CH169343A - Verfahren zur Entfernung von Wasser aus wasserhaltigem Natriumcyanid. - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Wasser aus wasserhaltigem Natriumcyanid.

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CH169343A
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      Verfahren    zur Entfernung von Wasser aus     wasserhaltigem        Natriumcyanid.       Die Erfindung     betrifft    die Entfernung von       Wasser    aus wasserhaltigem     Natriumcyauid     und     schafft    ein weit überlegenes Verfahren,  wodurch im wesentlichen das gesamte     Cyanid     als trockenes Produkt gewonnen wird.  



  Die gewöhnlichen Methoden des     Abdamp-          fens    wässeriger Lösungen in den gebräuch  lichen Verdampfern sind bei     Cyanidlösungen     nicht anwendbar, weil diese Methoden zu  einer so weitgehenden Zersetzung des     Cya-          nids    führen, dass sie sowohl wegen der grossen       Cyanidverluste,    als auch wegen des hohen  Gehaltes des Endproduktes an Verunreinigung  unwirtschaftlich und unpraktisch sind.  



  Bisher hat man die     Abdampfung    von       Cyanidlösungen    bei niedriger Temperatur,  etwa 38  C und einem sehr hohen Vakuum  durchgeführt, allein die     Aufrechthaltung    eines  ausreichenden hohen Vakuums ist in der  Praxis nicht nur schwierig und kostspielig,  sondern es treten auch unter diesen Bedin  gungen eine beträchtliche Zersetzung und       Cyanidverluste    ein.

      Die Anwendung hoher Temperaturen, bei  spielsweise von Temperaturen, welche die  Siedetemperatur einer gesättigten     Cyanidlö-          lösung    bei Atmosphärendruck übersteigen,  wurde bisher von Fachleuten für das Ab  dampfen von     Cyanidlösungen    für praktisch  völlig ausgeschlossen erachtet, und zwar  wegen der starken Zersetzung und der hohen       Cyanidverluste    bei Verwendung irgend eines  der bisher bekannten Verfahren. Das all  mähliche Abdampfen unter sehr vermindertem  Druck blieb daher trotz seiner Nachteile  bisher in allgemeiner Verwendung zur Ge  winnung von     Alkalicyanid    aus seinen wässe  rigen Lösungen.  



  Es ist nun gefunden worden, dass     Na-          triumcyanid    in konzentrierter wässeriger Lö  sung die bisher unvermutete Eigenschaft  aufweist, dass es bei hohen Temperaturen im  wesentlichen     beständig    ist, vorausgesetzt,  dass die Erhitzung der Lösung sehr rasch  vor sich geht und das     Cyanid    rasch getrock  net wird. Die Gewinnung von Natriumcya-           niden    aus wässerigen Lösungen wird im  Gegensatz zu dem, was bisher allgemein an  genommen wurde, mit hoher Wirksamkeit  durchgeführt, wenn eine konzentrierte Lösung  selbst bei Atmosphärendruck über den Siede  punkt hinaus erhitzt wird.  



       Beispielsweise    liegt der Siedepunkt einer kon  zentrierten     Natriumcyanidlösung    bei 123,5   C.  Durch sehr rasches Erhitzen einer solchen  Lösung auf diese oder eine höhere Tempe  ratur, rasches Abdampfen , des Wassers und  ein solches Absetzen des     Cyanids    aus der  Lösung, dass seine Berührung mit Feuchtig  keit im wesentlichen vermieden wird, können  97 bis 98      /o        Natriumcyanid    als trockenes       Produkt        von        97        bis        98,

  5        %        Reinheit        aus        der     Lösung gewonnen werden. Wird die Opera  tion bei Unterdruck ausgeführt, so kann  die Temperatur entsprechend erniedrigt werden.  



  Bei Ausführung des Verfahrens gemäss  der Erfindung kann beispielsweise wie folgt  vorgegangen werden. Eine konzentrierte Na  triumcyanidlösung wird ohne     Vorwärmung     und     bevorzugtermassen    bei Zimmertemperatur  unmittelbar auf eine erhitzte Fläche gebracht.  Diese Fläche kann 'aus Metall, wie etwa  Eisen bestehen und wird auf eine Tempera  tur erhalten, welche genügt, die aufgebrachte  Lösung in sehr kurzer Zeit auf den Siede  punkt zu erhitzen und das Wasser daraus  zu verdampfen. Das getrocknete     Cyanid    bleibt  auf der erhitzten Fläche haften und kann  davon abgekratzt werden. Die Lösung kann  auf die erhitzte Oberfläche zerstäubt oder in  Form von Tropfen gebracht oder darauf  fliessen gelassen werden, um auf der erhitzten  Oberfläche eine dünne Schicht zu bilden.

    



  Das getrocknete     Cyanid    zersetzt sich,  wenn seine feinen Teilchen mit einer feuch  ten Atmosphäre in Berührung gelassen wer  den, was zum Beispiel beim Trocknen von  zerstäubter Lösung der Fall wäre. Bei dem  beschriebenen Verfahren dagegen fällt das       Cyanid    auf der erhitzten Oberfläche in Form  einer mehr oder weniger kompakten Schicht  aus, der Wasserdampf wird rasch entfernt  und die in der Atmosphäre verbleibende Feuch  tigkeit kommt mit dem     Cyanid    bloss an der    Oberfläche der abgesetzten Schicht in Be  rührung.  



  Eine geeignete Temperatur für die erhitzte  Fläche ist 140 bis<B>1800</B> C, obgleich man sie  auch bis auf 300   C erhitzen kann. Die     bevor-          zdgte        Trocknungsdauer    vom Augenblick des       Auftragens    der Lösung bis zum Augenblick  des Abnehmens des Produktes ist 30 bis  60 Sekunden, obgleich diese Zeit auch etwas  länger sein kann, allerdings bei vergrössertem       Cyanidverlust.    Die erhitzte Fläche kann von  irgend einer Grösse und Krümmung sein und  kann elektrisch oder durch Dampf oder von  irgend einer andern Wärmequelle erhitzt  werden.  



  Da die an dem festen-     Natriumcyanid     etwa haftende Feuchtigkeit ein Teil des     Cya-          nides    löst, so eignet sieh das vorliegende  Verfahren ebenfalls zum Trocknen einer feuch  ten Masse von     Natriumcyanid.    In diesem  Falle wird die feuchte Masse auf der erhitzten  Fläche zu einer dünnen Schicht ausgebreitet  oder gepresst. Die     Trocknungsdauer    kann  etwas mehr als eine Minute betragen, aber  je grösser die     Trocknungsdauer    ist, desto  grösser sind die     Cyanidverluste.     



  Da     Natriumcyanid    ein Hydrat Na     CN+     2H20 bildet, das sich beim Erwärmen über  34 o C im eigenen Kristallwasser löst, können  solche Kristalle unmittelbar auf die erhitzte  Fläche aufgebracht werden, um eine dünne  Schicht zu bilden, statt dass man sich vor  erst eine Lösung bereitet; in diesem Sinne  sind auch die Ansprüche zu verstehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von Wasser aus wasserhaltigem Natriumcyanid, dadurch ge kennzeichnet, dass man das wasserhaltige Natriumcyanid in dünner, haftender Schicht auf eine feste Heizfläche aufbringt, die auf einer oberhalb des Siedepunktes einer kon zentrierten Lösung des genannten Cyanides liegenden Temperatur erhalten wird, zum Zwecke, eine rasche Entfernung des Wassers aus dem wasserhaltigen Natriumcyanid und eine Ablagerung des Natriumcyanides auf der genannten Heizfläche zu bewirken. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserhalti ges Natriumeyanid eine konzentrierte Na- triumcyanidlösung verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserhaltiges Natriumeyanid eine feuchte Masse von Natriumeyanid verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Natrium- cyanid in Form seines Dihydrates auf der genannten Heizfläche verteilt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserhaltiges Natriumeyanid eine Mischung von konzen trierter Natriumcyanidlösung und festem Natriumeyanid verwendet.
CH169343D 1932-07-15 1933-05-04 Verfahren zur Entfernung von Wasser aus wasserhaltigem Natriumcyanid. CH169343A (de)

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