CH168152A - Verfahren, um Metallkörper, deren Oberfläche Chrom enthält, mindestens teilweise mit einem Metallüberzug zu versehen. - Google Patents

Verfahren, um Metallkörper, deren Oberfläche Chrom enthält, mindestens teilweise mit einem Metallüberzug zu versehen.

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CH168152A
CH168152A CH168152DA CH168152A CH 168152 A CH168152 A CH 168152A CH 168152D A CH168152D A CH 168152DA CH 168152 A CH168152 A CH 168152A
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Metallwarenf Wuerttembergische
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Wmf Wuerttemberg Metallwaren
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  Verfahren, um     Netallkörper,    deren     Oberfläche    Chrom enthält,     mindestens    teilweise  mit einem Metallüberzug zu versehen.    Es ist bekannt, dass die Herstellung von  Metallüberzügen auf Körpern, deren Ober  fläche Chrom enthält, grosse Schwierigkeiten  bereitet.     Diese        Schwierigkeiten    werden er  findungsgemäss dadurch vermieden, dass die  chromhaltige, mit einem Metallüberzug zu  versehende Oberfläche des     Körpers    während  der Aufbringung dieses Überzuges stark  sauer wirkenden Agenzien ausgesetzt wird.

    Auf diese Weise lassen sich sowohl auf rei  nen Chromoberflächen, als auch auf Ober  flächen, die aus chromhaltigen Legierungen,       wie    zum Beispiel nichtrostendem Stahl, be  stehen, festhaftende Metallüberzüge erzeugen,  deren Haften ausreicht, um sie beispielsweise  ohne weiteres polieren zu können. Der Er  findungsgedanke kann bei Aufbringung des  Überzuges auf galvanischem Wege dadurch       verwirklicht    werden, dass abnorm saure Bä  der mit einem     pH-Wert    unter 2,5 Verwen  dung finden. Bei Anwendung eines solchen    abnorm sauren Bades haften die galvanischen  Niederschläge, wie zahlreiche Versuche ein  wandfrei ergeben     haben,    auf der Oberfläche  aus Chrom oder chromhaltiger Legierung  vollkommen fest.

   Nach dieser Ausführungs  art des Verfahrens können festhaftende He  tallüberzüge, wie Nickel-, Zinn-, Zink-, Kad  mium- und dergleichen Überzüge, erzeugt  werden. Würde -man die gleichen Überzüge  mit     einem    weniger sauren Bade herstellen, so  würden die Überzüge leicht abblättern.

   Das  Verfahren     kann.    auch .derart ausgeführt wer  den,     dass'    die     abnorm    sauren Bäder mit einem       pH-Wert    unter 2,5 nur kurze Zeit zur     An-          wendung    gelangen, bis sich ein dünner Nie  derschlag auf der Oberfläche aus Chrom oder       chromhaltigen        Legierungen    galvanisch gebil  det hat, und dass hierauf ein weiterer Nie  derschlag desselben oder eines andern     Metalles     mittelst eines üblichen, schwächer sauren oder      alkalischen galvanischen Bades aufgebracht       wird.     



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  nicht auf die galvanische Erzeugung von  Niederschlägen beschränkt, sondern es kann  mit gutem Erfolg auch bei der Erzeugung  von Überzügen auf schmelzflüssigem Wege  verwendet werden. Bei dieser Art der Über  zugsherstellung kann der Erfindungsgedanke  dadurch     verwirklicht    werden, dass zugleich  mit dem Aufschmelzen des     Überzugsmetalles     stark saure     Flussmittel    benutzt werden.  



  Der erfindungsgemäss erzielte Effekt ist  vermutlich dadurch zu erklären, dass das  Chrom wegen seiner grossen     Passivität    die in  üblicher Weise     aufgebrachten    Niederschläge  nicht fest haften lässt, dass aber durch die  Verwendung der stark sauren Agenzien, ins  besondere durch die Anwendung     abnorm    sau  rer Bäder beim Galvanisieren, die Passivität  des Chroms überwunden wird, beziehungs  weise dass das Chrom durch den hohen Säure  überschuss derart     aktiviert    wird, dass die  niedergeschlagenen Metallüberzüge festhaften.

         Ausführungsbeispiel:     Zur galvanischen     Vernicklung    von Kör  pern aus Chrom oder chromhaltigen Legie  rungen,     wie        nichtrostendem    Stahl, kann bei  spielsweise ein Bad dienen, das in einem Liter  etwa 200     gr    Nickelsulfat; 30     gr    Natriumsul  fat, 20     gr    Borsäure und 10     gr        Ammonchlorid     enthält und das durch Zusatz von Schwefel  säure stark sauer gemacht ist.  



  Um auf Chrom oder Chromlegierungen,  wie nichtrostendem Stahl, gut haftende     11Ie-          tallüberzüge    auf schmelzflüssigem Wege an  zubringen, können stark saure     Flussmittel    an  gewendet werden. So kann beispielsweise  beim Aufbringen des     Überzuges    konzentrierte  Salzsäure verwendet werden. Hiermit lässt  sich ein gutes Haften des Überzuges erzielen,  während die     Anwendung    von nur schwach  sauren     bekannten        Flussmitteln,        wie    Kolopho  nium, kein Haften des Überzuges ergibt.  



  Ganz besonders zweckmässig ist .die An  wendung des vorstehend     beschriebenen    Ver  fahrens dann, wenn es sich darum handelt,    auf .der Aussenseite des Bodens oder der gan  zen Wandung eines Koch- oder     Bratgeschir-          res    aus nichtrostendem, chromhastigem Stahl  eine Schicht aus einem andern Metall aufzu  bringen, welche entweder wegen ihrer guten  Wärmeleitfähigkeit dazu dient, die Wärme  der Heizquelle über den Boden zu verteilen,  so dass ein Anbrennen der Speisen verhindert  wird, oder welche das Werfen des Bodens  durch eine auf der Differenz der Ausdeh  nungskoeffizienten beider Schichten be  ruhende Kompensationswirkung     (Bimetall-          Prinzip)    verhindert oder welche beide Zwecke  gleichzeitig erfüllt.

   Bei Anwendung des Bi  metall-Prinzips muss das Verhältnis der Stär  ken der- Aussenschicht und .der aus nicht  rostendem Stahl bestehenden Innenschicht  dem beabsichtigten Zweck angepasst sein.  Die Herstellung dieses Überzuges     geschieht,     vorzugsweise mit dem oben beschriebenen  galvanischen Verfahren. Der auf diese Weise  aufgebrachte galvanische Überzug hat den  Vorteil, dass er auf dem nichtrostenden Stahl  längs . der ganzen Berührungsfläche beider  Schichten gleichmässig haftet. Es können sich  also zwischen     beiden    Schichten weder Luft  zwischenräume bilden, noch können Verschie  bungen, oder sonstige Bewegungen der Schich  ten gegeneinander eintreten.  



  Die Aussenschicht kann aus einem beliebi  gen, zur Herstellung eines galvanischen Über  zuges geeigneten Material bestehen. Beispiels  weise kann ein aus Kupfer bestehender gal  vanischer Überzug erzeugt werden. Ein sol  cher     Kupferüberzug    besitzt hohe Wärmeleit  fähigkeit und gutes Aussehen. Der galvani  sche Überzug kann entweder unmittelbar auf  dem nichtrostenden     Stahlmaterial    nieder  geschlagen werden, oder es kann mittelst  eines abnorm sauren Bades lediglich eine Zwi  schenschicht hergestellt werden, auf welcher  dann mit einem üblichen, schwächer sauren  oder alkalischen Bad desselben oder eines an  dern     Metalles    der eigentliche galvanische  Überzug hergestellt     wird.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren, um Metallkörper, deren Ober fläche Chrom enthält, mindestens teil- weise mit einem Metallüberzug zu ver sehen, dadurch gekennzeichnet, dass die chromhaltige, mit einem Metallüberzug zu versehende Oberfläche des Körpers während der Aufbringung dieses Über zuges stark sauer wirkenden Agenzien ausgesetzt wird. II. Nach dem Verfahren gemäss Patent anspruch I erhaltenes Kochgeschirr aus nichtrostendem chromhaltigem Stahl, da durch gekennzeichnet, dass die Aussen fläche des Kochgeschirres mindestens teil weise mit einem Metallüberzug versehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein galvani scher Überzug aufgebracht und dabei ein saures Bad mit einem pH-Wert unter 2,5 verwendet wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Galvanisierung der chromhaltigen Oberfläche in einem sauren Bade mit einem p11-Wert unter 2,5 durchgeführt und nach Bildung eines Niederschlages eine weitere Galvanisie- rung in einem andern Bade vorgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass ein galvani scher Überzug auf chromhaltigen, nicht- rostenden Stahl aufgebracht und dabei ein saures Bad mit einem pH-Wert unter 2,5 verwendet wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch $, da durch gekennzeichnet, dass zuerst ein sau res Bad mit einem pH-Wert unter 2,5 verwendet wird und nach Bildung eines Niederschlages eine weitere Galvanisie- rung in einem andern Bad vorgenommen wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Überzug mit schmelzflüssigem Metall aufgebracht und dabei eine starke Säure verwendet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass konzentrierte Salzsäure verwendet wird. 7. Kochgeschirr nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der Boden des Kochgeschirres mit einem galvanisch aufgebrachten Metallüberzug versehen ist. S. Kochgeschirr nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens der Boden des Kochgeschirres mit einem galvanisch aufgebrachten Kupferüberzug versehen ist.
CH168152D 1932-06-15 1933-04-13 Verfahren, um Metallkörper, deren Oberfläche Chrom enthält, mindestens teilweise mit einem Metallüberzug zu versehen. CH168152A (de)

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