CH169318A - Kontinue-Haspel. - Google Patents

Kontinue-Haspel.

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CH169318A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Kontinue-Haspel.       Gegenstand der Erfindung bildet ein       Kontinue-Haspel.    Derartige Haspel sind be  kanntlieb so gebaut,     dass    sie den ihnen zu  geführten Faden selbsttätig aufwickeln und  in Schraubenlinien seitwärts führen. Wäh  rend des Laufes auf dem Haspel werden die  Fäden, Bänder und dergleichen einer     @chemi-          sehen    Behandlung, gegebenenfalls auch einer  Trocknung unterzogen. Für diese Behand  lung     bezw.    ihre einzelnen Stufen ist eine be  stimmte Mindestlänge Faden auf dem Haspel  und eine bestimmte Mindestzeit erforderlich.

    Diese Faktoren sind bei     festgelegter    Abzugs  geschwindigkeit und gegebener     Haspeldimen-          sionen    abhängig von .dem bei jeder     Haspel-          umdrehung    erfolgenden seitlichen     Vorschub     der Fadenlagen oder, mit andern     Worten,     von der Ganghöhe der durch den Faden ge  bildeten schraubenähnlichen Linie.

   Die bis  her bekannt gewordenen     Kontinue-Haspel     gestatten bei einer einmal gewählten Ab  zugsgeschwindigkeit und     Haspellänge        bezw.            Haspeldurchmesser    keine Regelung der Gang  höhe mehr und damit keine Regelung der  für die     Nachbehandlung    zur Verfügung  stehenden Fadenlänge und Zeit.

   Dieser  Mangel     tritt        besonders    dann in Erscheinung,  wenn man     beabsichtigt,    auf ein und dem  selben Haspel Fäden oder Bändchen von ver  schiedenem     Titer    unmittelbar nacheinander  auflaufen zu lassen,     wie    dies     beim    Spinnen  von     Kunstseidefäden    oder von Bändchen  nach dem Trocken- oder     Nassspinnverfahren     häufig notwendig ist.  



       Nach    ,der vorliegenden Erfindung können  jedoch     Kontinue-Haspel    so gebaut werden,  dass man den Fadenvorschub, das heisst die  seitliche Wandergeschwindigkeit der Fäden  beliebig einstellen kann, indem diese Haspel  erfindungsgemäss mit einer Regelvorrichtung  zur beliebigen Änderung .des seitlichen Fa  denvorschubes je Umdrehung versehen sind.  Damit ist es möglich, den Vorschub je nach  der Breite des zu     verarbeitenden        Gutes    zu      wählen oder beispielsweise für eine Variation  des Behandlungsverfahrens :denselben Faden  in engeren oder weiteren Schraubenwindun  gen aufzuwickeln.

   Besonders vorteilhaft sind  diejenigen     Ausführungsformen,,die    es gestat  ten, den Vorschub während des     Betriebes    zu  ändern, so zum Beispiel beim Anspinnen,  insbesondere beim Anspinnen mehrerer Fäden  nebeneinander.  



  Die spezielle Ausführung der Regelvor  richtung richtet sich nach der jeweils vorlie  genden     Haspelkonstruktion.    Die Haspel ge  mäss der Erfindung sollen in erster Linie der  nassen und trockenen Nachbehandlung von  Kunstseide, Bändchen und dergleichen die  nen. Sie eignen sich aber ganz allgemein für  jede     kontinuierliche    Behandlung eines Gebil  des in Form von Fäden, Garn, Bändchen oder       Filmstreifen,    die in einfachen Lagen auf den  Haspeln     transportiert    werden.  



  Zur Erläuterung der Erfindung sind da  her im     nachstehenden.        beispielsweise    eine  Reihe     von.    Ausführungsformen für Regelvor  richtungen an den verschiedenen Arten von       gontinue-Haspeln    beschrieben. Die Regel  barkeit von     gontinue-Haspeln    kann je nach  :der Bauart des Haspels auf zwei verschie  dene     Methoden    bewirkt werden.  



       a)    Der seitliche     Fadenvorschub.    beruht  auf     der        Verwendung    rotierender,     trommel-          förmiger    Fadenträger, :deren Achsen     bezw.          Führungsscheiben    gegeneinander geneigt  sind. Die beiden Trommeln oder mehrere der  selben können auch in Form von     StabbTup-          pen        exzentrisch    und mit geneigten Führungs  gruppen     ineinandergebaut    sein.  



  Für diese     Gattung    von Haspeln erreicht  man eine Regelung des Fadenvorschubes je  Umdrehung durch     Vorrichtungen    zur Ände  rung der Neigung der Achsen oder     Füll-          rungsscheiben    oder durch Änderung der Ex  zentrizität der Achsen     bezw.    Führungsschei  ben     allein    oder gleichzeitig. Einrichtungen       dieser    Art sind in den     Fig.    1 bis 7 und 9 bis  14 beispielsweise     :dargestellt.     



  b) Der seitliche Fadenvorschub ist be  sonderen Elementen übertragen, die mit der    Drehzahl des Haspels in bestimmter Weise  gekuppelt sind.  



  Für diese zweite Gattung von Haspeln  erhält man eine beliebige Regelung des  Fadenvorschubes je Umdrehung durch An  wendung eines veränderlichen Übersetzungs  verhältnisses zwischen dem Haspel und dem  den seitlichen Fadenvorschub bewirkenden  Element.  



  Beispiele für :diese Art von Haspeln sind  in den deutschen Patentschriften Nr. 236584  und Nr. 415479 beschrieben; in     Fig.    8 ist die  Einfügung eines veränderlichen Getriebes  schematisch dargestellt.  



  Die einfachste Ausführungsform     der    Vor  richtung zur Einstellung des Fadenvor  schubes durch Änderung von Neigung und       Exzentrizität    zeigt     Fig.    1 in einem Horizon  talschnitt. Die Exzentrizität ist hier     und    bei  allen folgenden Zeichnungen senkrecht nach  oben gelegt.  



  Um :die Achse 1 ist eine entsprechend  weite Lagerbuchse 2 .gelegt. .Auf ihr sitzt  das Kugellager     ':3,    vom Gewindering 4 gehal  ten. Das Lagergehäuse 5     trägt        die    Speichen  6 und schliesst     vermittelst    des Deckels 7 und  ,der beiden Filzdichtungen 8 das Kugellager  :dicht ab. Die     Einstellung    der Neigung und  .der Exzentrizität des die Stäbe führenden  Rades wird durch je vier     Justierschrauben    9  respektive 10 bewirkt, die auf beiden Seiten  des Rades symmetrisch angeordnet sind. In  nerhalb :des Raumes zwischen 1 und 2 ist im  Ruhezustand jede Einstellung von Neigung  und Exzentrizität möglich.  



  Eine     Ausführungsform    der Vorrichtung,  welche die Regelung der Wandergeschwin  digkeit des Fadens während des Betriebes ge  stattet,<B>zeigt</B>     Fig.    2, im     Horizontalschnitt     und     Fig.    2a im     Vertikalschnitt    gemäss Linie       a-b    in     Fig.    2'.  



  In der festen hohlen Achse 1     ist    eine  Welle 2 mit Gewindestück 3 drehbar     b    la  gert. Die Achse 1 trägt an zwei gegenüber  liegenden Stellen Schlitze, in     denen    je ein  Stein 4 .geführt wird, der zwei Keilflächen  trägt. Die Keilsteine sind mit     Gewinde    ver  sehen, die in die Spindel 3 eingreifen; sie      können durch Drehung an dem Handrad 5  axial bewegt werden. Auf die Keile ist eine  exzentrische Buchse 6 so aufgepasst,     dass    die  Wülste 7 auf den schrägen Keilflächen auf  liegen, während bei der Drehung die Zapfen.

    8 oben und unten die Führung     übernehmen.     Auf der     Exzenterbuchse    6 ist das Kugellager  9 mit Gewindering 10 befestigt. Den Schutz  des Kugellagers übernimmt :das Lagergehäuse  11. mit Deckel 12, die mittelst der elastischen  Filzdichtungen 13 und der     Exzenterringe    14  eine völlige Abdeckung erzielen. Der Zeiger  15 .gestattet die     Ablesung    der jeweiligen  Einstellung auf der Skala 16. Die Arretie  rung erfolgt vermittelst der Mutter 17.  



  Eine schematische Darstellung eines     Has-          pels,    bei dem zwei     Stabgruppen    durch die  selbe Vorrichtung gleichzeitig     eingestellt     werden können, zeigt     Fig.    7. Die gegen  läufige Drehung der beiden Systeme kann  entweder durch     entgegengesetzte    Neigung  .der Keilflächen oder durch     Rechts-        bezw.          Linksgewinde    erzielt werden.  



  Eine weitere Ausführungsform :der Vor  richtung zur Regelung der Wandergeschwin  digkeit der Fäden ergibt sich durch     Anwen-          dungdes.    folgenden Prinzips. bei Haspeln mit       Schiefexzentern:     Hat man eine bestimmte, genügend grosse       Exzentrizität    eingestellt, so erhält man für  einen bestimmten Neigungswinkel des Schief  exzenters den grössten Fadenvorschub, wenn  die Drehachse mit der Verbindungslinie       (Mittelpunkt-Achse)    -     (Mittelpunkt-Exzen-          ter),    kurz Zentrale genannt, zusammenfällt  (Hauptlage I).

   Neigt man nun die Drehachse  in einer Ebene senkrecht zur Hauptachse um  <B>90',</B>     so,dass    sie mit der Zentrale einen Win  kel von<B>90'</B> bildet, so ergibt sich der Faden  vorschub Null (Hauptlage     II).     



  Sorgt man nun dafür, dass in der Haupt  lage I die Neigung für den grössten erforder  lichen Fadenvorschub ausreicht, so kann man  durch Einstellung der     Drehachse        zwischen     diesen beiden Hauptlagen jede Wander  geschwindigkeit zwischen Null und dem ge  wünschten Maximum erreichen.    In den     Fig.    3 bis 6 ist die Vorrichtung  an einem     Schiefexzenter    .gezeichnet, der auf  einer feststehenden, nach oben     exzentrischen     Buchse 1 am Lagerbock 2 sitzt. Die auf 1  passende Lagerbuchse 3 ist für den grössten  erforderlichen Vorschub schräg durchbohrt  und wird von einem Deckel 4 gehalten.

   Auf  ihr     sitzt,das    Kugellager 5, vom Gewindering       6,gehalten,    samt Lagergehäuse 7 und Deckel  B. Die Lagerbuchse 3 kann mittelst des  Hebels 9 um<B>90'</B> gedreht werden. (In     Fig.    3  ist der Hebel um 45   verlegt gezeichnet).  Der     Zeiger    10 gibt auf der Skala 11 die  jeweilige Einstellung an; sie kann     mit    Hilfe  der     Flügelmutter    12 festgehalten     werden.     



       Fig.    8 zeigt schliesslich beispielsweise das  Schema eines Haspels, bei dem der Faden  vorschub durch einen endlosen, über Rollen  laufenden Träger bewirkt wird. Die Wander  geschwindigkeit der Fäden ist von dem Ver  hältnis zwischen der Umdrehungszahl der       Haspelachse    1 und derjenigen der Gewinde  spindel 2, welche die Rollen 3 antreibt, ab  hängig. Man kann demnach !den Fadenvor  schub regelbar einstellen, wenn man die  Achse 1 und die Spindel 2 durch ein an sich  bekanntes     Regelgetriebe    4 verbindet, welches  stufenlos oder in Stufen arbeiten kann.  



  In :den     Fig.    9 und 10 ist ein vollständiger  Haspel     dargestellt    mit einer     Verstellvorrich-          tung    der Wandergeschwindigkeit der Fäden  gemäss     Fig.    2.  



  Auf der festen Welle 1 sitzt     zentriert    die  Trommel 2, auf Kugellagern     -drehbar.    Der  Antrieb erfolgt vom Zahnrad 3 über das       Kegelradgetriebe    4 und wird von beiden Sei  ten durch einen     Mitnehmer    5     bewirkt.    Un  abhängig davon sitzt auf der festen Welle  exzentrisch nach oben die Trommel 6. Ihre  Holmen liegen zwischen denen der Trommel  2 und werden von den     letzteren    mitgenom  men, so dass beide Trommeln dieselbe Um  fangsgeschwindigkeit aufweisen.

   Die Füh  rungsscheiben der Trommeln sind gegen     die     Welle um :denselben     Winkel    geneigt, jedoch  nach verschiedenen Seiten,     so,dass    der Faden  auf dem Haspel eine gleichmässige Schrauben  linie beschreibt.      Eine weitere, besonders anschauliche Dar  stellung eines vollständigen     Kontinue-Has-          pels    ist in den     Fig.    11 und 12     wiedergegeben.     



  Die Welle 1 ist in den Lagerböcken 2  drehbar gelagert und wird durch die Riemen  scheibe 3 angetrieben. Mit der Welle fest  verbunden ist die Trommel 4. Zwei zur Welle  exzentrische Ringscheiben 5 bilden die Trom  mel 6, die von der Trommel 4 angetrieben  wird. Die     Ringscheiben    5 sind auf drehbaren  Lagerböcken 7 befestigt. Die eine Dreh  scheibe 8 ist mit einem Dorn 9 versehen, der       mit    Hilfe der Handräder 10 die Trommel 6  beliebig schräg     einstellbar    macht. Ein Zeiger  11 gibt auf der Skala 12 die jeweilige Ein  stellung     an,    die den     Fadenvorschub    auf dem  Haspel bestimmt.  



  Die Einstellvorrichtung für den seitlichen  Transport der Fäden ist in den     Fig,    13. und  14 ausführlich dargestellt.  



  Auf :der Grundplatte 1 liegt, um einen  Zapfen drehbar, die Scheibe 2 mit dem Dorn  3     und    den Stellrädern 4. Auf der Scheibe 2  sitzen die Träger 5, an denen senkrecht über  dem Drehpunkt die Ringscheiben 6 exzen  trisch zur Welle 7 angeordnet sind. Die bei  den Drehscheiben 2 sind durch     Stangen    8  verbunden. Die Speichen 9 sind drehbar in  .den Scheiben 6 gelagert und tragen die Quer  holme 10 an Gelenken 11.  



  Es ist bekannt, die Zugkraft zum Breit  halten von     Stoffbahnen    in     Breitstreckma.sehi-          nen    durch Änderung des Neigungswinkels  zweier Radscheiben, die als Träger von je  zwei Serien von     Holmenschienen    nach Art  eines Haspels dienen,     _zu    ändern. Im Gegen  satz hierzu handelt es sich beidem Kontinue-    Haspel gemäss. der Erfindung um die Ände  rung des Fadenvorschubes beim schrauben  förmigen Aufwinden der Fäden auf     den     Haspel, wobei im wesentlichen dieselben Ma  schinenelemente benutzt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kontinue-Haspel, -dadurch gekennzeich net, dass derselbe mit einer Regelvorrichtung zur beliebigen Änderung des seitlichen Fa denvorschubes je Umdrehung versehen ist. UNTERANSPRüCHE 1. Kontinue-Haspel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schief exzenter sowohl in ihrer Neigung, wie auch: in ihrer Exzentrizität regelbar ge- staltet sind. 2. Kontinue-Haspel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass -die Schief exzenter nur in ihrer Neigung regelbar ge staltet sind.
    3. Kontinue-Haspel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass- die Schief exzenter nur in ihrer Exzentrizität regel bar gestaltet sind. 4. gontinue-Haspel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Über setzungsverhältnis zwischen der Umdre hungszahl des Haspels und der Umdre hungszahl des den seitlichen. Fadenvor schub bewirkenden Elementes regelbar ge staltet ist.
CH169318D 1932-03-15 1933-03-15 Kontinue-Haspel. CH169318A (de)

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