AT136978B - Verfahren zur Herstellung festhaftender Metallüberzüge auf Chrom oder Chromlegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung festhaftender Metallüberzüge auf Chrom oder Chromlegierungen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung festhalftender Metallüberzüge auf Chrom der Chromlegierungen. EMI1.1 Verfahren gibt zwar gute Resultate, erfordert aber auch verhältnismässig viel Arbeit und ist daher teuer. Noch grösser sind naturgemäss die Schwierigkeiten, wenn es sich nicht um die Erzeugung von Metall- überzügen auf chromhaltige Legierungen, sondern auf reinem Chrom, beispielsweise auf Chromniederschlägen, handelt. EMI1.2 nicht nur auf chromhaltigen Legierungen, sondern auch auf reinem Chrom, wie Chromniederschlägen. festhaftende Metallüberzüge zu erzeugen, deren Haften ausreicht, um beispielsweise ohne weiteres poliert zn werden. Gemäss der Erfindung wird die mit dem Überzug zu versehende Oberfläche aus Chrom oder chromhaltigen Legierungen während des Aufbringens des Überzuges stark sauer wirkenden Agenzien ausgesetzt. Dieser Erfindungsgedanke wird bei Aufbringung des Überzuges auf galvanischem Wege dadurch verwirklich, dass abnorm saure Bäder mit einem pH-Wert unter 2-5 Verwendung finden. Bei Anwendung eines solchen abnorm sauren Bades haften die galvanischen Niederschläge, wie zahlreiche Versuche einwandfrei ergeben haben, auf der Oberfläche aus Chrom oder chromhaltige Legierung vollkommen fest. EMI1.3 besteht darin, die abnorm sauren Bäder mit einem pa-Wert unter 2'5 nur kurze Zeit zur Anwendung zu bringen, bis sich ein dünner Niederschlag auf der Oberfläche aus Chrom oder chromhaltige Legierungen galvanisch gebildet hat, und hierauf einen weiteren Niederschlag desselben oder eines andern Metnils mittels eines üblichen schwächer sauren oder alkalischen galvanischen Bades aufzubringen. Der Erfindungsgedanke ist nicht auf die Verwendung für galvanisch erzeugte Niederschläge beschränkt, sondern er kann mit gutem Erfolg auch bei der Erzeugung von Überzügen auf schmelzflüssigem Wege verwendet werden. Bei dieser Art der Überzugsherstellung wird der Erfindungsgedanke dadurch verwirklicht, dass zugleich mit dem Aufschmelzen des Überzugsmetalls stark saure Flussmittel benutzt werden. Der erfindungsgemäss erzielte Effekt ist vermutlich dadurch zu erklären, dass das Chrom wegen seiner grossen Passivität die in üblicher Weise aufgebrachten Niederschläge nicht fest haften lässt, dass aber durch die Verwendung der stark sauren Agenzien, insbesondere durch die Anwendung abnorm saurer Bäder beim Galvanisieren, die Passivität des Chroms überwunden wird, bzw. dass das Chrom durch den hohen Säure- überschuss derart aktiviert wird, dass die niedergeschlagenen Metallüberzüge festhaften. <Desc/Clms Page number 2> Ausführungsbeispiel : Zur Vermeidung von Chrom oder ehromhaltigen Legierungen, wie nichtrostendem Stahl, kann beispielsweise ein Bad dienen, das in einem Liter etwa 200 ! 1 Nickelsulfat, 30 ! 1 Natriumsulfat, 20 g Borsäure und 10 g Ammonchlorid enthält, und das durch Zusatz von Schwefelsäure angesäuert ist. Um auf Chrom oder Chromlegierungen, wie nichtrostendem Stahl, gut haftende Metallüberzüge auf sehmelzilüssigem Wege anzubringen, werden erfindungsgemäss stark saure Flussmittel angewendet. So kann beispielsweise beim Aufbringen des Überzuges konzentrierte Salzsäure verwendet werden. Hiemit lässt sich ein gutes Haften des Überzuges erzielen, während die Anwendung von nur schwach sauren bekannten Flussmitteln, wie Kolophonium, kein Haften des Überzuges ergibt. Ganz besonders zweckmässig ist die Anwendung des vorstehend beschriebenen Verfahrens dann, wenn es sich darum handelt, auf der Aussenseite des Bodens oder der ganzen Wandung eines Koch-oder Bratgesehirrs aus nichtrostendem Stahl eine Schicht aus einem andern Metall aufzubringen, welche entweder wegen ihrer guten Wärmeleitfähigkeit dazu dient, die Wärme der Heizquelle über den Boden zu verteilen, so dass ein Anbrennen der Speisen verhindert wird, oder welche das Werfen des Bodens durch eine auf der Differenz der Ausdehnungskoeffizienten beider Schichten beruhende Kompensationswirkung (Bimetall-Prinzip) verhindert, oder welche beide Zwecke gleichzeitig erfüllt. Bei Anwendung des BimetallPrinzips muss das Verhältnis der Stärken der Aussenschicht und der aus nichtrostendem Stahl bestehenden Innenschicht dem beabsichtigten Zweck angepasst sein. Die Herstellung dieses Überzuges geschieht vorzugsweise mit dem oben beschriebenen galvanischen Verfahren. Der erfindungsgemäss aufgebrachte galvanische Überzug hat den Vorteil, dass er auf dem nichtrostenden Stahl längs der ganzen Berührungiläche beider Schichten gleichmässig haftet. Es können sich also zwischen beiden Schichten weder Luftzwischenräume bilden, noch können Verschiebungen oder sonstige Bewegungen der Schichten gegeneinander eintreten. Die Aussensehicht kann aus einem beliebigen, zur Herstellung eines galvanischen Überzuges geeigneten Material bestehen. Beispielsweise kann ein aus Kupfer bestehender galvanischer Überzug verwendet werden. Ein solcher Kupferüberzug besitzt hohe Wärmeleitfähigkeit und gutes Aussehen. Der galvanische Überzug aus Kupfer od. dgl. kann mit dem Verfahren gemäss der Erfindung entweder unmittelbar auf dem nichtrostenden Stahlmaterial niedergeschlagen werden, oder es kann mittels eines abnorm sauren Bades lediglich eine Zwischenschicht hergestellt werden, auf welcher dann mit einem üblichen, schwächer sauren oder alkalischen Bad desselben oder eines andern Metalls der eigentliche galvanische Überzug hergestellt wird. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung festhaftender Metallüberzüge auf Chrom oder Chromlegierungen dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Metallüberzug zu versehende Oberfläche aus Chrom oder Chromlegierungen während der Aufbringung des Überzuges auf galvanischem oder schmelzflüssigem Wege stark sauer wirkenden Agenzien ausgesetzt wird. EMI2.1
Claims (1)
- wendet werden.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Galvanisierung der Oberlläche aus Chrom oder Chromlegierungen zuerst in einem stark sauren Bad mit einem pH-Wert unter 2'5 vorgenommen und nach Bildung eines Niedersehlages die weitere Galvanisierung in einem üblichen, schwächer sauren oder alkalischen Bad desselben oder eines andern Metalls fortgesetzt wird.
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