CH168244A - Verfahren zum Betriebe von Leonard-Antrieben mit mechanischer Bremsung. - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von Leonard-Antrieben mit mechanischer Bremsung.

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CH168244A
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Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Verfahren zum Betriebe von     Leonard-Antrieben    mit mechanischer Bremsung.    Zur beschleunigten Stillsetzung von För  dermaschinen sind stets mechanische Bremsen  vorgesehen, die auf die Welle der Förder  maschine einwirken. Neben dieser mechani  schen Bremsung tritt bei Fördermaschinen  mit elektrischem     Leonard-Antrieb    in der  Regel zugleich eine elektrische Bremsung ein.  Um die Entstehung unzulässiger Ströme im       Leonard-Kreis    zu verhindern, muss bekannt  lich gleichzeitig mit der Bremsung die Er  regung der Steuerdynamo abgeschaltet oder  verringert werden. Der Motor arbeitet dann  aber als Generator auf die Steuermaschine.  



  Die hierbei auftretende Bremswirkung ist  zu einem erheblichen Teil durch nicht ein  deutig vorher bestimmbare Bedingungen fest  gelegt. Sie hängt beispielsweise von der Re  manenz der Maschinen ab. Da anderseits eine  zu starke Bremsung ein Rutschen des Seils  auf der Förderscheibe oder eine Überbean  spruchung des Einbaues zur Folge haben  kann, ist es vorteilhafter, auf die elektrische  Bremsung zu verzichten.    Um das Entstehen eines Stromes im       Leonardkreis    auszuschliessen, muss bei der  Notbremsung sowohl die     Spannung    des     Ge-          nerators    als auch die Ankerspannung des  Motors verringert werden.

   Gemäss der Erfin  dung wird bei     Leonard-Antrieben    mit me  chanischer Bremsung, bei denen die Dreh  zahlen des     Leonard-Generators    und des von  diesem gespeisten     Leonard-Motors    verschie  den sind, beim Abbremsen gleichzeitig mit  der Abschaltung der Erregung der einen       Leonard-Maschine    die Erregung der andern       Leonard-Maschine    verzögert geschwächt, der  art, dass eine Angleichung der Spannungs  änderungen bei     Leonard-Motor    und     Leonard-          Generator    eintritt und ein Bremsstrom nicht  zustande kommt.

   Dieses Verfahren ist ins  besondere für Fördermaschinen vorteilhaft,  bei denen die Drehzahl des     Leonard-Motors     meist erheblich kleiner als die Drehzahl des       Leonard-Generators    ist. Bei dem     Leonard-          Motor    kann man nun die betriebsmässig  möglichen Massnahmen für eine Schnellent-           regung    vorsehen, lässt gleichzeitig aber bei  dem     Leonard-Generator    die     Entregung    nicht  mit der möglichen Beschleunigung erfolgen,  sondern verlangsamt sie künstlich.  



  Die Zeitkonstante der Erregung des     För-          dermotors,    der bei den üblichen Antrieben  infolge seiner geringeren Drehzahl auch  grössere Dimensionen als der     Leonard-Gene-          rator    enthält, ist grösser als die Zeitkonstante  der Erregung der ihn speisenden Steuer  dynamo. Dieser Unterschied wächst noch,  wenn man die Steuerdynamo mit geblätter  tem Joch ausführt, wie dies zur Verringerung  der     Umsteuerzeiten    und zur Verkleinerung  der     Remanenzspannung    an sich erwünscht  ist.

   Schaltet man nun die Erregung der  Steuerdynamo und die Erregung des     Leonard-          Motors    gleichzeitig ab, so verschwindet das  Feld der Steuerdynamo weit schneller als  das Feld des Fördermotors. Der unerwünschte  Bremsstrom tritt also auf. Mit Hilfe einer  bei der Steuerdynamo vorgesehenen Schalt  vorrichtung zur     Anpassung    der Feldänderun  gen bei Generator und Motor gelingt es, den  Bremsstrom praktisch völlig zu vermeiden.  



  Die künstliche Verlangsamung der     Ent-          regung    bei der Steuerdynamo kann man  auf verschiedene Weise erreichen. Ein Aus  führungsbeispiel zeigt die Figur. Der     För-          dermotor    1 wird von der Steuerdynamo 2  gespeist, die von dem     Drehstrommotor    3 an  getrieben wird. Ein beschleunigtes     Stillsetzen     des     Fördermotors    1 soll im Interesse -der  Betriebssicherheit nur durch die mechanische  Bremse erfolgen, ohne dass in dem     Leonard-          greis    ein Strom fliesst.

   Die künstliche Ver  zögerung der Erregungsänderung in Maschine  2 wird nun durch die     Dämpferwicklung    6  erreicht, die durch einen Schalter 7 gege  benenfalls unter Einfügung eines Wider  standes geschlossen werden kann.  



  Die Erregerwicklungen 4 und 5 wer  den von der Erregermaschine 8 gespeist.  Gleichzeitig mit oder kurz vor dem Abschal  ten der Erregerwicklungen 4 und 5 wird  der Schalter 7 geschlossen. Durch die Dämpfer  wicklung wird eine Verzögerung im Ver-    schwinden des Feldes der Maschine ? her  vorgerufen.  



  Eine weitere Angleichung der Spannungs  änderungen bei den Maschinen 1 und 2 kann  man dadurch erzielen, dass man den Erre  gerwicklungen 5 und 4 Widerstände 10 und  11 über Schalter 12 und 13 parallel schaltet.  Diese Widerstände werden wieder so be  messen, dass eine Angleichung der Span  nungsänderungen bei den beiden Maschinen  erfolgt. Die Berechnung der Widerstände  erfolgt auf bekanntem Wege durch Ermitt  lung der Zeitkonstanten. Beim Einlegen der  Sicherheitsbremse werden nun nach Schliessen  der Sehalter 12 und 13 die Schalter 14 und  9     geöffnet.     



  Es steht nichts im Wege, gleichzeitig  mit der Verlangsamung der Spannungsände  rung bei Maschine 2 eine     Beschleunigung     der Spannungsänderung der Maschine 1  herbeizuführen. Zu diesem Zwecke kann man  die Maschine 1 mit der an sich bekannten       Schnellentregung    versehen.  



  Die Erfindung ist nicht nur für     Förder-          antriebe    verwendbar, wenn sie auch in erster  Linie für diese gedacht ist. Ähnliche Be  dingungen treten zuweilen auch bei     Kalan-          derautrieben    auf. Bei diesen Antrieben ist  jedoch zuweilen die Zeitkonstante des Mo  tors geringer als die Zeitkonstante des     Ge-          nerators,    da der Motor mit hoher Drehzahl  die Arbeitsmaschine über ein Getriebe an  treibt. Man wird dann sinngemäss bei dem  Motor die gleichen Massnahmen zur Verzö  gerung der Spannungsänderung vorsehen, die  oben im Ausführungsbeispiel der Figur für  den Generator vorgeschlagen     wurden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betriebe von Leonard-An- trieben mit mechanischer Bremsung, bei denen die Drehzahlen des Leonard-Generators und des von diesem gespeisten Leonard-Mo- tors verschieden sind, dadurch gekennzeichnet, dass beim Abbremsen gleichzeitig # mit der Abschaltung der Erregung der einen Leonard- . aschine die Erregung der andern Leonard- J Maschine verzögert geschwächt wird, derart,
    dass eine Angleichung der Spannungsäude- rungen bei Leonard-Motor und Leonard-Ge- nerator eintritt und ein Bremsstrom nicht zustande kommt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Abschal tung der Erregung eines Fördermotors eine auf denn Leonard-Generator vorge- sehene 1Dämpferwicklung kurzgeschlossen wird. 2.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass den Erreger wicklungen des Generators und des Mo tors beim Abbremsen Widerstände parallel geschaltet werden.
CH168244D 1932-03-02 1933-02-27 Verfahren zum Betriebe von Leonard-Antrieben mit mechanischer Bremsung. CH168244A (de)

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