CH169101A - Glühbehälter mit abnehmbarem Deckel. - Google Patents
Glühbehälter mit abnehmbarem Deckel.Info
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Description
Glühbehälter mit abnehinbarem Deckel. Vorliegende Erfindung betrifft einen Glühbehälter mit abnehmbarem Deckel zum Einhängen in einen Glühofen, zwecks<B>Glü-</B> hens von Metall in Vaeuum oder Schutzgas.
Die Wärmebehandlung von Eisen und den übrigen Metallen sowohl vor, wie nach der mechanischen Bearbeitung erlangt eine stets wachsende Bedeutung, und wenn sie trotz der durch sie erzielten Verbesserung der QuahüLt nicht immer vorgenommen wird, so ist dies ohne Zweifel der Tatsache zuzusehrei- ben, dass bei den bekannten Ofen eine Wärme behandlung ohne eine gleichzeitige Zerstö rung der Oberfläche der geglühten Gegen stände durch Oxydation nicht möglich war.
Die Wärmebehaudlung wird gewöhnlich in geschlossenen Behältern vorgenommen, die durch biegsame Rohrleitungen mit einer Va kuumpumpe oder einem Behälter für ein in differentes Gas verbunden sind. Die Schwie rigkeiten, eine oxydationsfreie Glühung el durchzuführen liegen im wesentlichen<B>da-</B> rin, dass 'bis jetzt keine zuverlägsige Dich tung für die GlühbehäIter hergestellt worden ist. Als Dielltungsmittel wurden entweder Sand, Lehm oder Asbest verwendet, also Mittel, die das Eindringen des Sauerstoffes der Luft in die BehäIter nicht vollständig verhindern können.
Man hat auch die Dich tung mit einem Flüssigkeitsverschluss aus <B>01</B> oder geschmolzenem Metall durchge führt. Man kann zwar in diesem Falle eine gute Dichtung erreichen, indessen. sind diese Anordnungen unhandlich und teuer.
Um eine zuverlässige Dichtung zu erzie len, ist unter anderem schon vorgeschlagen worden, elastische Packungen organischer Natur, zum Beispiel Gummi, zu verwenden, a,ber da diese keine nennenswerte Tempera tur ertragen können, war man gezwungen, eine wirksame Kühlung für dieselben anzu ordnen und dies hat man so gemacht, dass man die Packung in einer mit Flüssigkeit gefüllten Rinne untergebracht hat, oder man hat an der obern Kante rings um den Be hälter und in unmittelbarer Nähe des Sitzes der Packung eine mit Flüssigkeit gefüllte Rinne vorgesehen.
Es war deshalb notwen dig, den Glühbehälfer im Ofen in eine sol che Lage zu bringen, dass diese Rinne wag- recht war und der obere Teil des Glühbehäl ters sieli auss'erhalb des Ofens befand.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun eine sehr bequeme und wirkungsvolle Dichtung des GlühbellbIters bei Verwen dung einer solchen elastischen Packung, zum Beispiel aus Gummi, dadurch erhalten, dass mindestens einer der Teile, gegen welche die Packung anliegt, mit einem geschlossenen Kühlkanal zur Aufnahme einer diesen Teil kühl-enden Flüssigkeit versehen ist.
Dank dieserAnordnungwird diePackung gegen den Einfluss der Wärme -wirksam ge schützt. Zweckmässigerweise wird hierbei der Glühbehälter so in den Ofen gebracht, dass der Deckel mit Packung sich ausserhalb des heissen Ofenraumes befindet, was eben falls zur Kühlung der Packung beiträgt. Als Kühlflüssigkeit wird vorzugsweise Wasser -verwendet.
Sobald alle Glühbehälter -.in den Ofen eingesetzt sind, werden die einzelnen Kühlkanäle an eine Zuleitung für die Kühl flüssigkeit angeschlossen, so dass die Kühl- ka,näle während der ganzen Zeit des Ver- bleibens im Ofen von Kühlflüssigkeit durch flossen werden.
Wenn die Glühung fertig ist und die Behälter aus -dem Ofen heraus genommen worden sind, kann eine fortge setzte Kühlung durch strömende Kühlflüs sigkeit dadurch erzielt werden, dass die Be hälter an die genannte Zuleitung für Kühl flüssigkeit wieder angeschlossen werden oder die Kanäle können auch soviel Kühlflüssig- keit enthalten, dass die zur Verdampfung der in den<B>-</B> Kanälen befindlichen Flüssig keitsmenge erforderliche Wärmemenge ge nügend gross ist, um während der Abküll- lungsperiode die Packung auf einer ge nügend niedrigen Temperatur zu behalten.
Einige, Ausführungsbeispiele des Erfin- dungsgegenstandes sind in der Zeichnung kl dargestellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> eine erste Ausführungsform im senkrechten Schnitt, Fig. <B>92</B> zeigt eine zweite Ausführungs form im senkrechten Schnitt, und Fig. <B>3</B> eine Draufsicht derselben, Fig. 4 zeigt eine dritte Ausführuugs- form im senkrechten Schnitt, und Fig. <B>5</B> eine vierte Ausführungsform in senkrechtem Schnitt.
Fig. <B>1</B> zeigt den obern Teil eines<B>Glüh-</B> behälters. In derselben bezeichnet<B>1</B> die Wandung des Behälterkörpers und 2 den Deckel,. der mit einer Wärmeisolierung<B>3</B> versehen ist. Am Glühbehälter, der im vor- liegenden'Falle zylindrisch.
angenommen ist, ist ein ringförmiger Flansch, 4 befestigt, der teils mit einer ringsum gehenden Rinne<B>5</B> und teils mit einem ringförmigen gesehlosse- nen Kanal<B>6</B> versehenist, der mittelst der Anschlussstutzen <B>7</B> und<B>8</B> biegsamen Rohr leitungen mit Sehnellkupplungen an eine Wasserzuleitung bezw. einen Ablauf ange schlossen -werden kann. Auf dem Boden der Rinne<B>5</B> liegt eine Packung<B>9</B> aus Gummi.
Um die Wärme -vom Flansch 4 abzuführen, ist derselbe ausserdem mit Kühlrippen<B>10</B> versehen und um die Wärmeleitung vom Be hälterkörper auf den Flanseli 4 zu begren zen, ist dieser nur -durch einen schmalen Rand mit dem Behälterkörper verbunden und im übrigen von diesem durch einen Zwischenraum<B>13</B> getrennt. Wenn der Glüh- behä,Iter in den Ofen eingesetzt ist, ruht er auf einem Stützring<B>11.</B>
In Fig. 2 wird eine ähnliche Anordnung gezeigt, aber bei dieser ist auch der Deckel 2 mit einem Kühlkanal 14 versehen, und die Kühlflüssigkeit strömt zuerst durch den Ka nal 14 und wird von dort durch, eine Ver bindung<B>1-5</B> in den Kanal<B>6</B> Überführt. Diese Verbindung kann entweder durch ein Ab- flussrohr, das in einen Einlauftrichter ein mündet, oder durch ein biegsames Rohr ge bildet sein. Der mit dem Behälterkörper ver bundene Flansch, 4 hat einen Kanal, aus wel- o'hem die Külilflüssigkeit durch den Ablauf stutzen<B>8</B> abläuft.
Fig. <B>3</B> zeigt den Deckel im Grundriss mit den Kählrippen <B>10.</B>
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dar gestellt, bei welcher der Kühlkanal<B>6</B> mit einem ringförmigen Behälter<B>16</B> verbunden ist, der genügend Wasser enthält, um wäli- rend der Abkühlungsperiode die Packung .5 auf einer niedrigen Temperatur zu halten.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, dass während der Abkühlungsperiode keine Kühl.- flüssigkeit dem Glühbehälter zugeführt wer den muss, so dass biegsame Rohrleitungen und dergleichen nur am Ofen vorgesehen sein müssen.
Fig. <B>5</B> zeigt eine Anordnung, bei welcher der Deckel mit einem Kühlkanal 14 mit Zu lauf und Ablauf versehen ist, wie bei der vorhergehenden Ausführungsform, aber bei dieser Anordnung ist die Packung in eine Rinne im Deckel verlegt und wird mit die- seni vom Behälter gehoben. Diese Anord nung hat den Vorteil, dass die Packung ge gen mechanische Beschädigung geschützt ist, die durch herabfallende Schlacken oder son stige Verunreinigungen verursacht werden könnte. Der an dem Glühbehälter befestigte Flansch besitzt einen Rand, gegen welchen die Packung anliegt.
Der Flansch ist bei die ser Ausführung nicht mit einem Kühlkanal versehen, aber erforderlichenfalls kann na türlich ein solcher angeordnet sein und ausserdem kannder Flansch mit Kühlrippen versehen sein, wie die Ausfülirungsformen gemäss Fig. <B>1</B> bis 4. Zuweilen kann es er forderlich sein, auch den Deckel mit Kühl rippen zu versehen.
Durch diese Ausbildung der Dichtungs einrichtung können folgende Vorteile erzielt werden: Da die Kanäle im Flansch, bezw. im Deckel rohrförmig ausgeführt sind kann eine intensive Kühlung dadurch erzielt wer den, dass die Kühlkanäle an eine Wasser leitung mit verhältnismässig grossem Über druck angeschlossen werden. Ferner kann bei Entstehung eines Unterdruckes im Be- hälter, oder wenn das Glühen im Vakuum erfolgt, keine Flüssigkeit in den Behälter eingesaugt werden, wie dies bei früheren Konstruktionen der Fall war.
Auch müssen, wenn die Kühlkanäle selbst oder zusammen mit an dieselben angeschlossenen Vorratsbe hältern ein genügend grosses Volumen be sitzen, die Glühbehälter nur während der Erhitzungsperiode mit einer Kühlwasserlei tung verbunden werden.
Die in den Kühl kanälen bezw. in den mit denselben verb-un- denen Vorratsbehälter verbleibende Flüssig keit ist dann nämlich ausreichend, um wäli- rend der Abkühlungsperiode die Packung auf der erforderlichen niedrigen Temperatur zu halten, was im Vergleich zu den bisher verwendeten Anordnungen einen bedeuten den Vorteil ergibt, da während der<B>Abküh-</B> lungsperiode keine Zufuhr von Külilflüssig- keit notwendig ist.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Glühbehälter mit abnehmbarem, mittelst elastischer Packung mit horizontaler Dich tungsfuge abgedichtetem Deckel zum Ein hängen in einen Gl-ahofen zwecks Glühens <B>von</B> Metall in Sc'hutzgas oder<B>Vakuum,</B> da durch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Teile, gegen welche die Packung anliegt, mit einem geschlossenen Kühlkanal zur Aufnahme -einer diesen Teil kühlenden Flüs sigkeit versehen ist.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Glühbehälter nach Patentanspruch,<B>da-</B> durch gekennzeichnet, dass der Kühl kanal so ausgebildet ist, dass er an einen Zulauf, bezw. Ablauf für die Kühlflüs- sigkeit angeschlossen werden kann. 2.Glühbehälter nach Pätentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kühl kanal ein so gross-es Volumen besitzt, dass die in demselben eingeschlossene Flüssig keit ausreichend ist,<B>um</B> durch ihre Ver dampfung die Packung während der<B>Ab-</B> kühlungsperiode auf der zulässigen Tem peratur zu halten.<B>3.</B> Glülibeliälter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Kühlkanal mit einem am Glühbehälter angebrachten Vorratsbehälter für Külll- flüssigkeit verbunden ist, welcher einen so grossen Inhalt hat, dass die in dem selben und im Kühlkanal befindliche Flüssigkeitsmenge ausreichend ist, um durch ihre Verdampfung die Packung während der Abkühlungsperiode des Glüli'behä,Ite,rs auf der zulässigen Tem peratur zu halten.4. Glülibehälter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter mit einem Flansche versehen ist, gegen -welchen die Packung anliegt, wobei die ser Mansch nur durch einen schmalen Rand mit dem GliiIibehälter verbunden ist. <B>5.</B> Glülibehälter nach Patentanspruo'h, da durch gekennzeichnet, dass die Packung in einer im Deckel angeordneten Rinne ver legt ist und gegen einen am Glülibehälter befestigten Flansch anliegt, wobei wenig stens einer dieser Teile mit einem ge schlossenen Kühlkanal versehen ist.<B>6.</B> Glülibehälter nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass -wenigstens einer der Teile, gegen welchen die Packung anliegt, mit Kühlrippen ver sehen ist. <B>7.</B> Glühbehälter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Packung in einer Rinne in einem an dem Glüh- behälter befestigten Flansch, verlegt ist und gegen den Deekel anliegt, wobei <B>-</B> wenigstens einer dieser Teile mit einem geschlossenen Kühlkanal versehen ist.<B>8.</B> Glühbehälter nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass die Packung aus einem mit Gummi imprägnierten Me- talldralitgewebe besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE169101X | 1932-05-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH169101A true CH169101A (de) | 1934-05-15 |
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ID=20302983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH169101D CH169101A (de) | 1932-05-20 | 1933-05-18 | Glühbehälter mit abnehmbarem Deckel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH169101A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1130601B (de) * | 1958-05-02 | 1962-05-30 | Ct D Etude De L En Nucleaire O | Geraet zur Durchfuehrung von bei hoher Temperatur verlaufender Reaktionen, insbesondere metallurgischen Reaktionen |
-
1933
- 1933-05-18 CH CH169101D patent/CH169101A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1130601B (de) * | 1958-05-02 | 1962-05-30 | Ct D Etude De L En Nucleaire O | Geraet zur Durchfuehrung von bei hoher Temperatur verlaufender Reaktionen, insbesondere metallurgischen Reaktionen |
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