CH167953A - Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberverbindung des Podophyllins. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberverbindung des Podophyllins.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberverbindung des Podophyllins. Das Rhizom von Podophylluni peltatum und Podophyllum Emodi enthält mehrere physiologisch sehr wirksame Substanzen, un ter anderm das Podophyllotoxin. Dieser Na turstoff besitzt abführende und galletreibende Eigenschaften.
Es hat sich gezeigt, dass das Podophyllo- toxin mit Mercurochlorid eine zur pharmakolo gischen Verwendung als Choleretikum geeig nete Doppelverbindung bildet. Das vorliegende Verfahren zur Herstellung dieser Doppelver bindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Podophyllinlösung in Gegenwart von Chlorionen mit einer Mercurosalzlösung ver setzt. Es kann hierbei in saurer oder neu traler Lösung gearbeitet werden. Die Ver wendung alkalischer Lösungen ist nicht mög lich, da diese das gebildete Produkt zersetzen.
Als chlorionenliefernde Substanzen können zum Beispiel Chlorwasserstoffsäure oder deren Salze dienen. Werden Salze der Chlorwasser atoffsäure als Chlorionenträger gebraucht, so ist zu berücksichtigen, dass diese Salze in den Lösungsmitteln, in denen die Fällung der neuen Verbindung erfolgt, zum Beispiel in Alkohol, löslich sein müssen; ferner dürfen die zu verwendenden Salze mit Podophyllin- lösungen keine Niederschläge geben. Dies ist zum Beispiel beim Ohlorcalcium der Fall.
Ebenso wird das Produkt in geringem Grade gebildet, wenn podophyllinhaltige Lösungen längere Zeit auf Mercurochlorid einwirken; in diesem letzteren Fall ist die Ausbeute gering. Da das Anion des Mercurosalzes nicht in das Endprodukt übergeht, so entsteht stets das gleiche Endprodukt, gleichgültig, welches Mercurosalz für die Herstellung verwendet wird.
Die erhaltene Doppelverbindung, das Podophyllotoxinmercurochlorid, ist eine bräun- liche Substanz, die 49,9% Quecksilber ent- hält und in Alkohol, Wasser und Äther un löslich ist.
<I>Beispiel</I> .T 1 kg technisches Podophyllin wird in 10 kg Alkohol gelöst; hierauf wird 1 kg konzentrierte Salzsäure zugegeben und die Lösung unter stetem Umrühren langsam mit einer wässrigen .lYLercuronitratlösung so lange versetzt, wie noch ein bräunlieher Nieder schlag entsteht. Der gebildete Niederschlag wird abfiltriert, zweimal mit Alkohol extra hiert und bei niederer Temperatur getrock net. Ausbeute: 800 bis 1200 gr, je nach dem Gehalt des technischen Podophyllins an wirksamen Bestandteilen.
Beispiel <I>2:</I> 1 kg technisches Podophyllin wird in 6 kg Alkohol gelöst. Hierauf wird mit einer Lösung von 1 kg kristallisiertem Chlorcal- cium in 4 kg Alkohol versetzt und in die Lösung unter stetem Umrühren langsam eine wässrige 1Vlercuronitratlösung so lange ein- getragen, wie noch ein bräunlicher Nieder schlag entsteht. Weiter wird nach Beispiel I verfahren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Queck silberverbindung des Podophyllins, dadurch gekennzeichnet, dass Podophyllinlösungen bei Gegenwart von Chlorionen mit Mercurosalz- lösung ausgefällt werden. Die erhaltene Doppelverbindung Podo- phyllotoxinmercurochlorid enthält 49,9 % Quecksilber, ist bräunlich gefärbt und in Alkohol, Äther und Wasser unlöslich.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE167953X | 1932-02-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH167953A true CH167953A (de) | 1934-03-15 |
Family
ID=5686931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH167953D CH167953A (de) | 1932-02-20 | 1932-11-21 | Verfahren zur Herstellung einer Quecksilberverbindung des Podophyllins. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH167953A (de) |
-
1932
- 1932-11-21 CH CH167953D patent/CH167953A/de unknown
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