DE654464C - Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung - Google Patents
Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer BremsungInfo
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- DE654464C DE654464C DES103551D DES0103551D DE654464C DE 654464 C DE654464 C DE 654464C DE S103551 D DES103551 D DE S103551D DE S0103551 D DES0103551 D DE S0103551D DE 654464 C DE654464 C DE 654464C
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P7/00—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors
- H02P7/06—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current
- H02P7/18—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power
- H02P7/34—Arrangements for regulating or controlling the speed or torque of electric DC motors for regulating or controlling an individual DC dynamo-electric motor by varying field or armature current by master control with auxiliary power using Ward-Leonard arrangements
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Description
- Steuerung für Fördermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung In Leonardanlagen wird bekanntlich die Drehzahl des Arbeitsmotors im normalen Betrieb durch Änderung der Erregung der Steuerdynamo geregelt, mit deren Anker der Anker des Arbeitsmotors parallel geschaltet ist. Durch Schwächung der Erregung der Steuerdynamo läßt sich ein sanftes Stillsetzen des Arbeitsmotors erzielen. Für ein sofortiges Stillsetzen des Arbeitsmotors, wie dies z. B. in Förderanlagen nötig ist, reicht diese Anordnung jedoch nicht aus, da die Schwächung der'Erregung der Steuerdynamo die Drehzahlen des Arbeitsmotors nicht schnell genug herabsetzt.
- Es ist bekannt, dem geschilderten Nachteil durch einen besonderen, sogenannten Notschalter abzuhelfen, der einen hochohmigen Widerstand in den Erregerkreis der Steuerdynamo legt, der eine schnellere Schwächung der Erregung der Steuerdynamo zuläßt als der normale Steuerapparat. Bei der bekannten Anordnung wird zugleich mit der Schwächung der Erregung der Steuerdynamo durch den Notschalter der Arbeitsmotor mit Hilfe einer besonderen Vorrichtung abgebremst. Bei dieser Schaltung behält der Arbeitsmotor seine Spannung und arbeitet nunmehr als Generator auf die Steuermaschine. Es wird dadurch eine zusätzliche Bremskraft auf den Arbeitsmotor ausgeübt, die zunächst erwünscht erscheinen mag, sich jedoch in ihrer Größe nicht genau in Rechnung stellen läßt, da diese elektrische Bremsung von der Remanenz der Erregerkreise der Maschinen abhängt. Besonders nachteilig kann sich diese nicht genau zu errechnende Bremskraft bei Treibscheibenförderanlagen auswirken, bei denen es bei unzulässig starkem Bremsen zu einem Seilrutsch kommen kann.
- Die geschilderten Nachteile hat man bei einer gleichfalls bekannten Anordnung dadurch zu vermeiden gesucht, daß zugleich mit der Abschaltung der Erregung der Steuerdynamo in den Erregerkreis der Arbeitsmaschine ein Widerstand geschaltet wurde, um den Erregerkreis der Arbeitsmaschine nach schnellem Sinken des Erregerstromes auf einen geringen Wert durch einen weiteren Schalter unterbrechen zu können. Hierdurch sollte die elektrische Bremsung in zulässigen Grenzen gehalten werden.
- Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, .daß es angesichts der rechnerisch nicht genau zu erfassenden elektrischen Bremsvorgänge bei den bekannten Anordnungen vorteilhafter ist, auf 'die elektrische Bremsung überhaupt zu verzichten.
- Um das Entstehen eines Stromes im Leonardkres auszuschließen, muß bei der Notbremsung sowohl die Spannung des Generators als auch die Ankerspannung des Motors verringert werden. Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich bei den üblichen Leonardantrieben in Förderanlagen eine vollkommene Verhinderung des Bremsstromes dadurch erzielen läßt, daß bei dem Leonardmotor die betriebsmäßig möglichen Maßnahmen für eine Schnellentregung vorgesehen werden, gleichzeitig aber bei dem Leonardgenerator die Entregung nicht mit der möglichen Beschleunigung erfolgt, sondern künstlich verlangsamt wird. .
- Bei den üblichen Fördermaschinenantrieben ist die Drehzahl der Steuermaschinen in der Regel weit größer als die Drehzahl der Fördermotoren. Da der Fördermotor dadurch größere Abmessungen erhält, ist auch die Zeitkonstante seiner Erregung größer als die Zeitkonstante der Erregung der Steuerdynamo. Dieser Unterschied wächst noch, wenn man die Steuerdynamo mit geblättertem Joch ausführt, wie dies zur Verringerung der Umsteuerzeiten und zur Verkleinerung der Remanenzspannung an sich erwünscht ist. Schaltet man nun die Erregung der Steuerdynamo und die Erregung des Leonardmotors gleichzeitig ab, so verschwindet das Feld der Steuerdynamo weit :schneller als das Feld des Fördermotors. Der unerwünschte Bremsstrom tritt also auf. Mit Hilfe einer nach der Erfindung bei der Steuerdynamo vorgesehenen Schaltvorrichtung zur Anpassung der Feldänderungen bei Generator und Motor gelingt es, den Bremsstrom praktisch völlig zu vermeiden.
- Die künstliche Verlangsamung der Entregüng bei der Steuerdynamo kann man auf verschiedene Weise erreichen. Ein Ausführungsbeispiel zeigt die Figur. Der,Fördermotor i wird von der Steuerdynamo 2 gespeist, die von dem Drehströmmotor 3 angetrieben wird: Ein beschleunigtes Stillsetzen des Fördermotors i soll im Interesse der Betriebssicherheit nur durch die mechanische Bremse erfolgen, ohne daß in dem Leonardkreis ein Strom fließt. Die künstliche Verzögerung der Erregungsänderung in Maschine 2 wird nun durch die Dämpferwicklung 6 erreicht, die durch einen Schalter 7, gegebenenfalls unter Einfügung eines Widerstandest geschlossen werden kann: Die Erregerwicklungen q. und 5 werden von der Erregermaschine 8 gespeist. Gleichzeitig mit oder kurz vor dem Abschalten der Erregerwicklungen q. und 5 wird der Schalter 7 geschlossen. Durch die Dampferwicklung wird eine Verzögerung im Verschwinden des Feldes der Maschine 2 hervorgerufen. In dem Erregerkreis der Wicklung 5 kann man einen Schalter g vorsehen, der in die Erregung 5 l>rigsam einen Widerstand einschaltet.
- Eine weitere Angleichung der Spannungsänderungen bei- den Maschinen i und 2 kann man dadurch erzielen, daß man den Erregerwicklungen 5 und q. Widerstände io und i i über Schalter 12 und 13 parallel schaltet,' die im Sinne der Angleichung der Spannungsänderungen abhängig von der Zeit bei beiden Maschinen bemessen sind. In diesem Falle werden beim Einlegen der Sicherheitsbremse nach Schließen der Schalter 12 und 13 die Schalter 14 und g geöffnet.
- Es steht nichts im Wege, gleichzeitig mit der Verlangsamung der Spannungsänderung bei Maschine 2 eine Beschleunigung der Spannungsänderung bei Maschine i herbeizuführen. Zu diesem Zweck kann man die Maschine i mit der an sich bekannten Schnellentregung versehen: Auch dann wird die Maschine i ihr Feld noch langsamer verlieren als die Maschine 2, wenn man letztere nicht mit besonderen Hilfseinrichtungen zur künstlichen Verzögerung der Spannungsänderung versieht.
- Die Erfindung ist nicht nur für Förderantriebe verwendbar, wenn sie auch in erster Linie für diese gedacht ist. Ähnliche Bedingungen treten zuweilen auch bei Kalanderantrieben auf. Bei diesen Antrieben ist jedoch zuweilen die Zeitkonstante des Motors geringer als die Zeitkonstante des Generators; da der Motor mit hoher Drehzahl die Arbeitsmaschine über ein Getriebe antreibt. Man wird dann sinngemäß bei dem Motor die gleichen Maßnahmen zur Verzögerung der Spannungsänderung vorsehen, die oben im Ausführungsbeispiel der Figur für den Generator vorgeschlagen wurden.
Claims (3)
- - PATRNTANSPRÜCIlR: i. Steuerung für Fördermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Breinsung, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Leonardmotor die betriebsmäßig möglichen Maßnahmen für eine Schnellentregung vorgesehen sind, gleichzeitig aber bei dem Leonardgenerator die Entregung nicht mit der möglichen Beschleunigung erfolgt, sondern künstlich verlangsamt wird.
- 2. Steuerung für Fördermaschinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet; daß beim Bremsen gleichzeitig mit der Abschaltung der Erregung die Abschaltung oder Schwächung der Erregung der Steuerdynamo eingeleitet, jedoch zur Angleichung der Spannungsänderungen bei Fördermotor und Generator derart verzögert wird, daß ein Bremsstrom nicht zustande kommt.
- 3. Steuerung für Fördermaschinen nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abschaltung der Erregung des Fördermotors eine auf dem Generator vorgesehene Dämpferwicklung 'kurzgeschlossen wird. Steuerung für Fördermaschinen nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß den Erregerwicklungen des Generators und des Motors beim Abbremsen Widerstände parallel geschaltet werden, die entsprechend einer Angleichung der Spannungsänderungen bei Fördermotor und Generator bemessen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103551D DE654464C (de) | 1932-03-03 | 1932-03-03 | Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103551D DE654464C (de) | 1932-03-03 | 1932-03-03 | Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654464C true DE654464C (de) | 1937-12-24 |
Family
ID=7525281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES103551D Expired DE654464C (de) | 1932-03-03 | 1932-03-03 | Steuerung fuer Foerdermaschinen mit Leonardantrieb und mechanischer Bremsung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654464C (de) |
-
1932
- 1932-03-03 DE DES103551D patent/DE654464C/de not_active Expired
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