DE609637C - Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden im fortlaufenden Arbeitsgang - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden im fortlaufenden Arbeitsgang

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DE609637C
DE609637C DEI43994D DEI0043994D DE609637C DE 609637 C DE609637 C DE 609637C DE I43994 D DEI43994 D DE I43994D DE I0043994 D DEI0043994 D DE I0043994D DE 609637 C DE609637 C DE 609637C
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DEI43994D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
    • D01D10/0454Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement using reels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden im fortlaufenden Arbeitsgang Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung an Vorrichtungen zur Herstellung von Kunstseidefäden im fortlaufenden Arbeitsgang, sogenannten Kontinue-Haspeln. Diese Haspel sind bekanntlich so gebaut, daß sie den ihnen zugeführten Faden selbsttätig aufwickeln und in Schraubenlinien seitwärts führen. Während des Laufes auf dem Haspel werden die Fäden, Bänder u. dgl. einer chemischen Behandlung, gegebenenfalls auch einer Trocknung unterzogen. Für diese Behandlung bzw. ihre einzelnen Stufen ist eine bestimmte Mindestlänge Faden auf dem Haspel und eine bestimmte Mindestzeit erforderlich. Diese Faktoren, sind bei festgelegter Abzugsgeschwindigkeit und gegebener Haspeldimension abhängig von dem bei jeder Haspelumdrehung erfolgenden seitlichen Vorschub der Fadenlagen oder, mit anderen Worten, von der Ganghöhe der durch den Faden gebildeten schraubenähnlichen Linie. Die bisher bekanntgewordenen Kontinue-Haspel gestatten bei einer einmal gewählten Abzugsgeschwindigkeit und Haspellänge bzw. Haspeldurchmesser keine Regelung der Ganghöhe und damit keine Regelung der für die Nachbehandlung zur Verfügung stehenden Fadenlänge und Zeit. Dieser Mangel tritt besonders dann in Erscheinung, wenn man beabsichtigt, auf ein und demselben Haspel Fäden oder Bändchen von verschiedenem Titer unmittelbar nacheinander auflaufen zu lassen, wie dies beim Spinnen von Kunstseidefäden oder von Bändchen nach dem Trocken-oder Naßspinnverfahren häufig notwendig ist. Nach der .vorliegenden Erfindung sollen nun Kontinue-Haspel so gebaut werden, daß man den Fadenvorschub, d. h. die seitliche Wandergeschwindigkeit der Fäden, beliebig einstellen kann. Damit ist es möglich, den Vorschub je nach der Breite des zu verarbeitenden Gutes zu wählen oder beispielsweise für eine Variation des Behandlungsverfahrens denselben Faden in engeren oder weiteren Schraubenwindungen aufzuwickeln. Besonders vorteilhaft sind diejenigen Ausführungsformen, die es gestatten, den Vorschub während des Betriebs zu ändern, so z. B. beim Anspinnen, insbesondere beim Anspinnen mehrerer Fäden nebeneinander.
  • Die spezielle Ausführung des Erfindungsgedankens richtet sich nach der jeweils vorliegenden Haspelkonstruktion. Die Haspel gemäß der Erfindung sollen in erster Linie der nassen und trocknen Nachbehandlung von Kunstseidefäden, Bändchen u. dgl. dienen. Sie eignen sich aber ganz allgemein für jede kontinuierliche Behandlung eines Gebildes in Form von Fäden, Garn, Bändchen oder Filmstreifen, die in einfachen Lagen auf den Haspeln befördert werden.
  • Die Regelbarkeit von Kontinue-Haspel gemäß der Erfindung kann je nach der Wirkungsweise des Haspels auf verschiedene Arten bewirkt werden.
  • Zur Erläuterung der Erfindung sind im nachstehenden beispielsweise eine Reihe von Ausführungsformen für Regelvorrichtungen an den verschiedenen Arten von Kontinue-Haspel beschrieben.. a) Die Fadenaufnahmevorrichtung besteht aus zwei ineinandergebauten Sätzen von Stäben. Jeder Satz von Stäben wird durch ein Paar Scheiben geführt,. von welchen das eine Paar gegen das andere um einen bestimmten Winkel geneigt ist. Dadurch wird bei der Drehung des Haspels jeder Stab eines Satzes (oder, wenn gewünscht, auch beider Sätze) axial und radial bewegt. Ein Satz Stäbe ist hierbei zu dem anderen exzentrisch angeordnet. Für diese Gattung von Haspel erreicht man eine Regelung des Fadenvorschubes je Umdrehung durch Änderung der Exzentrizität oder durch Änderung der Neigung der die Stäbe führenden Scheibenpaare zueinander.
  • b) Eine weitere Ausführungsform für Kontinue-Haspel besteht ebenfglls aus zwei Gruppen von Stäben, die jedoch stets zentrisch zueinander angeordnet sind und von denen entweder die Stäbe einer Gruppe in seitlichen Endscheiben starr befestigt sind, die Stäbe der anderen Gruppe dagegen axial und radial bewegbar geführt sind, oder von denen beide Gruppen bewegbar angebracht sind. Der Umlauf der bewegbaren Stäbe erfolgt durch Mitnahme in an den Haspelenden befindlichen Schlitzscheiben. Ihre axiale und radiale Bewegung erhalten -sie durch zwangsläufige Führung der Stabenden in beiderseits angebrachten Kurvenscheiben, deren Drehzahl zu der Drehzahl der Schlitzscheiben in einem bestimmten Verhältnis steht. Für diese Gattung von Haspel erhält man eine beliebige Regelung des Fadenvorschubes je Umdrehung, indem dieses Drehzahlverhältnis veränderlich gestaltet wird.
  • c) Bei einer weiteren Art von Haspel sind auf einer umlaufenden Welle Kopfstücke angebracht, die in sternförmiger Anordnung paarweise zusammenarbeitende Leitrollen tragen, über welche ein endloses Seil als Träger für den Kunstfaden geführt wird. Bei diesem System von Haspel wird die Regelung des Fadenvorschubes je Umdrehung durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses zwischen Haspelwelle und der Drehzahl der Leitrollen geschaffen.
  • Die einfachste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Einstellung des Fadenvorschubes durch Änderung von Neigung und Exzentrizität zeigt Fig. i in einem Horizontalschnitt. Die Exzentrizität ist hier und bei allen folgenden Figuren senkrecht nach oben gelegt.
  • Um die Achse i ist eine entsprechend weite Lagerbuchse -9 gelegt. Auf ihr sitzt das Kugellager 3, vom Gewindering 4 gehalten. Das Lagergehäuse 5 trägt die Speichen 6 und schließt mittels des Deckels 7 und der beiden Filzdichtungen 8 das Kugellager dicht ab. Das Lagergehäuse mit Deckel und Speichen bildet nunmehr ein Rad. Die Einstellung der Neigung und der Exzentrizität des die Speichen tragenden Rades wird durch je vier Justierschrauben 9 und io bewirkt, die auf beiden Seiten des Rades symmetrisch angeordnet sind. Innerhalb des Raumes zwischen i und 2 ist im Ruhezustand jede Einstellung von Neigung und Exzentrizität möglich.
  • Eine abgeänderte Form der Vorrichtung, welche die Regelung der Wandergeschwindigkeit des Fadens während des Betriebes gestattet, zeigt Fig. 2 im Horizontalschnitt.
  • In der festen hohlen Welle i ist eine zweite Welle 2 mit Gewindestück 3 drehbar gelagert. Die Welle z trägt an zwei gegenüberliegenden Stellen Schlitze, in denen je ein Stein ¢ geführt ist, der zwei Keilflächen trägt. Die Keilsteine sind mit Gewinde versehen, das in das Gewindestück 3 der Welle 2 eingreift; die Keilsteine können durch Drehung an dem Handrad 5 axial verschoben werden. Auf die Keilsteine 4 ist eine exzentrische Buchse 6 so aufgepaßt, daß deren Wülste 7 auf den schrägen Keilflächen aufliegen. Bei der Drehung übernehmen die Zapfen 8 oben und unten die Führung. Auf der Exzenterbuchse 6- ist das Kugellager 9 mittels Gewindering io befestigt. Den Schutz des Kugellagers übernimmt das Lagergehäuse ii mit Deckel i2, die mittels der elastischen Filzdichtung 13 und der Exzenterringe 14 eine völlige Abdeckung bewirken. Der Zeiger 15 gestattet die Ablesung der jeweiligen Einstellung auf einer Skala 16. Die Arretierung erfolgt mittels der Mutter 17.
  • Eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung zur Regelung der Wandergeschwindigkeit der Fäden ergibt sich durch Anwendung des folgenden Prinzips bei Haspel mit Schiefexzentern, das nachstehend an Hand der beiden schematischen Zeichnungen 7 und 711 erläutert ist.
  • Hat man eine bestimmte, genügend große Exzentrizität eingestellt, so erhält man für einen bestimmten- Neigungswinkel des Schiefexzenters a den größten Fadenvorschub, wenn die Schwenkachse b dieses Schiefexzenters mit der Verbindungslinie e (Mittelpunktachse c)-(Mittelpunktexzenter d), kurz Zentrale genannt, zusammenfällt (Hauptlage I, Fig. 7). Neigt man nun die Schwenkachse b in einer Ebene senkrecht zur Hauptachse um 9o °, so daß sie mit der Zentralen e einen Winkel von go ° bildet, so ergibt sich der Fadenvorschub Null (Hauptlage II, Fig. 7a).
  • Sorgt man nun dafür, daß in der Hauptlage I die Neigung für den größten erforderlichen Fadenvorschub ausreicht, so kann man durch Einstellung der Schwenkachse des Schiefexzenters zwischen diesen beiden Hauptlagen jede Wandergeschwindigkeit zwischen Null und dem gewünschten Maximum erreichen.
  • In den Fig. 3 bis 6 ist die Vorrichtung an einem Schiefexzenter dargestellt, der auf einer feststehenden, nach oben exzentrischen Buchse i am Lagerbock 2 sitzt, wobei die Zeichnungen verschiedene Schnitte der Vorrichtung darstellen. Die auf i passende Lagerbuchse 3 ist für den größten erforderlichen Vorschub schräg durchbohrt und wird von einem Decke14 gehalten. Auf ihr sitzt das Kugellager 5, vom Gewindering 6 gehalten, samt Lagergehäuse und Deckel B. Die Lagerbuchse 3 kann mittels des Hebels 9 um 9o ° gedreht werden. Der Zeiger io gibt auf der Skala ii die jeweilige Einstellung an; sie kann mit Hilfe der Flügelmutter 12 festgehalten werden.
  • Fig. 8 zeigt das Schema eines Haspels, bei dem der Fadenvorschub durch ein endloses, über Rollen laufendes Seil oder Leitband bewirkt wird. Die Wandergeschwindigkeit der Fäden ist von dem Verhältnis zwischen der Umdrehungszahl der Haspelachse i und derjenigen der Gewindespindel 2, welche die Rollen 3 antreibt, abhängig. Man kann demnach den Fadenvorschub regeln, wenn man die Achse i und die Spindel :2 durch ein an sich bekanntes Regelgetriebe 4 verbindet, welches stufenlos oder in Stufen arbeiten kann.
  • Eine schematische Darstellung eines Haspels, bei dem zwei Stabgruppen durch eine Regelvorrichtung gemäß Fig. 2 gleichzeitig eingestellt werden können, zeigen die Fig. 9 und io. Die gegenläufige Drehung der beiden Systeme kann entweder durch entgegengesetzte Neigung der Keilflächen oder durch Rechts- bzw. Linksgewinde erzielt werden.
  • Auf der festen Welle i sitzt zentriert die eine Stabtrommel2, auf Kugellagern drehbar. Der Antrieb erfolgt vom Zahnrad 3 über das Kegel-, radgetriebe 4 und wird von beiden Seiten durch einen Mitnehmer 5 bewirkt. Unabhängig davon sitzt auf der festen Welle die andere Stabtrommel 6, welche gegen die Trommel e exzentrisch nach oben versetzt ist. Ihre Holme liegen zwischen denen der Trommel 2 und werden von den letzteren mitgenommen, so daß beide Trommeln dieselbe Umfangsgeschwindigkeit aufweisen. Die Führungsscheiben der Trommeln sind gegen die Welle um denselben Winkel geneigt, jedoch nach verschiedenen Seiten, so daß der Faden auf dem Haspel eine gleichmäßige Schraubenlinie beschreibt. Eine weitere besonders anschauliche Darstellung eines vollständigen Kontinue-Haspels ist in den Fig. ii und i2 wiedergegeben.
  • Die Welle i ist in den Lagerböcken 2 drehbar gelagert und wird durch die Riemenscheibe 3 angetrieben. Mit der `'Pelle fest verbunden ist die Trommel 4. Zwei zur Welle exzentrische Scheiben 5 nebst den Holmen bilden die Trommel 6, die von der Trommel 4 angetrieben wird. Die Scheiben 5 sind auf schwenkbaren Lagerböcken 7 befestigt. Die Scheibe 8, auf der die Lagerböcke 7 aufsitzen, ist mit einem Dorn 9 versehen, der beim Drehen der Handräder io die Trommel 6 beliebig schräg einstellt. Ein Zeiger ii gibt auf der Skala 12 die jeweilige Einstellung an, die den Fadenvorschub auf dem Haspel bestimmt.
  • Die Einstellvorrichtung für den seitlichen Transport der Fäden ist in den Fig. 13 und 14 vergrößert dargestellt.
  • Auf der Grundplatte 13 liegt, um einen Zapfen drehbar, die Scheibe 8 mit dem Dorn 9, der durch die Stellräder io verstellbar ist. Auf der Scheibe 8 sitzen die Lagerböcke 7, an denensenkrecht über dem Drehpunkt die Scheiben 5 exzentrisch zur Welle i angeordnet sind. Die beiden Scheiben 8 sind durch Stangen 14 zwangsläufig verbunden. Die Speichen 15 sind in den Scheiben um ihre eigene Achse drehbar gelagert und tragen an Gelenken 16 die Querholme 17.
  • Es ist bekannt, die Zugkraft zum Breithalten von Stoffbahnen in Breitstreckmaschinen durch Änderung des Neigungswinkels zweier Radscheiben, die als Träger von je zwei Serien von Holmenschienen nach Art eines Haspels dienen, zu ändern. Im Gegensatz hierzu handelt es sich jedoch bei dem Kontinue-Haspel gemäß der Erfindung um die Änderung des Fadenvorschubs beim schraubenförmigen Aufwinden der Fäden auf den Haspel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden im fortlaufenden Arbeitsgang (Kontinue-Haspel), dadurch gekennzeichnet, daß derselbe mit einer Regelvorrichtung zur beliebigen Änderung des seitlichen Fadenvorschubes je Umdrehung versehen ist.
DEI43994D 1932-03-16 1932-03-16 Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden im fortlaufenden Arbeitsgang Expired DE609637C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746375C (de) * 1932-06-06 1944-06-10 Ind Rayon Corp Aufwickel- und Foerdervorrichtung fuer Kunstseidefaeden o. dgl.
US2447143A (en) * 1944-10-26 1948-08-17 American Viscose Corp Thread advancing reel
DE943665C (de) * 1951-02-27 1956-05-24 Erich Kiefer Lufttechnische An Haspel zur fortlaufenden Erzeugung und Behandlung von faden-, band- oder kabelartigem Gut

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE943665C (de) * 1951-02-27 1956-05-24 Erich Kiefer Lufttechnische An Haspel zur fortlaufenden Erzeugung und Behandlung von faden-, band- oder kabelartigem Gut

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