CH168552A - Einrichtung zum Schutz von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefässen. - Google Patents
Einrichtung zum Schutz von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefässen.Info
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Description
Einriehtung zum Schutz von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefässen. Zur Löschung von Rückzündungen in Gleichrichtern ist eine Einrichtung bekannt geworden, bei welcher vor jeder Anode des Gleichrichters ein Steuergitter angeordnet ist und bei welcher im Rückzündungsfalle an diese Steuergitter ein Potential gelegt wird, welches das Zustandekommen neuer Vorwärts- und Rückwärtslichtbögen verhin dert.
Der Rückzündungslichtbogen erlischt dann zu Beendigung der nächsten Halb periode, so dass nach spätestens einer Halb periode des den Gleichrichter speisenden Wechselstromes, vom Augenblick der Rück zündung an gerechnet, sämtliche Vorwärts- bezw. Rückwärtslichtbögen erloschen sind.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schutz von gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefässen, namentlich Eisen gleichrichtern, im Falle von Rückzündungen, bei der im Falle einer Rückzündung die Steuergitter selbsttätig vorübergehend an Sperrspannung gelegt werden.
Gemäss der Erfindung ist in Verbindung mit dem zu schützenden Entladungsgefäss ein Hilfs- entladungsgefäss mit Steuergitter derart vor gesehen, dass im Rückzündungsfalle dem Steuergitterkreis dieses Hilfsentladungsge- fässes eine Spannungsänderung erteilt wird und die dadurch hervorgerufene .Änderung des Anodenstromes des Hilfsentladungs- gefässes das Vorhandensein von Sperrspan nungen an den Gittern des zu schützenden Entladungsgefässes unmittelbar bewirkt.
Zwei Ausführungsformen der Erfin dung werden im folgenden in der Anwen dung auf Eisengleichrichter beschrieben; die entsprechenden Schaltungsanordnungen sind in den Abb. 1 und 2 der Zeichnung schema tisch dargestellt.
In Abb. 1 bedeutet 10 die Wechselstrom quelle, 11 einen Gleichstromverbraucher, der als Gleichstromnebenschlussmotor dargestellt ist. An die Wechselstromquelle ist ein Trans formator 12- angeschlossen; die äussern Klem men seiner Sekundärwicklung führen zu den beiden Anoden 17 eines Gleichrichtergefässes 13, mit der Mitte der Sekundärwicklung ist der eine Pol des Gleichstromverbrauchers 11 verbunden. Der andere Pol des Verbrauchers steht über einen Schnellschalter 14 mit der Kathode 16 des Gleichrichters in Verbin dung.
Es sind ferner zwei im wesentlichen voneinander unabhängige Stromkreise für die Steuergitter 1 & , welche vor den Anoden 17 angebracht sind, vorhanden, nämlich einerseits eine Verbindung von dem Eisen gefäss 15 des Gleichrichters über eine Signal einrichtung 22,
einen Strombegrenzungs- widerstand 21 und eine positive Gittervor- spannungsbatterie .20 und anderseits ein Stromkreis von der Kathode 16 des Gleich richters über einen Strombegrenzungswider- stand 25, eine Entladungsröhre 24, beispiels weise eine Hochvakuumröhre, die Wicklun gen 28 und die Kontakte eines Verzögerungs relais und eine negative Gittervorspannungs- batterie 28.
Die Spannung der Batterie 23 ist höher als diejenige der Batterie 2,0. Die Strombegrenzungswiderstände 19 sind den beiden genannten Gitterkreisen gemeinsam.
Diese Einrichtung arbeitet in folgender Weise: Angenommen, der Schnellschalter 14 sei geschlossen und der Motor 11 werde über den Transformator 12 und den Gleichrichter 1.3 mit Gleichstrom versorgt. Solange keine Rückzündung eintritt, werden die Kontakte des Schnellschalters 14 durch die Haltewick lung entgegen einer Federkraft in Berührung gehalten. An den Steuergittern<B>18</B> des Gleichrichters liegt während dieser Zeit ein gegenüber der Kathode 1-6 positives Poten tial, welches von der Gittervorspannungs- batterie 20 geliefert wird. Das Eisengefäss 15 des Gleichrichters ist dabei bei rück zündungsfreiem Betrieb auf einem gegen über der Kathode 16 positiven Potential.
So bald jedoch ein Lichtbogen mit einer der Anoden 17 als Kathode und der Queck silberkathode 16 als Anode zustande kommt, kehrt sich die Stromrichtung im Gleich stromkreise um, es wird infolgedessen die in dem Luftspalt des Eisenjoches des Schnell schalters angedeutete Entmagnetisierungs- wicklung im umgekehrten Sinne vom Gleich strom durchflossen, wie bei rückzündungs- freiem Betrieb, und die auf das Eisenstück am Schalthebel des Schalters 14 ausgeübte Kraft wird derart vermindert,
dass die Feder die beiden Schalterkontakte auseinanderzieht. Gleichzeitig ändert sich, wie Versuche er geben haben, das Potential des Eisengefässes 15 gegenüber der Quecksilberkathode 16 in dem Sinne, dass das Eisengefäss ein negatives Potential gegenüber der Kathode annimmt, und es wird daher das Gitter der Röhre 24 auf ein gegenüber der Kathode dieser Röhre positives Potential gebracht, da nämlich die Kathode mit dem Eisengefäss 15, das Gitter dagegen mit der !Quecksilberkathode 16 ver bunden ist.
Der infolgedessen durch die Röhre 24 stattfindende Stromdurchgang bringt die Steuergitter 1 & auf ein gegenüber den Anoden 17 negatives Potential, so dass kein neuer Lichtbogen zwischen der Kathode 16 und den Anoden 17, sowie kein neuer Lichtbogen zwischen den beiden Anoden 17 auftreten kann und der Rückzündungslicht- bogen spätestens) nach einer Halbperiode end gültig erlischt.
Das Relais 2,8 öffnet nach Ablauf seiner Verzögerungszeit seine Kon takte und unterbricht damit den Anoden kreis der Röhre 24, so. dass dann das Poten tial der Steuergitter 18 des Gleichrichters wieder durch die positive Gittervorspan- nungsbatterie 20@ bestimmt ist.
Zwischen dem Gitter und der Kathode der Röhre 24 ist noch ein Kondensator 26 -Lind parallel dazu ein Widerstand 27 vor gesehen. Dieser Kondensator dient dazu, bei sehr kurz dauernden Spannungen die an dem Gitter der Röhre 24 auftretende Ladung auf zunehmen und über den Widerstand 27 zu vernichten.
Eine weitere Ausführungsform der Er findung ist in der Abb. 2 dargestellt und lässt gleichzeitig erkennen, in welcher Weise eine gemäss der Erfindung vorzusehende Rück zündungslöscheinrichtung an einen Gleich richter anzubringen ist, an dessen Steuer gittern eine Wechselspannung liegt. Es kann sich dabei dann entweder um eine Einrich tung zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom mit Hilfe von Entladungs gefässen handeln oder um eine Einrichtung zur Gleichrichtung von Wechselstrom, bei welcher die Stärke des in dem Gleichstrom kreise fliessenden Stromes stetig geregelt werden soll. Die Abb. 2 bezieht sich auf den letzteren Fall.
Es ist bei der in Abb. 2 dar gestellten Einrichtung vorausgesetzt, dass die Regelung der Gleichstromstärke mit Hilfe einer reinen Wechselspannung geschehen möge, deren Phasenlage gegenüber der an den Anoden 17 des Gleichrichters liegenden Spannung verändert werden kann. Die Schaltungsanordnung stimmt in bezug auf die Schaltung des Motors 11, des; Gleich richtertransformators 12, des Gleichrichter gefässes 13 und des Schnellschalters 14 im wesentlichen mit der in Abb. 1 dargestellten überein. Die Steuergitter 1.8 des Gleich richtergefässes sind an die Sekundärwick lung eines Gittertransformators 30 ange schlossen, die Mitte dieser Sekundärwick lung ist über einen Widerstand 31 mit der Kathode 16 des Gleichrichtergefässes verbun den.
Die Primärwicklung des Gittertrans formators 30 liegt an zwei einander gegen überliegenden Eckpunkten einer Brücken schaltung 32, deren beiden andern Eck punkten dieselbe Spannung wie der Primär wicklung des Gleichrichtertransformators 12 zugeführt wird. Die Brückenschaltung 32 besteht in zwei Zweigen aus je einer Drossel spule und in den beiden andern Zweigen aus einer Drosselspule und einem verstellbaren Ohmschen Widerstand. Die Röhre 24 und die negative Gittervorspannungsbatterie 23 liegen untereinander in Reihe und parallel zu dem Widerstand 31.
Das Gitter der Röhre 24 ist an die Sekundärwicklung eines Stromwand lers 33 angeschlossen, dessen Primärwicklung in Reihe mit dem Verbraucher 11 im Gleich stromkreise des Gleichrichters liegt.
Die in der Abb.2 dargestellte Einrich tung arbeitet in folgender Weise: Im rück zündungsfreien Betrieb wird der Schnell schalter 14 in derselben Weise, wie anhand der Abb. 1 beschrieben, geschlossen gehalten. Die Entladung zwischen der Quecksilber kathode 16 und der Anode 17 setzt dabei innerhalb jeder positiven Anodenspannungs- halbwelle ein, sobald die an dem zugehörigen Steuergitter liegende Spannung den Zünd- wert überschreitet.
Dieser Zeitpunkt inner halb jeder positiven Anodenspannungshalb- welle und damit die Stärke des in dem Gleichstromkreise des Gleichrichters fliessen den Stromes ist von der Einstellung des Ohmschen Widerstandes in der Brücken schaltung 32 abhängig. Wird die Grösse des Widerstandes verändert, so vergrössert bezw. verkleinert sich der Phasenverschiebungs- winkel zwischen der an den Steuergittern und der an den Anoden des Gleichrichters 13 liegenden Spannung, und die Strom stärke im Gleichstromkreise nimmt infolge dessen zu bezw. ab.
Sobald sich die Strom richtung im Gleichstromkreise umkehrt, also beim Auftreten einer Rückzündung, entsteht zwischen den Klemmen der Sekundärwick lung des Stromwandlers 33 eine Spannung, derart, dass die Röhre 24 stromdurchlässig wird. Hierdurch bildet sich an dem Wider stand 31 ein Spannungsabfall, derart, dass. das obere Ende dieses Widerstandes ein negatives Potential gegenüber dem untern Ende annimmt und somit auch die Steuer gitter 18: des Gleichrichters 13 auf negatives Potential gegenüber der Quecksilberkathode 16 kommen. Hierdurch wird ebenfalls wie der spätestens innerhalb einer Halbperiode des den Gleichrichter speisenden Wechsel stromes jede Entladung in dem Gefäss zum \ Erlöschen gebracht.
Die Erfindung ist nicht auf die Anwen dung bei einphasigen Gleichrichtern, be schränkt, sondern kann auch zur Löschung von Rückzündungen, in mehrphasigen Gleich richtern angewendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Schutz von gitter- gesteuerten Gas- oder Dampfentladungs- gefässen, namentlich Eisengleichrichtern, im Falle von Rückzündungen, bei der im Falle einer Rückzündung die Steuergitter selbst tätig vorübergehend an Sperrspannung ge legt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit dem zu schützenden Ent- ladungsgefäss ein Hilfsentladungsgefäss mit Steuergitter derart vorgesehen ist,dass im Rückzündungsfalle dem Steuergitterkreis dieses Hilfsentladungsgefässes eine Span nungsänderung erteilt wird und die dadurch hervorgerufene Änderung des Anodenstromes des llilfsentladungsgefässes das Vorhanden sein von Sperrspannungen an den Gittern des zu schützenden Entladungsgefässes unmittel bar bewirkt.UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Ent ladungsröhre (24) in Reihe mit einer negativen Gittervorspannungsbatterie (2,3) zwischen die Steuergitter (18) und die Kathode (1-6) des Entladungsgefässes (13) geschaltet ist und dass dem Gitter dieser Röhre (24) ein von der Stromrichtungs- umkehr abhängiges, den Stromdurchgang durch diese Röhre bewirkendes Potential aufgedrückt wird, derart,, dass die Steuer gitter (18) des Entladungsgefässes (13) auf Sperrpotential gebracht werden. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter der Röhre (24) an die Kathode (16), ihre Kathode .dagegen an den Metallbehälter (15) des Entladungs gefässes (13) angeschlossen ist, derart, dass die bei Bildung eines Rückzündungslicht- bogens auftretende Potentialverlagerung des Metallbehälters (15) gegenüber der Kathode (1,6) den Stromdurchgang durch die Röhre (24 hervorruft. 3. Einrichtung nach Patentanspruch nud Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet.dass zwischen Gitter und Kathode cler Röhre (24) die Sekundärwicklung (33) eines Stromwandlers geschaltet ist, dessen Primärwicklung im Gleichstromkreise liegt, derart, dass der bei Stromrich- tungsumkehr im Gleichstromkreise an der Sekundärwicklung auftretende Span nungsstoss den Stromdurchgang durch die Röhre (24) hervorruft. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Ent ladungsgefässen, deren Steuergitter (18) an einer Wechselspannung liegen, das Sperrpotential dem elektrischen Mittel punkt der Steuergitter (18), dem Mittel punkt der Sekundärwicklung eines Gitter transformators (30) zugefübrt wird.
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