CH168455A - Verfahren zur Herstellung eiserner, gegen Korrosion geschützter Gegenstände. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eiserner, gegen Korrosion geschützter Gegenstände.

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CH168455A
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Description


  verfahren zur Herstellung eiserner, gegen Korrosion geschätzter Gegenstände.    Eiserne Rohre, Fittings und andere Gegen  stände werden durch Berührung mit Wasser,  besonders wenn dasselbe Kohlensäure, Na  triumchlorid,     Magnesiumchlorid    oder     dergl.     enthält, mit der Zeit stark angegriffen. Es  ist möglich, derartige Korrosionserscheinun  gen zu verhindern, indem die eisernen Gegen  stände mit einem gewissen     Siliziumgehalt     hergestellt werden. In diesem Falle wird je  doch das Eisen spröde, lässt sich schwer be  arbeiten und besitzt manche Eigenschaften,  die dasselbe für den allgemeinen     Verbrauch     in der Praxis ausschliessen.  



  Die Vorteile des korrosionsfesten     Ferro-          Siliziummaterials    mit denjenigen eiserner  Rohre usw. gebräuchlicher Ausführung und  Eisenbeschaffenheit zu verbinden, ist der  Zweck der vorliegenden Erfindung.  



  Das Verfahren zur Herstellung eiserner,  gegen Korrosion geschützter Gegenstände ist  dadurch gekennzeichnet, dass auf eisernen  Gegenständen an der     Oberfläche    eine Schutz  schicht aus     Ferro-Silizium-Legierung    erzeugt  wird. Die an der innern und/oder äussern    Oberfläche erzeugte Schutzschicht aus     Ferro-          Silizium    widersteht vortrefflich jeder Kor  rosion, während der innere Kern des eisernen  Materials seine ursprüngliche Beschaffenheit  beibehält.  



  Die Erfindung kann in verschiedener Art  und Weise zur Ausführung gelängen.  



  Soll ein Eisenrohr im Innern eine     Ferro-          Silizium-Schutzschicht    erhalten, so kann es  bis auf zirka 950 Grad erhitzt und in die  sem Zustande mit     Siliziumchloriddämpfen          (SiC14),    eventuell mit     Silizium-Chloroform          (Si        HCh)    gemischt, die durch das Rohr ge  leitet werden, behandelt werden.

   Zur Be  schleunigung der Bildung einer Schutzschicht  von     Ferro-Silizium    kann das Rohrinnere  zweckmässig gegen die Aussenluft abgeschlos  sen werden, wobei dann durch das verdampfte       Siliziumchlorid    ein Überdruck entsteht, durch  welchen die     Siliziumchloriddämpfe        leichter-in     das     Eisen    diffundieren und an der innern  Oberfläche der Rohre die     Ferro-Silizium-          Schutzschicht    schnell erzeugen.

        Auch ist es möglich, die an     beiden    En  den verschlossenen eisernen Rohre in herme  tisch geschlossene Muffeln einzuführen, in  welchen dann bei der Erhitzung ein Über  druck von     Siliziumchloriddämpfen    sich bildet,  welch letztere von hier aus gegen das     Innere     der     Rohre    diffundieren und die äussere  Schutzschicht bilden.  



  Eine andere Methode besteht darin, dass  man die eisernen Rohre . und     Fittings        etc.     mit metallischem     Siliziumpulver    oder     Ferro-          Siliziumpulver    innen und/oder aussen bedeckt,  beziehungsweise in diese     einbettet    und wäh  rend einiger Zeit auf Rotgluthitze hält. Eine  etwaige Oxydation des Siliziums kann hier  bei zweckentsprechend durch reduzierende  Stoffe, wie z. B. Wasserstoff, verhindert  werden.  



  Als Variante dieser Ausführungsart ist  es auch möglich, die     innere    und/oder äussere  Oberfläche der     eisernen    Rohre     etc.    mit einer  Silizium oder     Ferro-Silizium    enthaltenden  Paste zu bestreichen und hiernach das Rohr       etc.    in einer neutralen     bezw.    reduzierenden  Atmosphäre zu glühen.  



  Auch ist es möglich, auf eisernen Roh  ren     etc.    die innere und/oder     äussere    Oberfläche  mit dem Überzug einer Paste von metalli  schem Silizium oder     Ferro-Silizium    zu ver  sehen und dann kolloidale, mit Metallsalzen  versetzte Kieselsäure auf diese Paste aufzu  bringen, so dass ein solch     behandeltes    Rohr  in der Glühhitze einen stark verbindenden  Überzug erhält von mit Metallsalzen ver  setzter Kieselsäure und     Ferro-Silizium    und  hierdurch auch dann noch gegen Korrosionen  geschützt bleibt, falls die aufgeschmolzene,  mit Metallsalzen versetzte     Kieselsäure-Schutz-          schicht    durch irgendwelche Ursachen be  schädigt werden sollte.

    



  Eine besonders vorteilhafte Ausführungs  art des Verfahrens besteht darin,     dass     man  die     eisernen    Rohre     etc.        innen    und/oder aussen,  vermittelst     Gebläsevorrichtungen,    mit metalli  schem     8iliziumpulver    oder     Ferro-Silizium-          pulver    bestrahlt, so dass das Silizium bereits  fein verteilt in die Eisenhaut eindringt und    hier eine mechanische Vermischung mit dem  Eisen bewirkt, wodurch ein solch behandeltes  Rohr, nachdem es noch mit einem Überzug  von     mit    Metallsalzen versetzter kolloidaler  Kieselsäure versehen wird,

   während des  Glühprozesses jedem Einfluss einer die     Ferro-          Silizium-Legierung        beeinträchtigenden    Oxy  dationswirkung entzogen bleibt und einen in  jeder Beziehung     vollkommenen    Korrosions  schutz erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eiserner, gegen Korrosion geschützter Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass auf eisernen Gegenstän den oberflächlich eine Schutzschicht aus Ferro-Silizium-Legierung erzeugt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eisernen Gegen stände erhitzt und der Einwirkung von Dampf einer flüchtigen Siliziumverbindung ausgesetzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Siliziumverbindung Siliziumchlo- rid verwendet wird.
    ;3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die eisernen Ge genstände einbettet in Ferro-Siliziumpul- ver und hierauf erhitzt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die eisernen Ge genstände mit einem Überzug von metal lischen Siliziumpulver bedeckt und hier auf erhitzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die eisernen Ge genstände mittelst einer Ferro-Silizium- pulver enthaltenden Paste bedeckt und als dann erhitzt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die eisernen Ge genstände mittelst Gebläsevorrichtungen mit Ferro-Siliziumpulver bedeckt und als dann erhitzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Ferro-Siliziumpulver bedeck ten eisernen Gegenstände noch einen Über zug von mit Metallsalzen versetzter, hol- loidaler Kieselsäure erhalten und beide Schichten dann auf die Schmelztemperatui der mit Metallsalzen versetzten Kiesel säureschicht gebracht werden.
CH168455D 1933-01-24 1933-01-24 Verfahren zur Herstellung eiserner, gegen Korrosion geschützter Gegenstände. CH168455A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1560938A4 (de) * 2002-11-11 2006-10-18 Posco Beschichtungszusammensetzung und verfahren zur herstellung eines siliciumreichen elektrostahlblechs unter deren verwendung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1560938A4 (de) * 2002-11-11 2006-10-18 Posco Beschichtungszusammensetzung und verfahren zur herstellung eines siliciumreichen elektrostahlblechs unter deren verwendung

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