DE648004C - Einrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung und Regelung der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung und Regelung der Geschwindigkeit von EisenbahnfahrzeugenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
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Description
Im Patent 647 236 ist eine Einrichtung beschrieben, die aus einer vom Laufwerk der
Lokomotive angetriebenen Flüssigkeitsumlaufpumpe besteht. In die Druckleitung der
Pumpe ist eine teilweise mit Luft gefüllte Kammer und ein von einem Streckengerät
ferngesteuerter Drosselschieber eingebaut. Je nach der Stellung dieses. Schiebers wird in
der Druckkammer ein der Zuggeschwindigkeit entsprechender Druck erzeugt, der zur selbsttätigen
Bremsung führt, wenn der Zug nach der Umsteuerung des Drosselschiebers nach
einer bestimmten Zeit nicht von Hand in seiner Geschwindigkeit liierabgebremst wird.
Die Erfindung stellt eine Ergänzung des eingangs genannten Patents 647 236 dar. Sie
besteht darin, daß zu dem durch die Impulsgebaing vom Streckengerät über die Kontakte
12 gesteuerten Drosselschieber 6 eine Umgehungsleitung 11 mit einem Abschluß- organ
18 eingebaut wird, das bei Umstellung den gleichen Öffnungsquerschnitt für den
Flüssigkeitsstrom freigibt, um den der Querschnitt beim Umstellen des Drosselschiebers 6
von der Betriebs- in die BremssteUung vermindert wird. Dieser Umgehungsschieber 18
ist mechanisch idder elektrisch mit dem Führerbremsventil 25 gekuppelt, so daß er
nur so lange geöffnet bleibt, als von Hand gebremst wird. Auf, diese Weise wir4 erreicht,
daß der zur Zwangsbremsung führende Druckanstieg so lange unterbrochen wird, als
von Hand gebremst wird, und die Zwangsbremsung nicht eintreten kann, solange von
Hand die Zuggeschwindigkeit richtig geregelt wird.
Soll die mit der Impulsgebung einsetzende Kontrolle der Zuggesdtiwindigkeit nach einer
bestimmten durchlaufenen Wegstrecke wieder selbsttätig aufgehoben werden, was für den
Fall von Wichtigkeit ist, daß nach der Impulsgebung am Warnsignal freie Fahrt erteilt
wird und ein Eingriff in die einmal eingeleitete Zwangsbremsung durch den Lokomotivführer
nicht zulässig sein soll, so ist in die Druckleitung 3 vor dem Ölbehälter 4 ein
ferngesteuerter Abschlußschieber 21 eingebaut. Hiermit wird erreicht, daß bei geschlossenem
Schieber 21 das geförderte Öl in
den Hilfsbehälter 15 sich ansammelt und ansteigt. Der Ölanstieg ist abhängig von dem
nach· der Impulsgebung zurückgelegten Weg. Ist ein bestimmter Flüssigkeitsstand im Behälter
15 erreicht, so wird mittels eines Schwimmkörpers 16 oder eines anderen vom
Flüssigkeitsstand beeinflußbaren Apparates der Kontakt 17 geschlossen, der auf elektrischem
Wege die selbsttätige Geschwindig-
keitskontrolle dadurch wieder aufhebt, daß
der Magnet 8 unter Umgehung des Vorschaltwiderstandes 26 an die Stromquelle 28 un
mittelbar angeschlossen und damit der Anker 7 in die Betriebsstellung gezogen wird.
Der Betätigungskontakt 17 kann auch dazu verwendet werden, eine etwaige Sperrung des·
in die Bremsstellung gefallenen. Drosselschiebers wieder aufzubeben, wenn die Umlegung
des Drosselschiebers von der Bremsstellung in die Betriebsstellung von Hand vorgenommen
werden soll. Die Freigabe der Geschwindigkeitskontrolle kann auch noch davon abhängig gemacht werden, daß der
am Instrument 10 gemessene Differenzdruck in einem bestimmten Verhältnis zum Druck
der Flüssigkeitssäule im Behälter 15 steht, so
daß auch nach zurückgelegtem Weg die Geschwindigkeitskontrolle sich erst dann selbsttätig
aufhebt, wenn gleichzeitig eine bestimmte Geschwindigkeit unterschritten ist.
Das Standrohr 5, in welchem sich der von der Zuggeschwindigkeit abhängige Druck aufbaut,
ist oben offen. An Stelle des Druckes der eingeschlossenen Luft nach dem eingangs
genannten Patent 647 236 wird der Druck der Flüssigkeitssäule gemessen, was eine Vereinfachung
zugunsten der Betriebssicherheit bedeutet.
Die Verwendung des Behälters 15 und des
Abschlußorgans 21 bedingt den Einbau des Differenzdruckmessers 10, so daß die Druckangaben
dieses Instrumentes einen Maßstab für die Zuggeschwindigkeit darstellen. Die Wirkungsweise der in der Abbildung
als Ausführungsbeispiel dargestellten Einrichtung ist folgende: Durch einen Impuls von
am Bahnkörper angebrachtem Streckengerät wird der Ruhestromkreis des Magneten 8 unterbrochen, wodurch die Umsteuerung des
Drosselschiebers 6 stattfindet. Dieser kann auch." bei wiederkehrender Spannung nicht
wieder in die Ausgangsstellung zurück, da die Zugwirkung des Magneten 8 infolge des
durch den Widerstand 26 geschwächten Stromes hierzu nicht genügt. Gleichzeitig wird
der Abschlußschieber 21 durch Offnen des Kontaktes 27 infolge der Wirkung der Feder
23 in die Abschlußstellung gebracht. Am Instrument 10, das vorher den der Geschwindigkeit
proportionalen Druck anzeigt, steigt der Druck je nach der Geschwindigkeit des Zuges rascher oder langsamer auf den Wert
an, der in der Kontrollstellung — also bei umgestelltem Drosselschieber 6 — der Zuggeschwindigkeit
entspricht. Liegt dieser Druck höher als der Druckwert, bei welchem der Druckmesser 10 die Zwangsbremsung
durch Kontaktgabe bei 13 auslöst, so muß der Lokomotivführer zur Vermeidung der
Zwangsbremsung rechtzeitig von Hand bremsen, damit der Druckanstieg unterbunden wird oder zurückgeht. Dies geschieht durch
Bedienung des Führerbremsventils 25, wodurch der Stromkreis für den Umgehungs- -schieber 18 so lange geöffnet bleibt, als das
■„Ventil 25 in der Bremsstellung verbleibt. ''Wird nicht rechtzeitig oder ungenügend von
Hand gebremst, so wird über Kontakt 13 das Auslöseventil 14 betätigt, das die sofortige
Zwangsbremsung bewirkt. Dieses Ventil kann auch mittels Ruhestrom vom Apparat 10 aus gesteuert werden.
Der mit der Umstellung des Drosselschiebers 6 eingeleitete Anstieg der Flüssigkeit
im Behälter 15 kommt in den Angaben des Druckmessers 10 nicht zum Ausdruck. Ist
er so weit fortgeschritten, daß der Schwimmer 16 den Kontakt 17 schließt, so wird der
Anker 7 des Drosselschiebers vom Magneten 8 angezogen und damit die Geschwindigkeitskontrolle außer Wirksamkeit gesetzt. Dieser
Zeitpunkt entspricht dem Weg, den der Zug nach erfolgter Impulsgebung zurückgelegt
hat. In kleinem Umfang ist er auch von der 'Geschwindigkeit des Zuges mit abhängig, und
zwar in dem Sinne, als einer höheren Zuggeschwindigkeit bei Auflösung der Kontrolle
eine etwas verzögerte Kontaktgabe bei 1' entspricht, nachdem ein kleiner Teil der geförderten
Flüssigkeit im Standrohr 5 verbleibt.
Die Verschlußschieber 18 und 21 besitzen
außer den Magnetwicklungen 19 bzw. 22 die der magnetischen Zugwirkung entgegenarbeitenden
Druckfedern 20 bzw. 23. Der Differenzdruckmesser 10 ist mittels der Leitungen
24 an die Druckleitung 3 angeschlos
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur selbsttätigen Überwachung und Regelung der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen durch Beeinflussung der Bremseinrichtung mittels einer druckerzeugenden Flüssigkeitsumlaufpumpe und eines in die Druckleitung eingebauten ferngesteuerten Drosselorgans nach Patent 647 236, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan (6) mit einer Umgehungsleitung (11) und einem Verschlußorgan (18) versehen ist, dessen Stellung von der Stellung des Führerbremsventils (25) abhängig ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druckleitung (3) zwischen Flüssigkeitsumlaufpumpe (1) und dem Drosselorgan (6) ein mit der Außenluft in Verbindung stehendes Standrohr (5) eingebaut ist. iao
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Druck-leitung- (3) zwischen Drosselschieber (6) .und Sammelbehälter (4) ein ferngesteuertes Abschlußorgan. (21) und ein Hilfsbehälter (15) mit Einrichtungen zum Schließen oder Öffnen von Stromkreisen; die abhängig vom Flüssigkeitsstand in diesem Behälter betätigt werden, eingebaut sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenz der Drücke in der Druckleitung (3) vor und hinter dem Drosselschieber (6) gemessen, registriert und zum Schließen oder Öffnen von Stromkreisen ausgenutzt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET44032D DE648004C (de) | 1934-06-14 | 1934-06-14 | Einrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung und Regelung der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DET44032D DE648004C (de) | 1934-06-14 | 1934-06-14 | Einrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung und Regelung der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648004C true DE648004C (de) | 1937-07-19 |
Family
ID=7561651
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET44032D Expired DE648004C (de) | 1934-06-14 | 1934-06-14 | Einrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung und Regelung der Geschwindigkeit von Eisenbahnfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648004C (de) |
-
1934
- 1934-06-14 DE DET44032D patent/DE648004C/de not_active Expired
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