CH167956A - Verfahren zur Darstellung von N-allylierten C,C-disubstituierten Barbitursäuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von N-allylierten C,C-disubstituierten Barbitursäuren.

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CH167956A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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  Verfahren zur Darstellung von     N-allyllerten        CC-disubstituierten        Barbitursäuren.       Nach dem Verfahren des schweizerischen  Patentes     Nr.    153484 kann man die Einführung  der     Allylgruppe    in die     5-Stellung    der     Barbitur-          säure    oder ihrer in der     5-Stellung    monosub  stituierten     Alkyl-    oder     Arylderivate    mittelst       Allylhalogenid    wesentlich beschleunigen, wenn  man der Reaktionsmasse kleine Mengen von  Kupfer oder Kupferverbindungen zusetzt.

   Es  wurde nun gefunden,     dass    die Anlagerung  der     Allylgruppe    an den Stickstoff der     0,C-          disubstituierten        Barbitursäuren    mittelst     Allyl-          halogenid    durch Kupfer ebenfalls beschleunigt  wird, allerdings mit der Einschränkung,     dass     in diesem Falle elementares, fein verteiltes  Kupfer wesentlich stärker wirkt als Kupfer  salze. Die     N-allylierten        C,C-disubstituierten          Barbitursäuren    sollen als Arzneimittel ver  wendet werden.  



  Ohne die katalytische Beschleunigung       clurch    Kupfer ist das Verfahren an sich be  kannt (Arthur W.     Dox    und     Edward        G.        Jones,          Journ.        Amer.        Chem.        Soe.   <B>51, 1929, S.</B>     316-318).     Zur Durchführung der Reaktion ohne Kupfer    ist es indessen erforderlich, bei Siedetemperatur  am     Rückflusskühler    zu arbeiten. Dadurch  werden aber Nebenreaktionen, insbesondere  die Aufspaltung des     Barbitursäureringes    durch  das Alkali wesentlich begünstigt.

   Man erhält  schwer zu reinigende Reaktionsprodukte. Die  Ausbeute ist daher in allen Fällen geringer,  als nach dem vorliegenden Verfahren. Durch  Anwendung der geeigneten Menge des     Ally-          lierungsmittels    gelingt es, gegebenenfalls beide  Stickstoffatome der     C,0-disubstituierten        Bar-          bitursäuren    zu     allylieren.     



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>  <B>208</B> Gewichtsteile     C,0-Diallylbarbitursäure     werden in einer Lösung von 40     Gewiehtsteilen          Natriumhydroxyd    in<B>700</B> Gewichtsteilen Was  ser gelöst. Dann fügt man 121     Gewichtsteile          Allylbromid    und<B>0,5</B> Teile feinstes metallisches  Kupfer     (sogenanntes    Naturkupfer<B>C)</B> zu. Die  Reaktion setzt bei gutem Rühren sofort unter  starker     Erwärnaung    ein und ist nach 20-30  Minuten zu Ende.

   Das zunächst sich ölig  ausscheidende Reaktionsprodukt wird bald      kristallinisch und kann durch Lösen in kalter  verdünnter Natronlauge, Fällen mit Säure  und Kristallisation aus verdünntem Alkohol  gereinigt werden. Die Ausbeute beträgt 87/o  <B>d.</B>     Th.    Die     N-Allyl-C,C-diallylbarbitursäure     schmilzt bei     68-690.     



       Allyliert    man die     C,C-diallylbarbitursäure     nach der Vorschrift von     Dox    und     Jones   <B>(l. e.</B>  Seite<B>317,</B>     Abs.    4), so erhält man eine     Aus-          beute        von        etwa        20        %        d.        Th.     



  <I>Beispiel 2:</I>       800        Gewichtsteile        10        %ige        Natronlauge        wer-          den    auf<B>+ 6 0</B> abgekühlt     und    darin unter Rühren  210 Gewichtsteile     Isopropylallylbarbitursäure     gelöst. Nachdem man<B>0,5</B> Gewichtsteile fein  stes Kupferpulver zugefügt hat, giesst man auf  einmal 242     Gewichtsteile        Allylbromid    zu.  Die Reaktion setzt sofort unter starker Er  wärmung ein. Das Reaktionsprodukt scheidet  sich als dünnflüssiges<B>Öl</B> aus. Nach etwa  einer Stunde ist die Reaktion vollständig be  endet.

   Das<B>01</B> wird in Äther aufgenommen; aus  der ätherischen Lösung worden kleine Mengen  unvollständig     allylierter    Verbindung durch       Ausschütteln    mit verdünnter Natronlauge  herausgewaschen, worauf man den Rückstand  nach Entfernung des Lösungsmittels<B>im</B>  Vakuum destilliert, Die so erhaltene     1,3,6-          Triallyl-5-isopropylbarbitursätire    bildet ein  klares, dünnflüssiges<B>01,</B> das bei etwa 14 mm  Druck zwischen<B>171</B> und 174<B>0</B>     unzersetzt     destilliert.<I>Beispiel<B>3:

  </B></I>  232 Gewichtsteile     Phonyläthylbarbitur-          säure    werden in<B>800</B> Gewichtsteilen Wasser  unter Rühren     aufgeschlemmt    und durch Zu  satz von<B>110,5</B>     Gewichtsteilen    Natronlauge       (36,2        %)        in        Lösung        gebracht.        Zu        der        mit        0,

  5          GewichtsteilenKupferpulverversetztenLösung     tropft man dann während einer halben Stunde  <B>77</B> Gewichtsteile     Allylchlorid.    Man beobachtet  deutlich eine merkliche Erwärmung. Bald  nach der beendigten Zugabe des     Allylohlorids     ist die Reaktion zu Ende. Man fügt nun  unter Kühlung<B>110</B>     Gewichtsteile    Natronlauge       36%        zu,        ohne        das        Rühren        zu        unterbrechen,     und filtriert die Lösung.

   Das kalt gehaltene  Filtrat wird mit Kohlensäure gesättigt, das    sich abscheidende<B>01</B> gesammelt und unter  vermindertem Druck destilliert. Zwischen  <B>225</B> und 230<B>0</B> geht bei 14 mm Druck ein  farbloses<B>Öl</B> über, das allmählich erstarrt und  aus verdünntem Alkohol umkristallisiert wer  den kann.

   Die gewonnene     C,C-Phenyläthyl-N-          monoallylbarbitursäure    schmilzt bei<B>68-690.</B>  <I>Beispiel 4:</I>  Man löst 246     Gewichtsteile        C,C-Benzyl-          äthylbarbitursäure    in<B>705</B> Gewichtsteilen  Natronlauge     5,7/o    unter gutem Rühren auf,  fügt<B>0,3</B>     Gewichtsteile    feinstes Kupferpulver  und<B>77</B> Gewichtsteile     Allylchlorid    zu, worauf  die Temperatur rasch steigt. Nach etwa einer  halben Stunde ist die Reaktion beendet.

   Ar  beitet man das     ReaktioDsprodukt    auf, wie  in Beispiel<B>3</B> beschrieben,     Ao    erhält man       0,0-Berizyläthyl-N-allylbarbitursätire    in farb  losen Kristallen vom Schmelzpunkt<B>77-78 0,</B>  die bei 14 mm Druck zwischen<B>225</B> und<B>229'</B>       unzersetzt    destillieren.  



  <I>Beispiel<B>5:</B></I>  Man löst<B>260</B>     Gewichtsteile        1-Phen        yl-5,5-          diäthylbarbitursäure    in<B>1000</B>     Volumteilen          n-Kalilauge    bei gewöhnlicher Temperatur.  Fügt man unter gutem Rühren der Lösung  <B>0,5</B> Gewichtsteile Naturkupfer<B>C</B> und 121  Gewichtsteile     Allylbromid    zu und verrührt  2-3 Stunden, so erhält man die     1-Allyl-3-          phenyl-6,5-diäthylbarbitursäure    zunächst als  <B>Öl,</B> das, wie in Beispiel 2 beschrieben, aufge  arbeitet werden kann.

   Die neutral reagierende       tetrasubstituierte        Barbitursäure    siedet unter  14 mm Druck zwischen<B>208</B> und 210     '.    Das  allmählich erstarrende Destillat kann aus  Alkohol umkristallisiert werden, worauf das  Produkt den Schmelzpunkt<B>72-73 "</B> besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRIJOH. Verfahren zur Darstellungvon N-allylierten C,C-disubstituierten Barbitursäuren durchUm- setzung von C,C-disubstituierten Barbitur- säuren mit Allylhalogeniden, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Umsetzung in Gegen wart kleiner Mengen Kupfer durchführt.
CH167956D 1932-02-29 1933-01-11 Verfahren zur Darstellung von N-allylierten C,C-disubstituierten Barbitursäuren. CH167956A (de)

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