CH168026A - Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben.

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CH168026A
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  Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben.    Im Patent Nr. 154827 ist ein Verfahren  zur Herstellung von Tiefdruckfarben be  schrieben, darin bestehend, dass mindestens  ein Pigment mit einem Bindemittel ange  rieben wird, das als Hauptbestandteil einen  Stoff enthält, der durch Lösen eines Harzes  in einem wasserlöslichen Lösungsmittel und  durch mindestens teilweise     Verseifung    des  Harzes mit einem alkalischen Mittel erbal  ten wurde, wobei für einen ausreichenden  Wassergehalt der fertigen Tiefdruckfarbe  Sorge getragen wird.  



  Es hat sich nun herausgestellt, dass es  vorteilhaft ist, die Reihenfolge der bei der  Herstellung des Tiefdruckfirnisses vorzuneh  menden Schritte umzukehren. Gemäss dem  vorliegenden Verfahren wird daher mindestens  ein Pigment mit einem Bindemittel     angerie-          ien,    das als Hauptbestandteil einen Stoff  enthält, der sich durch Verseifen eines Harzes       mittelst    eines wässerigen Alkalis und Ver  setzen der     Harzseifenlösung    mit einem     flüch-          tijen,    wasserlöslichen organischen Lösungs-    mittel ergibt. - Auf diese Weise kann.

   man  Firnisse erhalten, welche viel weniger or  ganisches Lösungsmittel enthalten, .als die  bisher gebräuchlichen, wobei der Wasserge  halt der fertigen Tiefdruckfarbe infolge der  Anwendung eines wässerigen Alkalis eben  falls ausreichend ist,- wie bei dem nach dem  Verfahren des Hauptpatentes erhältlichen  Endprodukt.  



  Die Herstellung der Firnisse erfolgt vor  zugsweise derart, dass das     feingepulverte     Harz in die zur     Verseifung    nötige Menge  wässeriger     Alkalilauge    oder wässerigen Am  moniaks oder aber einer Mischung von Al  kalilauge und Ammoniak unter Rühren ein  getragen und entweder in der     gälte    oder in  der Wärme gelöst wird.

   Hierauf wird Alko  hol zugesetzt, und     zwaretwa    20-50     0%    Spiritus,       das        ist        96        %iger        Alkohol.        An        Stelle        von     Spiritus kann man aber auch die Lösung  eines Harzes in Spiritus (oder in     Isopropyl-          alkohol    und dergleichen) zusetzen und kann  so zu kombinierten Harzfirnissen gelangen,      welche auf die in der Patentschrift Nr.

   154827  beschriebene Art oft nicht erhältlich sind,  weil bei dieser Herstellungsart manche Harze  ausflocken und nachher nicht wieder in Lö  sung gebracht werden können. Vor allem  lassen sich auf die beschriebene Weise Fir  nisse herstellen, die mehrere Harzarten ent  halten und nicht die geringste Neigung zum       Nachkleben    besitzen, was bei höherem Ge  halt an Lösungsmittel gewöhnlich der Fall  ist. Auch ist es bei solchen kombinierten  Harzfirnissen möglich, die Sprödigkeit des  bei der Verwendung entstehenden Harzfilmes  derart zu regeln, dass Zusätze von hochsie  denden Lösungsmitteln, wie sie in der Pa  tentschrift Nr. 154827 genannt sind, oft ent  behrt werden können.

   Die Auflösung des  Harzes erfolgt vorteilhaft derart, dass man  das     HarzzunächstvermittelsteinesBenetzungs-          mittels,    wie Schmierseife,     diisopropylnaph-          thalinsulfosaures    Natron und dergleichen in  Wasser suspendiert und hierauf die nötige  Menge Alkali beziehungsweise Ammoniak       beziehungsweise    eine Mischung von Alkali  und Ammoniak zusetzt.  



  In den nachstehenden Beispielen ist nur  die Herstellung des Tiefdruckfirnisses an  gegeben, da das Verreiben mit dem Pigment  stets gleich bleibt. Unter Teilen sind durch  wegs Gewichtsteile verstanden.  



       Beispiele:     1. 100 Teile Kolophonium werden mit  20 Teilen Ammoniak von der Dichte 0,910 in  einer Lösung von 10 Teilen Schmierseite in  200 Teilen Wasser gelöst und hierauf 50 Teile  Spiritus und 5 Teile Terpentinöl zugesetzt.  



  2. 10 Teile Schmierseife werden in  200 Teilen Wasser gelöst und mit einer  Lösung von 100 Teilen Kolophonium in    20     \feile    Ammoniak versetzt. Diese Lösung  vermischt man mit einer Lösung von 20 Teilen  Kolophonium in 50 Teilen     Isopropylalkohol.     



  3. 100 Teile Kolophonium werden mit  <B>60</B> Teilen     Ätzkali    in 220 Teilen     Wasser    ge  löst. Hierzu kommt eine Lösung von 20 Teilen       Akaroid    in 30 Teilen Spiritus..  



  4. Man bereitet eine     Lösungvon    100 Teilen  Kolophonium mit 12 Teilen     Ätzkali    und  10 Teilen Ammoniak in 210 Teilen Wasser.  Diese vermischt man mit einer Lösung von  50 Teilen     Sandarak    in 30 Teilen Spiritus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Tiefdruck farben, dadurch gekennzeichnet, dass min destens ein Pigment mit einem Bindemittel angerieben wird, das als Hauptbestandteil einen Stoff enthält, der sich durch Verseifen eines Harzes mittelst eines wässerigen Al kalis und Versetzen der Harzseifenlösung mit einem flüchtigen, wasserlöslichen orga nischen Lösungsmittel ergibt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Bindemittel verwendet, das durch Verseifen eines Har zes mittelst eines wässerigen Alkalis und Versetzen der Harzseifenlösung mit der Lösung eines Harzes in einem flüchtigen, wasserlöslichen organischen Lösungsmittel hergestellt wurde. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Bindemittel verwendet, bei dessen Herstellung zur Ver- seifung der Harze Gemische aus Alkali laugen und Ammoniak verwendet wurden.
CH168026D 1932-03-19 1933-03-04 Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckfarben. CH168026A (de)

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