Verfahren zur Herstellung eines den Geruch der Auspuffgase von Verbrennungs- kraftmaschinen verbessernden Betriebsstoffes. Bekanntlich bilden die Auspuffgase vor) Benzinmotoren durch ihren scharfen und beis senden Geruch eine grosse Belästigung, ins besondere in Garagen, in der Nähe von be wohnten Räumen oder in Strassen, die beider seits von hohen Häuserreihen eingeschlossen sind und in denen der, Gasaustausch weniger rasch voll statten geht. Dieser Geruch beruht auf sehr geringen Mengen halbverbrannten Öles und Treibstoffes und tritt insbesondere bei Leerlauf oder bei auf Spätzündung ein gestellten Motoren auf, also besonders beim Anlassen.
Bei Explosionsmotoren, die fast agisschliesslich in der Automobilindustrie ver wendet werden, ist zudem das Laufenlassen des Motors mit. geringem Luftmangel üblich, was zwar zu vergrössertem Kraftstoffverbrauch und zur Erzeugung besonders stark riechender Auspuffgase wegen Unmöglichkeit der völligen Verbrennung des vom Kolben gepumpten Schmieröls, aber bei entsprechend grösserer Zündgeschwindigkeit der Gemische von rund 100/, Luftmangel zu der grösseren Leistung des Motors führt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, diese übelriechenden Auspuffgase durch Absorption mit aktiver Kohle oder ähnlichen Stoffen zu beseitigen oder auch durch Einschaltung von Katalysatoren,. um in dem Abgasstrom eine Nachverbrennung zu bewirken, was aber nur bei Luftüberschuss im Gasgemisch möglich ist. Alle diese Versuche haben sich in der Praxis nicht durchsetzen können.
Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, den Auspuffgasen von Verbrennungskraftma- schinen einen angenehmen Geruch dadurch zu verleihen, dass man dem Betriebsstoff aroma tisch riechende Körper zusetzt. Überraschen derweise wird eine grosse Zahl solcher Ver bindungen, sowohl natürlicher als auch synthe tischer, unter den im Explosionsmotor herr schenden Bedingungen nicht verbrannt, soll- dern verleiht vielmehr den Auspuffgasen einen angenehmen Geruch,
der den stechenden Ge- rUch des halbverbrannten Öls bezw. Benzin- Ölgemisches nach Wunsch abzuändern vermag.
Als solche riechenden Körper seien bei spielsweise die nachfolgenden aufgeführt: Kampfer, Kampferabfallöl, Borneol, Bor- nylacetat, Nelkenöl, Jonon, Cumarin, Indol, Skatol, Acetophenon, Methylacetophenon, 4- Methoxyacetophenon, Para-Kresylacetat, An- thranilsäLireniethylester,
Isopropylmethylhy- drozimtaldehyd, Naphtliylmethylketori, Trini- trotertiäi-butyltol iiol (1ziinstlichei-Moschus) iisw.
Von diesen Körpern genügen bereits solche Mengen, die dem Kraftstoff selbst noch keinen ausgesprochenen Geruch zu verleihen vermö gen, uni einen deutlichen (xeruchseffekt im Auspuffgas zu erzielen. In der Regel kann dem Betriebsstoff etwa 1 gr pro Liter zuge setzt werden, doch kann diese Menge in man chen Fällen selbst auf '/1o gr und weniger herabgesetzt werden. Naturgemäss können auch Mischungen der genannten Stoffe Verwendung finden.
Wie weiterhin gefunden wurde, nehmen von den oben angeführten riechenden Körpern die künstlichen Moschusriechstoff'e und die Arylalkylketone eine besondere Stellung ein, da mit ihnen eine besonders gut wahrnehm bare Geruchsverbesserung der Auspuffgase erreichbar ist und weil dabei in vielen Fällen wesentlich geringere Mengen zur Herbeifüh- rung des gewünschten Effektes genügen.
Als solche Moschuskörper seien beispielsweise genannt:- 2.4. 6-Trinitro-l-methyl-3-tert. butylbenzol, 2.4.6-Trinitro-l.3-dimethyl-5-tert. butylbenzol, 2.4.6-Trinitro-3-methyl-5-tert. butylanisol, 3.
5-Diriitro-2.4-di m ethyl-6-tert. butyl acetophe- non, Dinitro-tert. butyl-para-cymol. Über- raschenderweise werden diese Verbindungen in Verbrennungskraftmaschinen nicht ver brannt trotz der in den Molekülen enthal tenen Nitrogruppen. Diese verleihen den Aus puffgasen einen besonders angenehmen Geruch und es genügen bereits 0,1 gr pro Liter flüs sigen Betriebsstoffes zur Erzielung der ge wünschten Geruchsverbesserung.
Diese Menge kann sogar in manchen Fällen auf '/so gr pro Liter Brennstoff herabgesetzt werden. Selbst verständlich können auch, und das gilt sinn.. gemäss auch für die hierunter beschriebenen Arylalkylketone, Riechstoffmischungen ver wendet werden, welche auf diesen besonders gut riechenden Verbindungen aufgebaut sind.
MVie schon gesagt, kann man diesen be sonders günstigen Effekt auch mit Hilfe von Arylalkylketonen erreichen, wie zum Beispiel mit Aeetophenon, Methylacetophenon, 4-Me- tlioxyacetophenon, 1-Naplithylmethylketon, 2- Naphtliylinethylketon, sowie Derivaten und Homologen dieser Verbindungen.
Diese betone können dem Betriebsstoff in den Mengen zri- gefügt werden, wie sie oben für die künst lichen Moschuskörper angegeben sind.
Für den gewünschten Zweck braucht natur gemäss nicht von den reinen Riechstoffkörpern ausgegangen zu werden, vielmehr können die im Betrieb anfallenden Rohprodukte oder die bei der Destillation anfallenden Vor- und Nachläufe verwendet werden, die noch Anteile der =genannten Riechstoffe enthalten.
Alle im allgemeinen in Verbrennungskraft maschinen gebrauchten Betriebsstoffe können durch die genannten Zusätze verbessert werden und lediglich die Mengen müssen etwas variiert werden, je nachdem Leicht- oder Schweröle als Betriebsstoffe verwendet werden. Natur gemäss kann man auch den Auspuffgasen von Gasmotoren einen besseren Geruch verleihen, wenn man dem Treibgas Spuren der genannten Riechstoffe zusetzt.
Process for the production of a fuel that improves the smell of the exhaust gases from internal combustion engines. As is well known, the exhaust gases from petrol engines form a great nuisance due to their sharp and bizarre smell, especially in garages, near inhabited rooms or in streets that are enclosed on both sides by high rows of houses and in which the gas exchange is less rapid fully equip. This smell is due to very small amounts of half-burned oil and fuel and occurs especially when the engine is idling or when the engine is set to retarded, i.e. especially when starting.
In the case of explosion engines, which are used almost exclusively in the automotive industry, the engine is also left running. low air deficiency, which leads to increased fuel consumption and the generation of particularly strong-smelling exhaust gases due to the impossibility of complete combustion of the lubricating oil pumped by the piston, but with a correspondingly higher ignition speed of the mixtures of around 100 /, air deficiency leads to the greater performance of the engine.
It has already been suggested that these foul-smelling exhaust gases be eliminated by absorption with active carbon or similar substances or by switching on catalytic converters. in order to cause post-combustion in the exhaust gas flow, which is only possible if there is excess air in the gas mixture. All of these attempts have not been successful in practice.
It has now been found that it is possible to give the exhaust gases from internal combustion engines a pleasant smell by adding aromatic-smelling bodies to the fuel. Surprisingly, a large number of such compounds, both natural and synthetic, are not burned under the conditions prevailing in the explosion engine, but rather give the exhaust gases a pleasant odor,
the pungent smell of half-burned oil respectively. Can change gasoline-oil mixture as desired.
Examples of such odorous bodies include the following: camphor, camphor waste oil, borneol, boronyl acetate, clove oil, ionone, coumarin, indole, skatole, acetophenone, methylacetophenone, 4-methoxyacetophenone, para-cresyl acetate, antranilic acid ethyl ester,
Isopropylmethylhydrozimtaldehyde, naphthylmethylketori, tri-troterti-butyltol iiol (iinstlichei musk) iisw.
Such quantities of these substances are sufficient that are not yet able to give the fuel itself a pronounced odor to achieve a distinct smell effect in the exhaust gas. As a rule, about 1 gram per liter can be added to the fuel, but this quantity can in some cases it can even be reduced to 1/10 gr and less.Of course, mixtures of the substances mentioned can also be used.
As has also been found, the artificial musk fragrances and the arylalkyl ketones of the odorous bodies listed above occupy a special position, since with them a particularly well perceptible odor improvement of the exhaust gases can be achieved and because in many cases significantly lower amounts to induce the desired effect is sufficient.
Examples of such musk bodies are: - 2.4. 6-trinitro-1-methyl-3-tert. butylbenzene, 2.4.6-trinitro-1.3-dimethyl-5-tert. butylbenzene, 2.4.6-trinitro-3-methyl-5-tert. butylanisole, 3.
5-Diriitro-2,4-dimethyl-6-tert. butyl acetophenon, dinitro-tert. butyl-para-cymene. Surprisingly, these compounds are not burned in internal combustion engines despite the nitro groups contained in the molecules. These give the exhaust gases a particularly pleasant odor and 0.1 gram per liter of liquid fuel is sufficient to achieve the desired odor improvement.
In some cases this amount can even be reduced to ½ gr per liter of fuel. It goes without saying that, and that applies mutatis mutandis to the arylalkyl ketones described below, fragrance mixtures can also be used which are based on these particularly good-smelling compounds.
As already mentioned, this particularly favorable effect can also be achieved with the aid of aryl alkyl ketones, such as, for example, with aeetophenone, methylacetophenone, 4-methoxyacetophenone, 1-naplithylmethyl ketone, 2-naphthylethyl ketone, and derivatives and homologues of these compounds.
These concretes can be added to the fuel in the quantities specified above for the artificial musk bodies.
For the desired purpose, of course, it is not necessary to start from the pure fragrance bodies, but rather the raw products obtained during operation or the pre- and post-runnings obtained during distillation which still contain proportions of the odorants mentioned can be used.
All consumables generally used in internal combustion engines can be improved by the additives mentioned and only the amounts have to be varied somewhat, depending on whether light or heavy oils are used as consumables. Naturally, the exhaust gases from gas engines can also be given a better smell if traces of the odorous substances mentioned are added to the propellant.