  und vorzugsweise 0,4 mm und weniger be  trägt, Belegmaterial herzustellen, das gegen  die auf die verlegten     Blechbahnen    einwirken  den mechanischen Angriffe, herrührend von  Ausdehnungsspannungen der Blechbahnen  oder der Unterlage oder dergleichen, auf die  Dauer genügend widerstandsfähig und halt  bar war. Zahlreiche kurz nach der Verlegung  auftretende     Durchlochungen    des     Bleches    der  Bahnen waren die Ursache, die der Herstel  lung von dünnem Belegmaterial entgegen  stand.  



  Diese Mängel zu beseitigen, ist Aufgabe  der Erfindung. Es wurde gefunden, dass es  m'glich ist, ein einwandfreies, öhaltbares     Be-          logmaterial    auch aus dünnen Blechbahnen       herzustellen,    wenn man plangerichtete Blech  bahnen von weniger als 0,8 mm Dicke, vor  weise aber solche mit einer Dicke von    0,4 mm und weniger, aus korrosionsfesten  Metallen oder Legierungen, insbesondere Kup  fer und seinen Legierungen,

   von hoher Biege  fähigkeit und     Festigkeit    mit parallel und  geradlinig verlaufenden     Kanten    durch eine  Zwischenschicht aus Asphaltmasse mit einer  Unterlage aus Faserstoff     verklebt.    Bei einem  derartig beschaffenen Belegmaterial bilden  die aus den     Ausdehnungsbestrebungen    der  Blechbahnen bei wechselnden Temperaturen,       ferner    die durch die unvermeidlichen Ver  änderungen, dem sogenannten Arbeiten der  Unterlage, z. B. des Dachstuhles oder     dergl.,     sich     ergebenden    Beanspruchungen regelmässig  geformte nachgiebige     Verwellungen,    die ohne  Einfluss auf das Blechmaterial bleiben.

   Es  wurde nämlich erkannt, dass die Art, in der  sich Blechbahnen bei solchen Angriffen ver  welken, für die Haltbarkeit des Belages von  grösster Bedeutung ist. Bisher wurde der  äussern     Form    der Blechbahnen     -keine    Bedeu  tung beigemessen, da es darauf bei den nor  malen     Verwendungszwecken    solcher Blech-      bahnen nicht ankommt. Sie wurden zwar mit  parallel, aber nicht geradlinig verlaufenden  Kanten und auch nicht praktisch vollkom  men eben gerichtet verwendet. Die Folge  war, dass die Blechbahnen, als sie zu Be  lagszwecken verwendet wurden, bei Auf  treten der oben angegebenen Angriffe sich  unregelmässig verwellten, so dass die Wellen  auf der Blechfläche in verschieden grossen  Winkeln gegeneinander verliefen. Dadurch  entstanden Knicke.

   Infolge des dauernden  Bewegens der Unterlage und des Metall  belages bei Wärmeschwankungen, ferner in  folge der durch den Windangriff hervor  gerufenen Schwingungen des Bleches befin  det sich die Dachfläche nun in dauernder  Veränderung. Dies führte schon nach kurzer  Zeit an den Stellen, wo zwei Verwellungen  bezw. zwei Knicke im Winkel aufeinander  treffen, zum Bruche.  



  Neben der Form der     Blechbahnen    ist in  folge der genannten Beanspruchungen ihre  Biegefähigkeit von Bedeutung. Es ist zweck  mässig, wenn die Biegefähigkeit so ist,  dass die Blechbahnen bei einem Biegungs  halbmesser von 5 mm über 80 Biegungen  aushalten.  



  Die Herstellung einer Blechbahn, die den       angegebenen        Bedingungen    genügt,- kann auf  verschiedene bekannte Weise erfolgen, so zum  Beispiel durch geeignetes Legieren, durch  die Art der     Herstellung,    durch Vergütung  USW.  



  Als     geeignet    festgestellt in bezug auf  Biegefähigkeit wurde zum Beispiel sehr rei  nes, das heisst oxydfreies Kupfer oder Kup  fer mit Zusätzen von Zinn, Zink, Aluminium,  Nickel, Mangan, Silizium, Arsen einzeln, in  Gruppen oder gemeinsam, in erfahrungs  gemässem, 10 % einzeln oder zusammen nicht  übersteigendem Mengenverhältnis nach er  folgter mechanischer oder thermischer Be  handlung. Dabei ist es selbstverständlich,  dass, unbeschadet der obern Grenze von 10%,  die Zusatzmengen der verschiedenen Kom  ponenten nach der für sie geltenden allge  meinen Erfahrungsregeln zu bemessen sind.    Auch andere korrosionsfeste Metalle und  Legierungen, deren Eigenschaften durch ent  sprechende     Behandlung    obigen Bedingungen  angepasst sind, sind geeignet.

   Die erwähnte  mechanische und thermische Behandlung be  steht zweckmässig darin, dass man durch häu  figer als üblich eingelegte Glühungen zwi  schen die mechanischen     Bearbeitungsstufen;     zum Beispiel beim Walzen,     eine    die physi  kalischen Eigenschaften schädlich beeinflus  sende Orientierung der     Kristallflächen    in  einer     Richtung    beim Walzen vermeidet.

    Diese     Gleichrichtung    der     Kristallflächen     wird besonders beim Bandwalzen beobachtet,  und zwar mit     Verringerung    der Bandstärke  in zunehmendem Masse; bei Bändern von 0,2  und     10,1        mm    zeigt sich dann häufig, dass die  Festigkeitszahlen in der Quer- und Schräg  richtung verschieden sind von denen der  Längsrichtung.  



  Neben den angegebenen Materialeigen  schaften ist,     wie    schon erwähnt, zu beachten,  dass Blechbahnen mit parallel und geradlinig  verlaufenden Kanten verwendet werden. Die  im Handel erhältlichen Blechbahnen sind  auch bei bester Ausführung weder vollstän  dig flächenplan, noch besitzen sie gerad  linige Schneidekanten. In Rollenform schei  nen derartige Bahnen, die gewöhnlich eine       Länge        von        20        bis        3,0        m        haben,        eben        und     zu sein.

   Wenn man sie aber ab  rollt, findet man, dass sie     Aufbauschun-          gen,    Blasen und Wellen aufweisen und auf  ebener Unterlage nie völlig plan aufliegen.  Abweichungen von 10 bis 40 mm von der  Geraden kommen oft vor. Ist die Blechbahn  aber auch nur mit geringen welligen Un  regelmässigkeiten behaftet, wie sie das übliche  Walzen     mit    sich bringt     'und    die für ge  wöhnliche     Verwendungszwecke    ganz bedeu  tungslos sind,     dann    kann es eintreten, dass  sich die     dünnen    Bahnen nach der Verlegung  in der zwischen je vier Festpunkten gegebe  nen Fläche nicht mehr in einer regelmässigen  Welle verformen,

   sondern die Längsänderun  gen vereinigen sich auf einzelne Stellen und  bringen die     Metallbahn    dort zum     Knicken,     wodurch Löcher entstehen. Derselbe Miss-      stand wird auch dadurch verursacht, dass die  an sich überall gleich breiten Metallbahnen  keine gerade durchlaufenden und parallelen  Schnittkanten haben. Werden derartige Me  tallbahnen den durch die Temperaturände  rungen hervorgerufenen Beanspruchungen aus  gesetzt, so nehmen die beschriebenen Unregel  mässigkeiten der Verwellung Ausmasse an,  die dem Belegmaterial nicht nur ein hässliches  Aussehen verleihen, sondern es unbrauchbar  machen.  



  Diese Schwierigkeiten können beseitigt  werden, wenn man die Metallbahn, bevor sie  mit der Unterlage verbunden wird, auf einer  Reckmaschine     ausstreckt.    Die Bahn wird da  bei in ihrer Längsrichtung so weit     ausein-          andergezogen,    bis sie praktisch völlig plan,  das heisst bis alle Punkte der Oberfläche  praktisch in einer Ebene liegen und bis sie  in ihrer Breite überall nahezu gleich ist. Die  Reckeinrichtung muss so fein einstellbar sein,  dass selbst papierdünne Bänder, ohne zu rei  ssen, gereckt werden können. Dies hat zur  Voraussetzung, dass zwischen den Einspann  stellen ebene Tischplatten vorgesehen sind,  auf denen die Metallbahnen zunächst auf  liegen.

   Die     Einspannwerkzeuge    werden mit  weichen Auflagen versehen, die eine Beschä  digung der eingespannten Bandoberfläche  verhindern. Durch Anspannen der einen Ein  spannstelle erfolgt nun der Reckvorgang.  An den Einspannstellen sind Winkellineale  angebracht, die es ermöglichen, endlose Bah  nen in der Weise zu recken, dass die Bahn,  nachdem eine Länge derselben gereckt ist,  so weit aufgerollt wird, dass nunmehr, ohne  dass dadurch ein Knick oder Absatz in den  Kanten entsteht, die zweite Länge dem Reck  prozess unterworfen werden kann. Auf diese  Weise lassen sich beliebig lange Blechbahnen  zu praktisch vollständig planen und     gerad-          kantigen    Werkstücken ausrichten.

   Es hat  sich nämlich gezeigt, dass, wenn durch den  Reckvorgang die Oberfläche plan wird, sich  wellige Seitenkanten zu gleicher Zeit zu einer  Geraden ausrecken.  



  Als Zwischenschicht für das     Verkleben     der Blechbahn mit der Faserstoffunterlage    hat sich die folgende, aus reinen Asphalten  hergestellte Masse als besonders geeignet er  wiesen:  46 Gewichtsteile Naturasphalt (Petrol  bitumen) vom Schmelzpunkt 56   C,  46 Gewichtsteile Naturasphalt     (Petrol-          bitumen)    vom Schmelzpunkt 65   C,  6 Gewichtsteile Asbestfaser,  2 Gewichtsteile Leinöl.  



  Die Mischung ergibt eine     Klebmasse,    de  ren Fliesspunkt bei 75 bis<B>8.5.'</B>     liegt    und die  im Winter nicht brüchig     wird    und im Som  mer zäh bleibt.  



  Die Bleche lösen sich bei     Verwendung     dieser Klebemasse trotz der durch die Tem  peraturveränderungen hervorgerufenen Län  genänderungen nicht von der Unterlage     und     selbst beim Begehen des Belages bei niederer  Aussentemperatur tritt keine     Zerbröckelung     der Klebeschicht ein.  



  Das Belegmaterial gemäss der Erfindung  kann fabrikmässig hergestellt     und    in Rollen  form, wie Dachpappe, für die     Verlegung    auf  Dächern und     dergl.    geliefert werden.  



  Auf der Zeichnung sind beispielsweise  Einrichtungen zur Herstellung von Beleg  material gemäss der     Erfindung,    sowie Aus  führungsformen von Belegmaterial darge  stellt.  



       Fig.    1 ist eine schematische Darstellung  einer Einrichtung zum Herstellung von Be  legmaterial mit glatter Oberfläche,       Fig.    2 eine solche zur Herstellung von  Belegmaterial mit geriffelter Oberfläche;       Fig.    3 und 4 zeigen einen Querschnitt     und     Aufsicht eines     Belegmaterials    mit glatter  Oberfläche und       Fig.    5 und 6     Querschnitt    und Aufsicht  eines Belegmaterials mit geriffelter Ober  fläche.  



  Gemäss     Fig.    1 werden die Blechbahn 1  und die     Faserstoffbahn        2"    zum Beispiel Dach  pappe, gemeinsam so abgerollt, dass die Me  tallbahn sich auf der     Faserstoffbahn,    deren  Dimensionen     mit    denen der Metallbahn über  einstimmen, beim Durchgang durch die -VGTal-      zen 5 auflegen kann. Während des Abrollens  wird aus einem Behälter 3 mittelst Auftrag  walzen 4 eine Schicht heisser flüssiger As  phaltmasse der angegebenen Zusammenset  zung von beispielsweise 180 bis 200' C auf  die Unterseite des Blechbandes 1 aufgebracht.

    Beide Bahnen passieren nun gemeinsam die  Walzen 5 und werden dabei unter dem     Walz-          druck    miteinander durch die Asphaltmasse  verklebt. Nachdem die Verklebung von Me  tall- und Faserstoffbahn auf diese Weise her  beigeführt ist, lässt man die neue Bahn 6  durch eine Anzahl gegeneinander versetzter  Walzen 7 laufen. Diese Walzen werden  zweckmässigerweise so angeordnet, wie dies  von Bleehrichtmaschinen her bekannt ist,  und müssen, wenn man Erfolg haben will,  gut gekühlt werden. Die Belagteile treten  aus der Maschine in vorzüglicher Weise ver  klebt, praktisch vollständig glatt, eben und  kalt aus und werden für den Verbrauch auf  gerollt oder, bei dicken Blechauflagen, in  Tafeln verschnitten (Fig.3 und 4).  



  Bei der Herstellung von mit Erhöhungen  und Vertiefungen versehenen Bahnen ver  fährt man zunächst in gleicher Weise. Blech  bahn 1' und Faserstoffbahn 2' (Fig. 2) wer  den gemeinsam abgerollt; die Metallbahn  wird auf der     Unterseite    mit flüssiger, heisser       Asphaltmasse    aus Trog 3'     mittelst    Auftrag  walzen 4' bestrichen und beide Bahnen ge  langen zwischen die Druckwalzen 5'. In die  sem Falle sind die Druckwalzen 5' mit Gra  vuren, die die betreffenden Druckfiguren  (Riffelung) auf der Blechoberfläche erzeugen  sollen, versehen.  



  Die Bahnen könnten auch vor der Ver  klebung mit Erhöhungen und Vertiefungen  versehen werden.  



  Das mit     Erhöhungen    und Vertiefungen  versehene Belegmaterial vermag Längenände  rungen besser in sich auszugleichen als ein  glattes Belegmaterial. Die verklebte Fläche  ist durch die Riffelung sehr erheblich ver  grössert; dadurch und weil die Faserstoff  unterlage in die     Vertiefungen    der Metall  fläche eingedrückt ist, wird der mechanische    Zusammenhalt verbessert. Nach dem Ver  kleben der mit Erhöhungen und Vertiefungen  versehenen Bahn muss dieselbe nochmals plan  gemacht, das heisst gereckt werden, weil durch  das     Riffelverfahren    wieder     Verspannungen     in der Blechbahn eintreten, die     beseitigt    wer  den müssen,     wenn    man ein Lösen der Unter  lage vermeiden will.

   Die Riffelung wird  durch dieses nachträgliche     Planmachen        (Rek-          ken)        natürlich    nicht beseitigt.  



  Das beschriebene Belegmaterial mit     Fa-          serstoffschicht    kann Blechstärken von 0,4     bi,3     0,1 mm aufweisen. Für manche Zwecke ist  es     vorteilhaft,    das Material auf der Rückseite  mit einer Metallfolie zu überziehen. Dies hat  den Vorteil, dass die     Faserstoffschicht    gegen  chemische Einflüsse, die von dem Gebäude  oder der eingedeckten Fläche ausgehen kön  nen, besser geschützt ist.

   Auch bewirkt ein  luftdichter Abschluss der Rückseite eine  weitere Verbesserung der Haltbarkeit der  Asphaltmasse, da diese im Laufe langer Zeit  räume durch den Luftsauerstoff, welcher  durch die poröse     Faserstoffunterlage        hin-          durchdringt,    etwas angegriffen wird. In  solchen Fällen, wo es darauf ankommt, dem  Belegmaterial eine gewisse Schwere zu geben,  um ein möglichst schwingungsfestes Auf  liegen auf der abgedeckten Fläche zu be  wirken, ist es zweckmässig, die Rückseite  mit Bleifolie oder dünnem Bleiblech zu  überziehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Belegmaterial für -Dächer, Wände und andere Flächen, dadurch gekennzeichnet, dass eine dünne, unter 0,8 mm starke, plan ge richtete Blechbahn aus korrosionsfesten Me tallen oder Legierungen von hoher Biege fähigkeit und Festigkeit mit parallel und geradlinig verlaufenden Kanten durch eine Zwischenschicht aus Asphaltmasse mit einer Unterlage aus Faserstoff verklebt ist. UNTERANSPRüCHE 1. Belegmaterial nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in die Blech- bahn und in die Unterlage aus Faser stoff regelmässige Erhöhungen und Ver tiefungen eingedrückt sind. z.
    Belegmaterial nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Faserstoff- unterlage auf der Unterseite noch mit einem Metallüberzug versehen ist.
CH168046D 1933-02-03 1933-02-03 Belegmaterial für Dächer, Wände und andere Flächen. CH168046A (de)

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