CH168608A - Zugsicherungseinrichtung mit induktiver Beeinflussung. - Google Patents

Zugsicherungseinrichtung mit induktiver Beeinflussung.

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CH168608A
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Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
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Knorr Bremse Ag
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      Zugsicherungseinrichtung    mit     induktiver        Beeinflussung.       Die Erfindung bezieht sich auf eine     Zug-          sicherungseinrichtung    mit induktiver Beein  flussung     nizr    an dem in Warnstellung be  findlichen     Vorsignal,    durch welche nach Ab  lauf einer bestimmten Zeit eine Betriebs  bremsung eingeleitet wird.

   Gemäss der Er  findung schliesst sich an diese Betriebsbrem  sung, welche durch rechtzeitige Bedienung  einer      rachsamkeitsvorrichtung    unterbrochen,  nicht aber aufgehoben werden kann, bei  Nichtachtsamkeit des Führers nach einem  weiteren Zeitraum eine dem Einfluss der  Wachsamkeitsvorrichtung entzogene Schnell  bremsung an.  



  Es sind     Zugsicherungseinrichtungen    mit  induktiver Beeinflussung bekannt, bei denen  an dem dem     Vorsignal    zugeordneten Beein  flussungsgerät unter den erforderlichen Be  dingungen eine Betriebsbremsung erfolgt,  die nicht unmittelbar bei der Beeinflussung,  sondern innerhalb einer gewissen Zeit ein  setzt. Bei diesen bekannten Zugsicherungs-         einrichtungen        schliesst    sich an diese Betriebs  bremsung nicht ohne weiteres eine Schnell  bremsung an, sondern diese tritt nur ein,  wenn das Fahrzeug am Hauptsignal anlangt  und dieses sich noch in     Haltstellung    befindet.  



  Auf die Mitwirkung eines am Haupt  signal befindlichen Beeinflussungsgerätes  kann bei der vorliegenden Einrichtung völlig  verzichtet werden.  



  Eine     Zugsicherungseinrichtung,    die in  der oben angedeuteten Weise arbeitet, ist für  Züge, die mit mittleren Geschwindigkeiten  verkehren, ohne weiteres als hinreichend zu  erachten. Für Züge, die mit hohen Geschwin  digkeiten verkehren, ist sie nicht unter allen  Umständen geeignet, weil der von der erfolg  ten Beeinflussung bis zum     Eintritt    der Brem  sung verstreichende Zeitabschnitt bei hoher  Fahrgeschwindigkeit den Zug dem Haupt  signal bereits so weit sich nähern lässt, dass  die sich allmählich verstärkende Betriebs  bremsung mit sich anschliessender Schnell-           bremsung    keine Gewähr dafür bietet, dass der  Zug am Hauptsignal gestellt wird, vielmehr  mit grosser Wahrscheinlichkeit damit zu  rechnen ist,

       -dass    er eine nicht unbeträchtliche  Strecke über das Hauptsignal hinausfährt.  



  Für schnellfahrende Züge kommt daher  eine Ausführungsform der Einrichtung in  Betracht, bei der bei einer oberhalb eines       bestimmten    Wertes liegenden Geschwindig  keit eine Betriebsbremsung sogleich mit der  Beeinflussung einsetzt, die selbsttätig unter  brochen wird, sobald die Geschwindigkeit  auf einen bestimmten Wert gesunken ist.  



  Das Schema einer beispielsweisen Zug  sicherungseinrichtung nach der Erfindung  ist auf der Zeichnung in     Fig.    1 dargestellt;       Fig.    2 zeigt den Verlauf der die elektri  schen Teile der Einrichtung beeinflussenden  Stromkreise mit den zugehörigen     Schaltvor-          richtungen;          Fig.    3 zeigt eine Abänderung eines Teils  der hierunter beschriebenen Einrichtung, bei  dem mechanische     Mittel    durch elektrische  ersetzt sind.  



  Von einem an der Lokomotive befind  lichen Wechselstromerzeuger 1 geht ein  Wechselstrom über einen Elektromagneten 2  und über die Wicklung eines Wechselstrom  relais 3 zum Stromerzeuger zurück. Der An  ker 4 des     Wechselstromrelais    3 befindet sich       ausserdem    im Wirkungsbereich eines Gleich  stromrelais 5, das an einem Ende seiner  Wicklung über einen Schalter 7 mit dem  positiven Pol des Gleichstromerzeugers 6     und     am andern Ende mit dem     negativen    Pol des  selben verbunden ist. In einer den Schalter  7 umgehenden Leitung ist ein     .Schalter    8 an  geordnet, über den bei geöffnetem Schalter 7  dem Elektromagneten 5 Erregerstrom zu  fliesst, wenn der Schalter 8 geschlossen ist.

    Der Schalter 7 steht, wie aus     Fig.    1 ersicht  lich; unter dem     Einfluss    einer mit Verzöge  rung arbeitenden Vorrichtung 9 (Zeitventil),  die zur     Herbeiführung    einer Bremsung dient.  Ausserdem steht er unter dem Einfluss eines  einen Teil der     Wachsamkeitsvorrichtung    10  bildenden Wachsamkeitszylinders 11. Der  Schalter 8 steht unter dem Einfluss eines    Lösezylinders 12, der mittelst des Löseventil  13 überwacht wird.

   Der Relaisanker 4 ist  mit einem Schalter 14 derart verbunden, dass  letzterer den Erregerstromkreis eines Halte  ventilmagnetes 15 geschlossen hält, wenn der  Relaisanker 4 vom     Wechselstromrelais    3 an  gezogen     wird,    wie aus     Fig.    2 ersichtlich. Der  erregte Elektromagnet 15 hält das     Haltventil     16 gesperrt.  



  Die Anordnung der mechanischen und  pneumatischen Teile der     Zugsicherungsein-          richtung    mag zugleich mit der Wirkungs  weise der Vorrichtung erläutert werden.  



  Während der Fahrt auf freier Strecke  nehmen alle Teile die aus der Zeichnung er  sichtliche Normallage ein.  



  Bei der Vorüberfahrt an dem nur beim       Vorsignal    auf der Strecke angeordneten Be  einflussungsgerät, das nur wirkungsbereit  ist, wenn sich das     Vorsignal    in Warnstel  lung, das zugehörige Hauptsignal demgemäss  in     Haltstellung    befindet, sind nun folgende  Fälle zu unterscheiden:  1. Durchaus unachtsames Überfahren des  in Warnstellung befindlichen     Vorsignals:     a) mit einer oberhalb eine gewisser.  Grenze (beispielsweise 60 km/Std.) liegenden       Geschwindigkeit;          h)    mit einer unterhalb der zu a genann  ten Geschwindigkeit,  2. Mit geringer Unachtsamkeit erfolgen  des Überfahren des     Vorsignals,     3.

   Achtsames Überfahren des     Vorsignals.     Es ist für die Betrachtung der bei der.  Vorüberfahrt an dem in Warnstellung be  findlichen     Vorsignal    sich abspielenden Vor  gänge vorauszuschicken, dass sich an der  Lokomotive eine Ventilvorrichtung 17 befin  det, die durch eine Rohrleitung mit dem  Gehäuse des Halteventils 16 verbunden ist  und derart unter dem Einfluss eines Reglers  18 steht, dass das Ventil 1.7 gegen Federwir  kung geöffnet wird, wenn die Geschwindig  keit     einen    bestimmten Betrag (beispielsweise  60 km/Std.) übersteigt.

   Das     Ventil    17 be  wacht den Zugang zu einer Membran oder  einem federbelasteten Kolben ' 19, der bei       Druckmittelbeaufschlag-ung        *        mittelst    einer      Stossstange auf ein Ventil 20 im Sinne des       Öffnens    dieses Ventils einzuwirken vermag.  Der Regler 18 überwacht nicht nur das Ven  til 17, sondern auch eine Sperrvorrichtung 21  für das Ventil 20 in dem Sinne, dass er die  Sperrung des geöffneten Ventils 20 auflebt.  wenn die     Geschwindigkeit    auf einen be  stimmten Betrag gesunken ist.

   Die Steue  rung der Sperrvorrichtung 21 kann dabei in  der aus der Zeichnung ersichtlichen, ein  fachen Weise mittelst der an der verschieb  baren     Reglerstange    befindlichen Scheibe 22  erfolgen.  



  Es spielen sich folgende Vorgänge ab:  Fall la: Der dem     Vorsignal    zugeordnete       Streckenmagnet    beeinflusst in bekannter  Weise das an der Lokomotive befindliche       Wechselstromrelais    3 im Sinne einer Schwä  chung oder eines völligen     Unwirksamwerdens     desselben. Der Relaisanker 4 wird daher  durch das     Gleichstromrelais    5 angezogen. Die  sofort nach Vorüberfahrt des Magnetes 2 am       Streckenbeeinflussungsgerät    wieder einset  zende Erregung des Relais 3 vermag den  Anker 4 und damit den Schalter 14 nicht in  die Normallage zurückzulegen, weil der An  ker 4 vom Relais 5 festgehalten wird. Der  Schalter 14 ist und bleibt zunächst geöffnet.

    Der     Haltventilmagnet    15 wird stromlos, sein  Anker fällt ab und öffnet das     Haltventil    16.  Druckluft strömt aus dem     Ilauptluftbehäl-          ter    23 über das geöffnete     Haltventil    16 und  über das geöffnete Kugelventil 17 zur Mem  bran 19. Diese stösst mittelst der an ihr be  findlichen Stossstange das Ventil 20 auf, das  sofort durch die dadurch ihrer Arretierung  beraubte Sperrvorrichtung 21 in geöffneter  Lage festgehalten wird.

   Das Öffnen des  Ventils 20 hat zur Folge,     dass    die unterhalb  des Kolbenventils 24 des     Bremsleitungsaus-          lassventils    25 befindliche Druckluft über das  Gehäuse der Ventilvorrichtung 26 durch das  Ventil 20 entweicht. Da über das geöffnete  Ventil 20 mehr Druckluft aus dem Raume  unterhalb des Kolbenventils 24 entweicht, als  über die enge Bohrung im Kolbenventil 24  von der Bremsleitung her nachströmen kann,  wird das Kolbenventil 24 nach unten bewegt    und     Bremsleitungsluft    gelangt über das ge  öffnete Kolbenventil 24 in den Raum unter  halb der Membrane 27.

   Gleichzeitig mit dem  Abströmen von Druckluft aus dem Raume  unter dem Kolbenventil 24 entweicht auch  die über der Membran 27 und im Behälter  28 befindliche Druckluft durch die enge Boh  rung 29 des Ventils 30 in der Ventilvorrich  tung 26. Sobald der die Membrane 27 von  unten her belastende Bremsleitungsdruck den  im Raume oberhalb der Membrane 27 herr  schenden Druck überwiegt, wird diese nach  oben bewegt. Das     Bremsleitungsauslassventil     31 öffnet sich und     lässt    Druckluft so lange  aus dem Raume unterhalb der Membrane 27  und damit aus der Bremsleitung ins Freie  entweichen, bis der Druck im Behälter 28  und oberhalb der Membrane 27 den Brems  leitungsdruck überwiegt und das Brems  leitungsauslassventil 31 vorübergehend zu  schliessen vermag.

   Durch den ständig sinken  den Druck oberhalb und unterhalb der Mem  brane 27 wird das     Bremsleitungsauslassven-          til    31 in der beschriebenen Weise mehrmals  hintereinander geöffnet und geschlossen. Da  bei wird Druckluft aus der Bremsleitung ab  gezapft, der Bremsleitungsdruck also verrin  gert; die an die Bremsleitung angeschlos  senen, auf der     Zeichnung    nicht dargestellten  Steuerventile steuern in bekannter Weise um,  und es tritt sofort eine Betriebsbremsung ein.  



  Durch das Öffnen des     Haltventils    16 ist  auch der Kolben 32 der Verzögerungseinrich  tung 9 mit     Hauptbehälterdruck        beaufschlagt     worden: Er verschiebt sich mit steigendem  Staudruck gegen die Wirkung seiner Rück  stellfeder und öffnet nach einem bestimmten       Zeitabschnitt    (5 Sek.) das Ventil 33 in der       Auslassventilvorrichtung    26. Hierdurch     wird     eine Beeinflussung der durch das Ventil 20  bereits eingeleiteten Bremsung nicht herbei  geführt. Die sich weiter vollziehende Bewe  gung des Kolbens 32 führt nach     einem.wei-          teren    bestimmten Zeitabschnitt (5 Sek.) zur  Öffnung des Ventils 30.

   Dadurch wird die  Kammer 28 und der Raum oberhalb der  Membran 27 rasch völlig entlüftet. Das Ven  til 31 wird durch den Bremsleitungsdruck      völlig geöffnet, und es kommt zur Schnell  bremsung. Die durch die Betriebsbremsung       und    sich daran anschliessende Schnellbrem  sung bedingte Abnahme der Geschwindigkeit  hat zur Folge, dass der Regler 18 das Ventil  17 freigibt, so dass dieses sich wieder zu  schliessen vermag, und die Sperrvorrichtung  21 angehoben wird und dadurch dem Ventil  20 Gelegenheit gibt, sich zu schliessen. Die  übrigen Teile kehren nicht     selbsttätig    in ihre  Normallage zurück.

   Die Bewegung des Kol  bens 32 in der     Verzögerungseinrichtung    9 hat  im zweiten Teil des Verlaufes derselben,  durch den die Schnellbremsung herbeigeführt  wurde, das Öffnen des Schalters 7 zur Folge  gehabt. Wenn daher auch das Relais 5  stromlos wird und der Anker 4 durch das  Relais 3 angezogen, der Schalter 14 also ge  schlossen wird, so findet doch kein Schliessen  des Erregerstromes des Haltemagnetes 15       statt.     



  Um die Rückstellung der Teile 32, 33, 30  und der Teile des     Bremsleitungsauslassventils     25 in die Normallage herbeizuführen, muss  zunächst das     Haltventil    16 wieder geschlos  sen, der     Haltventilmagnet    15 also wiederer  regt werden. Dazu ist     notwendig,    dass der  Erregerstrom des Relais 5, das den Anker 4  festhält, also das Schliessen des Schalters 14  hindert, unterbrochen wird. Das ist durch  das Zeitventil 9 geschehen in dem Augen  blick, als die Schnellbremsung einsetzte.  Das Relais 3 hat also den Anker 4 umgestellt  und den Schalter 14 geschlossen. Schalter 7  aber wird durch das Zeitventil 9 in geöffne  ter Lage gehalten.

   Um den Erregerstrom  für den Elektromagneten 15 des     Haltventils     zu schliessen, muss der Führer das Löse  ventil 13     bedienen.    Das hat zur Folge, dass  über das geöffnete     Ventil    34 Hauptbehälter  luft nach Öffnen des     Differentialkolbenven-          tils    36, was nur nach hinreichendem Sinken  des Bremsleitungsdruckes möglich ist, in den  Lösezylinder 12 gelangt, den Kolben 35 ver  schiebt und den Schalter 8 schliesst. Nun  mehr fliesst über den Schalter 8 und den  Schalter 14 unter Umgehung des geöffneten  Schalters 7 Erregerstrom zum Haltventil-         magneten    15 und erregt diesen, der seiner  seits das     Haltventil    16 schliesst.  



  Durch     Undichtheiten    entweicht die über  dem Kolben 32 des Zeitventils 9 befindliche  Druckluft, und dessen Teile, sowie diejeni  gen -der Ventilvorrichtung 26 kehren in die  Normallage zurück; das Kolbenventil 24  hatte sich bereits nach dem völligen Ent  leeren der     Bremsleitung    bei der Schnellbrem  sung unter dem     Einfluss    der     innern    Span  nung der auf dem untern Ventilsitz auf  liegenden, federnden Membrane geschlossen.  



  Fall     1b:    Beim Überfahren des V     orsig-          nals    setzt nicht sofort eine Bremsung ein,  weil infolge der geringeren Fahrgeschwin  digkeit das Kugelventil 17 geschlossen ist:  Nach dem Öffnen des     Haltventils    16 be  ginnt sich der Kolben 32 in der Zeitventil  vorrichtung 9 zu verschieben und öffnet  nach Verlauf eines bestimmten Zeitabschnit  tes (5 Sek.) das Ventil 33, was in der vorher  beschriebenen Weise zur sich langsam ver  stärkenden Betriebsbremsung führt, bis nach  einem weiteren bestimmten Zeitabschnitt  (nochmals 5 Sek.) die Weiterbewegung des  Kolbens 32 die Öffnung des     Ventils    30 her  beiführt, wodurch in der oben erläuterten  Weise eine Schnellbremsung veranlasst wird.  



  Die Aufhebung derselben setzt, wie beim  Fall la angegeben, die Bedienung des Löse  ventils 13 voraus.  



  Fall 2: Der Lokomotivführer lässt die  Warnstellung des     Vorsignals    zunächst un  beachtet, es     tritt    also am     Vorsignal    Beein  flussung ein, der Anker 4 wird vom Relais  5 angezogen, Schalter 14 unterbricht den  Erregerstromkreis des Elektromagnetes 15  des     Haltventils    16, dieses öffnet sich, und  der Kolben 32 des     Zeitventils    9 beginnt seine  Bewegung und ruft (etwa nach 5 Sekunden)  durch Öffnen des Ventils 33 eine sich lang  sam steigernde Betriebsbremsung hervor. Der  Lokomotivführer, der diese wahrnimmt, be  dient - innerhalb des zweiten Zeitabschnit  tes, also vor dem Eintreten der Schnellbrem  sung - die     Wachsamkeitsvorrichtung    10.

    Das Ventil 37 wird geöffnet;     Hauptbehälter-          luft    gelangt in den Wachsamkeitszylinder 11      und drückt den Kolben 38 abwärts. Dieser  öffnet den Schalter 7, gibt. damit dem An  ker 4 und dem Schalter     1-1    Gelegenheit, in  die Normallage zurückzukehren. Da die  Wachsamkeitstaste sogleich wieder freigege  ben werden muss, entlüftet sich der Wach  samkeitszylinder 11 rasch wieder. Der Kol  ben 38 kehrt in seine Normallage zurück,  ebenso der Schalter 7, und der Elektromag  net 15 erhält wieder Erregerstrom und  schliesst das     Haltventil    16. Der Kolben 32  kehrt in seine Ausgangslage zurück, ebenso  das Ventil 33, und die Betriebsbremsung  wird unterbrochen.  



  Wird die Wachsamkeitsvorrichtung vom  Lokomotivführer in der oben angegebenen  Weise bedient, so tritt eine Unterbrechung  der durch die     Zeitventilvorrichtung    9 ver  ursachten Entlüftung des     Bremsleitungsaus-          lassventils    25 ein. Sollte jedoch der Regler  <B>18</B> eine Bremsung eingeleitet haben, so wirkt  sich letztere aus, bis die Geschwindigkeit  unter einen bestimmten Wert gesunken ist.  



  Unvorschriftsmässiges Festhalten     derWach-          samkeitstaste    in der Gebrauchslage hat fort  gesetztes Offenhalten des Schalters 7 zur  Folge, verhindert also die Wiedererregung  des Elektromagnetes 15 und führt unter  Wirkung der     Zeitventilvorrichtung    9 zur  Schnellbremsung. .  



  Fall 3: Bei der Vorüberfahrt am Vor  signal, spätestens innerhalb 5     Sekunden    dar  nach, bedient der Lokomotivführer die Wach  samkeitsvorrichtung 10. Der Kolben 38 im  Wachsamkeitszylinder 11 wird     beaufschlagt,     öffnet den Schalter 7, das Relais 5 wird  stromlos, das Relais 3 zieht den Anker 4 an  und schliesst damit den Schalter 14. Die Ent  lüftung des Kolbens 38 lässt ihn in die Aus  gangslage zurückkehren und den Schalter 7  wieder schliessen. Der Magnet 5 schliesst das       Haltventil    16, bevor es zur Betriebsbremsung  gekommen ist.  



  Eine Anzeigevorrichtung 39 verzeichnet  in bekannter Weise den Eintritt der Betriebs  bremsung, die Bedienung der Wachsamkeits  taste, die Bedienung der Lösetaste, die nur    nach Eintritt der     Schnellbremsung    erforder  lich ist, und damit die letztere.  



  Die in     Fig.    3 dargestellte Abänderung  der     Vorrichtung    nach     Fig.    1 bezieht sich  auf den Teil der Vorrichtung, der bei Über  schreitung einer     bestimmten    Geschwindig  keit an dem in Warnstellung befindlichen       Vorsignal    sogleich eine Betriebsbremsung  einleitet, ohne das Ansprechen der Verzöge  rungseinrichtung 9 abzuwarten.  



  Bei dieser Vorrichtung verursacht das  Abfallen des     Halteventilmagnetes    15 die  Schliessung eines Kontaktes 40, der mit  einem Elektromagneten 41 über einen Zei  gerkontakt 42 in     Verbindung    steht. Die Stel  lung des Zeigers wird durch eine abhängig  von der Fahrgeschwindigkeit     tätige    Stell  vorrichtung angegeben. Bei Geschwindigkei  ten, die oberhalb eines bestimmten Wertes  liegen, wird-der Magnet 41 erregt und öffnet  das Ventil 20. Bei den geringeren Geschwin  digkeiten vermittelt der Zeiger der Vorrich  tung 42 keinen     Stromschluss    zum Elektro  magneten 41.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zugsicherungseinrichtung mit induktiver Beeinflussung nur an dem in Warnstellung befindlichen Vorsignal, durch welche nach Ablauf einer bestimmten Zeit eine Betriebs bremsung eingeleitet wird, dadurch gekenn zeichnet, dass an die Betriebsbremsung, wel che durch rechtzeitige Bedienung einer Wachsamkeitsvorrichtung (10) unterbrochen, nicht aber aufgehoben werden kann, bei Nichtachtsamkeit des Führers sich nach einem weiteren Zeitraum eine dem Einfluss der Wachsamkeitsvorrichtung entzogene Schnell bremsung anschliesst.
    UNTERANSPRüCHE 1. Zugsicherungseinrichtung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine mit einem Bremsleitungsauslassventil (25) ver bundene Ventilvorrichtung (26) mit zwei innerhalb eines bestimmten Zeitabschnit tes nacheinander zur Wirkung kommen den Ventilen (33, 30), von denen das Öffnen des einen (33) die Betriebsbrem sung, das Öffnen des andern (30) die Schnellbremsung herbeiführt, wobei die genannten Ventile durch eine Verzöge rungseinrichtung (9) betätigt werden, die durch Öffnen eines Haltventils (16)
    bei der Beeinflussung in Wirkung gesetzt wird. 2. Zugsicherungseinrichtung nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Schnellbremsung die Verzögerungs einrichtung (9) einen im Stromkreis des Haltventilmagnetes (15) angeordneten Schalter (7) öffnet und festhält, so dass er durch Bedienung der -\'Vachsamkeits- vorrichtung (10) nicht geschlossen werden kann.
    3. Zugsicherungseinrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Verzögerungseinrichtung (9) im Falle der Schnellbremsung geöffnete Schalter (7) durch einen zweiten Schal ter (8), der bei Bedienung eines Löseven- tils (13) geschlossen wird, umgangen wird, wodurch das Schliessen des Halt ventils (16) erfolgt.
    4.. Zugsicherungseinrichtung nach Patentan spruch, gekennzeichnet durch eine mit einem Bremsleitungsauslassventil (25) in Verbindung stehende Ventilvorrichtung (20) und eine auf dieses wirkende Off- nungsvorrichtung (19), die bei dem in folge Überfahrens des in Warnstellung befindlichen Vorsignals eintretenden öff- rien des $altventils (16) dann unter De- tätigungsdruck gelangt,
    wenn infolge Überschreitung einer gewissen Geschwin digkeit ein unter dem Einfluss einer auf Geschwindigkeitsänderungen ansprechen den Vorrichtung (18) stehendes Ventil (17) geöffnet wird. 5. Zugsicherungseinriclitung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, da.ss die mit dem Bremsleitungsauslassventil (25) in Verbindung stehende, nur bei Überschreitung einer bestimmten Ge schwindigkeit durch Beeinflussung zu öffnende Ventilvorrichtung (20) unter dem Einfluss einer Sperrvorrichtung (21) steht, die die Ventilvorrichtung (20) in Abhängigkeit von der auf Geschwindig keitsänderungen ansprechenden Vorrich tung (18) erst für das Schliessen freigibt,
    wenn die Geschwindigkeit auf einen be stimmten Wert gesunken ist. 6. Zugsicherungseinrichtung nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Bremsleitungsauslassventil (25) verbundene Ventilvorrichtung (20) durch einen Elektromagneten (41) ge steuert wird, dessen Erregerstrom einer seits durch den Haltventilmagneten (15) und anderseits durch einen Schalter (42) überwacht wird, der nur bei den über einem gewissen Wert liegenden Geschwin digkeiten Stromschluss vermittelt.
CH168608D 1932-07-04 1933-07-03 Zugsicherungseinrichtung mit induktiver Beeinflussung. CH168608A (de)

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